Pony4 - Quad-Serie mit hohem Sitz und Ladefreude

BuS velomo

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Ein paar Aufbauformen hatte ich in #150 abgebildet. Hier die niedrige Pritsche, die fest mit dem Rahmen verschraubt wird.
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Von Berlin aus ist Weida ähnlich weit weg wie Lübeck... In Berlin fährt auch ein Pony und 1-2 andere Velomo-Quads... aber ne Reise nach Weida wäre schon am sinnvollsten für Pony-Test und Konfiguration.

Lieferzeiten sind vergleichsweise kurz - doch wenn es gleich die neue HD-Welle sein soll, dann kommt die erst im Frühjahr serienmäßig.

VG Steffen
 
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@BuS velomo
Die Bilder hatte ich wohl übersehen.
Weißt Du ob der Ponyfahrer aus Berlin hier aktiv ist? Dann könnte ich in mal anschreiben.
Bezüglich der HD- Welle muss ich hier im Faden noch mal nachlesen.
Danke für die Infos.
 

BuS velomo

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Das Berliner Pony ist hier im Forum nicht vertreten.

Die Erneuerung der Hinterachse hab ich auf Seite 10-11 rum angesprochen. Zusammengefasst:
  • Die aktuelle Achse ist eine 30iger Alu-Welle mit 30x1 BMX-Freilauf-Konstrukt, was schön leicht ist und sich seit Jahren grundsätzlich für die sportlichen Hi-Q bewährt
  • Allerdings sind die Pony-Fahrer eher an Ladung interessiert. Und wenn sie dann mit vollem Gewicht und voller Motorpower die steilsten Berge hoch wollen, geben einige Freiläufe (herstellerspezifisch) nach... bisher nicht oft, aber hinreichend, um sich nochmal Gedanken zu machen.
  • Weil deren Verschleißteil-Austausch - aus Gründen... - die komplette Wellenzerlegung erfordert, was dem gemeinen Kunden nicht zumutbar ist, verwerfen wir diese Variante generell (außer für ausgesprochene Leichtbau-Quads mit BMX-Freiläufen anderer Marken)... und setzen das Pony auf:
  • eine 25iger gehärtete Stahl-Hohlwelle mit DIN-Hülsenfreiläufen in den Naben.
  • Beide Teile halten an sich schon je ~ das Doppelte als Last/ Drehmoment aus wie Variante 1
  • V.a. ist aber der hypothetische Verschleißteil-Austausch deutlich vereinfacht, indem man die Nabe mit integriertem Freilauf seitlich abziehen kann, ohne alles zerlegen zu müssen, um an die Freiläufe ranzukommen.
  • Der Preis des Ganzen ist ~1kg Mehrgewicht und auch ein paar Euro mehr (weil diese Industriebauteile was kosten).
  • Zzgl. erlaubt erst dieses neue Hinterachs-Konstrukt auch, dass man potentiell eine Bremsanlage drumherum bauen könnte...
  • ... in Form eines "schwimmenden" Käfigs, der den Bremssattel bis raus zum Nabenkörper reichen kann...
  • ... womit das Pony noch wesentlich schwerlasttauglicher wird (direkt oder via Trailer) und diese Einheit ggfs. auch ne Samagaga-Ausweich-Option für das Quadvelo darstellt.
Das Prinzip der HFL-Konstruktion ist nicht neu, sondern schon vor dem Pony auf Basis einer 20iger Welle umgesetzt worden (auch bei dem Lübecker Prototypen, im Dauertest hier oder schon bei Sinner auf einer 17er Welle). Es ist deutlich berechenbarer, bewährt und v.a. leise - also kein Stereo-Sperrklinkenklackern mehr. Mit dem Upgrade von 20mm auf 25mm verdoppelt sich die Leistungsdaten der Welle, womit eine Überlastung auch bei ausgesprochener Tierquälerei nahezu ausgeschlossen werden kann.

Die ersten internen Ponys mit der 25iger HFL-Achse fahren schon rum, alles funktioniert problemlos. Aber die Material-Order für die Serie braucht noch bissl, daher erst für ~Frühjahr wirklich garantierbar.

VG Steffen
 
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Mit dem Upgrade von 20mm auf 25mm verdoppelt sich die Leistungsdaten der Welle, womit eine Überlastung auch bei ausgesprochener Tierquälerei nahezu ausgeschlossen werden kann.
Ich liebe diesen Humor.

Aber, um den Applaus mit einer technischen Nachfrage zu begleiten: Fressen die Hülsenfreiläufe nicht mehr Leistung als ihre Klinkengeschwister?
 
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@Nils : wenn sie "leer drehen", ja. Aber nur minimal. Hier geht es um <1W im Mittel. Im Normalfall sperren die Freiläufe ja, man braucht sie nur in der Kurvenfahrt.
 

BuS velomo

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Etwas ausführlicher: Im Vortrieb machen sie "zu" und stellen die Wellenbewegung 1:1 durch.

Im Freilaufen stimmt das insofern, als das Sperrklinken viel leichter ansprechen, während die Hülsen ein durchaus beachtliches Losbrechmoment haben, was sogar zu einem etwaigen Folgeproblem führt.
  • Die Hülsenfreiläufe sprechen an, um eine Ausgleichsbewegung zwischen den Rädern herzustellen, weil sie in der Kurve direkt den Widerstand füreinander liefern.
  • Wenn man rollen lässt, reicht aber oftmals der Widerstand im Kettenstrang nicht aus, die einmal drehende Welle selbst anzuhalten.
  • ... sondern die dreht durch die Räder angeregt "träge" weiter... (hat ja mit ihrer Masse auch ganz schön Impuls)...
  • ... und kehrt so die Kraftrichtung der Kette um (Leertrum wird zum Zugtrum), was bei Federung und Kettenspanner suboptimal ist.
  • Deswegen sollte auf den Wellen-Input bestenfalls doch noch ein Sperrklinken-Freilauf, der dann aber 2 Vorteile hat:
    • 1. man kann einen richtigen, großen BSA-Freilauf nehmen, den es in besseren Qualitäten gibt als die BMX-Dinger.
    • 2. selbst wenn dieser Standard-Freilauf mal versagen sollte, ist er einfach getauscht bei der Konstruktion.
Die ersten Testponys mit der neuen Welle sind mit starrem Input-Ritzel gefahren und haben damit den Sekundär-Kettenstrang immer mit angeregt... bis der Freilauf aus dem Rohloff-Zwischengetriebe gegriffen hat. Das hat grundsätzlich auch funktioniert und nicht zu Kettenabwürfen geführt. Aber besser ist es mit Entkopplung... deswegen bauen wir noch einen BSA-Adapter für den Ketten-Eingang.
 
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Danke @BuS velomo dass Ihr so viele technische Infos teilt!
Habt ihr mal durchgespielt wie viel Aufwand / Kosten es wäre richtige Sperrklinker Radnaben von einem Betrieb mit guten CNC Drehmaschinen herstellen zu lassen? Also das man links relativ normalen Sperrklinkerfreilauf in der Radnabe hat und rechts halt umgekehrt?
Also Radnaben die halt für Quads und 30er Welle designed sind. Ist ja eigentlich nur minimal anders als Standard radnaben.
 

BuS velomo

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Wir haben solche Naben mit internem Sperrklinkenfreilauf sogar schon entworfen, uns dann aber für die Hülsenfreilauf-Variante entschieden, die natürlich auch CNC hergestellt wird.
 

BuS velomo

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... das war der im letzten Beitrag angesprochene Plan-A, der aber dennoch eine deutliche Veränderung der gegebenen Bauteile erfordert hätte... wo wir dann geschlossen haben, dass es dann eigentlich mehr Sinn macht, gleich (zurück) auf Plan-B zu gehen - die Hülsenfreiläufe.
 
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@BuS velomo
Hallo Steffen, leider habe ich von den technischen Dingen nicht so viel Ahnung. Deswegen kann ich nichts sinnvolles dazu beitragen.
Würde denn für "Otto Normal" das normale Pony langen?
Solche Kilometerleistungen wie Green oder Black Mamba werde ich nie zusammen fahren. Ich würde das Pony für den Alltag, Einkäufe und Touren nutzen. Motor würde ich erst mal außen vor lassen.
Verbaut Ihr jetzt grundsätzlich die neue Achse, oder nur auf Wunsch?
Könnte man Diese dann bei Bedarf nachrüsten, sowie einen Motor?

Würde doch gerne mal vorbei kommen.
 
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EDIT : Steffen wollte auch... braucht aber immer zu lang, daher mein Post wieder weg.
 
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BuS velomo

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Hmm, immer wenn ich grad sorgfältig was formuliere grätscht der Patrick fix dazwischen...

Hallo @Boris B. - für normal belastete Quads (in Ladung, Power, Berge) würde auch die alte Wellen-Variante ausreichen. Aber im Sinne der Standardisierung werden wir uns letztlich auf eine Variante beschränken, die wir in alle Ponys einbauen - also die Neue.

Solange in den kommenden Monaten die Serienproduktion der neuen Welle noch nicht läuft, kann man sich die Wartezeit verkürzen, wenn man eine alte Welle akzeptiert. Danach würde ich die alten Bestände aber bevorzugt für Velomo-Sportquads behalten, wo es eher auf das Gewicht ankommt, während das Serien-Pony pauschal die HD-Welle erhält. Wer ein Pony mit alter Welle hat, kann später grundsätzlich auf die Neue upgraden, was technisch recht einfach ist, und bzgl. Kosten zum "Einkaufspreis" angeboten werden sollte (ist aber dennoch nicht wenig, weil z.B. die alten Laufräder nicht kompatibel zum neuen Prinzip sind).

Wenn man mit einem analogen Pony (ohne Motor) anfangen will, dann kommt da vorn eine Pinion rein und man kann später relativ einfach einen Nabenmotor im Leertrum (Kette) einschleifen, ohne groß umbauen zu müssen. Für Brandenburg-Profil wäre das auch als Erstausstattung kein Nachteil, insofern man kein Zwischengetriebe braucht und der "1-Gang" Nabenmotor bis 7-8% auch keine Schwäche im Vgl. zum Tretlagermotor zeigt.

VG Steffen
 

BuS velomo

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@Boris B. - grundsätzlich bin ich flexibel und kann Terminwünsche meist erfüllen (im Besuch, nicht im Bau... :whistle: ). Aber Überraschungsbesucher versuch ich zu vermeiden und brauche schon ein paar Tage vorher ne Ankündigung/ Absprache, damit ich es auch einrichten kann.
 

BuS velomo

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In nem anderen Faden verlinkt, gehen die letzten paar Sekunden über 2 Aufbauten auf dem Pony4 von Cycles JV & Fenioux.
Den laminierten Großkoffer hatten wir ja schon im Bild, aber auch den Auszug-Camper hat der schon mal vorgelegt. Wollte ich eigentlich machen, war er aber schneller - tolle Arbeit (y)
 
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