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Prolog
In diesem Faden möchte ich lose den Fortgang dieses Projektes festhalten.
Zum Einen für mich selber, als eine Art Tagebuch, auch um später überschlagen zu können, ob ich meine Ziele erreicht habe oder nicht. Zum Anderen, um (unter anderem dem Verkäufer) einen Einblick zu gewähren, was wir so anstellen (so versprochen). Und zum Dritten, um Leser zu ermutigen, etwas zu wagen UND darüber zu berichten.
Denn als normaler Leser machen wir unsere Leistungen immer gerne selber klein. Es sind immer Fahrer da, die noch viiieeeel krasser sind, Schrauber, die vieeeel talentierter sind und Entwickler, die viiieeeeel begabter sind als wir. Und dann lese ich in der Zeitung einen ganzseitigen Artikel über ein Rennrad-Paar, welches 250km für einen guten Zweck gefahren ist. Und wie unvorstellbar viel das ist.
Und rekapituliere, dass das eigentlich ja gar kein Problem ist...(100km gehen immer).
Wunsch
Gerne lese ich Zuspruch, aber auch konstruktive Kritik. Ein Zerreden oder Kleinreden bitte ich zu unterlassen. Dann lest einfach woanders weiter. Danke!
Ziel
Einziges Ziel ist es, (familienintern) gemeinsame Erlebnisse zu kreieren und zu Erinnerungen werden zu lassen. Sich gemeinsam um ein Thema zu kümmern, Zeit gemeinsam zu verbringen, in Kontakt zu bleiben. Der Umfang dieser Erlebnisse ist nicht vordefiniert.
Leistung ist ausdrücklich nicht relevant. Es geht nicht um Druck, um Zeiten, um Schnittgeschwindigkeiten. Schon der Schulsport war in der Lage mir jede Freude an Bewegung zu nehmen. Eine Freude, die ich mir erst im Erwachsenenalter zurückgeholt habe, indem "Leistung" keine Rolle spielt, sondern Freude an der Bewegung. Ich bin kein Sportler und erwarte dies auch von niemandem.
Entstehung
Der Name "Langstrecke Niederberg" entstammt einer lokalen Whatsappgruppe, die ich gründete um gemeinsame Ausfahrten zu koordinieren. Da es viel einfacher ist, wenn man einem Kind einen Namen gibt, nutze ich diesen Namen hier.
Letztes Jahr am 24h-Rennen Brelinger Berg begleiteten mich Familienmitglieder als Support. Und es entstand der Wunsch selber mitfahren zu können. Aber nicht mit einem Alltagsrad, sondern wenn dann mit einem Rennrad. Denn mit einem Velomobil erschien unrealistisch. Aber natürlich ist man schon etwas "verdorben", wenn man weiß, wie bequem, effektiv und geschützt man unterwegs sein könnte...
Aufgrund einiger harter Schicksale im Bekanntenkreis wurde mir selber in 2025 bewusst, dass "machen wir später" nicht sinnvoll ist. Es gibt zu oft kein "später". Und so verschoben sich Prioritäten hin zu: "wir machen das jetzt einfach". Nicht zerdenken, nicht zerreden. Einfach machen. Fertig.
Beginn
Ich beobachtete schon lange den Gebrauchtmarkt für Velomobile. Es gab und gibt viele durchaus attraktive Velomobile für halbwegs überschaubares Geld, insbesondere eine regelrechte SL-Schwemme. Ein buntes Quest mit Haube im Renntrimm hätte ich schon fast angeguckt, das gefiel mir richtig gut. Aber ein Quest ist nunmal ein wenig mühsamer als ein Alpha7 zu fahren. Und das wäre ein ungünstiger Start: der schwächere Fahrer kriegt das langsamere Fahrzeug. Ein Garant für wenige gemeinsame Erlebnisse...
Gemeinsame Überlegungen hier im Forum brachten mich zu der Überzeugung, dass also ein DF XL oder ein Alpha am Besten wären. Gedanklich wurde das Budget also schonmal aufgestockt. Angebote für DF XL gab es mehrere faire und passende, hier wäre ich sicher fündig geworden. Aber mir wurde auch ein Alpha 7 angeboten. Und nicht nur ein Alpha 7, sondern quasi ein umfangreiches Starterpaket, zu überaus fairen Konditionen. Der Kontakt (nenne ich hier nicht, da ich nicht sicher bin, ob dies gewünscht wäre) war supernett und äußerst konstruktiv, sodass wir nach mehreren Wochen Wartezeit Anfang Januar nach Norddeutschland mit Transporter und Anhänger fuhren. Denn zum Paket gehört auch noch eine Leitra...
Erste Aktion: Abholung
Wir erinnern uns: Ziel sind gemeinsame Erlebnisse. Also ging es am 02.01.26 gemeinsam morgens auf nach Norddeutschland.

Es hatte jedoch viel geschneit und so wurde die Fahrt abenteuerlicher als gedacht, denn in Hamburg war die Autobahn vollständig vereist und sehr extrem zu fahren. Schlimm war dies nicht, wir waren ohne festen Plan unterwegs und konnten flexibel reagieren. Ankunft war somit erst im Dunkeln abends.
Zusammen mit dem Verkäufer wurden die Velomobile durchgeguckt, auf der Rolle probegefahren, alles (auch das Zubehör) gut verpackt und eingeladen. Und nach 2h ging es dann auch retour. Wir haben unterwegs was gegessen und sind bis zum Rastplatz Lüneburger Heide gefahren. Hier wurde einfach mal 1,5h geschlafen, im Transporter. Auf der Sitzbank und neben dem Alpha7, Schlafsäcke hatten wir dabei. Und weil das jetzt nicht so unfassbar gemütlich war, fuhren wir dann auch weiter. Die Straßenverhältnisse waren sehr durchwachsen, immer wieder gab es vereiste Stellen. Und während die meisten Fahrer (und wir) rechts mit 50kmh fuhren, bretterten Unbelehrbare mit >100kmh vorbei. Mehrfach hingen dann PKWs in der Leitplanke...
So ging es bis nach Hannover, wo wir im Haus von Bekannten unterkamen und gemütlich ausschlafen konnten. Am nächsten Vormittag ging es dann nach Hause.
Ziel erreicht: gemeinsames Erlebnis geschaffen, definitiv!
Und das sind jetzt die Räder:
Das Perlen-vor die Säue-Alpha 7 (siehe auch Kalender Mai/26)
Panzerlenkung
90er Bremse
56Zähne Kettenblatt, umbaubar auf 80Z
1 x 12fach
Abgestimmt auf hohes Fahrergewicht
Fernlicht mit extra Stromversorgung
Gepäckfächer
Haube
Das des-Wahnsinns-fette-Beute-Alpha 7
Tillerlenkung
70er Bremse
70Z-Kettenblatt
optimierter Antriebsstrang (u.a. Daniel-Umlenkrolle)
improvisierte Gepäckfächer
Haube
Hosen und entsprechender Radsatz
aerodynamische Spiegel
Daniel-Wischer
weiteres Zubehör/Ersatzteile


Leitra
Nahezu vollständige Leitra, so gut wie fahrbereit (geringe Einstellarbeiten am Zwischengetriebe).
Scheibenbremse, Kofferraum
Fortgang:
Da es draußen durchweg schneit, regnet und/oder glatt ist, wurde das Alpha nur abgestellt. Gemeinsam wurden aber schon Designideen entworfen, da es keinerlei Reflexfolien hat und auch sonst ein wenig farblos dasteht. Fehlende Teile wurden gemeinsam gebraucht besorgt. Und auch hier ist das Ziel sich gemeinsam um ein Thema zu kümmern erreicht. Das Design soll eine Verbindung zwischen beiden Velomobilen zeigen. Zuerst dachten wir an gleiches Muster in unterschiedlicher Farbe. Aber gleiche Farbe mit unterschiedlichem Muster hat dann gewonnen. Die Stücke lassen sich alle aus einer 10cm breiten Rolle schneiden, die schwarze Folie reflektiert stark. Die Vorschau ist KI-generiert und soll nur grob als Anhaltspunkt dienen:

Jetzt hätte ich Zeit es schon zu bekleben. Aber hier kommt schon ein Lerneffekt für mich: Geduld.
Für den Junior steht das Projekt nicht an erster Stelle im Leben, dies zu erwarten wäre auch unrealistisch. Und so wird sich stattdessen mit Freunden getroffen und andere Winteraktionen durchgezogen. Und das ist ja auch gut so!
Bekleben können wir es immernoch. Und wenn der Schnee weg ist, kommen Anpassungsarbeiten, erste Probefahrten, und so weiter.
Damit das sich nicht ins Unendliche zieht, steht allerdings schon die Anmeldung zum Rennen im Mai. Soviel Druck braucht es dann doch für uns beide.
Die Leitra schlummert erst noch, hier gibt es keinen echten Plan, aber ein Weiterverkauf ist denkbar.
Das ganze hat experimentellen Charakter. Vielleicht wird es auch nichts, aber dann habe ich es wenigstens versucht (der Verkauf würde vermutlich (hoffentlich) einen Großteil der Kosten decken).
Weitere Berichte folgen, sobald es was festzuhalten gibt.
In diesem Faden möchte ich lose den Fortgang dieses Projektes festhalten.
Zum Einen für mich selber, als eine Art Tagebuch, auch um später überschlagen zu können, ob ich meine Ziele erreicht habe oder nicht. Zum Anderen, um (unter anderem dem Verkäufer) einen Einblick zu gewähren, was wir so anstellen (so versprochen). Und zum Dritten, um Leser zu ermutigen, etwas zu wagen UND darüber zu berichten.
Denn als normaler Leser machen wir unsere Leistungen immer gerne selber klein. Es sind immer Fahrer da, die noch viiieeeel krasser sind, Schrauber, die vieeeel talentierter sind und Entwickler, die viiieeeeel begabter sind als wir. Und dann lese ich in der Zeitung einen ganzseitigen Artikel über ein Rennrad-Paar, welches 250km für einen guten Zweck gefahren ist. Und wie unvorstellbar viel das ist.
Und rekapituliere, dass das eigentlich ja gar kein Problem ist...(100km gehen immer).
Wunsch
Gerne lese ich Zuspruch, aber auch konstruktive Kritik. Ein Zerreden oder Kleinreden bitte ich zu unterlassen. Dann lest einfach woanders weiter. Danke!
Ziel
Einziges Ziel ist es, (familienintern) gemeinsame Erlebnisse zu kreieren und zu Erinnerungen werden zu lassen. Sich gemeinsam um ein Thema zu kümmern, Zeit gemeinsam zu verbringen, in Kontakt zu bleiben. Der Umfang dieser Erlebnisse ist nicht vordefiniert.
Leistung ist ausdrücklich nicht relevant. Es geht nicht um Druck, um Zeiten, um Schnittgeschwindigkeiten. Schon der Schulsport war in der Lage mir jede Freude an Bewegung zu nehmen. Eine Freude, die ich mir erst im Erwachsenenalter zurückgeholt habe, indem "Leistung" keine Rolle spielt, sondern Freude an der Bewegung. Ich bin kein Sportler und erwarte dies auch von niemandem.
Entstehung
Der Name "Langstrecke Niederberg" entstammt einer lokalen Whatsappgruppe, die ich gründete um gemeinsame Ausfahrten zu koordinieren. Da es viel einfacher ist, wenn man einem Kind einen Namen gibt, nutze ich diesen Namen hier.
Letztes Jahr am 24h-Rennen Brelinger Berg begleiteten mich Familienmitglieder als Support. Und es entstand der Wunsch selber mitfahren zu können. Aber nicht mit einem Alltagsrad, sondern wenn dann mit einem Rennrad. Denn mit einem Velomobil erschien unrealistisch. Aber natürlich ist man schon etwas "verdorben", wenn man weiß, wie bequem, effektiv und geschützt man unterwegs sein könnte...
Aufgrund einiger harter Schicksale im Bekanntenkreis wurde mir selber in 2025 bewusst, dass "machen wir später" nicht sinnvoll ist. Es gibt zu oft kein "später". Und so verschoben sich Prioritäten hin zu: "wir machen das jetzt einfach". Nicht zerdenken, nicht zerreden. Einfach machen. Fertig.
Beginn
Ich beobachtete schon lange den Gebrauchtmarkt für Velomobile. Es gab und gibt viele durchaus attraktive Velomobile für halbwegs überschaubares Geld, insbesondere eine regelrechte SL-Schwemme. Ein buntes Quest mit Haube im Renntrimm hätte ich schon fast angeguckt, das gefiel mir richtig gut. Aber ein Quest ist nunmal ein wenig mühsamer als ein Alpha7 zu fahren. Und das wäre ein ungünstiger Start: der schwächere Fahrer kriegt das langsamere Fahrzeug. Ein Garant für wenige gemeinsame Erlebnisse...
Gemeinsame Überlegungen hier im Forum brachten mich zu der Überzeugung, dass also ein DF XL oder ein Alpha am Besten wären. Gedanklich wurde das Budget also schonmal aufgestockt. Angebote für DF XL gab es mehrere faire und passende, hier wäre ich sicher fündig geworden. Aber mir wurde auch ein Alpha 7 angeboten. Und nicht nur ein Alpha 7, sondern quasi ein umfangreiches Starterpaket, zu überaus fairen Konditionen. Der Kontakt (nenne ich hier nicht, da ich nicht sicher bin, ob dies gewünscht wäre) war supernett und äußerst konstruktiv, sodass wir nach mehreren Wochen Wartezeit Anfang Januar nach Norddeutschland mit Transporter und Anhänger fuhren. Denn zum Paket gehört auch noch eine Leitra...
Erste Aktion: Abholung
Wir erinnern uns: Ziel sind gemeinsame Erlebnisse. Also ging es am 02.01.26 gemeinsam morgens auf nach Norddeutschland.

Es hatte jedoch viel geschneit und so wurde die Fahrt abenteuerlicher als gedacht, denn in Hamburg war die Autobahn vollständig vereist und sehr extrem zu fahren. Schlimm war dies nicht, wir waren ohne festen Plan unterwegs und konnten flexibel reagieren. Ankunft war somit erst im Dunkeln abends.
Zusammen mit dem Verkäufer wurden die Velomobile durchgeguckt, auf der Rolle probegefahren, alles (auch das Zubehör) gut verpackt und eingeladen. Und nach 2h ging es dann auch retour. Wir haben unterwegs was gegessen und sind bis zum Rastplatz Lüneburger Heide gefahren. Hier wurde einfach mal 1,5h geschlafen, im Transporter. Auf der Sitzbank und neben dem Alpha7, Schlafsäcke hatten wir dabei. Und weil das jetzt nicht so unfassbar gemütlich war, fuhren wir dann auch weiter. Die Straßenverhältnisse waren sehr durchwachsen, immer wieder gab es vereiste Stellen. Und während die meisten Fahrer (und wir) rechts mit 50kmh fuhren, bretterten Unbelehrbare mit >100kmh vorbei. Mehrfach hingen dann PKWs in der Leitplanke...
So ging es bis nach Hannover, wo wir im Haus von Bekannten unterkamen und gemütlich ausschlafen konnten. Am nächsten Vormittag ging es dann nach Hause.
Ziel erreicht: gemeinsames Erlebnis geschaffen, definitiv!
Und das sind jetzt die Räder:
Das Perlen-vor die Säue-Alpha 7 (siehe auch Kalender Mai/26)
Panzerlenkung
90er Bremse
56Zähne Kettenblatt, umbaubar auf 80Z
1 x 12fach
Abgestimmt auf hohes Fahrergewicht
Fernlicht mit extra Stromversorgung
Gepäckfächer
Haube
Das des-Wahnsinns-fette-Beute-Alpha 7
Tillerlenkung
70er Bremse
70Z-Kettenblatt
optimierter Antriebsstrang (u.a. Daniel-Umlenkrolle)
improvisierte Gepäckfächer
Haube
Hosen und entsprechender Radsatz
aerodynamische Spiegel
Daniel-Wischer
weiteres Zubehör/Ersatzteile


Leitra
Nahezu vollständige Leitra, so gut wie fahrbereit (geringe Einstellarbeiten am Zwischengetriebe).
Scheibenbremse, Kofferraum
Fortgang:
Da es draußen durchweg schneit, regnet und/oder glatt ist, wurde das Alpha nur abgestellt. Gemeinsam wurden aber schon Designideen entworfen, da es keinerlei Reflexfolien hat und auch sonst ein wenig farblos dasteht. Fehlende Teile wurden gemeinsam gebraucht besorgt. Und auch hier ist das Ziel sich gemeinsam um ein Thema zu kümmern erreicht. Das Design soll eine Verbindung zwischen beiden Velomobilen zeigen. Zuerst dachten wir an gleiches Muster in unterschiedlicher Farbe. Aber gleiche Farbe mit unterschiedlichem Muster hat dann gewonnen. Die Stücke lassen sich alle aus einer 10cm breiten Rolle schneiden, die schwarze Folie reflektiert stark. Die Vorschau ist KI-generiert und soll nur grob als Anhaltspunkt dienen:

Jetzt hätte ich Zeit es schon zu bekleben. Aber hier kommt schon ein Lerneffekt für mich: Geduld.
Für den Junior steht das Projekt nicht an erster Stelle im Leben, dies zu erwarten wäre auch unrealistisch. Und so wird sich stattdessen mit Freunden getroffen und andere Winteraktionen durchgezogen. Und das ist ja auch gut so!
Bekleben können wir es immernoch. Und wenn der Schnee weg ist, kommen Anpassungsarbeiten, erste Probefahrten, und so weiter.
Damit das sich nicht ins Unendliche zieht, steht allerdings schon die Anmeldung zum Rennen im Mai. Soviel Druck braucht es dann doch für uns beide.
Die Leitra schlummert erst noch, hier gibt es keinen echten Plan, aber ein Weiterverkauf ist denkbar.
Das ganze hat experimentellen Charakter. Vielleicht wird es auch nichts, aber dann habe ich es wenigstens versucht (der Verkauf würde vermutlich (hoffentlich) einen Großteil der Kosten decken).
Weitere Berichte folgen, sobald es was festzuhalten gibt.
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