Platzendes Hinterrad noch ein Thema?

Dieses Thema im Forum "Velomobile" wurde erstellt von Ich, 26.11.2017.

  1. bumfidel

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    Wer hat eigentlich schonmal versucht, wie sich der 35er M+ platt fährt?
     
  2. keepsmiling

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    35er noch nicht, aber den 25er (Rollstuhlvariante). Allerdings bei nur geringem Trmpo (Fahrtantritt zu einer gewollt größeren Runde, die ich aber nach 100 Metern wegen des festgestellten Platten abgebrochen hatte).
    Reifen hielt unverrückbar auf der Felge und letztere rollte gut geschützt über das — die Felgenhörner überlappende — dicke Pannenschutzprofil. Ohne ein Bollern (weiß nicht einmal genau woher das dann kam...Felgenstoß?) wäre ich wohl erst beim richtig Beschleunigen sicher auf den Plattfuß aufmerksam geworden und noch weiter gefahren.
    Das sagt aber noch nichts verlässliches darüber aus, was passiert wäre, wenn der Reifen bei hohem Tempo in Fahrt geplatzt wäre, fürchte ich.
     
  3. bumfidel

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    25er auch schon gestestet. rollte balde besser als mit Luft ;)
     
  4. wolfram

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    Hallo Ich,
    Hast du Bilder von deinem Versuch?

    Grüße Wolfram
     
  5. Ich

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    27052028006.jpg
    20ZollSchlauch längs halbieren, aufziehen, Sekundenkleber drunter. Dann Schlauch und Reifen rauf und aufpumpen, um den Gummi von innen festzupressen.

    Fahrtest steht noch aus.
     
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  6. TheMexican

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    Ich hab mal ne blöde Frage und entschuldigung, dass ich so weit zurückgreife.... du hast dich damit ja schon länger beschäftigt und ich finde, dass es auch hier her gehört, weil ein Platten hinten nun mal bremst.

    Also: Das ein blockiertes Hinterrad oder ein Platten nach Ansicht A (siehe Anhang, miese Skizze...) eigentlich stabilisieren müsste, sehe ich auch so. Ist es aber nach Ansicht B so, dass unabhängig davon, ob vorne oder hinten gebremst wird, das Fahrzeug nach vorne eingknickt? Die Drehmomente sind alle so gerichtet und entlasten damit das Hinterrad, welches seine spurführende Wirkung gänzlich verliert, weil es ja keine Normalkraft zur Straße hat, um diese Aufgabe zu übernehmen. Im Extremfall schwebt es quasi über dem Boden und macht nichts.

    Ich glaub, dass das der Grund ist, warum alles was hinten am Velomobil passiert immer extrem unangenehm ist und weshalb hinten auch nicht gebremst wird (außer für den TÜV).

    Vorne ist es genau umgedreht. Je mehr man bremst, umso mehr Normalkraft baut sich auf. Dies bestätigt auch, warum falsch eingestellte Bremsen vorne das Fahrzeug verziehen können, obwohl das Hinterrad es eigentlich gerade halten müsste.

    Wo ist mein Denkfehler / Widerspruch?
     

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  7. Volker D.

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    Die Bremskräfte sind hier eigentlich irrelevant, das entscheidende ist die Richtung in die die Vorderräder (auch über die Fahrzeugausrichtung) lenken. Das Heck bewegt sich mehr oder weniger gerade aus während die Vorderräder das Fahrzeug in eine Richtung lenken der das Hinterrad wegen der fehlenden Seitenführung nicht folgen kann. Das führt schnell zu einer sich verstärkenden Drehbewegung des Fahrzeugs die durch lenken nicht mehr ausgeglichen werden kann. Bei deiner Zeichnung sieht man ja wie stark man einschlagen müsste um gerade aus zu fahren. Das ist bei höherer Geschwindigkeit nicht in der nötigen Genauigkeit machbar. Durch blockieren der Vorderräder kann man deren Lenkwirkung unterbinden und damit verhindern dass sie in eine Richtung lenken der das Hinterad nicht folgen kann.
     
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  8. TheMexican

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    Dann setz dich mal in ein Trike mit Hinterradbremse. Viel Spaß bei einer Vollbremsung. Selbst gerade aus ohne Kurve.

    Die würde ein Moment erfodern. Wer erzeugt dies?

    Warum fehlt diese?
     
  9. berbr

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    Ungleichmäßige Bremskräfte.
    Weil das Hinterrad entlastet wird.
     
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  10. Volker D.

    Volker D.

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    Auch hier sind nicht die Bremskräfte das Problem sondern die fehlende Seitenführung.

    Das erzeugen die Vorderräder. Hinten ist es die Massenträgheit.

    Platte oder blockerte Räder habe meist keine oder stark reduzierte Seitenführung. Für die Seitenführung bracht man Haftreibung. Bei platten Reifen hatt man meist ein wabbeliges Gummikneul unter der Felge, das sich mit wenig Kraft seitlich bewegen lässt oder in Fahrt sogar zufällige seitliche Impulse auslöst.
     
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  11. TheMexican

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    Vorne doch auch?! Der Schwerpunkt liegt näher an den Vorderrädern. Edit: Ah... jetzt verstehe ich, wie du das meinst. Die Massen hinten sind weiter entfernt und drehen deiner Ansicht nach das Velomobil...

    Aber dafür brauch man doch Normalkarft. Und die geht doch durchs Bremsen hinten verloren.

    @berbr Ich glaube, dass wir gerade auf einer Wellenlänge sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31.05.2018
  12. Volker D.

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    Aber nicht direkt bei den Vorderrädern. Das reicht um mit der bei den Vorderräder noch vorhandenen Seitenführung eine seitliche Kraft einzuleiten die zu einer Drehbewegung führt.

    Durch alleiniges Bremsen hinten kann die Normalkraft hinten nicht verloren gehen. Je nach Höhe des Schwerpunkt und der Haftung der Vorderräder kann sie auch durch Bremsen vorne nicht verloren gehen.
     
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  13. TheMexican

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    Sorry da steig ich aus... das passt weder zum Drallsatz noch zur optischen Warnehmung, dass jedes Fahrzeug, welches ich je heftig bremsen gesehen habe, vorne eintaucht...
     
  14. Volker D.

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    Die Normalkraft hinten reduziert sich, doch verloren geht sie erst wenn das Hinterrad abhebt. Das ist nicht bei jedem Fahrzeug möglich.
     
  15. Ich

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    So, dann werde ich mal von meinem Test mit den mit Gummi beklebten Felgen berichten.
    Ich hatte mir ein gebrauchtes 26iger Rad gekauft. Dummerweise war das 26 iger ein 28iger. Somit passte es nicht mit Reifen in den Radkasten. Und leider schliff es auch ohne Reifen. Trotzdem kurz getestet. Aber ich habe mich nur bis ungefähr 30 getraut. Salom gefahren. Geht gut. Aber es scheint geringfügig zu rutschen. Aber wirklich nur ganz wenig.
    Ich habe nicht versucht, meine Angst zu überwinden, dass schnell ganz schnell zu schnell sein kann. Hätte ich ein passendes 26'' Rad gehabt, hätte ich heute den ganzen Nachmittag versucht, die mentalen Grenzen zu verschieben.
    So bleiben 2 Fragen:
    Was passiert bei 60?
    Was passiert, wenn ein luftleerer Mantel noch auf der Felge ist?

    Überings scheint mir der Rollwiderstand unvergleichlich gering zu sein.
     
  16. wolfram

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    Hallo,
    das verstehe ich jetzt nicht ganz,
    du bist nur mit der beklebten Felge gefahren?
    Interresant dürften die Antworten auf deine
    selbstgestellten Fragen sein.

    Liebe Grüße Wolfram
     
  17. Ich

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    Genau. D.h. das wäre das Szenario, wenn der Reifen vollständig von der Felge springen würde. Bei soviel Mühe, die ich bei meiner Felge habe, um den Reifen raufzubekommen, halte ich das für eher unwahrscheinlich. Deshalb wäre es für mich interessanter zu wissen, was passiert, wenn der Reifen ohne Luft draufbleibt. Bedeckt er dann die Felgen und würde es dann überhaupt Sinn machen, die Felgen mit Gummi zu bekleben?
     
  18. wolfram

    wolfram

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    Hallo,
    ich würde mal vermuten, daß deine Sorge nicht unbegründet
    ist, da ja nicht die fehlende Haftung der Felge das Problem ist,
    sondern das ständige überfahren des platten Reifens.
    Der ändert dabei ständig die Seite, deshalb fährt der platte
    Reifen in der Kurve auch besser.
    Ich denke, daß du für weitere Versuche eine sehr breite Felge
    und einen sehr schmalen Reifen brauchst, allerdings nicht den
    Schwalbe Rollstuhlreifen in 23-559 der fährt sich aufgepumpt
    schon so schlecht, wie die Luftrolle, keine Ahnung wieso.

    Liebe Grüße Wolfram
     
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