Paris-Brest-Paris 2027 - PBP 22.8.-26.8.

ich hab ja in meinem jugendlichen Leichtsinn auf ungefähr vier 300er spekuliert, mit drei Übernachtungen...
Da es Abendstart ist, fährst Du die erste Nacht schon mal durch - und dann sicher deutlich weiter als 300 km - so aufgeputscht wie man da ist (so ging es mir jedenfalls).
Also ich bin (bis auf ein kleines Nickerchen) in einem Zug bis Brest durchgefahren in 2023 (Velomobil).
Denke aber 400 km für den ersten Tag (+Nacht + Folgetag) sollten mindestens drin sein.
Und wenn Du dann tags drauf in Brest bist und die Hälfte geschafft hast, fängt der Ulaub an und Du kannst die ganzen Sehenswürdigkeiten genießen und die Zeit so takten, dass Du die 90 h maximal ausschöpfst (das wäre mein Plan, mit etwas Reserve natürlich).
 
Ich sehe das wie @ChristianW , ich war "wach-wach-wach" und aufgedreht bis Brest. Ich habe auf dem Hinweg versucht, direkt vor Tintenieac bei den französischen Liegeradfreunden nachmittags eine Runde zu schlafen, auch wenn ich eigentlich nicht müde war, das waren dann aber eher nur 50 Minuten Dösen. Danach bin ich bis Brest mit dem Quest ohne Schläfchen durchgefahren, mal abgesehen von den Kontrollen. Noch besser würde das Ganze, wenn ich es schaffe, mit einem frühen Mittagsschlaf am Starttag, aber da bin ich sicherlich wieder kribbelig.

Hotels entlang der Route, wenn es denn kein Nickerchen im Gras oder in einem Schlafsaal sein sollte, wichtig ist hier ein 24-h-Check-in mit Code, damit ich auch auf jeden Fall reinkomme. Das letzte Mal habe ich in Brest, leicht fertig, 25-30 Minuten gebraucht, bis die Tür aufging. Alles entspannt aufladen zu können, ein eigenes Bettchen mit Dusche und Toilette, das hat schon was, auch wenn natürlich ein Teil des authentischen PBP-Erlebnisses (TM) dadurch entfällt. ;)
  • In Pontivy, bei ~450-470 Kilometern gibt es ein ibis Budget
  • In Brest (~600km) gibt es eine größere Auswahl, ich würde etwas vor der Brücke nehmen, um die Brücke am Morgen bei Tageslicht zu haben und dann, nach etwas Schlaf, wirklich im Blob der Hauptgruppe zur Kontrolle nach Brest zu reisen. Vielleicht das Ibis Budget Brest Sud Plougastel oder das F1 direkt daneben.
  • Nach Brest gibt es in Huelgoat, auf dem Weg nach Callac, (2019 und 2023 auf der Route und auch passend auf dem Weg nach Callac) ein B&B Hotel bei Kilometer ~700.

Die Ankunft muss halt immer so passen, dass man nach 15 Uhr ankommt (Check-in) und bis 10:30/11 Uhr vor dem Check-out zumindest 3-4 Stunden Schlaf bekommen hat.
 
Vielleicht das Ibis Budget Brest Sud Plougastel
Das lag 2023 schon auf dem Rückweg, da war ich (und habe die Brücken und den Strand nicht wahrgenommen, da zappenduster)
oder das F1 direkt daneben.
Die paar Euro würde ich investieren und lieber Ibis Budget - da hast Deine eigene Dusche und keine im Gang.
Anfahrt vorher mal auf der Karte proben! Fun fact: Die Parkplätze F1 und Ibis sind _nicht_ verbunden. BTDT. War ein elendes Gegurke - so "ohne Plan im Dunklen - mit nem VM" - oder ich war einfach nur fertig...

Morgens sah alles so einfach aus:
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Da ich für die Strecke eher meinen "Uberman" Schlafrhythmus nutzen will: kann man sich auch einfach irgendwo auf die Wiese neben der Strecke hin hauen? Schlafe ja nur 20min.
 
Ich habe 2023 nur eine richtige Schlafpause gemacht: in der Verpflegungsstelle vor dem langen Anstieg, die keine Kontrolle war. Dort war ich so früh, dass deren großer Schlafsaal nur 2 Schläfer hatte. Also schön geduscht, frische Wäsche, und um 21 Uhr auf die Pritsche. Gegen Mitternacht wache ich halb auf, denn draußen braust mächtig der Wind. Offenbar ein Wetterumschwung. Oje.
Jetzt bin ich hellwach — und stelle fest, das Gebrause stammt von ein paar 100 Kehlen im inzwischen vollen Schnarchsaal.
An Schlaf war da nicht mehr zu denken, Sachen unter den Arm und leise raus. Weiterfahren. Hoch zum Trèvézel war ein Erlebnis. Stockdunkel, bisweilen rauscht Wasser, man sieht nur nicht wo und wie, immer wieder überhole ich mit dem Berg kämpfende Randonneure, und das im VM. Den schön kleinen Ort am See sieht man kaum, so funzelig sind die paar Laternen. Die wenigen Stunden Schlaf haben die Beine frisch gemacht. Irgendwann kommt der Funkturm in Sicht, bald darauf endet der Wald und die letzte Höhe ist zu ahnen.
Die drittschönste Nacht bei PBP 2023. Die schönste war die erste, die komplett durchfahrene.

Die nächste Nacht haben wir so etwa 3 unbequem nass-feuchte Stunden im Camp der französischen Liegeradfahrer geschlafen, was ich bestimmt nicht wieder tun werde und auch nur wegen der Werbesprüche von @HurriChristoph getan habe. Die 1-2 kleinen power naps tagsüber waren besser.

Zweitschönste Nacht war die letzte, wo an Schlaf nicht mehr gedacht wurde und wir von der Euphorie ins Ziel getragen wurden. Die letzte Stunde sind wir auf Rambouillet zugeballert, immer wieder an Rennradgruppen vorbeigeflogen.
 
Da ich für die Strecke eher meinen "Uberman" Schlafrhythmus nutzen will: kann man sich auch einfach irgendwo auf die Wiese neben der Strecke hin hauen? Schlafe ja nur 20min.
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Das ist noch moderat. Du siehst immer irgendwo irgendwie jemanden schlafen. Wenn Du dir Videos anschaust sieht man das auch ganz schön. In den Kontrollen liegen die Randonneure links und rechts oder auch mitten im Weg. Bei sonnigem, warmen Wetter gab es Reihen von Schläfern die im Schatten von Hecken und Bäumen wie er umgefallen lagen und schliefen.

Mein Highlight war jemand, der im Stehen auf dem Rennrad auf dem Lenker lag und schlief.

Ich muss deutlich fertiger als Jupp und Christian gewesen sein, die 2h in Tinteniac haben für mich ganz gut geklappt :sleep:
 
Es empfieht sich im Sinne des in-Ruhe-gelassen-werdens aber das ganze so zu positionieren, dass es nicht nach Unfall aussieht. Bei einem 400er legten sich am frühen morgen ein paar RRler so auf den Seitenstreifen mit den Rädern daneben, dass jeder zweite Autofahrer anhielt um bei dem Unfall zu helfen. Da kommt man auch nicht zur Ruhe...
 
Da es Abendstart ist, fährst Du die erste Nacht schon mal durch
Nein!
Aufgrund meiner <=2019 Erfahrungen mit ein paar(!) Abendstart-600er bin ich damals zum Schluss gekommen: Auch in der ersten Nacht schlafen hilft mir sehr. 2019 wurde ich bei dieser Schlafpause in erster Nacht sogar fotografiert, siehe Bericht von 2019.
In Pontivy, bei ~450-470 Kilometern gibt es ein ibis Budget
2023 habe ich auf der Rückreise dort übernachtet (hat für 84h-Gruppe gepasst). Sind halt ein paar zusätzliche Km und Hm. Nächstes Mal würde ich direkt buchen (statt über Booking), denn die Diskussion wegen "schon bezahlt" hat mich ein paar Minuten und Euro gekostet.

Vergleiche ich 2019 "Schlafsaal und eigene Matte/Schlafsack" mit 2023 "Morgenstart mit Hotelübernachtungen": 2019 war definitiv geiler - Wiederholung 2027 geplant :cool:
 
@veloeler : Wie sehr fährt man mit der 84h Gruppe in das Ende der 90h Gruppe rein? Hat man dann noch Mal mehr Torkelradler? Durch die starke Entflechtung der Hin- und Rückwege hat man vermutlich weniger Blendungsprobleme mit den schnellen der 80h und 90h Gruppen, oder?
 
Wie sehr fährt man mit der 84h Gruppe in das Ende der 90h Gruppe rein?
2015 bin ich Montag früh in der 84h Gruppe gestartet. Damals war ich schnell unterwegs (<60h) und bin in der ersten Nacht Mo. auf Di. voll auf die große Gruppe der 70h-90h Fahrer aufgelaufen und mußte da durch pflügen. Wobei damals Hin- und Rückweg noch auf längeren Bereichen gleich waren und bereits die ersten schneller RR zurück entgegen kamen (Blendung). Das hatte keinen Spaß gemacht... Wenn man langsamer unterwegs ist, sollte man aber erst im Laufe des Dienstags bei Tage durch diese große Gruppe durch müssen, die sich dann schon länger zieht Das sollte auch gehen.

2019 (<70h) und 2023 (<80h) mit Nachmittagsstart empfand ich vom Verkehrsaufkommen an Teilnehmern, die man überholen muß, angenehmer. Wobei man dann, wenn man etwas schneller ist, schon in der ersten Nacht auf Gruppen von "Möchtegernrennfahrern" der schnelle Startblöcke trifft, die die ganze Straßenbreite einnehmen und man an denen noch schlechter vorbeikommt als beim Montagsstart an der Masse der Normalos.
 
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