Paris-Brest-Paris PBP 2023

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Hab was von 80-90h Zeitlimit gesehen und bin davon ausgegangen das VMs nicht die längste bekommen...
Im trainierten Zustand komm ich 6h auf 170W, über mehrere Tage würde ich also eher auf 100W? runter gehen. Wären im Snoek immernoch etwa 45km/h. Damit würde sich ja was anfangen lassen. Ein wenig Angst hätte ich aber vor der Fahrbahnoberfläche und den nicht zu verachtenden Höhenmetern. Mit dem Rennrad geil, mit dem Liegerad bisher... eher qälend.
 
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Niederlande sind 600km von mir weg.. Ich will, für die Qualifikation, ungern das Auto nehmen. Daher ziele ich eher Richtung Sachsen/Sachsen-Anhalt.
Bin ich bei Dir. Wenn du schon Erfahrung hast dann weißt du ja was auf dich zu kommt. Je weiter es in Richtung Süden geht um so wichtiger ist es die Topographie, der Strecke zu kennen sonst kann das böse Überraschungen geben.

Bin 2007 ca. in 86h angekommen und 2019 in ca. 93h. Du wirst feststellen das sich deine Durchschnittsgeschwindigkeit bei Dunkelheit um einige km/h verlangsamt und das du mit zunehmender Müdigkeit mehr Zeit an den Kontrollen verbummelst. Wenn du die ganz langen Strecken fährst wirst du irgendwann "Watte im Kopf" haben, daher gewöhn dir am besten vom Anfang an an "zuerst der Stempel" bevor du irgendetwas anderes machst, dieser Automatismus kann dir viel Ärger sparen. Den Rest findest du alleine raus. Fit genug bist du allemal wie ich das lese.
 
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Hab was von 80-90h Zeitlimit gesehen
Wenn du nur 60h bezahlt hast gibt es halt auch nicht mehr.
Die 90er Starten so ab Nachmittag, die Spezialfahrzeuge so ca. um 17Uhr muss man halt mögen im August ist es ja auch schon etwas früher Dunkel daher mehr Nachtfahrt. Die 80er starten am nächsten Morgen da tut jede Panne weh.
Mal Zuhause um den Block fahren zu dieser Jahreszeit wenn du hier mit der Nachtfahrt alleine klar kommst, bedenke in der ersten Nacht(Überholen darfst du natürlich) folgst du einem endlosen Band roter Rücklichter da kommt kein allein Gefühl auf, In der Zweiten die Schlafpause richtig legen dann bist du nie alleine.
 
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Hab was von 80-90h Zeitlimit gesehen
Das hängt von der Startgruppe ab.
Die ersten 5 schnelle Startgruppen am Sonntag Nachmittag haben 80h Limit.
Danach kommt die Startgruppe mit den Spezialrädern und bis ca. 21:00 die weiteren normalen Gruppen mit 90h Limit.
In der Nacht gibt es dann keine weiteren Starts. Erst wieder am Montag morgen um 5:00 mit der zweiten Spezialradgruppe und noch ein paar weiteren Gruppen mit 84h Limit.
 
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Ich fand 84 h perfekt, da sparst du dir eine Nacht und als "fitter" Fahrer kommt man auch nicht in Bedrängnis und kann gleich in der ersten Nacht ordentlich schlafen. Viele 90h Starter sahen nach der ersten durcherfahrenen Nacht schon aus wie Zombies, und spätestens ab der zweiten hatte man bei manchen Angst das die einfach vom Rad fallen. Aber das findest du ja dann alles noch selbst raus :)
 
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Und muss ich IM VM wirklich ne Warnweste anziehen? Sehe auch auf den Fotos das viele diese Regel eher nicht so ernst nehmen... Auch auf den offenen Rädern.
Im Ausland wird vieles nicht so ernst genommen wie in Deutschland. Bei einem Brevet gab es ausdrücklich Helmpflicht. Also habe ich einen im VM mitgenommen. Hat aber niemand kontrolliert. Eine Warnweste dabei zu haben ist zumindest keine schlechte Idee; glaube nicht, dass man sie im Velomobil tragen muss.
Wer ist denn hier schon so alles PBP mitgefahren und rechtzeitig angekommen? 80h für knapp 1200km -> 15km/h ist garnicht mal so langsam, wenn man noch essen und schlafen will.
Ich, 2007 (89 Stunden) und 2011 (72 Stunden). Jeweils mit Liegerad.
Die Serie von ARA Ostfalen dürfte außerhalb der Niederlande die ideale VM Serie sein:D. @Guzzi sorgt dafür, dass die Strecken anspruchsvoll sind und trotzdem 100% VM kompatibel, da er ja selber mit dem DF fährt.
Ja, die ist traditionell VM-freundlich. Ansonsten hängt es von den Vorlieben des Veranstalters ab: z.B. waren hier die „Alpenrandonneure“ (Startpunkt Unterwössen) gar nicht so schwierig, weil es nur einzelne Pässe gab, dazwischen viel flach, mit dem Liegerad gut zu machen. Die Schweinebuckel bei Karl Weimann (Altmühltal) sind deutlich härter. Freiburg hat zwar auch viele Höhenmeter, aber da unterscheiden sich die Strecke; die 200 km durch den Schwarzwald waren ziemlich steil (VM-ungeeignet), während das 600-km-Jura-Brevet eigentlich auch mit dem VM gut fahrbar sein müsste.

Ich bin mal ein 1000er-Brevet in Sachsen gefahren. Hat mir gut gefallen. Ging nach Süden übers Erzgebirge, quer durch Tschechien, vorbei am Moldaustausee, durch Österreich bis zur bayerischen Grenze, in Bayern bald wieder nach Tschechien rüber, bei Waldsassen wieder durch Bayern, und dann übers Vogtland und unter der Göltzschtalbrücke durch zurück Richtung Leipzig. (Über mich wurde geschrieben: und ein vollgefedertes Eigenbaucarbonliegerad mit allerlei technischen Finessen samt Fahrer aus Münchens Bikeschickeria angereist.)
Danach kommt die Startgruppe mit den Spezialrädern und bis ca. 21:00 die weiteren normalen Gruppen mit 90h Limit.
Da empfiehlt es sich, anfangs ein eher flottes Tempo zu halten, damit man seinen Vorsprung vor den 90-h-Rennradlern behält. Ansonsten verliert man sehr viel Zeit bei den Kontrollen, wo sich alles staut (beim Stempeln, auf den Toiletten, beim Essen kaufen, man bekommt keinen Schlafplatz, ....).
 
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Ich möchte auch PBP fahren und bin von September 2020 bis Juni 2021 fast 5000km bei Zwift gefahren.

Dieses Jahr fuhr ich einen 200er und einen 300er (waren dann aber 334km). Nächstes Jahr will ich dann 200, 300, 400 und 600 fahren.

Ich möchte aber dafür noch mein Rad schneller machen, 5kg abnehmen und im Winter mehr trainieren…
 
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2015 Bachetta Corsa 81 Std.
Die erste Teilnahme mit viel Zeitverlust an den Kontrollen. Die erste Schlafstation hat mich allein 1.5 Std. in der Schlange stehen gekostet.
2019 Milan 70 Std. Hinweg bis Brest 26 Std. 5 Std Schlafen, zweite Nach auf dem Rückweg 4 Stunden geschlafen. Dazwischen PBP genossen. Fast an jedem Stand auf dem Rückweg angehalten, um den Menschen an der Straße einfach zu danken. Dies habe ich mit einer Dankeskarte getan. Kam immer sehr gut an.
Der Vorteil, wenn man schnell ist, wenig Zeitverlust in den Kontrollen.
 
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Eine Warnweste dabei zu haben ist zumindest keine schlechte Idee; glaube nicht, dass man sie im Velomobil tragen muss.
Die PBP Warnweste ist doch im Startgeld inbegriffen, kann man nicht abwählen.
Als offener Fahrer ist es auch eine gute Idee, diese Nachts zu tragen. Nicht nur weil es in F Vorschrift ist, sondern, weil es auch vom Veranstalter kontrolliert wird.
Ich habe erlebt, wie die Motorradpatrouille einem ohne Weste dies sehr unmissverständlich klar gemacht hat, indem sie ihn nach mehrmaliger Aufforderung gestoppt hat.
Im VM würde ich es auch lassen, aber auf offener Landstraße außerhalb des VM lieber anziehen. Speziell in der Bretagne ist es nachts echt finster, ist ja auch das Ende der Welt;)
 
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@Olo97 : Ich bin eigentliche in Nachtmensch, kann mir vorstellen das ich länger durch halte, wenn ich in die Nacht hinein (ausgeruht und mit Elan) fahre und die Morgensonne meinen dann langsam müde werdenden Körper wieder wach rüttelt. Muss ich im kommenden Jahr mal ausprobieren.

@Christoph Moder :
Es nehmen ja mehrere tausend Teilnehmer teil... Wie sehen dan die Kontrollstellen aus, wie die Versorgung? Hab ein paar Videos über PBP gesehen, aber solche Sachen werden oft recht kurz behandelt. Die "endlose Schlange an Rücklichtern" sind aber im Kopf geblieben, bei Fahrten in der Nacht.

@norfiets : Wie hast dus dann besser gemacht? Was hast du geändert?

Klingt aber auf jedenfall nach nem dicken Fahrtakku, gutem Licht und ein 1A angepasstes Rad. Denn ich sehe bei mir eher das Problem 80h "am Stück" zu sitzen, als ein Problem 80h zu treten.
 
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Ich bin eigentliche in Nachtmensch, kann mir vorstellen das ich länger durch halte, wenn ich in die Nacht hinein (ausgeruht und mit Elan) fahre und die Morgensonne meinen dann langsam müde werdenden Körper wieder wach rüttelt. Muss ich im kommenden Jahr mal ausprobieren
Da hilft wirklich nur testen, gibt wahrscheinlich viele verschiedene Charaktere, über die Streckenlänge fand ich nachts immer ein bisschen schlafen und erst gar kein Defizit aufkommen lassen am entspanntesten, nächstes Mal dann vlt noch etwas schneller und nicht kurz vorm Ziel noch 4 Stunden sinnlos verschlafen :LOL:

Die Kontrollstellen...Eigentlich auf dem Hinweg entspannt, auf dem Rückweg pures Chaos wenn du nicht ganz vorn bist. Aber alles regelbar fand ich, vlt auch Glück gehabt. Essen am besten nicht an den Kontrollstellen, nur Stempel, Wasser und weiter. Schlafenplatz kann ewig dauern, muss man abschätzen können oder halt im sitzen in den Kontrollen in einer Ecke. Bei sovielen Menschen ist das aber auch einfach nicht anders möglich.
Essen gibt's genug unterwegs, die vielen Zuschauer, aber auch Bäckereien, Supermärkte und ähnliches. Da verhungert keiner hatte ich das Gefühl.
 
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Kann man sich einfach an den Straßenrand stellen, die Isomatte auspacken und sich dort 20min hin legen? Bei intensiven und längeren Events wechsel ich meist vom aktuellen "Everyman" Schlafrhythmus zum "Ubermann". Das kann ich normalerweise ein paar Tage gut durchziehen und man benötigt nur 2h Schlaf am Tag und ist dennoch recht fit im Kopf (und dann hoffentlich auch in den Beinen).

Denke das ich im Snoek einen 30-35er Schnitt (in Fahrt) auf der gegebenen Strecke halten kann. Sind also mindestens mal 40h reine Fahrtzeit, was dennoch ne Ecke ist. Die ersten "Zimperlein" fangen bei mir bereits nach 2h an, nach 4h melden sich meist die Beine oder erste Stellen am Rücken/Hintern. Das 10x so lang kann ich mir aktuell noch nicht so gut vorstellen.
 
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