Quest 496 - Leerlauf defekt (?)- Tipps?

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Hallo
nachdem ich auf meiner letzten Ausfahrt wegen Defekt am Wendepunkt (Murphy´s law) aufgeben musste ...

https://www.velomobilforum.de/forum...chten-und-eine-gute.57019/page-5#post-1122974,

... bin ich jetzt dazu gekommen, einen Blick für eine erste Diagnose draufzuwerfen:
Als Laie würde ich sagen: Leerlauf defekt. Die Ritzel lassen sich in beide Richtungen bewegen, ohne dass sich das Rad mitdreht (abgesehen von leichtem Mitdrehen beim Treten mit den Pedalen) - sprich keine Kraftübertragung.
In Anbetracht der aktuellen Corona-Lage schließt sich der Gang zum Räderwerk o.ä. aus, sodass ich auf mich selbst zurückgeworfen bin. Auch wenn ich mittlerweile mithilfe der Quest-Anleitung (Deutsch - Dank noch einmal dem Übersetzer) so viel zu wissen meine, dass der Freilauf auf der einen Seite des Rades befestigt ist und die Achse auf der anderen, wollte ich die Brainpower des Forums nutzen, um mir darüber klar zu werden, wie ich vorgehen sollte.
Im Idealfall wäre ein Ausbau des anscheinend defekten Teils (wie?), dessen Bestellung und Einbau des Neuteils durch mich möglich. Zeit habe ich - Zweiradmechanikaffin würde ich mich allerdings nicht nennen.
Für Vorschläge wäre ich dankbar...
Habe hier noch ein Foto von einem Gimmick aus der Werkzeugkiste des Vorbesitzers. Ich vermute, dass es sich dabei um das "Spezialwerkzeug" zum Ausbau der Hinterachse handelt?!
IMG-20200321-WA0006.jpg

Ansonsten: Bleibt / werdet gesund.
 
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Kannst Du das Hinterrad seitlich bewegen? In dem Fall mußt Du evtl. nur die Achsschraube auf der linken Seite mit einem 13er Schlüssel anziehen, damit der Freilaufkörper wieder mit der eigentlichen Nabe verbunden ist, statt daran vorbeizurutschen.
 
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Falls es daran liegen sollte, daß sich die Schraube gelöst hat die das Hinterrad auf der Achse gegen den Freilaufkörper preßt:
schau genau nach, ob die beiden Teile, die da aufeinander passen müssen noch unbeschädigt sind.

Hier gibt's Details, http://en.velomobiel.nl/handleiding/

Dieses Bild aus der Anleitung zeigt die Stelle sehr gut (allerdings haben sie für dieses Bild die Kassette vom Freilaufkörper abgenommen).

Screenshot from 2020-03-21 21-33-33.png


Drücke Dir die Daumen,
Grüße,
Christian
 
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... und falls es das nicht ist, Velomobiel.nl verkauft die Freiläufe mit dem DAZU PASSENDEM Adapter. Ich hatte tatsächlich einen kaputten in Q611 und der neue Freilauf brauchte einen Adapter mit anderer Länge!
 
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Hallo Nupsi

Erst mal die frage ob dein Quest einen alu oder Carbon hinterbau hatt, den die achsbefestigung der beiden ist ein bisschen anders. Das werkzeug sieht nach alu hinterbau aus, also werde ich mal in denn richtung weiter gehen. Ich nehme an das du es schaffst mit dem werkzeug das hinterrad auseinander zu bauen.

Es ist gut moglich das sich denn cassettenkorper etwas von rad gelosst hat. Kann aber auch sein das dabei das alu der nabe beschadigt ist, und mit das rumprobieren machst du es immer schlimmer. Besser ist es, das ganze mal auseinander zu bauen, sich gut an zu schauen, und dann wieder ein zu bauen, wenn mann sicher ist das nichts kaput ist.

Wenn das rad aus dem velo ist kann mann gut sehen ob die rillen beschadigt sind. Mann kann auch einfach vom hand probieren ob der korper noch gut drauf passt und dann wiederstand erzeugt, oder nicht. Wenn der freilauf dann immer noch in beide richtungen dreht, konnte im inneren was kaput sein, oder einfach fest sitzen. Dann bleiben die innere teilchen die beim einrasten fur denn antrieb sorgen hangen.

Gerade jetzt wo kein zeitdruck drauf ist, hatt mann ja zeit und wenn es heute nicht geht, dann morgen noch mal versuchen.

Grusse, Jeroen
 
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Danke nochmal für die Tipps. Bin heute nicht dazu gekommen - hoffentlich morgen.

Habe (fast sicher) Aluschwinge und hoffe, das Rad ohne weitere Schäden zu verursachen rauszubekommen.
Danach werde ich so oder so erst mal in Ruhe einen Blick werfen - habe nicht wirklich eine Ahnung vons janze. Versuch macht (hoffe ich) kluch...
Bleibt gesund,
Arne
 
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Kannst Du das Hinterrad seitlich bewegen? In dem Fall mußt Du evtl. nur die Achsschraube auf der linken Seite mit einem 13er Schlüssel anziehen, damit der Freilaufkörper wieder mit der eigentlichen Nabe verbunden ist, statt daran vorbeizurutschen.
Komme gerade aus der Garage zurück.
Dank Anleitung: Freilegen der Achse simpel. Kurzer Test: Rad bewegt sich nicht seitlich - aber die Achsschraube links ist so locker, dass sie sich schon mit Fingern leicht fester anziehen lässt. Resultat: Ritzel übertragen wieder Kraft.
Würde jetzt die Achsschraube mit 13er anziehen (und hoffen, dass es so passt und kein Schaden entsteht)...?
 
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Pass bitte auf, dass die Verzahnung des Freilaufs genau in die Verzahnung der Alu-Nabe passt. Kann man bei der Montage auch schön zerstören. Immerhin scheint der Freilauf korrekt zu funktionieren. Falls du den mal tauschen musst: Es passt nur die aufgebohrte Variante von Velomobiel.nl
 
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Wenn du auf der Achse die Nabe in Richtung Freilauf schiebst und dabei vorsichtig von Hand beides gegeneinander verdrehst, rastet beides normalerweise richtig ein. Ansonsten: Auf der Homepage von Velomobiel ist eigentlich eine ziemlich brauchbare Anleitung. Bin selbst damit auch gut klar gekommen, als mein Strada-Freilauf getauscht werden musste. Mein Fehler beim Zusammenbau war nur, dass ich den Radkasten mit eingeklemmt habe, weil ja das Hinterrad durch den ausgehakten Dämpfer tiefer hing.
 
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Hallo Nupsi,

Bitte bau das hinterrad aus. Auf dem bild von Christian erkennst du diese rillen in der nabe, der freilauf hatt eine delle wo da eine erhebung sitzt. Also ein stern, und ein sternformiges loch. Das sollte zu einander passen. Was bei eine nicht gut fest gezogene nabe passieren kann, ist das sich die stahlfreilauf in diese rillen fresst und das weiche alu kaput drehst. Mit andrehen der mutter erzeugst du dann weitere schaden.

Bitte nimm dir die zeit um es ganz aus zu bauen, fest zu stellen ob es jetzt beschadicht ist oder nicht, und bau es erst dann wieder zu sammen.

Was passieren konnte bei deinen versuch das einfach an zu knallen, ist das du dir die nabe zerstörst weil du zu angstig oder zu faul bisst um es richtig zu machen. Das kostet dan ein neues hinterrad. Und um das neue ein zu bauen muss das hinterrad dann doch raus.

Grusse, Jeroen
 
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Bei Q371 hatte ich auch mal Probleme mit dem Freilauf, das Fett an den Sperrklinken war verharzt. Einmal hab ich das noch für so 10tkm hin bekommen, aber im nächsten Winter war dann Feierabend und ich hab von Velomobiel.nl einen neuen inkl. passendem Distanzstück besorgt.

Was mich allerdings wundert ist die lose Achsschraube links. Wenn die bei mir nicht absolut fest angeballert ist, knarzt es deutlich. Die Folge ist, dass die Lager sich auf der Achse bewegen und diese verschleißen. Danach kann man die Achsschrauben anballern wie man will, es knarzt weiter und die Lager leiden an Überhitzung.

Daher gehe ich davon aus, dass Du eine neue Achse benötigst. Also rate auch ich Dir das Hinterrad auszubauen. Dann kannst Du sehen, ob Du noch mehr ersetzten musst, als nur die Achse.

In dem runden Alurohr am Ende der Schwinge sitzen 3 Lager und eine Distanzhülse. Wenn die Achse raus ist kannst Du zumindest die Äußeren prüfen, ob sie ohne Geräusche und Hakeln leicht drehbar und fast Spielfrei sind.

Viel Erfolg!
Otfried
 
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So. Das Rad ist raus. Ich habe zunächst einmal einen Blick auf das Rad (ohne Freilaufkörper, wie auf dem Bild 9 im Post von @w_v5pl ) geworfen.
Das "Schadensbild" scheint (wenn ich das richtig verstehe) dafür zu sprechen, dass Freilaufkörper und Rad durch lose Schraube keine feste Verbindung mehr hatten: Das Metall, das sonst Schmierfett- und Dreckbedeckt schwarz ist, zeigt im von den Speichen abgewandten Teil auf ca. 1 mm blitzblank - ich schätze, dass dieser Bereich und der Freilaufkörper aneinander entlanggeratscht sind (was ich dann fälschlicherweise für ein Rutschen der Kette über die Ritzel gehalten habe). Der Freilaufkörper dürfte also entsprechend aussehen (Das Quest liegt in der sehr vollen Garage auf der anderen Seite..)

IMG-20200323-WA0003.jpg
IMG-20200323-WA0003.jpg
Frage: Wenn ich jetzt das Rad wieder einsetzen würde (so, dass der Freilaufkörper - falls das in Anbetracht der mechanischen Abnutzung noch möglich ist - wieder am Rad greift - müsste das doch funktionieren?
Hätte ich dann irgendwelche Folgeschäden zu befürchten?
 
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Der Freilaufkörper ist aus Stahl, der wird wohl noch ok sein. Ich könnte mir vorstellen, dass das so noch geht. Aber schau Dir die Achse an! Wenn die da wo die Lager sitzen nicht mehr absolut glatt ist, kannst Du sie entweder umdrehen (Gewindestift bei ca. 200°C herausschrauben und auf der anderen Seite mit hochfester Schraubensicherung wieder einkleben), oder eine neue bestellen. Wenn sie nur ein paar Hundertstel Millimeter eingelaufen ist wird das sonst nix mehr.
Zwischen Achse und Lagerinnenringen macht sich Anti-Seize oder Kupferpaste sehr gut um Kontaktkorrosion zu vermeiden (laut Velomobiel.nl).
 
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Ok.
Also Achse raus und begutachten. Dann hoffe ich mal, dass Velomobiel.nl auch jetzt versendet (oder ich anderswo an
Anti-Seize oder Kupferpaste
komme...

5min später:
Achse ist draußen. Schäden kann ich so keine erkennen, aber ob die leichten Spuren in der Schmiere auch das Metall betreffen, kann ich so nicht erkennen. Leider kann ich z.Zt. kein Foto machen. Folgt, sobald das geht....
 
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Ama... hat Anti-Seize (Weicon). Mit meiner 120g Dose komme ich wahrscheinlich noch 10 bis 20 Jahre aus ;-)
 
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