Rennen Renntag Öschelbronn 24.06.2018

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Hallo zusammen,

für mich war der Tag ein ganz großes Erlebnis! Mein erstes VM-Rennen!

Das Fahren auf der Bahn an sich war schon der Hammer: der Druck in der Kurve, nach dem Überholen nach unten in die Kurve zu stechen, versuchen, an den Schnellsten dranzubleiben, ganz großes Kino! Achterbahn ist ein Sch**ßdreck im Vergleich! Den wilden Ritt werde ich so schnell nicht vergessen! (y)
Dann war es super, euch alle live und in Farbe zu treffen. Die nette, lockere Atmosphäre, die guten fachlichen Gespräche und die gegenseitige Anerkennung der Leistungen weiß ich sehr zu schätzen! (y) Viel gelernt und sehr nette Leute kennengelernt!

Was mir als Rookie allerdings wirklich unangenehm aufstieß, war die Linie einiger VMs im Stundenrennen. Da wurden bei moderaten Geschwindigkeiten die Kurven weit ausgefahren als sei man allein auf der Bahn. Daraus entstanden viele unnötig enge Situationen -- immer wieder. Zum Vergleich: In meinem bisherigen Sport wären diejenigen beim dritten Mal vom Schiedsgericht freundlich zum Duschen gehen aufgefordert worden.
Ich hätte gedacht, dass man -- solange man nicht selbst überholt -- mit dem äußeren Rad oberhalb der roten Linie nix zu suchen hat ... nie ... bringt ja nicht mal etwas. Vorhersehbare klare Linien gehören einfach zu einer guten Rennkultur dazu.

Fehleinschätzung eines Anfängers, nehme ich an? Aber vielleicht mag dazu jeder mal kurz in sich gehen ... :unsure: Ich denke, es sollte im nächsten Jahr ein verbindliches Meeting vor dem Rennen mit klaren Ansagen geben. Das würde ich mir wünschen. (y)

Genug gejammert.

Herzlichen Dank an alle Helfer und an das Veranstalterteam. Ihr habt uns den Tag wirklich schön gemacht!

Es gibt nicht viel, was mich von einer erneuten Teilnahme abhalten kann.

Vielen Dank & viele Grüße,
Martin
 
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wären diejenigen beim dritten Mal vom Schiedsgericht freundlich zum Duschen gehen aufgefordert worden.
Ich hätte gedacht, dass man -- solange man nicht selbst überholt -- mit dem äußeren Rad oberhalb der roten Linie nix zu suchen hat ... nie ... bringt ja nicht mal etwas. Vorhersehbare klare Linien gehören einfach zu einer guten Rennkultur dazu.
Guter Vorschlag..und das war kein Neuling der so gefahren ist. Mal schauen was Edgar dazu sagt.
War auch nett dich kennengelernt zu haben, Tolle Leistung über die Stunde(y)
 
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Guter Vorschlag..und das war kein Neuling der so gefahren ist. Mal schauen was Edgar dazu sagt.
(y) Es wäre ja im Interesse Aller.

War auch nett dich kennengelernt zu haben
Danke, Werner, ganz meinerseits! :)

Tolle Leistung über die Stunde(y)
Danke nochmals! Genau genommen war die Stunde im Schnitt 1,7 km/h zu langsam ... :D

Aber ich habe ja länger von hinten zugeschaut wie man das wirklich macht. Von Siegern lernen, heißt Siegen lernen. ;) :cool:
 
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Nach den klasse Berichten vom Brelinger Berg Tag und auch von den Öschelbronnies hier dann halt auch meine Zusammenfassung von der Veranstaltung:



· Auf der Anfahrt mit Transporter 20 min vergeigt weil das falsche Öschelbronn eingetippt. @Bonsai sei Dank, der hats gleich gemerkt.
· 11 VM gemeldet, viele vom letzten Jahr auch wieder mit dabei, drei ganz neu dabei (? offenes DF, neuer SL und Michael)
· Schön geschnackt, aber einfach zuwenig Zeit
· Nachdem wir beide DF durchn Tunnel hatten, war ich eigentlich schon müde
· To cold 4me
· Mit knapp unter 1:11 min für die 1000 m bin ich zufrieden (-2 s gegenüber 2017), unter 1:10 müssten drin sein wenn ich mal in nem kleinen Gang starte
· Im 1 h Rennen gute 35 min stur hinter @utopist und @MartinL den 5.Platz, meinen Startplatz gehalten
· Bei der 2.Überrundung durch Werner und Christian dann bei denen angehängt, zwar später abgerissen, aber fast zwei Runden gegenüber den direkten Verfolgern gut gemacht
· Trotz permanent ungutem Gefühl wegen der Erlkönige mit Latex vorne dachte ich ab min 45, oh vielleicht halten die Reifen ja doch?
· Ab min 50 stieg die Zuversicht ins Ziel zu kommen
· Hatte noch ein Körnchen übrig das ich ab min 55 einsetzen wollte. Obwohl mit zwei Runden hinter den Führenden und fast 2 Runden Vorsprung gabs allerdings auch nix zu holen, aber egal
· Nur der Latexschlauch rechts wollte keine Tempoerhöhung mitmachen und tats mit lautem Knall auch kund

Gegenüber 2017 hatte ich:

· Hosen montiert
· Alle Spalte abgeklebt
· Ein kleines Schwänzchen über der Rangieröse
· Anstelle zwei Zefal Spiegeln außen nur einen Spiegel rechts innerhalb der Haube
· Milan SL Schrammschutz am Unterboden (5 mm dick, aber großflächig abgeklebt, stehen etwas V-förmig)
· Naca-Duct in der Service Öffnung
· Anstelle des 559 Erlkönigs mit Latex einen 584er Pro One TL und das Heck entsprechend etwas abgesenkt

Subjektiv bin ich stärker (mehr Leistung) und besser (nur einmal bremsen müssen) gefahren, war aber leider 2 kmh langsamer. Wo ist der Fehler?
Klar, hab keine Leistungsmessung.

Generell muss ich leider gestehen, dass ich nur nach vorne orientiert war und ohne Spiegel links halt nur vermuten konnte, dass ich wieder einscheren kann. Von daher hoffe ich wirklich, dass ich niemand in Bedrängnis gebracht oder gar gefährdet habe. Schlecht hören tu ich auch, also bei der Geräuschkulisse in meinem VM plus meiner eigenen Schnappatmung konnte ich gerade so die Glocke hören, aber sonst auch wirklich Null von außerhalb. Also wenns Probleme gab, dann war ich hoffentlich nicht der Auslöser, falls ja, dann gebt Bescheid, ich bin noch nicht ganz lernunfähig.

Hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

Vielen Dank an die Organisatoren und Helfer.
 
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Und hier kommt die zweite Bilderwelle vom Sonntag - diesmal in bewegter Form.

Viel Vergnügen beim Anschauen.
Und wer beim Anschauen Lust bekommt, so was auch mal ausprobieren zu wollen: ich werde frühzeitig informieren, wenn der Termin für nächstes Jahr feststeht. Anmelden und kommen. Und keine Angst mitbringen - gesunder Respekt reicht völlig aus (y).

Viele Grüße
Arnold
 
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Für mich bot das Bahnrennen auf der Radrennbahn Öschelbronn ausgiebig Gelegenheit, nach Monza weitere Erfahrungen mit dem vollverschalten "Peregrin On Birk" (kurz: "PoB") für die WM in England zu sammeln, Kollegen zu treffen aber auch neue Gesichter kennenzulernen. Doch alles der Reihe nach, aus der Sicht eines Einspurigen - natürlich auch für die immer zahlreicheren Velomobilisten, die es hören wollen ;).

@2Fast, Anna Mai und ich sind schon am Samstag für das Bergrennen in Wildberg angereist. Dagmar und Sandro trafen wir auf dem schattigen Parkplatz in der Nähe des Starts. Die Strecke in wunderschöner Landschaft aber mit giftigen Steigungen zeigt einem, wo der Hammer hängt. Meine Absicht war es, den in Sichtweite vor mir gestarteten @Tilman Rodewald einzuholen (was nicht gelang). Stattdessen hatte ich Gelegenheit, die Parade der nach mir gestarteten Lieger abzunehmen. @2Fast wuchtete mit Übersetzung 46 auf 34 bei 571er HR auf dem RFR die 16%-Steigung an mir (auf Peregrin) vorbei, als wäre der erste Preis ein Birk Comet - ich fühlte mich alt. Die Siegerehrung fand gleich oben statt. Einmal mehr konnte @Schlafradler die "Ehre" der Liegenden retten. Mit < 11 Minuten verlor er nur wenige Sekunden auf die schnellsten Rennradler des RSV und das auf einem M5(?) Stahlrahmen der mindestens 6 kg mehr wiegt! Edgar bei der Zeitmessung und seine Kollegen vom RSV Öschelbronn haben die logistisch schwierige Aufgabe - es war kein Transpondereinsatz möglich - tadellos gelöst.

Fürs Nachtessen waren wir Liegenden von @etfl bei der Radrennbahn Öschelbronn zum Grillen eingeladen, herzlichen Dank! Ein spez. Dankeschön geht an @ArnoldM der eingedenk meines "Käsespätzletraumas" auf der Speckwegtour mich mit vegetarischen Spezialitäten versorgte. Ich verbrachte die Nacht im fahrbaren Untersatz, während sich @2Fast und Anna Mai im Zelt von @Tilman Rodewald eingenistet hatten, was diesem Gelegenheit gab, sich im Schlaf mit der Holzbahn anzufreunden.

Gewärmt durch die Sonnenstrahlen und gestärkt mit Kaffee und Kuchen vom RSV-Kiosk -Klasse Service- begannen wir uns auf die 1000 Meter mit stehendem Start um 11:00 vorzubereiten. Einmal mehr fuhr Jürg Birkenstock über 60 km/h schnell aber felsenruhig sein Birk Comet in vollem Rennornat dicht an der schwarzen Linie zum Sieg. @Schlafradler auf M5 ohne Heckverschalung belegte nur knapp dahinter Platz 2... Ich selbst war mit meinem RFR unterwegs, sah aber erwartungsgemäss kein Land.

Bei der Probefahrt am Vorabend war der Hintereifen mehrmals bei V > 60 km/h ausgangs Kurven am Rahmen aufgesessen. Verbrannter Gummi ginge noch aber Bremsen in der Schräglage ist mehr als eine Spassbremse! Also: PoB assistiert durch @Tilman Rodewald zerlegt und Druckseite des Dämpfers mit 17 bar aufgepumpt. Derweilen jagten sich die Velomobile bei 55 km/h und wenigen Zentimetern Abstand im 200-Meter Rund, was mir zeigte, dass meine Entscheidung, bei den Liegerädern mitzufahren, richtig war. [Übers Velomobilrennen wurde ja schon ausgiebig berichtet]

Die Startaufstellung fürs Stundenrennen der Liegeräder sah die Schnellsten aus den 1000-Metern vorne und das PoB zuhinterst. Dann fiel mir ein, dass ich Vollochse in Vollkarosse den Transponder nach meinem Halbservice noch nicht angebracht hatte. Zu spät!
Nach 3 Einfahrrunden gings dann fliegend los, und ich begann mich, an die 60 KmH-Duftmarke ranzutasten. Kein Gummigeruch nur ein leises Schleifegeräusch, das ich aber zwischen Schuhriemen und Karosse verortete. Als ich @schalfradler zum ersten mal überholte, zeigte mein Tacho 66 km/h. Ganz oben war noch Platz, denn auch er war am überholen...
Ich versuchte mich zu entspannen. Insbesondere der rechte Arm war ständig am Drücken, um das PoB wieder nach unten an die rote Linie zu steuern. Aufgefallen war mir, dass die Startnummer, welche @Schlafradler ganz hinten an seiner TV der Cobra an der Kurvenaussenseite angebracht hatte, gehörig flatterte: Strömungsabriss(!) Verbesserungspotential(?)
Die letzten 20 Minuten wurden dann so richtig hart. Sobald mein Druck auf die Pedalen nachliess, spürte ich, ein Gefühl, das die Engländer mit "To drive the porcelain bus" umschreiben. Ich entschied mich für den UDK-Lenker und trat brav die 60 km/h weiter. Das Gefühl verschwand und unter mir fuhren die anderen wieder rückwärts. Alles Ok und ich freute mich unglaublich, als ich die Glocke von weit weg vernahm...

Speziell herausheben möchte ich die Leistung von @Schlafradler: Er fuhr nicht nur ca. 4 km/h schneller als der Zweitplazierte, Jürg Birkenstock, sondern war mit 53.4 km/h nur um einen Hauch langsamer als der Sieger der Velomobile (, der angeschriebenermassen in seinem DF die Hosen anhatte)! Wenn das nicht eine Ansage für den 100-Meilen-Weltrokordversuch von kommendem Wochenende war! Mit etwas optimierter Aerodynamik und ganz solo auf der Bahn würden da wohl auch die 56 km über die Stunde wackeln.

Vielen Dank den Verantwortlichen, dass sie uns Velomobilisten und Liegeradlern Gelegenheit geben, auf ihrer wunderschönen Holzbahn, diese speziellen Rennen auszutragen. Speziell erwähnen möchte ich den sachkundigen Sprecher und den Bahntrainer des RSV und allen voran @etfl, der nicht nur Zeit nimmt (...), sondern sie uns gleich auch wieder schenkt, indem er diese Veranstaltung zusammen mit seinen Kollegen des RSV Öschelbronn organisiert, auch wenn die grossen Zuschauermassen (noch) ausbleiben.

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Naja, du bist ja auch stärker :whistle::p
Nee im Ernst :sleep: du bist sauber und gute Linien gefahren, aber auf viele deine Fotos sieht es nicht gut aus, ausser die beim Start :ROFLMAO:
Die beide neulinge im dfs waren auch viel zu weit oben, onnöttige metern und alle müssen rechts vorbei.
Hoffentlich fahren nächstes Jahr die meisten unten, und alle haben genug Platz.
Freue mich schon auf das nächste bahnrennen in Öschelbronn
 
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Bilderalarm! (y)

Der zweite Vereinsfotograf hat nun auch eine ganze Menge Bilder bereitgestellt.
Mit zum Teil ganz ungewöhnlchen Perspektiven - mal was anderes.

Die gesamte Sammlung findet ihr hier auf den ersten 8,5 Albumseiten.

Viel Spaß damit und noch einen schönen Abend
Arnold
 
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Also der AMOK-Fahrer möchte sich auch noch herzlich bei den Orginisatoren und Helfern und auch Fotografen bedanken.
Insbesondere beim Edgar, dem das alles zu verdanken ist, aber der mich auch noch ermutigt hat beim Stundenrennen doch mitzufahren.
Ich wollte zuerst nicht, da ich mich mit dem B2B-Knicklenker schon sehr anstrengen musste die Spur zu halten und bei Proberunden teilweise ins abseitst gekommen bin.
Außedem hatte ich die Befürchtung alle anderen aufzuhalten. Aber Edgar half mir darüber hinweg und am Ende war es doch ganz großartig.
Allerdings muss ich sagen, dass nach den ersten 10 Minuten denkt man sich: Waaaas, erst 10 Minuten. Und nach 11 Minuten denkt man sich: Waaas...
Leider haben wir unsere Spannverkleidung vergessen. Es würde mich interressieren wie viel das ausmacht.

Zum Knicklenker Tandem muss ich sagen, dass es auf der Bahn noch viel anstrengender zu fahren ist als im Alltag.
Es fordert sehr viel Konzentration und daher war ich immer sehr verspannt.
Zudem ist mir aufgefallen, dass ich mich immer mit der linken Schulter in den Sitz gedrückt habe, obwohl theoretisch bei Linkskurven eine Abstützung rechts nötig wäre.
Mit unseren Zeiten bin ich soweit zufrieden. Ich denke mit zwei guten Sportlern auf dem Tandem mit Spannverkleidung wäre noch viel Luft nach Oben.
Meiner Freundin ist übrigens so schlecht geworden, dass sie es angeblich keine 5 Minuten länger ausgehalten hätte.
Die deutlich spürbaren Fliehkräfte, das Fahren im Kreis und das dann noch rückwärts, das kann ich mir gut vorstellen.
Ansonsten hat sie keine Probleme damit.

Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr, bzw. hoffe fest darauf, dass es nächstes Jahr stattfindet.
 
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DAS :eek: war mir gar nicht klar!
Ganz großen Respekt an euch beide für den Mut und Durchhaltewillen (y).

Das Problem mit der Minutenanzeige hast nicht nur Du gehabt. Ich habe versucht mich zu zwingen NICHT auf die Tafel zu schauen bzw. nur in größeren Abständen.

Gruß
Arnold

Nachtrag: Mich würde es reizen, mal als Stoker mitfahren zu dürfen. Aber nicht auf der Bahn. Bei einer anderen Gelegenheit mal.
 
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