Rekordversuch Deutschland Süd-Nord 2022

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Genau! So wie die Illusion vom sauberen Radrennsport.
Hättest Du "die Illusion vom sauberen Profi-Radrennsport" geschrieben, hätte es einen Lacher von mir gegeben. So habe ich das eigentlich auch verstanden. Aber so beziehst Du uns alle hier ein, und das ist äußerst unfair -- vor Allem wenn man keine rechte Ahnung von der Materie hier hat.

Also nix für ungut, aber sprachliche Genauigkeit hilft (besonders als Noob).

Der wurde aber von der Aufsicht gelöscht.
Das passiert übrigens auch nicht einfach so. Da müsstest Du Dich auch noch einmal fragen, was Du vielleicht geschrieben haben könntest, was ein Eingreifen der Admins ausgelöst hat.
 
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Leistunsgwerte bilden einen Anteil einer Rekordvorbereitung ab. Aber mindestens genauso wichtig sind die langen Einheiten jetzt im Frühjahr/Sommer, auf denen man "spielen" kann. Denn was sagen uns all die Zahlen, wenn der Körper nach 500 Km gar nicht mehr will und kann, der Magen etwas gegen die Essensaufnahme hat o.ä.?
Der Flèche Allemagne war auf jeden Fall eine gute Übungseinheit. Die Hinfahrt am Samstag bin ich locker angegangen, ganz normal fahren, auch normales Essen zwischendrin und keine Flüssignahrung. Die Km waren in etwa gleich verteilt: Sa 330 Km, So etwa 270 Km. Am Sonntag ging es ja den restlichen Teil auf die Wartburg hoch und anschließend nach Hause. Auf dem Rückweg waren dann doch noch einmal ordentlich Hm zurückzulegen. Nach einem ruhigen Beginn bin ich die längeren Anstiege dann mit 300-350 bis 400 Watt hoch gefahren und dann wieder ins Normaltempo übergegangen. Also genaus das, was sich im Training oft übe: nach hoher Belastung schnelle Erholung. Was soll ich sagen:whistle:? Es hat bis zum Ende sehr gut funktioniert und heute gibt es neben einer etwas höheren Müdigkeit nichts. Keine muskuläre Belastung, nichts tut weh... Dafür steht jetzt gleich wieder die nächste kurze und intensive Einheit auf dem Plan:X3:.
 

Jack-Lee

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Nach so einer Vorbelastung mit "mir tut nix weh" raus zu gehen, ist doch schon mal ein sehr gutes Zeichen :)
(Ich bin fast zwei Jahrzehnte jünger und hab mich die Tage nach dem 220km Brevet am liebsten einbuddeln wollen o_O )
 
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auch normales Essen zwischendrin und keine Flüssignahrung.
Habe sehr gute Erfahrung damit gemacht, dass ich mich auf langen Strecken mit Vollkornbrot bzw. Vollkornsemmeln (möglichst ohne Lufteinschlüsse ) ernährte. Habe so alle 15-20 Minuten ein Stück davon langsam gekaut, das belastet den Magen kaum und hält diesen auch bei Laune, verglichen mit dem Klebezeug. Und am besten ohne Aufstrich und Beilage, einfach nur das Brot.
Mit dieser Ernährung hatte ich nie einen Hungerast, auch bei Touren über 20 Stunden mit durchschnittlich 220Watt.
Und sehr wichtig, zum Ende der Fahrt hin nicht nachlässig werden, so nach dem Motto das Futter muss jetzt aber reichen!
 

Jack-Lee

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Strasser hat 275W über 24h unter allerbesten Vorraussetzungen und mit viel Glück im Genpool gefahren. 220W sind so nicht unmöglich, aber schon SEHR stark. Das ist mehr als die allermeisten hier über 1h zu leisten vermögen.
 
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möchten wir jetzt sehr gerne sehen
Ja so modern war ich damals (2000) nicht. Als ich diese Touren fuhr da war gerade der Hac4 das Mass aller Dinge;)
Davon habe ich natürlich eine Auswertung, jedoch ist die nicht so gewesen wie es heute der Garmin leisten kann.

Letztlich ging es um die Ernährung, und mit welcher Belastung ich diese ausprobierte, und diese ist ungeachtet des Messverfahrens heute immer noch genauso wichtig.

tour-2001-1.gif
(An den Stellen wo der Puls Null war bin ich nicht zeitweise gestorben, vielmehr hat die Funkverbindung mit dem Brustsensor nicht immer so funktioniert wie sie es sollte.) Stundenachse unten, Leistungmessung war unmöglich. Da ich auf gerader Strecke praktisch immer mit 30kmh fuhr ergibt das laut Kreuzotter mit meinen Parametern so grob 200Watt auf dem Rennrad, die zeitgleiche Alpenüberquerung (2400hm) lässt sich nur sehr grob schätzen. Start in der Nähe von Bad Tölz, erster Anstieg Kesselberg, 1. Hügel ist Seefeld in Tirol, 2. Hügel ist Brennerpass, 3.Hügel nach 14 Stunden ist bei Trento. Ziel war Venedig ist so grob Meereshöhe, da hat der Hac4 mit seiner barometrischen Messung etwas geschwächelt. Und auch recht nett, nach drei Stunden waren es so um die 4 Grad bei Innsbruck... Startzeit 1:00 Morgens, Ankunft ca 21Uhr am gleichen Tag.
 
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aber schon SEHR stark. Das ist mehr als die allermeisten hier über 1h zu leisten vermögen.
Dankeschön,
aber leider hat man in seinem Leben nur ein verhältnismässig kurzes Zeitfenster, in dem man als Hobbyradler wie ich solche Touren fahren kann. Heute, über 20 Jahre später wäre ich komplett chancenlos. Obendrein wäre es mir heute auch einfach zu gefährlich (Tunnel, Schnellstrassen, starker Verkehr...)

Darum mein Tipp,
nutzt die Zeit wo ihr die Möglichkeit habt, denn sie ist knapp bemessen :rolleyes:
 
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Am Wochenende geht es auf den 400er der Ostfalen. Beim Fleche hing eine Bremse ordentlich, so habe ich diese Woche noch die Bremszüge gewechselt und alles gängig gemacht. Nun erledigen die Bremsen ihren Job wieder tiptop:).
Strategie für Sa ist es im Flachen recht ruhig zu fahren und es an den Bergen ordentlich laufen zu lassen. Schauen wir mal. Ich habe immer noch die langsamen Reifen drauf, die schnellen Sachen hebe ich mir noch auf. ProOne für die 24 Stunden am Brelinger Berg und die TT dann für die Rekordfahrt. Nach den guten Erfahrungen der anderen bisher, sollte das für die Rekordfahrt der richtige Reifen sein.
Heute kamen die AfterShokz (Openrun Pro) Kopfhörer. Da es Knochenschallkopfhörer sind und diese sich nicht im Ohr befinden gehe ich davon aus, dass man die Regel mit nur einem belgeten Ohr damit einhält. Bisher machen die einen sehr guten Eindruck, bin sehr gepannt auf die Fahrt am Samstag damit.

1652374711602.jpeg
 
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Fun fact zum Video: Die letzten Sekunden im Video mit blauem Himmel. Die Kamera ist verrutscht und hat sich gen Himmel gestellt. Schaut geplant aus:cool:.
 
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tolle Geraden für Tempo
Das täuscht. Von Schöppenstedt in den Elm geht es fast nur bergauf. Die Strecke hasse ich so sehr, daß ich, um sie zu umgehen, dafür in letzter Zeit öfters die Stadtdurchfahrt durch Braunschweig und 20 zusätzliche km in kauf genommen habe.

In der Gegenrichtung macht es natürlich schon Spaß.
 
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