Neuvorstellung mit einigen Fragen

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Hallo,

zuerst möchte ich mich mal kurz vorstellen. Ich bin Kai (42) aus Neuss bei Düsseldorf und habe eine Pendelstrecke von 2x46km mit 500hm (auf den letzten 7km Hinweg) und fahre das mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29-31km/h. Die Strecke hat lange Geraden und nicht allzu viele Stops an Ampeln etc.. Ich fahre 5-10Tkm pro Jahr auf meinem Rennrad und Cyclo-Crosser (mit Rennrad-Setup).

Ich fahre 5-20 Rundstrecken-Rennen pro Jahr und gebe eigentlich immer Vollgas.

Das Problem ist, dass ich nicht 5x pro Woche zur Arbeit radeln kann, da mein Körper und mein rechtes Knie Erholungspausen brauchen. Daher fahre ich nur 2-3x pro Woche mit dem Rad zur Arbeit.

Ich habe meinen Nachbarn (Anomalocaris hier im Forum) getroffen, der mir sein Quest Carbon zu einer Probefahrt geliehen hat. So kam die Idee auf, täglich radeln zu können.



Meine Überlegung ist, ein Quest Carbon oder Quest 3.0 zu kaufen, aber evtl. mit elektrischen Zusatzabtrieb für den letzten Anstieg und die paar Stops. So könnte ich täglich fahren und mein Knie entlasten. Ebenso wäre ich schneller und unabhängiger vom Wetter. Ich suche also was für sportliches Schnell-Pendeln.

Der Antrieb sollte sich über 25km/h komplett auskuppeln. Ich habe den Fauza-Antrieb gesehen (4,6kg inkl. angetriebener Kurbel-Achse) und frage mich, ob der passen könnte.

Ebenso wäre mir gutes Licht wichtig. Ich habe derzeit eine B&M Ixxon Space mit 150lux, was auf jeden Fall hilft wenn man im Dunkeln schnell fahren will.



Was sind Eure Erfahrungen und Empfehlungen für meinen Einsatzfall?



Danke!



Kai
 

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Hallo Kai,
das hört sich doch klar nach dem Einsatzgebiet für ein VM an(y)! Hier im Forum sind viele mit vergleichbaren Streckenlängen beim täglichen Pendeln. So viele Höhenmeter auf 7 Km ist aber schon heftig. Hast du ein Höhenprofil davon oder die Steigungsprozente? Prinzipiell kommt man mit dem VM nicht ganz so fix wie mit dem RR hoch, trotzdem dürftes du auf der Gesamtstrecke große Voreteile mit dem RR haben. Vor allem auf dem Rückweg:whistle:. Ich würde es ja ohne Motor ausprobieren und diesen dann evtl. nachträglich einbauen. Aber da kann man natürlich unterschiedlich rangehen. Auch ob es ein Quest seien soll, würde ich nach ein paar mehr Probefahrten entscheiden. Ich denke prinzipiell kommen auch DF (XL) oder Milan in Frage und sind sicherlich auf der Gesamtstrecke noch etwas schneller:sneaky:. Das Quest kennst du ja jetzt schon, ein anderes schnelles VM würde ich auf jeden Fall noch Probefahren. Dann merkt man realtiv schnell, was einem mehr zuspricht. Und dann musst du sowieso deine Erfahrungen im Alltag sammeln. Zum Knie schonen taugt ein VM aber in den seltensten Fällen. Kurze Kurbeln, hohe Frequenz, nicht immer Vollgas und sachte beschleunigen sind da aus meiner Sicht hilfreicher.
Eine gute Beleuchtung muss man am VM voraussetzen (beim Neukauf passt das heute eigentliche gut) bzw. wenn sie nicht gegeben ist, diese nachrüsten. Man ist schneller als mit dem RR unterwegs und gute Sicht ist enorm wichtig.

Holger
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Ich meinte natürlich gegenüber dem RR haben:rolleyes:
 
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Mein Rat wäre auch, es zunächst mal ohne Motor zu probieren. Hat man erst mal einen, kann man nicht mehr herausfinden ob man ihn braucht (und die mentale Stärke schrumpft).

Ich rate den Neuen immer auch, mit einem gebrauchten CM einzusteigen (und das nicht weil ich gerade eins anbiete). Was einem selbst wichtig ist beim VM stellt sich erst in der Praxis heraus, denn die ist schon sehr anders als mit dem Rennrad.
Das kann man auch wieder verkaufen und muss sich die Sache nicht wegen der Höhe der Investition schönreden.
 
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habe eine Pendelstrecke von 2x46km mit 500hm (auf den letzten 7km Hinweg) und fahre das mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29-31km/h.
Ähm wo gibts den in 40km Entfernung von Neuss 500hm am Stück? Oder bezieht sich die hm-Angabe auf auf die Gesamtstrecke?

Grundsätzlich gehen 46km einfach mit dem VM. Aber etwas guter Wille muss bei 5* die Woche schon dabei sein.
Ich merke zb deutlich beim mir, dass die Fahrzeit gegen Wochenende zunimmt.
 
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Ähm wo gibts den in 40km Entfernung von Neuss 500hm am Stück? Oder bezieht sich die hm-Angabe auf auf die Gesamtstrecke?

Grundsätzlich gehen 46km einfach mit dem VM. Aber etwas guter Wille muss bei 5* die Woche schon dabei sein.
Ich merke zb deutlich beim mir, dass die Fahrzeit gegen Wochenende zunimmt.
Oh Mist. Hahaha. Hatte vergessen, dass mein Tacho einen Defekt hat. Es sind 340hm auf 46km und 140hm davon auf den letzten 6,4km (2,2% mittlere Steigung auf den letzten Kilometern). (Zu allem anderen melde ich mich nahher nochmal in Ruhe.)
 
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Oh Mist. Hahaha. Hatte vergessen, dass mein Tacho einen Defekt hat. Es sind 340hm auf 46km und 140hm davon auf den letzten 6,4km (2,2% mittlere Steigung auf den letzten Kilometern). (Zu allem anderen melde ich mich nahher nochmal in Ruhe.)
...und ich dachte schon du fährst zur Nordhelle.;)

Also ich habe auf meiner Strecke 3km bei 1,5% = 50hm. Diese fahre ich mit dem VM tendenziell 2km/h schneller hoch als mit dem Lieger.
(Beides aber immer über 25km/h, also macht bei 1,5% ein Motor für meine Leistung und Steigungslänge noch keinen Sinn.)
Ich denke 2% wäre gleich schnell und darüber wird's dann irgendwann zäh...

Ich fand aber 3 mal die Woche 40km(einfache Strecke) einfacher für den Körper als 5 mal die Woche 20km (einfache Strecke).
Planung ist derzeit nur 4 mal die Woche zu fahren und einen Tag Erholung einzubauen.
 
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Hallo,

seit etwa 3 Monaten bin ich auch in besitz eines VM.
Ich bin auch jeden Tag mit dem Rennrad in die Arbeit gefahren. Bei mir nur 13km einfach.
Du musst es dir gut Überlegen ein VM zu kaufen, weil du danach nicht mehr RR fahren willst.:):)
So wars bei mir zumindest.

Ich hab ein Milan SL und bin sehr zufrieden. Bei dem Wetter, gerade 5 Grad, am Morgen fahr ich mit kurzer Hose und T-Shirt.
Der Unterschied zum RR, ich muss nicht viel überlegen wie das Wetter morgen wird und was ich anziehe. Das Spart enorm Zeit.

Gruß

Johannes
 
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Hallo Kai

Ich denke, ein Motor macht das Velomobil schneller und so viel vielseitiger und macht mehr Spaß zu fahren. Besonders auf Hügeln / Bergen und Beschleunigungen.

Und ein Motor macht das Velomobil zu einem der topmodernsten PlugIn-Parallel-Hybriden und extrem energiesparend. Ich glaube, mein Bafang-Centermotor hat weniger Strom gekostet als ich extra Brot gegessen hätte, ohne Motor. Und ich entscheide mich wie viel und wenn ich meinen Motor benutze. Ich fühle keinen Widerstand ohne laufenden Motor, und an manchen Tagen fahre ich die meiste Zeit ohne laufenden Motor. So konte auch ohne batterie fahren.

Ich habe die ersten ca. 2.500 km ohne Motor gefahren und seitdem> 3000 km mit Motor gefahren. Ich habe einen Motor überhaupt nicht bereut und habe das Gefühl, er schont meine Knie, selbst in Dänemark, wo es nur moderate Hügel gibt.

Mein Freund hat auch einen Motor in seiner Leitra, einen Bionx-Direktantrieb. Er ist ein Top-Fit-Sportler ohne Knieprobleme, aber er mag auch seinen Motor und unternimmt mit seinem Velomobil oft längere Fahrten als ich, als er kein Auto hat.

Ich Würde dir also dringend einen Motor empfehlen, zum Spaß, zur Vielseitigkeit und vor allem, um nicht zu riskieren, dass deine Knie schlechter werden (y)


Und Ich möchte dir gerne ein gutes bekanntes Velomobil empfehlen, das oft verkauft wird, zum Beispiel Quest und Co oder andere..., dann köntest du viele Kilometer problemlos genießen :D

Mfg :)
 

Benjamin_K

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Die Frage nach dem Motor ist auch stark vom gewählten Fahrzeug abhängig! Hier bei uns gibt es eine Steigung an der ich mit det Leiba Classic auf 4-6 km/h eingebrochen bin. Jetzt hat diese einen Motor bekommen und ich komme den Berg mit fast 25 km/h hoch. Schon cool.
Mit dem Milan jedoch fahre ich den gleichen Berg mit 30-35 km/h ohne Motor hoch....
 
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Sehr gut machbar, sicherlich auch ohne E-Unterstützung
This!

Bei 2% oder 3 % bist Du mit einem schnellen VM noch schneller als mit dem Rennrad, vor allem wenn Du noch Schwung mitnehmen kannst.

Du scheinst sportlich und fit zu sein. Motor brauchst Du auf der Strecke nicht (kann man immer noch nachrüsten wenn man starke Leistungseinschränkungen hat). Im Gegenteil: Mit einem VM die Schnitte zu fahren, die locker möglich sind, sorgt für ein andauernd gutes Gefühl!

Quest ist eher mittelschnell. DF, Alpha (o.ä.) oder Milan sind deutlich schneller.
 
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mit det Leiba Classic auf 4-6 km/h eingebrochen bin ... Mit dem Milan jedoch fahre ich den gleichen Berg mit 30-35 km/h ohne Motor hoch....
Das spricht doch eine sehr deutliche Sprache!!
Frage ist also nicht, Motor oder nicht. Sondern an welchem VM, und habe ich gelernt, auch mal weniger hart zu treten um die Knie zu schonen?
 
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Hallo Kai,

Hier auch noch mein Senf dazu

Ich habe mich mit einer ähnlichen Fragestellung, aber weniger km und weniger Fitness, für ein VM ohne Motor entschieden.
Ein Aspekt der mir in diesen ganzen Diskussion deutlich zu kurz kommt ist der des Arbeitsplatzes.
Wenn ich beispielsweise im Schichtbetrieb arbeiten würde, dann könnte ich mir vorstellen, dass ich morgens nach der Nachtschicht heim "gefahren" werden möchte. Gleiches wohl bei körperlich anstrengender Tätigkeit.
Will ich die Pendelei für mein tägliches Pensum Sport nutzen, weil Familie, Haus Garten, was weiß ich, mir sonst wenig Zeit lassen, dann würde ich mich für eines ohne Motor entscheiden.

Grüße
Flo
 

Benjamin_K

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Oh ja..guter Gedanke!
Ich fand das "vom Motor fahren lassen" auch entspannt. Nur die Pedale drehen und der Motor bewegt einen auf 25km/h.
Allerdings reicht dieses "Pedale drehen" in einem schnellen VM für 40km/h. :D
Absolutes K.O.-Kriterium für den Motor ist für mich das ich auf die fast täglich gestellte Frage "Ist da ein Motor drin?" mit "Ja" antworten müsste....:confused:
 
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Hallo Kai!
Es wurde das meiste schon geschrieben. Gebe trotzdem noch meinen Senf dazu.
Wenn du ein leichteres VM (DF, Milan) nimmst, kannst du dir wahrscheinlich den Motor sparen. Immer so leicht und steif wie möglich, bringt auf Strecken über einer Stunde immer mehr Spaß. Bei 2% kannst du zum einen i.d.R. ordentlich Schwung nehmen. Zum zweiten sind die je nach Kondition zw. 20-30 km/h fahrbar.
Vergleichbarkeit zwischen Leuten ist schwierig und man muss es selbst erfahren. Meine Erfahrung (57 J., 78 kg, FTP zw. 250-280 W) sind für ruhiges Fahren 1% ca. 25 km/h, 2% ca. 20-22 km/h, 3% ca. 17 km/h.

Knie oder andere Probleme kann man in den Griff bekommen:
Gerade VM verleiten zumindest mich dazu zu stark für meine Knie, Achillessehne und Zyste in der Kniekehle zu treten. Mir haben verschiedene Sachen geholfen:
höhere Trittfrequenz, Orientierung an der Wattzahl, und nicht mehr als 3 Tage hintereinander mich total zu verausgaben. Seitdem sind die Probleme unauffällig.

Beim Kauf gehst du kein Risiko ein, weil der Wiederkaufswert immer recht hoch ist und dein Verlust gering.
 
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