Reifendruckkontrollsystem am Velomobil

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Die Idee mit dem RDKS kam mir heute bei meiner Fahrt mit den neuen Shreddas: Je nach Fahrbahnbelag oder Seitenneigung der Strasse wundert man sich manchmal: Haben die Reifen alle genug Luft? Also habe ich heute mal etwas recherchiert und folgende Übersicht gefunden (Tiremoni scheint zur Zeit die beste Auswahl zu haben und bietet auch Sensoren die Offiziell bis 11 bar können):

http://www.tiremoni.com/reifendruckkontrollsystem/produktuebersicht/

Es gibt auch ein spezielles System für Trikes - das TM-500.
Zusätzlich habe ich noch folgenden Beitrag gefunden der aber leider nicht unter der Überschrift RDKS läuft. Demmach vertragen die kleinen Systeme auch problemlos 6.5bar. Evtl. ein Grund doch auf AV umzurüsten.


...
Da ich die Sensoren im Winter auch am Scorpion und neuerdings auch an meiner Speedmachine benutze eine kleine Info an die Radler die so ein Reifendrucksystem auch am Radl wünschen.
Trotz des angegebenen Messbereich "bis 4Bar" laufen die Sensoren für Dreirad und Motorrad bei mir bisher klaglos auch mit 6,5 Bar.
Die kleinen Monitore für den Schlüsselanhänger sind fürs Moped ehr ungünstig...am Fahrrad finde ich diese perfekt :)
...
 
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4-5 Bar? Da hat ja meine Schiebetruhe nen höheren Druck ;)
Ich würde mir eines bis 11 Bar nehmen, wenn ich zu wenig Geld habe ;)
Fahre meist, je nach Reifen, 6-11Bar.

Velomobile Grüße

Dieter
 
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Die folgenden Eintragungen haben ihre Wurzel in https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/velomobilsteuerung.47320/page-2

Ein SV-AV-Adapter für Reifendrucksensoren ist wünschenswert, weil es für AV-Ventile keine schnellen Schläuche gibt und nicht jeder seine Felge aufbohren möchte.

Der Adapter
  • soll sichere Montage ermöglichen
    (Belastung des Ventils durch Vibration und Biegebelastung, begrenzte Belastbarkeit des geschraubten Ventileinsatzes, sichere Verschraubung)
  • soll sich im Endeffekt verhalten wie ein Autoventil
  • soll mit einfachen Mitteln zu bauen und praktisch handhabbar sein
    (keine fliegenden Einzelteile, bei Plattfuß schnell austauschbar)

Hier mein schneller Versuch mit einem 3D-Druck, der sich sich auch aus Alublech herstellen lässt:
(vorgesehen für TireMoni TM210 mit 11 bar Sensoren)
  • Der Standard-Messingadapter mit O-Ringdichtung ist absolut kipp-und verdrehsicher eingeklemmt
  • durch frei verschiebbare Speichenklemmung keine Biegebelastung des Ventils durch Passungenauigkeiten
    • passend für 20" und 26" Original-DF-Felgen und viele mehr
  • Muttern und Schrauben klemmen im Kunststoff, fallen beim Öffnen nicht heraus
  • Verlängerungsstößel fällt nicht heraus, ist knapp aufgeschraubt, kann aber durch seitliches Biegen abgehen
  • optimale Ausstattung: M4 x 14 Senkkopfschrauben mit 2,5 mm Inbus, selbstsichernde Muttern, Edelstahl


04_rad komplett.JPG

Die fette Mutter und der Abschlussdeckel dienen der Gewichtssimulation des Drucksensors und zur Überprüfung des Reifendrucks.
Der Speichenstrahler dient als Ausgleichgewicht (wird später durchzwei Kupferröllchen ersetzt).

01_Teile.JPG 03_Drucksensor-Testaufbau_funktionsfaehig.JPG 02_Ventilbruecke+Adapter_montiert.JPG

Gewichte in der stabilen "Tourenversion" mit 4-er Senkkopfschrauben, selbstsichernd
Schrauben + Adapter 10g
mit stabiler Brücke 70x12 ca. 6 g
Gesamtgewicht mit Sensor 26g
Unwucht/Übergewicht am Felgenstoß 10 g (gemessen), => erforderliches Ausgleichsgewicht 15 g
Gesamtgewicht mit Ausgleich 41g
Überwachungsgerät ohne Halter 100 g
Systemgewicht für 3 Räder + Überwachungsgerät (+ Haltereigenbau) ca. 250g
2,5-er Inbusschlüsel (wie Wartungsöffnung) erforderlich

Im Falle eines Plattfußes
müssen beide Schrauben nur leicht gelockert werden, um die Brücke soweit zur Nabe zu schieben,
dass man den Messingadapter abbauen kann.

Einzelheiten folgen nach ausführlichem Test in einigen Wochen.


Vielleicht mag auch jemand das Ganze mit einem Blechhalter testen.
Hierfür müsste man die Bleche unter den selbstsichernden Muttern so umbiegen, dass diese sich nicht mehr drehen können.


Alternativ zu dieser "Tourenversion gibt es zwei leichtere Varianten,
deren Sicherheit noch genauer geprüft werden muss:

Leichtversion
wie oben, aber
Adapter aus Aluminium (nur Sommer) - 3g
Brücke 10 mm hoch (statt 12) , seitlich gekürzt und schmäler -2g
3mm Schrauben mit 2mm Inbus nicht selbstsichernd -3g
Gewichtseinsparung an den Laufrädern verdoppelt sich wegen des Ausgleichgewichts
Max Einsparpotenzial 8gx2x3= 48g bewegte Masse an zusammen drei Rädern
Systemgewicht mit Überwachungsgerät 200g statt 250g
erfordert einen zusätzlichen 2mm-Inbusschlüssel, der bisher am DF nicht vorkommt

Rennversion

ebenfalls ca. 50 g Gewichtseinsparung, kommt aber zusätzlich ohne Schrauben aus und ist sehr einfach herstellbar.
Der Adapter wird von unten mit einer normalen Ventilüberwurfmutter gekontert, wie sie normal an der Felge sitzt.
Dies ist der kritische Punkt: Begrenzt die Kontermutter die von Patrick beschriebenen Probleme ausreichend (labiler Sitz auf dem Aufschraubventil und Gefahr der Selbstöffnung)
Sicherung mit einem geschlitzten (später geölten) Holzstäbchen zwischen den Speichen

Gewicht komplett mit Mutter und Adapter unter 10 g.
Verzicht auf Ausgleichsgewicht (10 g Unwucht auf Ventilseite, im Originalzustand 10 g auf der Stoßseite)
60 g statt 120 g bewegte Zusatzmasse
Systemgewicht 200 g

Parallel hierzu gibt es hier interessante Überlegungen, Reifendruckprobleme ohne direkte Druckmessung zu ermitteln.
https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/velomobilsteuerung.47320/
 
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Reinhard

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Interessante Bastelei ... allerdings bezweifle ich mit eigenen Erfahrungen zu einem RDKS etwas den Sinn. Bei meinem WoMo ist bspw. ein RDKS verbaut. Bei einem Solldruck von 4 Bar zeigt das System bei etwas Druckverlust (3,8 Bar gemessen) zwar an, dass ein Druckverlust vorhanden ist, zeigt aber gleichzeitig Werte von 3,4 - 4,1 Bar an. Je nach Wetterlage und Uhrzeit ... Das nervt eigentlich nur und irgendwann ignoriert man (ich) die Anzeige und geht wieder zum manuellen Luftdruck prüfen über. Bei einem Kfz kann man das RDKS auch nicht einfach ausbauen/stilllegen, weil Teil der Zulassung. Trifft hier zwar nicht zu, aber genauer wird es hier auch nicht sein.
 
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@Reinhard
Das soll in erster Linie dazu dienen, schleichende Plattfüße zu erkennen, bevor man in den Graben fährt.
Da dürfte ein halbes Bar Fehlmessung nicht so wichtig sein. Wobei solche Druckunterschiede ja durchaus auch z. B. durch unterschiedliche Sonnenbestrahlung verursacht sein könnten.
Danke auch für dieses schöne Forum!


Und hier noch der Vorschlag aus 1,5 mm Alublech:
optimal für Zylinderkopfschraube M4x10 mit Innensechskant
und selbstsichernden Muttern, die am Winkel verdrehsicher anliegen.
SV-AV-Adapterklemmung bitte anpassen (9 -10 mm je nach Adapter) .


Ventilbruecke_70x9_Blech_600.jpg
 
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Nicht das eine Unwucht entsteht, merke schon kleine Schlammpatzen auf der Felge.
Zum Experimentieren + etwas Angst zu nehmen vor Platten, find ich das gut.
Es ist einfach mehr Gewicht.
 
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Hallo zusammen,

am wichtigsten wäre mir den Reifendruck am Hinterrad zu überwachen, die Vorderräder wären auch nicht schlecht aber nicht zwingend Notwendig.
Der Blechhalter ist sicher gewöhnungsbedürftig aber ich sehe auch keine besser Möglichkeit die Kräfte aufzunehmen.
Wie sind denn die praktischen Erfahrungen mit den Systemen z.B. wie lange halten die Akkus und wird der Alarm des Systems vom Fahrer wahrgenommen
usw..

Gruß Uwe
 
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Ich merke eine Platte immer gleich, diese Woche 3x also ich finde den Sensor für mich nichts nützliches, besser gute pflege und Wartung der Reifen, Schlauche, Felgenband und Räder. Im Winter pannensichere Reifen und fahren..
 
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Ich finde es auch richtig, dass man aufpasst, die Technikverliebtheit nicht zu übertreiben und dass man wie der sonnige Werne versucht "Auf dem Boden zu bleiben".
Aber ich habe dieses Thema hier nicht angestoßen, sondern bin mit aufgesprungen, weil mir das halt momentan das Einzige scheint, was man neben den von Werner genannten Vorsichtsmaßnahmen unternehmen kann, um die nicht ganz unerheblichen Risiken am Hinterrad der Dreiräder zu begrenzen.

Ich selbst habe vor zwei Wochen nachts bei Minusgraden angehalten, weil ich befürchtete, auf der Felge zufahren. Es war aber zum Glück nur der grobe Fahrbahnbelag.

Im letzten Jahr habe ich gerade mal zwei VM-Wettbewerbe besucht, aber dabei haben wenigstens drei erfahrene Piloten/Pilotinnen während des Wettbewerb angehalten, weil sie einen Plattfuß vermuten, zwei davon unbegründet ...

Und ein Meisterpilot aus Werners Revier kann von Glück reden, dass er noch vor der Bergabfahrt in den Graben gefahren ist, als er seinen Schleicher nicht bemerkte.

Ich habe übrigens gerade den ganzen Nachmittag alle üblen Holperstrecken, die in meiner Umgebung flott zu fahren sind abgegrast: Keine Unwuchtgeräusche, Luft hält, alles sitzt absolut fest und fährt jetz einfach immer testweise mit.
Mit etwas Glück bekomme ich in etwa zwei Wochen kürzere SV-AV-Adapter, die diese etwas frickelige Verlängerung des SV-Vebtilstößels überflüsig machen.

Zu Unwucht:
Mein Versuchsaufbau mit der Mutter hat eine Unwucht mit 5 g Übergewicht am Ventil. Das Unbelastete Standardlaufrad hat vorne eine Unwucht von ca. 10 g am Felgenstoß. Falls ich mir das TireMoni tatsächlich kaufe, werde ich die Unwucht mit zwei um die Speichen gerollten Kupferröllchen gegen Null bringen.

Batterielebensdauer:
Ich besitze kein solches Gerät, aber nach allem, was ich im Netz gefunden hab, halten die Batterien der Sensoren und des großen TM210 (11 bar) Überwachungsgerätes 1 Jahr bis 20 Monate und das kleine Überwachungsgerät für die Trike-Version TM500 bis 4,1 bar vielleicht ein halbes Jahr. Das TM210-Überwachungsherät kann halt in der Größe leider mit einem Navigationsgerät mithalten (75x 91 mm ohne Antenne).
 
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Ich merke eine Platte immer gleich, diese Woche 3x also ich finde den Sensor für mich nichts nützliches, besser gute pflege und Wartung der Reifen, Schlauche, Felgenband und Räder. Im Winter pannensichere Reifen und fahren..
Der Ansicht bin ich auch, allerdings wäre es ein Komfortgewinn, wenn man nicht jedesmal den Reifenfüller suchen muss, um den Luftdruck zu kontrollieren - aber um das Geld und das Gewicht mache ich es dann trotzdem lieber (nachdem es am Land kaum noch Tankstellen mit Drucklufttanks gibt :().

Am VW Golf bin ich auch schonmal mit einem solchen System gefahren - hat mir aber nicht besonders gefallen. Das verbaute zeigt keinen Druck an, sondern leuchtet nur auf, dass auf einem Rad der Druck abfällt. Bin dann zu einer Tankstelle (dort wa eine...) und es war vielleicht 0,1 oder 0,2bar Unterschied.
Das hats wirklich nicht gebracht. Auf der Autobahn erschreckt man wegen dem plötzlich aufleuchtenden Symbol "Achtung Druckverlust" und fährt extra eine Tankstelle an...

Aber Sensoren, die mit einem Fahrradcomputer oder Garmin kombinierbar wären - die hielte ich für sehr interessa(sofern sie den Wert in bar anzeigen und nicht piepsen:mad:).

Beste Grüße
Franz
 
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grundsätzlich halte ich so ein RDKS für recht sinnvoll. grade mit TubelessReifen kann es leicht passieren, dass man einen partiellen Plattfuß, der dann bei z.B 3Bar wieder dicht ist längere Zeit nur am erhöhten RollwiderStand bemerkt. Das ist zwar in der Regel nicht gefährlich, versaut einem aber ggf doch ganz gründlich den Schnitt.
ich mag mir nur nicht so einen fetten AnzeigeKasten einbauen, der auch noch dauernd zusätzlichen Strom verbraucht.
 
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was mir grade dazu durch den Kopf ging: mit einem Tubeless-system vereinfacht sich die Problematik 'Hebellänge des Ventils + Gewicht des Sensors' deutlich. Da bohrt man einfach ein zweites Ventilloch in 8,5mm und setzt da einen Tubelessventilstock für AV ein. Der wird vorher soweit gekürzt, dass er direkt mit dem Drucksensor festgeschraubt werden kann (den AV-Ventileinsatz läßt man einfach weg). Wenn man Gewindedichtkleber nimmt muss man beim Kürzen auch nicht besonders genau arbeiten (darf halt nicht zu lang sein). Bleibt nur die Frage ob der Sensor dauerhaft mit der Dichtmilch klarkommt.
 
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Bleibt nur die Frage ob der Sensor dauerhaft mit der Dichtmilch klarkommt.
Fährst du ständig mit Dichtmilch rum- wäre da nicht ein Fahrradschlauch leichter?
Ich hörte mal, die versaut die Felgen ganz brutal, sobald sie ein paar Tage drinnen ist (zum. beim Motorrad)?
Oder wurde mir da ein Blödsinn eingeredet?

Beste Grüße
Franz
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Scheint relativ einfach zu sein die Signale solcher Sensoren zu dekodieren.
wer kann der kann; für mich wärs nix:D
 
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