Ritzel wechseln

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Hallo zusammen,

mal eine doofe Frage: Da ich inzwischen 3 Räder mit Kettenschaltung besitze und es tendenziell (Kinder...) mehr werden, würde ich gern Kette und Ritzel selbst welchseln. Was für Werkzeug benötige ich da? Kettenpeitsche ist mir klar, aber für die Ritzel benötigt man noch einen Spezialschlüssel...
Technik ist Shimano und SRam (Dual Drive), 8 und 9fach...

--Rainaari
 
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Was ich noch ergänzen würde: Beim Losdrehen der Ritzelmutter, sollte man die Nuss bzw. das Werkzeug mit einem Schnellspanner (nicht festgedreht, sondern locker) vor dem Verkanten/ Abrutschen sichern.

Falls keine Kettenpeitsche zur Hand ist, ein Ölfilter- Bandschlüssel tut es zur Not auch, angesetzt am größten Ritzel.
 
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würde ich gern Kette und Ritzel selbst welchseln.
Tip: Manche Kassetten sind dermaßen festgerammelt, dass eine Schlüsselverlängerung (längerer Hebel) Sinn macht. Und beim Festziehen sollte man es nicht übertreiben, sonst kann es passieren, dass man die Kasette nie wieder wechseln kann. Passiert zwar selten, aber manchmal habe ich auch gedacht: Welcher Idiot hat die Kassettenmutter nur dermaßen fest angebrummt?
 
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Das Gewinde der
einfetten vor der Montage sollte das Risiko
dass man die Kasette nie wieder wechseln kann
minimieren.

Ich hatte bisher solche Probleme nur mit den Rohloff Schraubritzeln, aber die ziehen sich ja konstruktionsbedingt selber im Betrieb immer fester.
Beim Lösen habe ich micht einmal fast selber ausgenockto_O, andere haben dabei schon den Rohloff-Ritzelabzieher 'entzahnt' (dann muss aber auch noch ein Härtungsfehler im Werkzeug vorliegen:LOL:). Die Einführung des Steckritzels war eine echte Erleichterung...
 
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Da ich inzwischen 3 Räder mit Kettenschaltung besitze und es tendenziell (Kinder...) mehr werden, würde ich gern Kette und Ritzel selbst welchseln. Was für Werkzeug benötige ich da? Kettenpeitsche ist mir klar, aber für die Ritzel benötigt man noch einen Spezialschlüssel...
Technik ist Shimano und SRam (Dual Drive), 8 und 9fach...
Gerade bei Kinderrädern beim Kauf gucken, ob da auch echte Kassettennaben drin sind. Sonst braucht's wieder eigenes Werkzeug für Schraubkränze.
Was ich noch ergänzen würde: Beim Losdrehen der Ritzelmutter, sollte man die Nuss bzw. das Werkzeug mit einem Schnellspanner (nicht festgedreht, sondern locker) vor dem Verkanten/ Abrutschen sichern.
Mindestens bei den ersten Versuchen eine gute Idee!
Dann muss man den Lockring-Schlüssel aber mit etwas anderem als einer 3/4"-Ratsche drehen, sonst ist das Loch für den Schnellspanner verstopft. Manche Schlüssel haben auch einen integrierten Hebel, andere einen Stift, mit dem sie sich selbst in der hohlen Schnellspannachse gegen Abrutschen sichern. Einfach mal stöbern.
 
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Beim Losdrehen der Ritzelmutter, sollte man die Nuss bzw. das Werkzeug mit einem Schnellspanner (nicht festgedreht, sondern locker) vor dem Verkanten/ Abrutschen sichern.
Man kann sich auch eine Nuss kaufen, die einen Führungsstift hat, das hilft auch schon ungemein:
 
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Kettenpeitsche ist mir klar, aber für die Ritzel benötigt man noch einen Spezialschlüssel...
Ich habe selbst mehrere Kettenpeitschen, würde inzwischen aber dazu raten stattdessen eine Kassettenzange zu verwenden. Gerade wenn der Verschlußring sehr fest sitzt kann eine Kettenpeitsche auf stark verschlissenen Ritzeln schnell abrutschen.

Es ist aber bestimmt auch möglich eine Kettenpeitsche so zu modifizieren, daß das lose Ende auch gehalten wird. Habe ich bisher aber noch nirgends gesehen.

 
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einfetten vor der Montage sollte das Risiko minimieren.
Na ja, ob Fett da hilft? Weil es geht ja nicht um ein festkorodiertes Gewinde, sondern um die Zahnrasterung der Mutter. Wenn man die zu fest anbrummt, ist es schwer, sie wieder zu lösen. Beim Festziehen helfen die Mitnehmerklinken (man braucht also nur das Laufrad fest auf den Fußboden drücken), beim Lösen muss man gleichzeitig mit der Kettenpeitsche gegenhalten - kann mühsam werden.
 
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kann mühsam werden
Das bestreitet niemand, auf den meisten Verschlussringen steht nicht umsonst 40nm dran, das ist schon ne ganze Menge.
Eine trockene Schraubverbindung ist aber fast nie eine gute Idee.
Entweder Fett oder Schraubensicherung. Bei unterschiedlichen Materialien auf jeden Fall (sonst wird ein Seite schneller zum 'Opfer') und auch bei Stahl auf Stahl vermindert es das 'Einkriechen' von Dreck -> Lösen wird einfacher.
 
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Noch ein weiteren tipp ist das es ganz schnell von fest in löse andern kann und das mann dann aufpassen muss wo der hand hin bewegt.

Wenn mann ein nuss version kauft ist die aussenabmessung ziemlich gross. Schatze so 28-30 mm ungefahr. Dafur hatt auch nicht jeder das passende. Mit eine rohrzange oder so sollte mann denn nuss besser nicht halten.

Kleine sachen;
Fur 11 fach schlussritzel werden oft etwas kleinere verschlussringe verwendet als fur 12 und grosser. Mit ein zwolfer schlussring geht alles prima zusammen nur lauft die kette dann halbwegs auf demm ring, und mit etwas pech schleift der ring dann ans ausfallende.

Verschlussringe, und zwischen ringe kann mann prima wieder verwenden, kaum benutzte ritzel auch.

Fur 8-9 fach Shimano oder Sram passt das gleiche zeug.

Grusse, Jeroen
 
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Moin,
bei unseren beiden Nazca Pioneeren habe ich nun selbst die Kassetten gewechselt. Von "Aslan" habe ich dazu mit den Kassetten eine Kettenpeitsche bekommen und mir dazu einen Abzieher gekauft. Da die Räder eine DualDrive haben, konnte ich zum Losdrehen und Festziehen keinen Drehmomentschlüssel (vom Auto) verwenden. Der Abzieher kann sowohl mit einem 19mm- als auch 24mm-Maulschlüssel verwendet werden. Gesichert habe ich ihn nicht gesondert. Bei der DD2 muss man auch beim Festziehen die Kettenpeitsche verwenden, da sich die Achse durch das Getriebe unabhängig vom Rad drehen kann. Die Kettenpeitsche habe ich auf ein kleineres Ritzel gesetzt, damit der Umfangswinkel des losen Kettenstückes größer ist. Dann rutsche es nicht so leicht ab.
Obwohl ich das noch nie gemacht hatte, hat es jeweils eine knappe Stunde einschließlich Vorbereitung, alles sauber machen, Scheibenbremse wieder einstellen usw. gedauert.
Grüße in die Runde
Dietrich
 
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Danke euch,
Ich werd mich mal mit Kassettenzange und Abziehern (mit und ohne Führungsstift) eindecken.
Erschreckend finde ich die Lieferzeiten von handelsüblichen Cassetten.. 7 - 28 Wochen ist ja übel.

Ich hoffe, eine Werkstatt hier in der Nähe hat eher Zeit für mich...

--Rainaari :)
 
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Na ja, ob Fett da hilft? Weil es geht ja nicht um ein festkorodiertes Gewinde, sondern um die Zahnrasterung der Mutter. Wenn man die zu fest anbrummt, ist es schwer, sie wieder zu lösen.

Deshalb ist es auch sinnvoll den Druck von der Rasterung zu nehmen.

Dazu gibt es 2 Möglichkeiten
1. Mit einem Durchschlag oder stabilen Schraubenzieher das 2. kleinste Ritzel an mehreren Stellen nach innen schlagen.

2. Einen der Distanzringe zwischen den Ritzeln zu zerstören. Dazu alte Speiche erhitzen und mehrere Löcher in den Ring Reinbrennen. Und dann mit Schraubenzieher Rausklopfen.
 
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1. Mit einem Durchschlag oder stabilen Schraubenzieher das 2. kleinste Ritzel an mehreren Stellen nach innen schlagen.
Warum? (verstehe den Zusammenhang nicht)
2. Einen der Distanzringe zwischen den Ritzeln zu zerstören. Dazu alte Speiche erhitzen und mehrere Löcher in den Ring Reinbrennen. Und dann mit Schraubenzieher Rausklopfen.
Oje, das stelle ich mir stressig vor ... i.d.R. hilft eigentlich immer eine Hebelverlängerung am Mutternschlüssel bzw. der Kettenpeitsche/Kettenzange.
 
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Gerade bei Kinderrädern beim Kauf gucken, ob da auch echte Kassettennaben drin sind. Sonst braucht's wieder eigenes Werkzeug für Schraubkränze.
Meiner Erfahrung nach funktioniert so ein Abzieher hier
Abzieher.jpg
(oder vergleichbar) gleichermaßen für Kassetten wie für Schraubkränze (ich hab jedenfalls nie einen anderen gebraucht).
 
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Kommt auf den Schraubkranz an (Shimano?) - wenn er da passt, reicht dieses Werkzeug.
Man muss dann nur bei Kassettenfreiläufen aufpassen, dass es nicht zu weit hineinragt, sonst verschiebt/beschädigt man die Lagerdichtung.
 
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