Rohloff 14 Gang Nabenschaltung am Trike - Erfahrungen

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2002 hat Rohloff auf Ganzjahresöl umgestellt, nachdem es zuvor ein dünnflüssiges Winter- und ein zäheres Sommeröl gab. Ich habe soeben zufällig die Anleitung dazu von damals gefunden.
Ölwechsel Ganzjahresöl.jpeg


Interessant:
- Damals wurde die Ölschraube "wieder" eingedreht, also weder eine neue verwendet, noch Dichtmittel.
- Man soll am kurzen Ende des Schlüssels drehen, um die Schraube nicht zu tief in das konische Loch zu drehen.
- Nach Einfüllen des Spülöls (heißt jetzt Reinigungsöl) 5 bis 10 km fahren und viel schalten oder gemäß umfangreicher Anleitung in der Werkstatt kurbeln.
 
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So ich bin jetzt 600km mit einer Rohloff in rot und dem neuen Drehgriff (leicht) am W1 gefahren.
Externe Schaltansteuerung mit Bremsscheibe. Preis knapp 1300EU.
Die Spreizung der Nabe ist wirklich genial die ersten 5 Gänge habe ich allerdings nie genutzt weil es hier in Berlin und Umgebung keinen wirklichen Bedarf dafür gibt. Also mein Fazit hier besser gehts kaum. Bei 40kmh kann man noch ganz bequem kurbeln.
Und dann fetzt sie auch noch mit dieser geilen Farbe.

Was mir aber recht übel aufgefallen ist der schwergängige Schaltvorgang. Und vorweg das liegt nicht an meiner Schaltung oder den verlegten Kabeln. Alles war komplett neu Nabe, Züge, Drehgriff. Die Züge hatten auch keine großen Bögen und waren gut verlegt so wie Rohloff es verlangt..
Am Holm konnte ich mit einer Drehbewegung maximal 2 -3 Gänge bequem schalten, dann muss man schon umgreifen. Das heißt man ist ewig am Kurbeln wenn man Stop and Go in der Stadt hat. Mir taten nach jeder längeren Fahrt das rechte Handgelenke weh. Für den Lenkholm am Trike ist der Drehgriff nicht gemacht.
Wenn man die Nabe einbaut und wie von Rohloff empfohlen die Schaltung auf gang 14 mit nem Gabelschlüssel schaltet merkt man auch das es dafür schon ne menge Kraft braucht. Leicht ist anders.

Parallel habe ich die Schaltung auch am Up gefahren, das gleiche Rad der gleiche Drehgriff nur fürs Rad angepasste Bowdenzüge. Durch den horizontalen Lenker ist auch die Drehbewegung viel besser beim Schalten wenn auch nicht leicht.
Eine Nexus 8 kann ich locker mit zwei Fingern schalten daran ist bei der Rohloff überhaupt nicht zu denken da muss man fest zugreifen damit du in den nächsten Gang kommst.
Ein Drehgriff mit langem Griff habe ich nicht getestet aber dadurch wird das Schalten ja auch nicht leichter man hat nur mehr Fläche wo man zugreifen kann. Der Schalt-Weg den man mit nem langen Griff schafft wird wohl auch noch kürzer sein.

Die Schaltung habe ich nun wieder aus dem Trike entfernt. Die Schwergängigkeit der Schaltung hat mich total genervt. Muss man viel Schalten in der Stadt so würde ich AM TRIKE von dieser Schaltung abraten. Fährt man eher im Flachen braucht man die 14 Gänge auch nicht.
Der Hype den man hier um diese Schaltung macht kann ich überhaupt nicht verstehen. Die Langlebigkeit mag ja ein Pluspunkt sein aber dafür den Preis kann man ja auch 10 Mal eine neue Nexus einbauen oder 5 mal eine Alfine 11. Die Laufleistung wird dann ähnlich sein.

Jetzt ist alles wieder zurückgebaut auf die Alfine 11. Die Spreizung ist nicht ganz so groß, Sie schaltet genauso exakt wie die Rohloff. Der Shifter zum Schalten ist ein Traum gegenüber dem Drehgriff der Rohloff.
Die Rohloff ist jetzt bei Kleinanzeigen wieder zum Verkauf eingestellt.
Mein Projekt das Wiesel auf Rohloff umzubauen habe ich verworfen die gebrauchte Nabe dafür werde ich auch wieder verkaufen.

Ich hätte auf die Meinungen aus den Nachbarforen hören sollen aber nun is zu spät und der Wertverlust der Rohloff ist ja nicht so groß.
 
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Zum Schalten gäbe es dann noch die Gebla Box, die habe allerdings bisher nur mit RR ( Sram) Bremsschaltgriffen gesehen. Funktioniert, und das soll es auch dann. Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass die Schaltung überbewertet ist, was allerdings zu Zeiten von 2/3 x 7-9 anders ausgesehen hat, da damals außer Halfstepp (für Sudokuanhänger, da viel Denkarbeit nötig) wenig Alternativen gab, die eine solchen Entfaltung zuliesen, und die Qualitäten der Kettenschaltungen sich seitdem stark verbessert haben
 
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Ich fahre jetzt 6000 km Rohloff in meinem fs20 und bin auch vom schwerfälligen Schalten (mit langem Griff) enttäuscht. Habe jetzt schon zum zweiten Mal beim Händler reklamiert. Manchmal bekomme ich den Gang nur mit Nachdruck rein. Winterhandschuhe machen’s nicht leichter.
Aktuell habe ich ein Scorpion mit XT DI2. Von der Spreizung der Gänge und dem schnellen Schalten bin ich begeistert. Ist nur noch nicht 100% korrekt eingestellt, aber das mache ich beim Leihrad nicht... nur das Schalten im Stand fehlt, wenn ich unerwartet bremsen muss. Sonst perfekt. Ach, und nochwas: diese Ruhe...
 
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Hallo,

nach Möglichkeit sollte man den Griff so verbauen, dass man ihn mit Zeigefinger und Daumen schalten kann, so ist er gedacht. Der kleine und der Ringfinger haben einfach zu wenig Kraft. Man kann auch mittels Lenkerhorn den Schaltgriff waagerecht montieren, dadurch erhält man weitere Griffpositionen, gerade auf der Langstrecke ein Mehr an Bequemlichkeit.
Schwergängig kenne ich nur, wenn Fehler bei der Zugverlegung gemacht werden. Als optimal haben sich bei mir an Liegen direkte Wege ohne enge Radien und keine (!) Fixpunkte am Rahmen erwiesen, also allenfalls mal eine lose Kabelbinderschlaufe. Eine rahmennahe mit mehreren Fixierungen führt zu offenbar Reibungsverlusten. Ich habe auch schon erlebt, dass ein Liegeradversandhandel falsche Züge verkaufte. Zu üblen Verlusten führt auch Spliss im Zug in der Schaltrolle, was Unerfahrenen mit schlechtem Werkzeug leicht unbemerkt passieren kann.
Meine Spedhubs lassen sich übrigens mit dem 8er Maulschlüssel so leicht schalten, dass ich dabei schon mal versehentlich zwei Gänge auf einmal schalte.
Eine Anlass, mehr als 2 Gänge auf einmal zu schalten, sehe ich beim Fahren eher nicht, allenfalls beim Runterschalten im Stand, und da ist Umgreifen egal.

Eine Nexus 8 kann ich locker mit zwei Fingern schalten daran ist bei der Rohloff überhaupt nicht zu denken da muss man fest zugreifen damit du in den nächsten Gang kommst.
Dann stimmt etwas mit Deiner Speedhub nicht.

Ein Drehgriff mit langem Griff habe ich nicht getestet aber dadurch wird das Schalten ja auch nicht leichter man hat nur mehr Fläche wo man zugreifen kann.
Genau das ist der Trick: Der lange Schaltgriff erlaubt bei senkrechter Montage mit den Zügen unten ein Schalten mit Daumen und Zeigefinger statt mit Ringfinger und Daumen. Der Ringfinger greift schwächer als der Zeigefinger.

Ich fahre jetzt 6000 km Rohloff in meinem fs20 und bin auch vom schwerfälligen Schalten (mit langem Griff) enttäuscht.
Du meinst also, schlappe 6000 km sind ein ausreichender Grund, hier in Fettbuchstaben rumzuschreien? Dann müsste ich fette Großbuchstaben bei doppelter Schriftgröße verwenden, denn ich bin sie überschlägig 30000 km am Liegezweirad und über 20000 km an zwei verschiedenen Trikes gefahren.
 
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Bei mir ist ein Griff verbaut, wo der ganze Griff sich mit dreht, das geht super. 3-4 Gänge schalten geht ohne Probleme
 
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Hallo,

nach Möglichkeit sollte man den Griff so verbauen, dass man ihn mit Zeigefinger und Daumen schalten kann, so ist er gedacht. Der kleine und der Ringfinger haben einfach zu wenig Kraft. Man kann auch mittels Lenkerhorn den Schaltgriff waagerecht montieren, dadurch erhält man weitere Griffpositionen, gerade auf der Langstrecke ein Mehr an Bequemlichkeit.
Schwergängig kenne ich nur, wenn Fehler bei der Zugverlegung gemacht werden. Als optimal haben sich bei mir an Liegen direkte Wege ohne enge Radien und keine (!) Fixpunkte am Rahmen erwiesen, also allenfalls mal eine lose Kabelbinderschlaufe. Eine rahmennahe mit mehreren Fixierungen führt zu offenbar Reibungsverlusten. Ich habe auch schon erlebt, dass ein Liegeradversandhandel falsche Züge verkaufte. Zu üblen Verlusten führt auch Spliss im Zug in der Schaltrolle, was Unerfahrenen mit schlechtem Werkzeug leicht unbemerkt passieren kann.
Meine Spedhubs lassen sich übrigens mit dem 8er Maulschlüssel so leicht schalten, dass ich dabei schon mal versehentlich zwei Gänge auf einmal schalte.
Eine Anlass, mehr als 2 Gänge auf einmal zu schalten, sehe ich beim Fahren eher nicht, allenfalls beim Runterschalten im Stand, und da ist Umgreifen egal.



Dann stimmt etwas mit Deiner Speedhub nicht.



Genau das ist der Trick: Der lange Schaltgriff erlaubt bei senkrechter Montage mit den Zügen unten ein Schalten mit Daumen und Zeigefinger statt mit Ringfinger und Daumen. Der Ringfinger greift schwächer als der Zeigefinger.



Du meinst also, schlappe 6000 km sind ein ausreichender Grund, hier in Fettbuchstaben rumzuschreien? Dann müsste ich fette Großbuchstaben bei doppelter Schriftgröße verwenden, denn ich bin sie überschlägig 30000 km am Liegezweirad und über 20000 km an zwei verschiedenen Trikes gefahren.
War ein Versehen mit den fetten Buchstaben
 
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Eine Anlass, mehr als 2 Gänge auf einmal zu schalten, sehe ich beim Fahren eher nicht, allenfalls beim Runterschalten im Stand, und da ist Umgreifen egal.
Naja bei ner Torpedo 3Gang muss man das auch nicht unbedingt aber bei nem Ampelstop gehts dann von Gang 12 in Gang 6 da klickst du schon ne Weile und das geht auch im Stand auf's Handgelenk.

Dann stimmt etwas mit Deiner Speedhub nicht.
Die ist Nagelneu.
Siehe...
ch fahre jetzt 6000 km Rohloff in meinem fs20 und bin auch vom schwerfälligen Schalten (mit langem Griff) enttäuscht.
6000km sind nicht viel,
er schreibt ja weiter ->Habe jetzt schon zum zweiten Mal beim Händler reklamiert. Da war bestimmt auch ein zu blöder Schrauber drann

Liegeradversandhandel falsche Züge verkaufte.
original Rohloff

Meine Spedhubs lassen sich übrigens mit dem 8er Maulschlüssel so leicht schalten, dass ich dabei schon mal versehentlich zwei Gänge auf einmal schalte
Natürlich hätte ich jetzt bei dir nicht anders erwartet.
Also Deine Rohloff geht leicht, man kann sie mit zwei Fingern schalten und du verlegst die Züge viel besser als alle Anderen.
Nun gut , bei mir ist das leider anders.

Ich habe gerade mit einem Ex-Schreiber von hier telefoniert. Er hat gerade ein Wiesel auf Rohloff umgebaut.
Der sagt ähnliches, die Rohloff ist im Vergleich zu ner Nexus SCHWERGÄNGIN UND BRAUCHT VIEL MEHR KRAFTAUSWAND. in fett :sleep:




und es sind die engen Bögen die das Problem sind ..
Habe ich nicht gehabt, lese ja hier mit und habe deshalb keine engen Bögen, keine festen Kabelbinder, keine ungleich lange Züge, keine starren 90° Bögen eine Loopings keine eingefrorene Züge und habe auch keine Behinderung in der Hand.
Vielleicht muss ich mich ja mal besaufen und mir die Nabe schön reden ...

Ist aber auch schon zu spät die Nabe ist eben bezahlt worden und wird gleich abgeholt.
Ich habe dem Käufer gesagt was mich genervt hat aber der baut sie in sein Mountainbike ein und am Lenker gehts ja etwas besser.
Und in rot eloxiert sieht sie soooooooo gut aus schnief

Die gebrauchte Rohloff die ich bei Kleinanzeigen gekauft habe wird auch verkauft.
Ungetestet mit den dafür nötigen neuen Flanschringe interne Schaltansteuerung 280.- alter Drehgriff, Züge + Porto
Die Schaltet am Seil alle Gänge, aber genau so schwer.
Nur der Zughalter wird noch benötigt.

Aber nochmal zurück zur Leichtgängigkeit wer kann seine Rohloff am Trike wirklich nur mit zwei Fingern leicht schalten.
Klaus kann das wissen wir nun, wer noch?
 
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Wenn es dir hilft: Ich kann es auch. :rolleyes:
Man kann sich ja mal fragen, ob die Zugspannung richtig ist, da kann ein wenig mehr „lose“ schon Wunder bewirken.
Im Winter auch immer gerne mal: Wasser in den Zügen. Wird das fest, werden es die Züge auch;)
Aber generell ist bei Untenlenkern der lange Griff diverser Anbieter um Längen besser schaltbar als die Originalen, da die Position zur Hand einfach ungeschickter ist.
 
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......jetzt gerade im Schuppen - seit 8 Wochen Dauerfrost - geht es mit 2 Fingern : LEICHT geht es allerdings JETZT nicht - aber es geht!!

Aber bei wärmeren Temperaturen auf jeden Fall!

Verlegung "suboptimal": Starrer 90° Bogen und feste Rahmenschellen am Scorpion.

Bildschirmfoto 2021-01-03 um 13.33.10.png
 
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Also nur noch mal kurz:
Schaltung hat einen gewissen Widerstand in der Rasterung. Bei der Nexus geht es in einer Richtung sehr leicht in die andere rech schwer, wenn man die deutliche Rasterung nicht mag ist die Schaltung nichts für einen, dass kann man aber auch an einem x-beliebigen Rad mit Rohloff testen. Man kann mit der Schaltung aber bis zu 5 Gänge am Stück rauf un runter schalten. Der normale schaltgriff ist für Daumen und Zeigefinger gedacht, deswegen nimmt man besser den langen Schalthebel von icecletta.
Grüße Stefan
 
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Verlegung "suboptimal": Starrer 90° Bogen und feste Rahmenschellen
Mit den verwendeten Bögen direkt hinter dem Schaltgriff ist das durchaus in Ordnung. Ohne die komme ich nur beim Flux A10 und im CB aus, weil die Züge da gerade Richtung Lenklager geführt werden. Sonst verwende ich überall die gebogenen Röhrchen. Schalten geht überall gut und am Untenlenker würde ich den langen Schaltgriff verwenden - der macht das Schalten einfach angenehmer.
Schlechte Erfahrungen habe ich nur am Flux V200 gehabt, weil ich da ohne die Röhrchen gearbeitet habe, da ging es im Winter auch recht schwer, aber nie so, dass ich dauernd umgreifen musste. (Und offen fahre ich im Winter mit sehr dicken Handschuhen!)
C.
 
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Hallo,

ich bin ehrlich überrascht über einige Aussagen hier.
Ich habe bedingt durch meine MS immer mal wieder große Schwierigkeiten mit Spastiken und Kraft in den Händen, an schlechten Tagen kann ich z.B. keine Flaschen aufdrehen.
Beim Schalten der Rohloff am Wiesel hatte ich noch nie Probleme, weder mit der nachträglich eingebauten am alten Wiesel noch jetzt mit dem neuen Tourentrike. Verbaut ist bei beiden Rädern der kurze Drehgriff.

Grüße ~ Ursel
 
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Ich fahre seit einigen Jahren Rohloff mit langem Schaltgriff.
Die Schaltung ist, soweit ich mich erinnern kann, immer schön leichtängig gewesen.
Schaltet sich wie Butter.
 
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