VM Projekt Milan SL weicher machen

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Da ich ja nicht jünger werde habe ich mit einem "kleinen Projekt" begonnen:

Den Milan SL MK1 weicher machen!

Ein Projekt das Daniel nicht für gutes Geld angehen wollte und Jens mir nur schrieb "Tu dir das nicht an!"
Nur wo ein Betonschädel ist, ist auch ein Weg!

Also habe ich Jens seit ca 2 Jahren bearbeitet bis ich die Teile bekam.
Umbau erfolgt ausdrücklich auf eigenes Risiko und Nachahmung ist nicht empfohlen.

Vorarbeiten dazu wurden schon erledigt:
DSC_0054.JPG DSC_0059.JPG

Der Erfolg (oder auch nicht), wird hier in loser Reihenfolge dokumentiert....
 
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So weiter gehts!

Erst mal ist der Bereich der Schwinge und deren Halterung dran.
Beim linken Lager müssen Muttern aufgeklebt werden.
Fürs rechte Lager müssen Muttern in das wichtigste CFK-Teil (nimmt Schwinge und Umlenkrolle auf und stützt den Sitz) eingeklebt werden.

Die Muttern habe einen gelöcherten Ring, um Sie besser mit dem CFK verkleben zu können.
Ich führe Rovings durch die Löcher und verklebe das Ganze von oben und unten mit einer Lage CFK-Gewebe.
Die Profis haben vermutlich einen Kleber mit dem die Muttern direkt auf das CFK geklebt werden können

Linke Lagerseite:
oben die rohen Mutten, darunter im aufgeklebten Zustand :
LagerL1.JPG
hier nochmal mit etwas GlasbubblesHarz um Ritzen und Löcher zu verschliessen
LagerL2.JPG

Rechte Lagerseite:
wieder Muttern roh, und die vorgefertigten Intarsien,
Bei einem Teil, ist mir die Schraube, die das Gewinde beim Kleben freihält, beim Entfernen am Kopf abgebrochen.
Mit Heissluftfön und Zange habe ich den Schraubenrest doch noch entfernen können. sonst wäre neu fertigen oder ausbohren angesagt

LagerR1.JPG
Intarsien mit Glasbubblesharz eingeklebt in die Schwingenaufnahme:
LagerR2.JPG

Die Schwinge muss auch noch etwas bearbeitet werden.
Rechts ist eine seitliche Begrenzung gegen Verschieben mit Schraube vorhanden. Links nicht.
Daher links aufbohren, eine Madenschraube aus dem Möbelbereich einkleben.

Schwinge Linke Seite:
aufgebohrten Loch:
Schwinge1.JPG
vorbereitete Madenschraube, wird noch mit einem KohleRoving umwickelt:
Schwinge2.JPG
eingeklebte Madenschraube, Roving guckt noch raus und Überstehendes muss nach Aushärtung entfernt werden.
Schwinge3.JPG

Schwinge Rechte Seite
Leider gibt es ein Loch in der Füllung, ich versuche es mit Harz auzugiessen:
Man sieht auch den Sitze der Schwingen Lagerung und das dieses Teil schon bearbeitet wurde.
Rechts oben Öse entfernt, neues Loch gebohrt, Unterseite plan geschliffen.
Schwinge4.JPG
 
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Aufwändig. An einigen Stellen wäre mir der Aufbau zudem zu windig für ein so hoch belastetes Teil.
Dann bitte auch Ort und Befestigung nennen!

Einige Teile kommen mir auch dünn vor, da werde ich schon eigenständig etwas hinterlegen.
Auf der anderen Seite sollten die Jungs beim Räderwerk wissen wie dick Tragende Teile sein sollten.
Bei Daniel wundere ich mich auch so was hält.

Ein Malheur ist übrigens schon passiert.
Die 6kant Schraube in der Achse hats beim entfernen wieder abgeschert.
Beim Ausbohren ist durch die Hitze die komplette Madenschraube wieder rausgekommen.
Muss ich neu einkleben.
Evtl sollte ich die Gewinde lieber mit Wachs füllen bevor ich sie einklebe.
Das bekommt man einfach wieder raus.
Bilder folgen...
 
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Hauchdünn Fett auf die eingedrehte (zu lösende) Schraube reicht vollkommen. Kein Harz der Welt verklebt diese dann.
An sich ein gute Idee. Nur ist ein Fett/Öl ein Problem, wenn man gerade am Harzen äh Laminieren ist.
Wenn das an die falsche Stelle kommt, klebt nix mehr.
Daher habe ich bisher davon Abstand genommen. Bisher hatte ich aber auch noch nicht so große Probleme die Schrauben wieder raus zu bekommen..

So hier mal ein Bild vom Unfall, ich denke mit etwas Harz wieder einkleben sollte reichen.
Schwinge5.JPG

Danach die fertig geschliffene Schraubverbindung für das Rechte Lager.
Ich musste unten an der Kante etwas mehr wegnehmen als gedacht, weil es überstand hatte und so nicht einklebbar ist.
LagerR3.JPG

Dann mal der erste Versuch der Positionierung für die Umlenkrolle.
Hier sind die Seiten in der Tat etwas dünne und Jens meinte auch ich solle noch etwas aufpolstern, damit für die Achse ein richtige Kante vorhanden ist.
Zur info: die Achse ist 8mm dick, aber an der Außenseite auf 1mm jeweils nur 6mm.
Hier habe ich zur Probe mal die bisherigen Metallhalterungen aus dem SL eingesetzt.
Um die zu verwenden müsste ich an dem Bauteil etwas aussägen...
Alternativ könnte man als Achse auch einfach eine 8mm Sechskant Schraube nehmen. wäre dann die russische Methode.
Rolle1.JPG Rolle2.JPG
 
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Ich traue den Klebeverbindungen der Muttern/Schrauben halt nicht so recht. Da gabs häufiger mal Probleme. Und du siehst ja auch das so ein Teil auch mal unfreiwillig wieder rauskommen kann.
 

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An sich ein gute Idee. Nur ist ein Fett/Öl ein Problem, wenn man gerade am Harzen äh Laminieren ist.
Wenn das an die falsche Stelle kommt, klebt nix mehr.
Das stimmt, vorsichtig gearbeitet muss damit werden.

Solange es beim Einkleben nicht an die zu verklebenden Bereiche gelangt, ist es unkritisch, falls es nach dem Aushärten an diese gelangt. Denn dann ist das Harz auch gegen Bremsenreiniger beständig, kann demnach problemlos gesäubert werden. Q-Tips sind eine gute Hilfe beim Auftragen.
So hier mal ein Bild vom Unfall, ich denke mit etwas Harz wieder einkleben sollte reichen.
Das scheinen mir simple Rampa-Muffen zu sein? Diese weisen im Verhältnis zur Belastungsgrenze des Innengewindes eine recht kompakte äußere Oberfläche auf - und je mehr Oberfläche, desto besser hält es. Der Schwachpunkt wird demnach immer die Befestigung der Rampamuffe bleiben.

Ich würde nicht versuchen, ausgehärtetes Harz direkt auf ausgehärtetes Harz zu kleben, das geht bei hoher Belastung häufig schief.

Empfehlenswert wäre, es beidseitig bis zu der Faserstruktur resp. dem Rampamuffenmetall abschleifen (eine neue Muffe zu verwenden ist sicherlich einfacher) und mit ausreichend getränkter Roving als Zwischenlage prall mit hohem Faseranteil hineinzuquetschen/-schrauben. Überflüssiges Harz währenddessen entfernen, Teflonscheibe oder PP/PE-Klebeband auf die bündig angezogene Fläche (vor dem kompletten Anschrauben, natürlich) und es bleibt gut lösbar.

Viele Grüße
Wolf
 
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Ich traue den Klebeverbindungen der Muttern/Schrauben halt nicht so recht. Da gabs häufiger mal Probleme. Und du siehst ja auch das so ein Teil auch mal unfreiwillig wieder rauskommen kann.
Das kommt halt drauf an wie es eingeklebt wurde und welche Belastungen drauf sind.
Diese Schrauben mit Lochösen dran, die mit Rovings umwickelt werden, halten nachher bombenfest.
Bei der Rampa-Muffe (@TitanWolf: JedenTag ein neues Wort lernen ;)) Ist ja nicht beim Losschrauben rausgekommen (der Schraubenkopf war hier das schwächste Glied), sondern beim Aufbohren.
Und naja Harz ist nunmal bei der Hitzebeständigkeit bescheiden.
Bei der Lagebefestigung wird die Verklebung zu dem nur die Drehkraft(oder wie man das bezeichnet) von der Schraube aufnehmen.
[DOUBLEPOST=1538065893][/DOUBLEPOST]Wieder zum zentralen Bauteil:
Ich habe mit entschlossen für die Umlenkrolle eine einfache 8mm Schraube zu verwenden.
Das ist weniger Arbeit, als die Halterungen vom alten SL einzuarbeiten.
Zudem lässt sich die 8mm Schraube einfacher ausbauen.
Allerdings übernimmt diese Schraubachse dann keine Druckkräfte auf.
Wenn das ein Problem wird, komm darüber links und rechts der Rolle eine 10mm Alu-Hülse.
Dann kann die Rolle aber nicht mehr seitlich wandern.

Ich habe um etwas Fleisch aufzubauen je eine 8mm Unterlegescheibe präpariert und mit 2 Lagen Gewebe einlaminiert:

Unterlegscheibe mit Roving umwickelt, die andere noch pur
Rolle3.JPG

Eingeklebte U-Scheiben mit 2 Lagen CFK, darüber Abreissgewebe,Frischhaltefolie als Trennmittel, gepresst mit Flügelschraube und weiterer U-Scheibe
Rolle4.JPG

Eine Lappen dazwischen geklemmt, damit die Lagen sie nicht wieder ablösen:
Rolle6.JPG

Dann habe ich noch die Linke Lageraufnahme mit etwas Gewebe verstärkt, erschien mir doch was dünn:
(Auch im obigen Bild etwas zu erkennen.)
LagerL3.JPG
 
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