Reifendruckkontrollsystem am Velomobil

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Also mir erscheint das schon ziemlich sinnvoll, auch an Vorderrädern, so es denn gut funktioniert. Hab meinen letzten Platten zu spät gemerkt, hat mich immerhin nen ziemlich neuen Reifen für 37€ und den entsprechenden Aufwand gekostet. Die Felge ist zum Glück immerhin unbeschadet. Dazu kommt stets eine gewisse Unsicherheit, das fälschliche Anhalten wurde hier ja schon genannt. Über 100€ (logisches) oder nur bis ca. 4Bar oder nen riesiger Kasten passt mir dann aber doch nicht.

LG,
Tobias
 
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Erfahrungsbericht: Reifendruckkontrollsystem an Sclaverandventilen

Die TireMoni läuft bei mir seit gut 2000 km an allen drei Laufrädern problemlos unter harten Bedingungen im schwäbischen Hügelland (Holperstraßen und viele flotte Abfahrten).
Dichtigkeit und Anzeigegenauigkeit sehr gut
Temperaturabweichungen in der Garage 1°.
Druckabweichungen bei Wechsel des Sensors am selben Ventil max 0,3 bar.
Keine unlogischen Anzeigen.
Druckerhöhung durch direkte Sonneneinstrahlung im Stand ca. 1 bar (könnte im Sommer mehr werden).
Die Ventilbrücke hält das Ventil sehr stabil und das Pumpen über Schrader/Autoaufsatz macht vieles einfacher.

Laufrad+Ventilbruecke+Ausgleichsgewicht3.17.jpg


Die Warnanzeige funktioniert zuverlässig und schnell (getestet!), leider etwas leise. Reaktionszeit in Bewegung 2 Sekunden.
Die permanente Kontrolle über den Reifendruck erspart mir unnötiges manuelles Nachmessen und überflüssige Nachpumpversuche
und ich muss nicht mehr zur Vorsicht aussteigen um einen Plattfußverdacht nachzuprüfen.

Die Erstmontage ist mit einigem Aufwand verbunden (besonders die Herstellung und Anbringung der Ausgleichsgewichte aus Kupferstreifen)
Abbau bei Plattfuß geht Dank Inbusschrauben relativ flott.
Der Messingadapter ist absolut kipp- und verdrehsicher eingeklemmt.
Die Ventilstiftverlängerungen (Stromkabelisolation 1,5mm²) halten mit Schraubensicherung gut.
Eine Ventil mit Ventilstiftverlängerung und einen Ventilschlüssel sollte man mitführen, besser Ersatzschlauch mit Ventilstiftverlängerung.

Gewicht
Ventilsensor mit Batterie, Ventilbrücke und Schrauben 29g
erforderliche Ausgelichgewichte pro Laufrad: 2 x 9 g
Überwachungsgerät mit 2 AAA Batterien ohne Halter 100 g


Problemchen:
Aluminium-Ventilbrücken sind schwierig herstellbar
3D-gedruckte Ventilbrücken aus PLA werden zwischen 55 und 65° C weich (manche können mit temperaturstabilerem Material drucken)
Der Warnton bei Druckabfall ist nicht sehr laut und recht kurz.
Das zentrale Überwachungsgerät hat Handy-Größe (hat dafür aber wohl eine ordentliche Batterielebensdauer und eine gut lesbare Anzeige)

Alles in allem für mich sehr vorteilhaft
 
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Wenn Du PLA drucken kannst, dann sollte PETG kein Problem sein. Ansonsten ABS, das hält auch höhere Temperaturen aus. Aber dafür solltest Du entweder schnell drucken, oder mit Heizbett.
All das basiert auf eigenen Erfahrungen.
 

Reinhard

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Ich würde PETG empfehlen, dass dürfte völlig ausreichen. Anstatt oben die Kupferröllchen zu wickeln, könnte man oben auch so eine Brücke machen und zwar so, dass man 5 Cent Münzen zum Ausgleich einstecken kann. Dann hat man auch gleich Kleingeld dabei ... :D
 
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Beheizbares Druckbett sollte man auch bei petg haben, ohne braucht es Tricks wie Haarspray und Co damit das hält. Ist aber einfacher zu drucken als Abs. Und ist mechanisch belastbarer.
 
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In der VM-Gruppe auf Facebook hatte just gestern auch jemand seine Reifendruckkontrolllösung vorgestellt:

https://www.facebook.com/groups/115024628543289/permalink/1628086077237129/

upload_2017-11-9_9-58-55.png

Witzig finde ich die "Detaillösung" links unten, mit dem überklebten linken Hinterrad, das er ja im VM nicht hat.

https://www.amazon.de/CACAGOO-Draht...stem-LCD-Display-Alarmfunktion/dp/B074W9RCG7/

Nachtrag: In den Kommentaren findet sich noch eine weitere Lösung: https://www.tiremoni.co.uk/
In einem Quattrovelo natürlich hier OHNE überklebtes viertes Rad:

upload_2017-11-9_10-5-56.png
 
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Gibt's garnicht mal so selten. Gerade die Einsteigermodelle die es auch in den großen Elektronikläden gibt haben oft keines.
 
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Was man vor dem Kauf bedenken sollte:
Die Sensoren sollten den erforderlichen Druck abdecken (also wohl 8-11 bar), und das leisten die gezeigten Geräte alle nicht.
Mein "Lastwagen-TireMoni" kostet halt etwas mehr.

Funktioniert übrigens bestens seit über 7000 km, wirkt sehr genau, keinerlei unplausible Anzeigen und ich muss die Pumpe viel seltener in die Hand nehmen.

Falls man mit Latex- oder dünnen Butylschläuchen unterwegs ist, braucht man einen geeigneten Adapter (und der ist in jedem Fall etwas tricky).
Die Speichenschräge in alle Richtungen sollte berücksichtigt werden.

Festen Sitz auf den Speichen erreicht man am einfachsten mit einer Gummiauflage (alter Schlauch).

Ja, und dann zählt halt: nicht reden, sondern anpacken und Ergebnisse vorzeigen ...:)
 
W

Wade

@Gugla,

vielleicht hab ich´s überlesen, aber auf der Homepage sind viele Modelle, welches nutzt du genau?

Danke, Wade
 
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Was ich mich frage: wie sicher kann man sein, daß bei dem in den Felgenboden montierten integrierten Drucksensor (aus dem Kickstarter Projekt) nicht irgendwann die Dichtmilch (freilich nur in der tubeless-Variante) den Sensor beeinträchtigt? Funktioniert do ein Sensor über größere Fläche?
Davon abgesehen finde ich das Klasse.
 
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