OBT 2019

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Nun will ich auch mal Berichten.
Die lange Anreisestrecke hätte meine Teilnahme beinahe verhindert. Aber @pwrfietser hat mich erfolgreich motiviert, so dass wir in die Planungen für eine 320 km Anreise einstiegen.
Als Zusammenfassung kann ich schon mal sagen, dass die Oliebollentocht diese lange Tour trotz der niedrigen Temperaturen wert war. Obwohl ich schon mehrere Teilstrecken in Holland gefahren bin, brachte erst diese Tour sinnvolle Erfahrungen zu den unterschiedlichen Radwegkonzepten in Holland und Deutschland.
Kurzfassung: Außerorts läuft s, größere Städte sind ne Katastrophe.
Kann ich nur teilweise bestätigen. Große Städte sind in Deutschland auf jeden Fall eine Katastrophe, in Holland gibt es bessere Möglichkeiten, aber diese muss man erst mal finden. In Zutphen gibt es gute Radwege, aber wir haben uns immer wieder verfahren. In Utrecht läuft es super, wenn man die Fahrradhauptstrecken findet, und immer noch gut, wenn man die Autohauptstrecken begleitet und dort die Ampelstopps akzeptiert.
Aber von Anfang an:
Am Donnerstag kurz nach 18 Uhr traf @Radwunschmeister bei mir zur Übernachtung ein. Nach einem Abendessen und restlichen Feinplanungen vereinbarten wir, Morgens um 5 Uhr die Velomobile zu starten. Im optimalsten Fall (sommerliche Bedingungen;)), hätten wir dann eine Chance um 17 Uhr beim Hotel einzutreffen.
Natürlich kam es schon beim Start zu Verzögerungen, so dass wir mit 30 Minuten Verspätung in Wagenfeld auf @pwrfietser trafen. Der hatte die Zeit genutzt und die Bäckereiverkäuferin zu ehrfurchtsvollem Staunen über unseren weiteren Tagesablauf gebracht:cool:.
Die Fahrt in Deutschland verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. So erreichten wir mit ca. einer Stunde Verspätung unseren Halbzeitstopp in Ochtrup, wo wir allerdings recht lange nach einem offenem Restaurant suchen mussten:mad:.
In Holland waren die Fahrbahnen oft für uns gesperrt, und obwohl die Radwege super fahrbar waren, halfen uns weder das VM-Profil, noch das Liegeradprofil wirklich weiter. Wir mussten die Radwege oftmals erst finden. Besonders Schwierig wurde das in Zutphen. So kamen wir dann erst kurz nach 21 Uhr im Hotel in Amersfoort ano_O.

Für die morgendliche Fahrt zum Treffpunkt der Oliebollentocht, hatten wir eine Diskussion, ob wir Utrecht solange wie irgend möglich umfahren sollten, um schneller voran zu kommen. Den Umweg von 8 km wollte ich jedoch nicht akzeptieren, und so fuhren wir mitten durch Utrecht.
Das war dann eine echte Überraschung. Der Radweg war "unendlich" breit und hatte fast immer Vorfahrt vor allen Autos. so durchquerten wir Utrecht in einer ungewohnt kurzen Zeit.

Von der Oliebollentocht wurde hier ja schon fast alles berichtet, daher nur soviel: ES HAT SICH GELOHNT!
DSC_0963.JPG


Für unsere Rückfahrt habe ich dann das VM-Profil von Brouter soweit angepasst, dass die Radwege akzeptiert wurden. Die geplante Strecke sah vielversprechend aus und würde uns auch um Zutphen herumführen, welches uns ja schon bei der Anreise ausgebremst hatte.

Mit @I-S-MS hatten wir auf dem Heimweg einen vierten Fahrer, welche aufgrund seiner Ortskenntnis irgendwann die Führung übernahm.
Zuvor hatte sich am Quest von @pwrfietser bereits mehrfach die Hinterachse gelöst und an meinem QV meldete sich lauthals ein Lagerschaden.
Wir wurden dann wieder nach Zutphen geführt, wo unser Führungsfahrzeug nach einer auf rot schaltenden Ampel verschwand.
Erneut verfuhren wir uns mehrfach in Zutphen und hatten jedes Mal erhebliche Probleme beim Wenden der Velomobile. Die Telefonversuche mit unserm Führungsfahrzeug scheiterten leider an der schlechten Verbindungsqualität. Die Standortfreigabe auf Whatsapp führte fast auf Sichtweite von @I-S-MS auf die falsche Gebäudeseite. Während des erneuten Wendevorgangs erhielten wir die Mitteilung, dass dieser nun ohne uns weiter fahren werde.
Irgendwann erreichten wir über einen deutlichen Umweg wieder unseren ursprünglichen Track der Zutphen-Umfahrung.
Als ich den ersten blauen Lolli mit der Kombination Rad-/Fußweg erblickte, war ich überrascht, wie sehr ich mich über diesen Anblick freuen konnte. Wir durften jetzt wieder ohne Hemmungen die Fahrbahn benutzen:love:.
In Ochtrup überlegten wir kurz, ob wir eine Übernachtung einschieben, oder mit unseren angeschlagenen Fahrzeugen die Weiterfahrt riskieren.
In Rheine nutzen wir die letzte Möglichkeit für ein Abendmahl und düsten dann auf herrlich breiten Radwegen der Heimat entgegen (ab 23 Uhr hatten wir die Bundesstraßen endgültig zu Radwegen erklärt).
Mit nur wenigen Autosichtungen erreichten wir um 2 Uhr die wartenden Betten.
 
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Kann ich nur teilweise bestätigen. Große Städte sind in Deutschland auf jeden Fall eine Katastrophe, in Holland gibt es bessere Möglichkeiten, aber diese muss man erst mal finden.
Ja, das stimmt, Verkürzungen haben Nachteile (dafür hatte ich nur halb soviel Text :cool:.)

Gruß
Christoph
 
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Ich bin seit vorgestern auch wieder zu Hause. Begonnen hat die OBT für mich wie jedes Jahr vor Weihnachten, wegen Erkältung nach Milanbasteln erst am 21.12. Mit frisch eingebautem Gepäckfach schliff der Winterschuh, ich fuhr den ersten Tag aber doch damit. Das sollte sich noch rächen. Gezeichnet von der Erkältung liefs nicht, aber auch der Milan "half" mit - über 30 wollte er nicht laufen. Ich musste auch immer schön nach rechts lenken um geradeaus zu fahren - erst laminieren, dann Spur einstellen :rolleyes:
In Neckartenzlingen auf zum Aldi, Espressokapseln für Bonn kaufen - bei der Ausfahrt im Dunkeln sah ich das nicht:
Schlagloch.jpg (auf der Rückfahrt war das Licht besser)
1.5 Ortschaften später merkte ich, daß hinten die Seitenführung verlorenging. Passend fing der Tau an zu fallen - also ab ins Industriegebiet des vorigen Fleckens. Parken vor einem Wohnhaus - im Industriegebiet? OK, da kann ich den Milan stehen lassen. Meine Eltern angerufen, Abholung klarmachen. Dann klingeln, ob ich den Milan bei ihnen in der Einfahrt stehen lassen darf über Nacht. Nein, der bekam schon ein Garagenplätzchen und ich durfte mich im Warmem bei Kffee aufwärmen - danke Kai&Patrizia!
Am nächsten Tag wurde das Hinterrad mit geflicktem Snakebite montiert und weiter gings das Neckartal bis Freiberg und ab über Sternenfels Richtung Rheintal, wo ich in Mutterstadt eine Hotel fand.
Am nächsten Tag standen dann 240 km Rheintal an mit Bonushöhenmetern wegen der für Fahrräder gesperrten B42. Aber irgendwie kam ich in Bonn an und konnte mich erholen und die zwickenden Haxen vom ersten Tag etwas schonen.
Bilder gibts davon keine, hatte die 3 Tage etwa 20 Regenschauer.
Fortsetzung folgt heute Abend...
Tim
 
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So, weiter im Text. Die Weihnachtstage klingelte der Wecker immer früher, damit ich am 3. Feiertag - OBT-Anfahrt - pünktlich um 5 aufstehen konnte, um 6 wartete Jupp in Amerika auf mich. Frühstück reinpfeifen, los. Es rollte zuerst blendend wegen regennasser Fahrbahn, musste nur kurz bei Jupp anhalten, Asthmaspray vergessen. Dann los. Im Dunkeln habe ich gefühlt jedes Schlagloch mitgenommen und zwei Kreisverkehre sehr genau kennengelernt, weil brouter direkt vorher abbiegen ließ, was ich erst einmal mitkriegen musste so früh am Morgen. Jupp fuhr dann voraus, als die Straße abtrocknete und der Milan wieder auf unter 30 eigebremst wurde und ich wieder rechts lenkend geradeausfuhr. Also Immer Foto mit und ohne Jupp ;)
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In Willich Schiefbahn wartete Jupp dann im Café auf mich, letzte Lebenszeichen nach Deutschland schicken - er wusste es noch nicht, aber in Holland würde auch er Dank nicht abwählbarem Geschenkguthaben der Teuerkom ohne Datenverbindung dastehen.
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Dann gings über Straelen und Twisteden auf die niederländische Seite, wo Jupp eine schön aussehende Straße an der Grenze lang entdeckt hatte während des Routings. Schön sah sie aber nur im Router aus, es war eine üble Rüttelpiste, die mit dem jetzt bocksteifen und leicht schiefen Milanboden bei mir zu echten Problemen führte, weil der Bandscheibenvorfall schwere Vorwürfe erhob.
Den Rest der Strecke schlich ich so dahin und Jupp immer wieder vorneweg. Kurz hinter der Folterstrecke wartete er auf mich, aber nur bis ich in Sicht war - ich benötigte aber dringend eine Erholpause ohne Druck auf der Lendenwirbelsäule, was ich ihm nicht mehr mitteilen konnte.
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Also kundschaftete er die halben Niederlande nach einem Café ab - was sich erst in Batenburg fand, wo wir uns wiedertrafen.
Nach genügend Pause liefs bei mir dann auch wieder besser und wir kamen gut bei der Unterkunft an, mit sehr netten Gastgebern. Den Abend ließen wir mit einem kleinen Spaziergang zur großen Mauer und dem dortigen leckeren Essen ausklingen.
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Gruß,

Tim
 
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Am Tag der OBT fuhren Jupp und ich alleine zum Treffpunkt - wir sammelten den, der nicht im Forum... zwar an der verlassenen Unterkunft ein, er wollte dann aber lieber mit den anderen einem Einheimischen hinterherirren auf der Suche nach dem Weg zum Treffpunkt. Währenddessen fuhren Jupp und ich schnurstracks auf meist erfreulich guten Radwegen zum Treffpunkt, nur mit etwas Gekrakel in der Innenstadt. Die Niederländer ließen sich dabei ihren Wassersport durch zu hohen Temperaturen nicht verleiden.
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Am Treffpunkt angekommen wurde groß hallo gesagt und Jupp begann gleich, potentielle Tourkandidaten zu überzeugen. Wie wir feststellten, waren ca. 2/3 der bereits angemeldeten Italienfahrer anwesend.
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Währenddessen schritt die Zeit voran und etwa eine Stunde später kam der Rest der Köln/Bonner Truppe an - sie hatten sich irgendwann von ihrem verirrten Führer getrennt und es rechtzeitig geschafft.
Jupp und ich waren in Gruppe 1, allerdings musste man selber herausfinden, wo gestartet wurde, was zu sehr kleinen Grüppchen führte - Jupp verpasste den Start und kam in Gruppe 3 oder 4 am Dom an.
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Gruß,

Tim
 
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Am Dom warteten alle darauf, daß ein Foto gemacht werden konnte und so mancher fror sichtbar. Die Fotografen widerum versuchten alle, eine gute Perspektive zu bekommen, da war jede Erhebung Recht.
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Weiter gings Richtung Highlight der ganzen Tour, die als Radweg ausgewiesene Startbahn der Militärbasis, wo jeder nach Belieben und bis kurz zum Crash rumdüsen konnte.
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Am Hotel angekommen stellten wir fest, daß die Portionsgrößen der bestellten Zwischenmahlzeit zwischen Zähnen, also in den Zahnlücken verschwand. Da nichts mehr zu tun war, wollten viele bereits weiter, während die letzten noch eintrudelten. Ich hatte als einer der Wenigen einen Track auf dem Navi und erklärte mich bereit, den ungeplanten "koprijder" zu machen. Also gings raus auf den Parkplatz:
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Geht gleich weiter
Tim
 
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Die Rückfahrt zum Start lief fast reibungslos, wir waren zu viele und zu unbeweglich für die holländischen Radwegampelphasen, also bat ich Klaus, eine zweite Gruppe zu bilden als Führer.
Bei mir trollten isch schnell voreilige vor, die teils den Track hatten, Biggi leider nicht - also fuhren wir an einem Abzweig vorbei und mussten wenden. Von Helens Plattem bekam ich ganz vorn natürlich nichts mit.
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Großartig zum Fotografieren kam ich natürlich nicht mehr. Im Ziel sehr früh angekommen verzehrte ich meine 2 Kaffee mit 2 Oliebollen und Erbsensuppe und wir beratschlagten, was zu tun sei - ich hatte das Abendbuffet gebucht, welches ich dann wie Klaus und Helen nicht in Anspruch nahm und so 3 Leute weniger nichts abbekamen davon - die Portionen waren allesamt nicht auf Radfahrer ausgelegt.
Wir fuhren stattdessen in 2 Gruppen zum Italiener zwischen unseren Unterkünften. Mit 3 Verfahrern meinerseits im Dunkeln wegen der vielen Trackkreuzungen und zwei weiteren Pausen kam die andere Gruppe (diesmal ohne einheimische Irrführung) vor uns an.
Auf dem Rückweg hatten wir dann noch Kontakt mit Förstern, die uns davon informierten, daß wir den uns nicht ersichtlichen Radweg irgendwo im Wald neben der Straße hätten nehmen sollen. Wo wir denn hinwollten - na nach Leersum - wo wir bereits angekommen waren ;)
Also ab ins Quartier, die VMs in den bereits offenen Schuppen stellen und ab ins bett nach ca. 155 km.
Der Fuß war beeindruckend angeschwollen während der Rumgondelei.

Geht gleich mit dem Rückweg weiter.
 
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Nach Frühstück mit Hanno, der das mit der mageren Menge Buffet erzählte kamen die Kölner schnell an und wir fuhren ohne Hanno los, immer schön gemächlich.
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Das wurde Jupp schnell zu langsam und er fuhr vorneweg, ich hinterher. Wir beide fuhren unabhängig über die Brücke, ich rechts, er links. am Fuß sah ich dann die anderen, die sich die dritte Anfahrtsroute ausgesucht hatten: Die Treppe.
Wegen meines maladen Fußes wollte ich aber nicht stehen bleiben, besonders, weil unten erst eine Biopause eingelegt wurde.
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Jetzt wirklich vornedran fuhren Jupp und ich nach Batenburg, wo wir 25 min auf die anderen warteten - den Defekt bei Christian hatte ich gar nicht mitbekommen.
Zuerst liefs bei mir noch gut, auch wenn mich vor der nächsten Pause ein Platzfuß ausbremste.

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Die pause unterbrach Jupp dann jäh, er wollte weiter. Ich hätte auf 10 min mehr bestehen müssen, die verdaute ich dann dösend irgendwo nach Umfahrung der Marterstrecke vom Hinweg in Deutschland.
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Mit nun eisigen Zehen, aber mehr Power gings weiter. Jupp hatte Kaffee (oder Tee?) bei Helen klargemacht, als ich ihm mitteilte, meine Kraft reiche noch bis Willich - das nahm er gerne an. In Willich angekommen fand er nur eine offene Geldautomatenhalle bei der kreissparkasse, der Rest war verrammelt und dicht, also gings weiter nach KleinenBroich ins weltbrühmte Landcafé Mattheisen. Sehr empfehlenswert!
Jupp hatte auch wieder Internet, also wurde meine Mutter beruhigt, die nur noch den weidwunden Milan bekommen hatte im Chat und sich Sorgen machte.

Die Nordstraße weiterfahrend wurde ich langsam immer langsamer und kämpfte mich bis Bonn durch, wo Jupp mir sogar etwas zu essen anbot - was ich nicht merkte war der schleichende Platten hinten, der mich als bremsanker ausbremste. Bei der Flickaktion war der Flicken vom Neckartenzlinger Snakebite undicht geworden und verlor gaanz langsam den Druck.

Die weiteren tage bis zum 3. leckte ich dann meine Wunden und bereitete mich auf die Rückfahrt vor.

Geht gleich weiter,

Tim
 
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Am 3.1. sollte es dann heimwärts gehen. Schön früh aufstehen, aber nicht so früh wie zur OBT. Gegen 9 fuhr ich los und kam bis Lahnstein gut voran.
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Wenige km später wurde es wieder zäh. Gut, es regnete, es war Gegenwind, also weiter. Irgendwann gingen aber nur noch 18 km/h mit voller Kraft - also rauf auf den Parkplatz des Bikercafés - leider geschlossen und kein Unterstand. Aber: Vorne links ein Schleicher. Im Regen alles abgesucht, nichts gefunden außer einem vielleicht zu losen Ventileinsatz, also nur aufpumpen und weiter.
12 km vor Rüdesheim die Gewissheit: Vorne links ist schon wieder platt, wieder unter 20 km/h. Aber diesmal kam eine trockene Unterführung in Sicht und ich konnte in Ruhe den dunkelbraunen Glassplitter im Reifen identifizieren und richtig flicken.
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Dann weiter, es lief wieder. Leider ging im Hotel in Mutterstadt niemand ans Telefon, also am römischen Kaiser das Centralhotel angerufen: Bingo, Zimmer frei. Also Döner geholt, eingecheckt, kostenloses Upgrade auf Doppelzimmer bekommen, da ich im 3. Stock keine WLAN-Verbindung bekam und Wäsche waschen.

Am nächsten Tag dann weiter Richtung Sternenfels, was diesmal recht locker lief. Weiter ins Neckartal und heim zu meinen Eltern.
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700 Hm, der Fuß war weiter abgeschwollen. Bilder hier.
Am nächsten Tag war Oberkörpertraining angesagt: Ich musste die unrund aufgezogenen Reifen an der Leiba meines Vaters rund aufziehen. Dauerte nur 1,5h und kostete einen Schlauch und benötigte je Reifen etwa 10x aufpumpen auf bis zu 8bar. Guter Workout, nur die Mieter unter mir wollten irgendwann Mittagsschlaf machen. Ups, schon halb zwei? :eek:

Und gleich die letzten Etappe.

Tim
 
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Am Montag gings im Nebel los Richtung Bodensee. Dazwischen lag aber viel Sonne.
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Erstmal gings den Schurwald hoch nach Plochingen, wieder runter in den Nebel.
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Kai&Patrizia klingelte ich kurz nach 11 aus dem Bett, ein Gutes Neues Jahr wünschen und mich gleich ne halbe Stunde festquatschen. Aber weiter, den Übeltäter für die beiden Schleichfahrten identifizieren und dann raus aus dem Neckartal Richtung schw. Alb.
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Kurz den Buckel rüber nach Sigmaringen. Die alte krauchenwieser Straße war gesperrt, da stand was von Lebensgefahr durch Forstarbeiten. ich dache mir, wenn gerade ein VW-Bus mit kreischenden Ministranten vorbeifuhr, dann wird am kirchlichen Feiertag bestimmt nicht geforstet -korrekt.
War der sicherste Teil der ganzen Fahrt ;)
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Weiter gings, immer dicht wurde der Nebel, neben Pfullendorf hielt ich an und überprüfte alle Reifendrücke - es war aber die nasse Kälte, die mir aufs Gemüt drückte. Kurz vor Echbeck wurde es wieder klar, noch ein paar Fotos, bevor es mit 20 km/h im Nebel das Deggenhausertal runter ging - 5 km gefolgt von 2 Autos, die sich nicht zu überholen trauten.
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Dann trauten sie sich doch und ich stellte fest, daß der Nebel nurnoch auf meiner Brille saß. Also auf die Nasenspitze damit und wieder mit Tempo runter und die letzten Kilometer heim und ab in die warme Badewanne.
Die Füße sind auf dem Weg der Besserung, alles gut. Ich weiß, was am Milan noch zu tun ist, daß er aber prinzipiell läuft und jetzt auch stabil ist.
jetzt noch mehr abnehmen als über die Feiertage und Italien kann kommen :)

Gruß,

Tim
 
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Gestern kam die ADFC Zeitschrift. Und was sehe ich da, ein Bericht von Hartmut über die OBT.
Ich stelle den Bericht mal per Fotos ein. Hoffe es spricht nichts dagegen.
Danke Hartmut.
Gruss Thomas
 

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