Reise Reifen in 406

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Hallo zusammen!

Als immer noch Liegerad Neuling hätte ich eine Frage an euch. Ich nutze jetzt seit ein paar Wochen bzw. Monaten ein Flux S comp 20 regelmäßig um damit auf Arbeit zu pendeln. Bisher fahre ich Schwalbe Duranos in 28-406. Die sind für den Arbeitsweg der zu 100% aus Asphalt besteht auch super, allerdings plane ich gerade erste "längere" Touren (300-500km) bei denen sicher einige Kilometer auf Schotterradwegen abspielen.
Nun ist das Angebot von Reifen in 406 leider sehr eingeschränkt und ein möglicher Kandidat (Schwalbe Marathon) als ziemlicher Anker verrufen. Nach meiner Recherche bei Reifen bis 35-406 kommen somit nur von Conti der Contact speed oder Urban, Ride Tour und von Schwalbe eben der Marathon in diversen Ausführungen für das Streckenprofil "Reise auf Asphalt und Schotterwegen" in Frage.
Welcher ist eurer Erfahrung nach der beste Kompromiss aus Speed/Grip auf Asphalt und Schotter/Pannenschutz und vielleicht habt ihr noch Alternativen die ich übersehen habe. Danke schonmal!

Grüße
Florian
 
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Bei Liegerädern spielt es keine so große Rolle, ob der Reifen schnell ist, wie bei Velomobilen. D.h. du hast auch Spaß, wenn es nicht der allerschnellste ist. Und: es gibt unterschiedliche Schwalbe Marathon; einen Ruf als Bremsanker hat nur der Marathon plus.

Ich würde einen Conti-Reifen nehmen, weil die sehr zuverlässig sind (wenige Schnitte + Durchstiche, Karkasse macht fast nie Probleme) und trotzdem relativ schnell; z.B. den Contact Urban.
 
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Der normale Marathon ist durch den durchlaufenden Mittelsteg erstaunlich leichtlaufend, wenn er mit 4,5-5,5 Bar bei 47-406 gefahren wird und die Walkverluste in der Seitenwand ausbleiben. Der 40-406 ist fast genauso gut, hat halt weniger Dämpfungsreserven und rollt nicht ganz so leicht über Straßenbahnschienen hinweg. Pump den Reifen bis zum Maximum (Vorgabe auf der Seitenwand) auf.
Als Reisereifen auf Feldwegen und Schotterpisten verwende ich so dicke Schlapfen wie mit 2-3mm Kiesel-Abstand durch die Gabel passt. Der dicke Reifen beugt Durchschlägen vor und lässt höhere Geschwindigkeiten zu. Man kann nicht jeder Querrinne oder unverhofft erscheinendem Schlagloch ausweichen.
 
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Bis 35mm wird es eng, würde ich zum Conti Urban in 32mm greifen.
Kojak in 35mm wäre eine Alternative, haben sich bei mir persönlich aber nicht bewährt.

Falls möglich würde ich mir überlegen ob nicht doch breitere Reifen in Frage kommen.

Den normalen Marathon gibt es nur in 40 oder 47mm, vom Marathon+ in 35mm würde ich eher absehen.

G-One hat sich sehr bewährt trotz nominal minimalem Pannenschutz, gibt es aber auch nur in 40mm und ist relativ teuer.
Conti Urban 42mm ist dann noch eine Nummer grösser als der G-One aber falls er noch passt...

Inoffizieller Nachfolger des Durano ist der neue One welcher weitgehend identische Spezifikationen zum Durano hat (67 tpi etc).
Damit sollten, wie auch mit dem Durano, mit etwas Vorsicht auch einige KM guter Schotterradweg zu bewältigen sein.
 
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Kojak in 35mm wäre eine Alternative, haben sich bei mir persönlich aber nicht bewährt.
Einen neuen Satz Kojak in 24"/40-507 musste ich im letzten Jahr nach 459km auf Asphalt, Schotter, Waldwegen, etc, mit dem Trike wegen diverser tiefer Schnitte und auch ein paar Beulen aussortieren. Ich mag den Kojak vom Handling eigentlich ganz gern (er ist halt nur ein bisschen lahm), aber für ne längere Tour würd ich den nicht mehr aufziehen.
 
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und trotzdem relativ schnell; z.B. den Contact Urban.
Der normale Marathon ist durch den durchlaufenden Mittelsteg erstaunlich leichtlaufend
den Ride Tour habe ich (in 47-406), kann nicht sagen, ob er schwerer läuft als der Marathon. Einer der Vorgänger hat bei rolling resistance in diesem Punkt nicht so dolle abgeschnitten. Er scheint mir ähnlich robust gegen Pannen wie der Marathon green guard (ähnlich aufgebaut). Grip bei Nässe und Sand/trockener Erde oder Kalkschotter ist sehr gut. Sehr günstig. Allerdings ist er sackschwer (wie auch der Marathon green guard). Platten hatte ich noch keinen, aber Platten hatte ich auch schon mit Marathon Plus..., ist halt auch Glückssache.
Der double fighter von Conti scheint mir auch noch interessant, typisches gravel-Profil. @duncan hat sehr gute Erfahrungen damit gemacht, würde auch bei Schnee guten grip haben. Ist nicht so schwer wie der ride tour. Für das Challenge Taifun habe ich conti contact urban 42-406 gekauft, weil dieser leichter ist als der ride tour und anscheinend realtiv flott sein soll. Zum urban gibt es auch noch einen extra thread...
Prinzipiel wäre auch der Michelin Protek (Cross) interessant. Hab da bei Michelin angefragt, wo ich den in der Schweiz bekommen könnte. Da bekam ich die Antwort, ich solle halt im I-net nachschauen, hab da nachgehakt, nichts zu machen.... Seither bin ich Michelin gegenüber eher nicht so positiv gegenüber eingestellt, obwohl ich mit einem 28-622 von Michelin super zufrieden bin.
Denke, mit dem Conti urban bzw. ride tour, dem double fighter oder auch dem Marathon kannst Du nicht viel falsch machen, kommt halt auf Deine Prämissen an.
 
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Der double fighter von Conti scheint mir auch noch interessant, typisches gravel-Profil.
Ja; kommt darauf an – wenn man viel Gravel fahren will, dann schon; wenn man nur gelegentlich mal einen Feldweg fahren will und der Reifen das lediglich aushalten soll, aber man keine seitlichen Stollen braucht, wäre ein anderer Reifen wohl besser.

Ich habe den Double Fighter am Faltrad, weil es bei 305 mm nicht viele Reifen gibt, die einigermaßen stabil sind und halbwegs gut rollen. Und Rollwiderstand ist da noch unwichtiger als beim Liegerad.
 
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Nun ist das Angebot von Reifen in 406 leider sehr eingeschränkt und ein möglicher Kandidat (Schwalbe Marathon) als ziemlicher Anker verrufen.
Marathon Reifen gibt es ja schon ewig und über die Jahrzehnte ist der Reifen nicht der gleiche geblieben (wie die meisten Modelle von Schwalbe). Von daher sind solche Aussagen mit Vorsicht zu genießen, wenn nicht auch dazu gesagt wird welches konkrete Marathon Modell gemeint ist. Den Marathon an meinem Rad aus den späten 80ern fand ich jetzt auch nicht den Hit.
Nach meiner Recherche bei Reifen bis 35-406 kommen somit nur von Conti der Contact speed oder Urban, Ride Tour und von Schwalbe eben der Marathon in diversen Ausführungen für das Streckenprofil "Reise auf Asphalt und Schotterwegen" in Frage.
Der Ride Tour ist günstig, robust und gut verarbeitet. Eine top Alternative für den Reifen aus dem Baumarkt. Von der Geschwindigkeit, Fahrkomfort und Gewicht kann der aber eher nicht mit dünnwandigeren Reifen mithalten (eigen Erfahrung mit dem Ride Tour nur in 26" und 12"). Contact Speed ist vom Preis und von dem was man darüber liest echt attraktiv. Werde ich demnächst mal probieren.

Hat jemand Erfahrung mit dem Little Joe Faltreifen?
 
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Von der Geschwindigkeit, Fahrkomfort und Gewicht kann der aber eher nicht mit dünnwandigeren Reifen mithalten
eben, da müsste man den mit anderen Reifen am selben Velo und auf derselben Strecke vergleichen. "Komfort": da merke ich keinen Unterschied zum Marathon racer (wobei der auch 1cm dünner war). Dafür kann ich jetzt mit grossen scharfkantigen Schotter belegte Wege fahren, ohne Angst haben zu müssen, dass der Reifen gross weg rutscht. Gehört für mich auch zum Komfort.
 
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Ich finde den Vittoria Randoneur sehr gut.
Läuft ähnlich leicht wie ein Marathon Racer hat aber deutlich mehr Pannenschutz.
Wie sich die aktuelle Tech Variante fährt kann ich leider nicht sagen.
 
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Läuft ähnlich leicht wie ein Marathon Racer
ich fand den nicht "leichtläufig" und im vergleich zum contact speed eher eine bremse.
bin mit dem contact speed auf dem "normalen velo" zwei jahre gependelt täglich wald wiesen forstwege 17km ein weg (in gutem zustand) hatte nie eine panne.
desswegen sind die nun auf dem trike seit einigen tagen und schlagen sich besser als vermutet, hatte am anfang bedenken das die schon ein bischen dünn sind, aber das ist nach dem ersten ernsthaften bremsen von 45 auf null nun verflogen.
als alternative würde ich im momennt nur den conti urbahn noch probieren wollen, ... oder den erwähnten vittoria randoneur aber den hab ich noch nie in den händen halten können.
habe aber die contact speed nur vorne für hinten steht ein maxxis DTH bereit, (erst altes abfahren) da habe ich aber keine erfahrungen damit,
wird das erste mal sein .
 
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Lieber DMAD, lass dich von dem Reifengeschwurbel nicht verunsichern. Pack einen Reifen mit halbwegs durchgängigem Mittelstegprofil auf die Felge und fahr einfach! Wenn es dir um geringen Rollwiderstand geht: eine gut eingestellte und leichtlaufende Nabe wird bei einem 20"-Rad viel entscheidender, da die Rotationsgeschwindigkeit bei 20" höher ist und mehr Widerstand bemerkbar wird als bei 26"- oder 28"-Laufrädern. Ändert aber nix dran: Fahr!
Reifengeschwurbel wird gegen Herbst und Winter wichtig, wenn die Temperaturen fallen und z.B. die Endurance-Mischung von Schwalbe ab 5°C verhärtet und man bei Nässe wegrutschen kann. Im Sommer völlig wurscht.
Bei 20" sind keine großen Massen an der Ampel zu bewegen, da ist auch ein Marathon Plus schnell hochgedreht. Bei Radrennen kann das die entscheidenden Zehntelsekunden bringen, bei ner verpassten Grünphase ist es scheißegal. Da zählt nur die Freude am Fahren.
Bring deine Fuhre auf die Strasse und fahr!
 
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Danke an Alle für die konstruktiven Anmerkungen und Empfehlungen!

@bottleneck Verunsichern lasse ich mich nicht bin ja auch schon ein paar Jahrzehnte auf dem Up unterwegs nur eben schon lange ab 26" aufwärts ;) Aber Input ist nie verkehrt und bei dem einen Satz Reifen wird es ja auch nicht bleiben.
 
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hier noch mein Senf als Flux-Gravel-Fahrer:

Eigentlich ist der Durano für das, was uns üblicherweise als Radwanderweg angepreisen wird, schon ein guter Reifen. Da das Flux lt. Avatar aber mit Starrgabel unterwegs ist, gilt das mMn nicht mehr.

Starrgabel, 20" und querbeet schließt sich für mich mittlerweils aus. Zumindest wenn es nicht nur um 10min am Tag, es auch mal durch den Wald geht und man trotzdem voran kommen will.

Mit meinem S900 mit Starrgabel und 24"-Reifen im Format Double Fighter, Maxxis DTH oder Billy Bonkers komme ich nicht annähernd auf den Speed, den ich mit dem vollgefederten S600 und 20-Zöllern Shredda (damit aber nur bei Trockenheit ins Feld !) oder Jumpin' Jack fahren kann.

Aber die Starrgabel ist ja nunmal vorhanden, hilft also auch nicht weiter.

Meine Empfehlung: soviel Volumen, wie die Gabel zulässt. Meine Wahl wäre Billy Bonkers oder (für gröberes Geläuf) Rocket Ron.

etwas günstiger: Jumpin' Jack sind nach meinen Erfahrungen nicht langsamer als Double Fighter, aber auf Asphalt brummeln die schon deutlich vor sich hin. Aber sie lassen sich mit knapp über 2bar fahren. JJ sind schneller als Mad Mike.

Smart Sam war ja mal ein sehr guter MTB-Touren-Reifen. Ist nur fraglich, was von diesen Qualitäten in 20" übrig geblieben ist. Er passt nur ohne Schutzblech in den Hinterbau des Flux, daher habe ich ihn nur am Scorpion gefahren (und dort mit Motor, kann also wenig über Rollwiderstand sagen. Aber Traktion hat er ohne Ende...)
 
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Ich finde den Vittoria Randoneur sehr gut.
Der ist auf meinen Weg zur Arbeit Rad nach unter 300km rausgeflogen wegen langsam.
gegen ContiGrandprix und PanaracerPasela ein Bremsanker.
Ich war von dem Randonneur extrem enttäuscht.

Ich würde da eher zum ganz normalen Marathon raten, der ist zudem sehr Pannensicher.
Den G-One habe ich am Rennrad bisher keine Platten und auf wassergebundener Decke ok.
Läuft wie ein Rennreifen.
 
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Einen neuen Satz Kojak in 24"/40-507 musste ich im letzten Jahr nach 459km auf Asphalt, Schotter, Waldwegen, etc, mit dem Trike wegen diverser tiefer Schnitte und auch ein paar Beulen aussortieren. Ich mag den Kojak vom Handling eigentlich ganz gern (er ist halt nur ein bisschen lahm), aber für ne längere Tour würd ich den nicht mehr aufziehen.
Ich fahr am Einspurer auch Kojaks in 406 und fand die bisher auch nicht so super langsam, hab aber nie Vergleiche angestellt, weil einfach angenehm viel Gummi auf dem Reifen ist und er (bei mir) ziemlich pannensicher ist.

Ich hab mein Taifun allerdings auch auf dem Balkon stehen und kann dort ab und zu mal über den Reifen gucken, Steinchen aus größeren Schnitten rausprokeln und den Schnitt dann mit Sekundenkleber auffüllen. Das hat sich bei mir ziemlich bewährt und hält erstaunlich gut.
 
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eine gut eingestellte und leichtlaufende Nabe wird bei einem 20"-Rad viel entscheidender, da die Rotationsgeschwindigkeit bei 20" höher ist und mehr Widerstand bemerkbar wird als bei 26"- oder 28"-Laufrädern.
Also die Lagerverluste zwischen 20 und 28 Zoll sollten unter der Messtoleranz liegen ( korrekter Einbau/Einstellung vorrausgesetzt)
Für Lager sind die Rotationsgeschwindigkeiten von Rädern einfach nur langweilig,
die können locker das 10fache ab.
 
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