Podbike Pleite

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Mönchengladbach
Hier eine traurige, aber wenig überaschende Nachricht von Podbike, verbreitet via Newsletter und auf sozialen Medien:

This Is Goodbye – From All of Us at Podbike

This is the post we never wanted to write.

After years of dreaming big, building bold, and pushing boundaries, we’re heartbroken to share that Podbike is probably at the end of the road. The Board has made the incredibly difficult decision to file for bankruptcy and cease operations.

We gave it everything we had.
From the first sketch to the first ride.
From late nights in the workshop to test drives in the rain.
From nervous crowdfunding launches to cheering at every preorder.
We did it all because we believed in something better — and you did too.

We didn’t get here without a fight.
Over the years, we’ve achieved things we’re proud of: launching the award-winning FRIKAR Signature, then the FRIKAR Plus, starting deliveries in Norway, Germany, Austria, Belgium, and Switzerland, and building a passionate community of riders who truly believed in a new kind of sustainable transport. ⚡

But building hardware at scale is hard. Really hard. Rising costs, global disruptions, and lower-than-hoped-for sales meant we just couldn’t keep going — even after exhausting every option to find a way forward.

We are devastated! For our customers waiting patiently. For our partners and suppliers. And for you — our community — who lifted us higher than we ever imagined.

To those of you who rooted for us, shared our vision, or sent us a message of encouragement along the way: thank you. You’ve been part of something rare and brave. Even though we didn’t reach the finish line, we’ll always be proud of the ride we shared.

This account will no longer be updated regularly.
If you have questions, please reach out at hello@podbike.com.

From all of us at Podbike — thank you for believing. We believed too!

With love, respect, and gratitude,
The Podbike Team
 
Mich würde nun interessieren wie wir Podbike Besitzer unsere Investition retten können. Was kann womit ersetzen?
 
Mich würde nun interessieren wie wir Podbike Besitzer unsere Investition retten können. Was kann womit ersetzen?
Solange es noch Automechaniker vom alten Schlag mit Werkstatt gibt... Ich hab' zumindest ein paar Dokumente zum Frikar, und andere Frikarbesitzer können sicher auch was beisteuern. Vielleicht kriegt man ja auf Anfrage von Podbike sogar den Schaltplan der Platine oder ein IT-Ingenieur entwickelt einen Ersatzcomputer auf Raspi-Basis o.ä....
 
Was soll das bringen? Da Podbike bankrott ist gibt es dort kein Geld mehr, auch nicht für Rückabwicklungen.
Unter gewissen Bedingungen kann man bis zu 30 Jahre sein Geld zurückbekommen, wenn man eine Forderung titulieren lässt. Aber das muss ein Rechtsanwalt klären. Und "auch nicht" würde ich eher zu Anzahlungen sagen, Rückabwicklungen sind eine ziemlich große Nummer und bei Bankrott entsprechend aussichtslos.
 
Ich meinte eher das Podbike fahrbar zu halten.
Fast alles könnte man reparieren, nur die Motoren bereiten mir extreme Sorge. Vorallem, da schon welche kaputt gegangen sind. Und natürlich ist eine geklebte "Glas"kanzel hässlich. Eventuell bekommt man da was aus dem Segelflugbau, aber laut Podbike war die das teuerste Teil am Frikar.
 
Schade, ein weiteres, durchaus interessantes Fahrzeug, hat es nicht geschafft. Gelder im Ausland zurückerhalten könnte eine Herausforderung sein, keine Ahnung, wie das da im Insolvenzrecht geregelt ist. Es gibt ja verschiedene Verfahren, und ob Abwicklung oder Rettung ansteht habe ich den norwegischen Artikelüberschriften nicht entnehmen können, - ok die Mail im anderen Faden liest sich nicht vielversprechend. Mist

Irgendwie und wo wird man die Forderung anmelden können, und müssen. Dabei gilt es sicher Fristen einzuhalten. Ob dann eine Quote oder sonst was rum kommt, keine Ahnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte meine € 300.-, die ich vor Jahren als Anzahlung bezahlt habe, mittlerweile innerlich in eine Spende umgewandelt und sie daher auch nicht zurück gefordert -auch als ich kein Frikar mehr wollte- , weil ich das Projekt unterstützen wollte. Forderungen werde ich keine anmelden.

Meiner Ansicht nach, haben die mit sinnlosen Marketingmaßnahmen dermaßen viel Geld verbrannt, dass nachher für die Entwicklung und Produktion nicht mehr genug da war, um zum wirtschaftlichen Erfolg zu kommen.

Ist und bleibt eben eine Nische.

Das Pedilio ist viel ausgereifter und ich muss im Sommer auch nicht in einer Sauna sitzen.
 
Meiner Ansicht nach haben die mit sinnlosen Marketingmaßnahmen dermaßen viel Geld verbrannt, dass nachher für die Entwicklung und Produktion nicht mehr genug da war, um zum wirtschaftlichen Erfolg zu kommen.
Eben nicht. Außer du meinst, dass das Marketing nichts gebracht hat sondern nur gekostet. Es war generell viel zu wenig Kapital da. Elon Musk hat gezeigt wie's geht: Milliarden reinballern: Massenfertigung, Ladesäulen und Autohändler überall hochziehen. Kein Automobilkonzern hätte je damit gerechnet, dass ihnen noch mal einer so Konkurrenz machen würde. Ohne die Ladesäulen wären E-Autos sowieso krachend gescheitert. PR ist aber das Wichtigste. Viele gute Filme sind an den Kinokassen vorallem geflopt, weil das Budget fürs Marketing erschöpft war.

Wenn du dich mit den Kinderkrankheiten vom Frikar auseinandersetzt siehst du schnell wie komplex so ein Fahrzeug ist, weit entfernt von einer Seifenkiste, die man selber zusammenschrauben kann. Dann musst du auch noch Genehmigungsverfahren usw. bedenken. Und letztlich ein Produktions- und Vertriebsnetzwerk aufbauen. Lauter Spezialwissen das einer, der ein Kabinenfahrrad entwickeln will, typischerweise nicht hat. Und die Leute die's hätten haben irrsinnig hoch bezahlte Posten in irgendwelchen Konzernen. Die kann man nicht abwerben.

Ich würde nicht behaupten, dass die Pandemie und Ukrainekrieg den größten Ausschlag gegeben haben, aber ein elementarer Fehler war wohl das Versprechen, zu liefern, ohne dass man ein solides Konzept hatte, ergo Massenproduktion und eine richtige Vermarktung mit "Vertragswerkstätten". Sogar besonders unverzeihlich dass sie Vorbestellungen mit Anzahlungen angenommen haben, als sie nur Prototypen, aber lange noch keine Produktion hatten...
 
Fast alles könnte man reparieren, nur die Motoren bereiten mir extreme Sorge. Vorallem, da schon welche kaputt gegangen sind. Und natürlich ist eine geklebte "Glas"kanzel hässlich. Eventuell bekommt man da was aus dem Segelflugbau, aber laut Podbike war die das teuerste Teil am Frikar.
Sind die Motoren sonderangefertigt?
 
Die Marketingmaßnahmen waren zumindest z.T. nicht sinnvoll. Mir wurde eine Trinkflasche und eine Jutetasche zugeschickt und wenn ich nur € 20.- incl. Versand ansetze sind das bei 3000 Vorbestellern schon Kosten von € 60.000.- gewesen. Für nichts. Und was sonst noch war, weiss ich ja nicht.

Aber seis drum. Es ist schade, dass nun eine Insolvenz da ist. Aber vielleicht ist das auch nur ein Versuch die Vefbindlickeiten los zu werden und auf andere Art und Weise weiter zu machen.

Ein Vergleich mit der Automobilindustrie ist m.E. nicht richtig, da der Markt für solche Spezialprodukte viel viel kleiner ist und man wahrscheinlich Milliarden investieren könnte und trotzdem nie in die Gewinnzone kommt, weil es einfach nie genügend Kunden geben wird.

Nur ÜberzeugungstäterInnen kaufen für viel zu viel Geld unpraktische Fahrräder.

So wie wir halt.
 
Die Nachricht kam für mich als Kleinanleger überraschend. Es gab einen Investor, der ein paar Millionen investiert hat, und die Produktion sowie das Händlernetz wurden ausgebaut. Der genaue Grund für den Konkurs ist mir bis heute unbekannt.

Ich hatte gehofft, dass das Frikar mit seinem gefälligen futuristischen Erscheinungsbild einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende leisten könnte. Sicher gab es eine ganze Reihe von Kinderkrankheiten und problematische Produkteigenschaften. Das Frikar hätte meiner Ansicht aber vielen Nur-Autofahrer den Einstieg in die Liegeradwelt ermöglicht. Es ist sehr schade, dass die Norweger jetzt gescheitert sind. Dafür drücke ich den anderen Velocars ganz heftig die Daumen, dass sie die entstandene Lücke schließen können.
 
Ich war ja auch einer derer die eines angezahlt hatten, schon recht früh, vor allem wollte ich das Projekt unterstützen.
Zwischenzeitlich konnte ich mal eines probefahren - keinen ganz frühen Prototyp, sondern schon ein Vorserienfahrzeug.
Hatte mich nicht überzeugt, über die Jahre hat mich das VM mit "Biomotor" deutlich mehr überzeugt.
Gut, ich bin wohl nicht die Zielgruppe...

Zwischenzeitlich gab es so viele Ankündigungen, vor allem aber auch eine faktische Verdoppelung des angedachten Verkaufspreises (und das faktisch für ein Fahrzeug auf Vorserienstand), dass es mir irgendwann zu heiss wurde und ich mir mein Geld habe zurückzahlen lassen - kaufen wollte ich eh keines mehr.
Das war aber schon Anfang 2023.

Trotzdem hatte ich gehofft dass das Frikar auf genügend Interesse stösst und seine Käufer findet.
Ich habe den Hut gezogen dass sie etliche Frikar gebaut und verkauft haben.

Erst in Norwegen, dann in Deutschland, jetzt wollten sie das wohl auf andere Länder ausweiten.
Sie haben immer mehr Händler genannt.
Sah eigentlich ganz gut aus.

Mir war nur immer schleierhaft wie sie den Sprung von der "Manufaktur" zur Grossserie wuppen wollen.
Solche Sachen wie Spritzgiess-, Druckguss- und Tiefziehformen sind sehr teuer, aber das FDM-Gebamstel, das damals bei den Probefahrten schon weggeflogen ist, kann man Kunden die so viel Geld bezahlen halt kaum zumuten.
Und selbst MJF-Kunststoffteile sind nicht ganz billig und das geht praktisch nur in schwarz.

Wirklich schade wenn Podbike jetzt wirklich tot ist.
Das Design fand ich - bis auf das Heck - sehr ansprechend, das Fahrwerk machte auf mich damals einen robusten Eindruck.
Klar ist das Fahrzeug nicht perfekt, aber ich denke es hatte Potential.

Wieder jemand gescheitert der die Verkehrswende voranbringen wollte - und so einen weiten Weg gegangen ist.
Es ist einfach ein Jammer.
 
Aus der Benachrichtigung an die Anteilseigner:

Over the last two years we had made great strides; launching of our award winning FRIKAR Signature,
establishing sales in Norway, Germany, Belgium, Switzerland, Austria and lastly accepted onto the
major job lease platforms in Germany.

But, growth requires capital. Despite our best efforts, we have encountered significant financial
challenges that have impacted our ability to continue operations. Increasing production costs,
supply chain disruptions, and the global economic slowdown have contributed to sales being
lower than anticipated and mounting operational expenses.

Having exhausted all avenues to raise the capital required to scale Podbike to a profitable business,
but without being able to do so, the Board has made the difficult decision to file for bankruptcy. A
decision made with a heavy heart and after careful deliberation.

This means that Podbike is at the end of the road.
 
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