Quad mit Nabenmotor, aber wie am besten?

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Hallo
Ich werde wohl im laufe des Winters einige Vorarbeit für die Projekte vom nächsten Jahr vorbereiten . Ich will mir ein Quad oder was ähnliches bauen .
Könnte auch ein Velocar werden aber da habe ich mich noch nicht festgelegt . Ich baue mir manchmal fertige Komponenten die ich später in das Projekt mit einbeziehe . Ich habe noch diesen Achskörper .
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Ein solcher Achskörper ist oft in Erwachsenendreiräder verbaut . Auch eine solche Achse habe ich schon in meinem Quad 1 .
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Hier hat die Achse eine 7 Gang Nabenschaltung und ein Differential . Motorisiert ist es das Quad mit einem Tretlagermotor und gebremst wird über die beden Vorderräder ( rechts links einzel ) . Das ganze funktioniert sehr gut sofern beite Hinterräder satten Bodenkontakt haben . Bei einer sochen Achse habe ich vor kurzen jetzt eine Einzelradbremse nachgerüstet . Hintergrund ist der das es für ein 3 Rad werden soll und ich ja laut Gesetz 2 Bremsen benötige . Also vorne und hinten .
Man könnte jetzt hier zusätzlich die Bremse hinten einzeln ansteuern wenn man mal ein durchdrehendes Rad hat .
Jetzt will ich aber eine Achse aufbauen wo ein Rad durch Pedalkraft angetrieben ist und das andere Rad soll mit einen Nabenmotor angetrieben werden .
Wie wird das zb. beim Kettwiesel gelöst , oder haben die alle Tretlagermotor bzw Frontmotor .
Ich grabe heute mal alle meine Motore aus die ich noch finde und schau mir das mal an was sich eignen könnte .

Grüße
 
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Hallo
Also ich habe jetzt heute alte Nabenmotorteile was ich noch habe zusammengesucht . Naja was will man sagen aber viel brauchbares ist nicht mehr da . Neukauf kommt nicht in frage da ich das Geld für andere Sachen benötige . An Motore habe ich noch das gefunden .
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Also der zwite von den Bildern fällt schon mal weg . Dieser wurde schon mal versuchsweise als Getriebemotor etwas verändert und wird auch gleich dazu neu aufgebaut . Dazu aber mehr in einem anderen Aufbaubericht .
Der erste und eigentlich beste Motor für mein Vorhaben ist auch raus . Dieser Motor sieht leider nicht gesund aus . Ich weiß jetzt auch warum er als Frontnabenmotor nicht wirklich gut gelaufen ist .
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Ich habe diesen Motor von einem Bekannten mal geschenkt bekommen und vermute das er doch sehr gequält wurde . Er ist total verbrannt und bevor er mir einen Controller himmelt werfe ich ihn lieber weg . Obwol es gibt die eine oder andere Sache die man mal testen könnte . Ich wollte schon immer wissen ob man schadlos die Motorwelle raus bekommt .
Motor Nummer 3 bleibt übrig und soll es werden . Was mir nicht so gut gefällt ist das er so breit baut . Ich habe schon einen Plan und muß mir da noch was einfallen lassen .
Auch Gehäuseteile habe ich gefunden .
DSCN5830 (2).JPGDSCN5815 (2).JPG
Meine Idee ist jetzt auch die , das Pedalangetriebene Laufrad mit so einem Gehäuse zu versehen . Ich mache das aus optischen Gründen damit beide Hinterräder nahezu gleich aussehen .
Dieses innen optisch bessere Gehäuse wird verbaut .
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Ich habe auch schon eine Idee wie es funktionieren sollte . Wenn nämlich im Gehäuse ein größeres Lager verbaut ist kann man hier die Motorwelle wie auch einen Radträger lagern . An die Achse kommt dann noch ein Gegenstück wo der Nabenmotor angeschraubt wird .
Grüße
 
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Schau dir mal von @BusVelomo die Quadprototypen an. Da wurde hin und wieder mit einseitigem Nabenmotor hinten (links) und Kettenantrieb (rechts) gearbeitet.
 
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Hallo
@Jack-Lee hast du da mal ein Bild oder einen Link dazu . Warum wurde das Konzept nicht weiter verfolgt oder hatte es nur Nachteile . Oder wird es ja doch noch angeboten ?
 
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Schau dir mal von @BusVelomo die Quadprototypen an. Da wurde hin und wieder mit einseitigem Nabenmotor hinten (links)
Ja genau so was suche ich schon seit längeren . Also einen Pedelec-Motor mit einseitiger Aufhängung . Aber ich wurde leider nicht wirklich fündig und habe mir mal was gebastelt .
Also ich habe überlegt an der stabielsten Stelle der Motorwelle anzusetzen . Würde ich jetzt einfach den Motor einseitig verschrauben würde wohl die Welle abscheren . Es ist eine 12mm Welle die dazu noch abgeflacht ist und für das Kabel ich schätze mal eine 6 bis 8 mm Bohrung hat .
Im Bereich des Lagers sieht das schon besser aus . Hier sind es bei diesem Motor 17 mm .
DSCN5833 (2)_LI.jpg
Hier will ich jetzt meinen Eigenbauradträger anbringen .
Dieser besteht aus zwei Teile .
Einem Innenring
DSCN5819 (3).JPG
und einem Außenflansch der wiederum später mit einem Gegenstück verschraubt wird .
DSCN5819 (4).JPG
Das Gegenstück wird dann später an die Achse mittels Adapter befestigt . Aber man könnte das Gegenstück auch an einer Einarmschwinge oder ähnliches befestigen .
DSCN5818 (2).JPG
Es sollte aber auch möglich sein den Motor mit entsprechender Bohrungen überall zu befestigen .

Zuerst wird der Innenring auf den Motor gesteckt .
DSCN5835 (2).JPG
Jetzt passt natürlich der orginale Deckel mit den 17mm Lager nicht mehr
DSCN5815 (2).JPG
Entweder fertigt man sich einen neuen Deckel oder sucht sich einen mit einem viel größeren Lager . Diese Deckel gibt es und wurden zb bei manchen Bafang Motore verbaut . Ich hatte noch diesen .
DSCN5817 (4).JPG
Da dieser Deckel etwas flacher ist und so die Platiene des Motors beschädigen würde muß noch ein Ring dazwischen gelegt werden .
Dieser wurde wieder aus einen alten Deckel geferdigt .
DSCN5817 (3).JPG
Der Innenring und das Kugellager müssen schon supergenau zueinander passen
DSCN5823 (2).JPG

Gleich gehts weiter
 
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Nun wird der Deckel an das Motorgehäuse geschraubt .
DSCN5837 (3).JPG
Der Innenring ist minimal abgestuft , also hat innen einen Bund .
Dieser kann so nicht mehr aus den Motor ohne demontage des Deckels aus den Motor gezogen werden .
Der Radträger wird dann zuerst mit 4 Schrauben befestigt .
DSCN5838 (2).JPG
Durch einen kleinen Konus ist die Motorwelle jetzt schon etwas gegen Verdrehung gesichert aber das reicht sicher unter Last nicht aus .
Hier wird jetzt noch eine Verdrehsicherung ( Drehmomentstütze ) mit einer fünften Schraube angebracht und natürlich die Motorwelle mit einer Mutter nochmals verschraubt .
DSCN5841 (2).JPG
Der Motor ist jetzt hier über den Radträger gelagert .
Der Halter der dann später an der Achse oder irgendwo anders befestigt ist wird dann mit 5 M8 Bolzen und Muttern verschraubt .
DSCN5842 (2).JPG DSCN5843 (2).JPG
Auf der gegenüberliegende Seite wir später noch das Gewinde eingekürzt und eine Scheibe und Mutter soll dafür sorgen das sich der Motor im schlimmsten falle in zwei Teile zerlegt .
DSCN5844 (2).JPG
Ich denke das es so funktionieren müsste . Wenn man jetzt noch die Felge etwas nach innen einspeicht , ich nenne es mal Einpresstiefe ,
sollte die Haupttraglast am großen Lager liegen .

DSCN5846 (2).JPG


Was denkt ihr , macht meine Bastelei sinn ?

Grüße
 
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Hallo, sieht in meinen Augen recht stabil aus. Mich würde nur noch interessieren, ob das dann so auch zuverlässig läuft.
LG Oliver
P.S.: Respekt für den Aufwand, den Du dafür treibst.
 
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Hallo
@Christian ja die Seite kenne ich . Ich werde aus der Seite nicht so wirklich schlau . Die Preisliste ist uralt . Kann man hier was bestellen oder muß man da erst per Mail kontakt aufnehmen .
@labella-baron meinst du jetzt die Videos ? wenn ja dann ja .
Mich würde nur noch interessieren, ob das dann so auch zuverlässig läuft.
Also da habe ich wenig bedenken . Ich mache demnächst mal einen Lauftest . Von Hand dreht er sich schon mal leicht und spielfrei .
Das einzige wär das die Drehmomentstütze zu schwach sein könnte . Aber die könnte man noch verstärken .
Grüße
 
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Hintergrund ist der das es für ein 3 Rad werden soll und ich ja laut Gesetz 2 Bremsen benötige . Also vorne und hinten .
du brauchst laut gesetzt zwei unabhängige bremsen an zwei verschiedenen achsen.
soll heissen, das du bei zwei unabhängig voneinander vorderen bremsen innerhalb der gesetze bist.
trike haben ja, (wenn gewünscht) zwei unabhängige bremsen/ achsen vorne, oder ?
 
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du brauchst laut gesetzt zwei unabhängige bremsen an zwei verschiedenen achsen.
soll heissen, das du bei zwei unabhängig voneinander vorderen bremsen innerhalb der gesetze bist.
trike haben ja, (wenn gewünscht) zwei unabhängige bremsen/ achsen vorne, oder ?
Ich bin jetzt etwas verwirrt . Ich dachte immer das man beim Trike oder Quad mit zwei Rädern vorne schon damit rechtlich innerhalb des Gesetzes liegt wenn man unabhängig eine Bremse am Vorderrad rechts und Links hat . Also ohne Hinterradbremse . Würde aber heisen das nur eine Achse gebremst ist . Und beim Trike mit zwei Rädern hinten vorne und hinten eine haben muß .
Grüße
 
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Ich bin jetzt etwas verwirrt .
und ich erst recht. *g*
schreiben wir nicht das selbe nur in anderen worten ?
beim trike vorne hat man ja zwei achsen da die einzeln aufgehängt sind. (es ist nur "virtuel" eine achse )
das hatten wir schon mal im faden : Gekoppelte Bremsen: Warum eigentlich?
Was bei den Bremsen am Tiller schon mal nicht der Fall ist.
du hast ja zwei bremsen, nur ein hebel, oder ? hatte noch nie einen tiller in der hand.
die feststell /parkbremse wird da eventuell auch einbezogen und somit währe man innerhalb der gesetzlichen richtlinien.
kann mir nicht vorstellen das all die velomobile nicht gesetzes konform sind.

ich hab ja lediglich meinen senf dazugegeben, um mitzuteilen das bbike nicht vorne und hinten bremsen haben muss weil er erwähnte das er das von gesetzes wegen so umsetzen muss.
bei einem quad ist ein blockierendes hinteres rad sicher weniger schlimm als bei einem trike und hat vielleicht sogar vorteile was die sicherheit betrifft
 
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@bbike hat als Ort "Unterfranken" eingetragen, da wird er sich wohl an der deutschen StVZO orientieren. Die verlangt zwei unabhängige Bremsen, damit beim Ausfall einer Bremse noch eine zweite da ist, die die Fuhre wenigstens sicher zum Stehen bringt. Andere Länder verlangen glaube ich mehrere gebremste Achsen, und auch wenn es keine "durchgehende Stange" zwischen den Vorderradnaben gibt, zählen die fahrzeugtechnisch als eine Achse.
du hast ja zwei bremsen, nur ein hebel, oder ? hatte noch nie einen tiller in der hand.
Miss es daran, was bei einem beliebigen Defekt oder Fehler an einer Bremse passiert. Wenn es etwas gibt, das beide Bremsen lahmlegt, sind die nicht wirklich getrennt.
Die VM-Tiller haben üblicherweise zwei Bremshebel, deren Enden mit einem Querstab verschweißt sind, und auch so wird nicht ganz die Redundanz von zwei getrennten Bremshebeln erreicht. Z.B. würde ein eingefrorener Zug an einer Trommel dazu führen, dass sich der zugehörige Bremshebel kaum noch bewegen lässt, und weil der mit dem anderen Hebel verschweißt ist, kann auch dieser nur noch wenig gezogen werden.
 
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