Neuling mit Flux S900

Der Umwerfer steht, vefmute ich, zu hoch über dem Kettenblatt. 3mm Abstand zu den Zähnen passen als Faustregel. (Manchmal auch ein wenig mehr oder weniger, kann noch individuell optimiert werden. Das von einem Amateur.)

Kannst du, wenn der Umwerfer auf dem großen Kettenblatt stehen sollte, diesen per Hand noch ein wenig weiter hinaus drücken? Dann könntest du versuchen, die Seilspannung leicht zu erhöhen. Sonst könnte vielleicht die Begrenzungsschraube zu wenig Spiel lassen. Soweit zwei Ideen.

Parameter für die Einstellung gibt es noch mehr: Etwa ein eierndes großes Kettenblatt. Die Richtung, in der der Umwerfer zum großen Kettenblatt steht (parallel als Grundeinstellung, manchmal passt er aber erst, wenn er hinten ganz leicht nach außen steht) und mehr. Aus der Ferne lässt sich sehr schwer sagen, wo du am besten beginnst. Deshalb können meine Ansätze genauso in die Irre führen.

Lg!
georg
 
Beim Umwerfer ist meist gut zu sehen, wenn man etwas drunter schaut, welche einstellschraube maximal links und welcher maximal rechts macht. Es kann sein das der Umwerfer etwas zu fruh limitiert ist, so das er nicht weit genug nach aussen kann. Der Umwerfer scheint auch etwas auf sein Mast verdreht zu sein. Sehe das letzte grosse Bild in post #39.

Wenn du dich rann traust. Fang mal bei null an. Umwerfer maximal nach innen, auf's kleinste Blatt. Schaltseil lösen, und mal mit 1 hand gegen halten und mit den anderen Drehen. Das sollte sehr geschmeidig und ohne wiederstand gehen. Wenn nicht ist mit Zug und oder Hulle etwas falsch. Dann den Umwerfer mal durchbewegen von Hand, kann der überhaupt uber das grosste Kettenblatt, oder verhindert das die Justierschraube?

Der Umwerfer sollte maximal aussen nur wenige mm uber das Kettenblatt schweben. So 3-4mm. Hier ist es deutlich mehr. Er sollte auch ziemlich gerade, Paralel zur Kettenlinie stehen, ein kleinen Tick nach innen geht, aber das hier scheint etwas zu viel nach innen. Ein gerades Ding gegen die Aussenseite vom Umwerfer zu halten um es damit Optisch zu verlängern könnte helfen bei die Ausrichtung.
 
Ich danke euch beiden für die Hinweise! Ich geh da morgen mal dran und schaue, ob ich eure Tips umsetzen kann.

Bis morgen dann (y)
 
Weil die Kollegen Dich ja nun so weit haben, dass Du Dich da 'rantraust...

Systematische Herangehensweise ans Einstellen des Umwerfers (EINE - meine favorisierte - Variante):

Vorarbeit:

Sichtprüfung. Wie sieht der Zug aus? Alle Einzeldrähte schick, oder schon sichtbarer Spliss? Wenn ja, dann lieber neu.
Das Parallelogramm checken. Alle Gelenke ok? Stark verschmutzt? Saubermachen.
Bissl dünnflüssiges Öl schadet prinzipiell nicht, aber alles was draußen dran sichtbar bleibt, wieder abwischen, denn das zieht nur "Schmirgelsand" an.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, funzen kleines und mittleres Blatt zufriedenstellend. Dann folgendermaßen weitermachen:

1. Kette per Umwerfer aufs mittlere Blatt bringen.

2. Vom mittleren aufs kleine Blatt schalten - das muss "fluffig" und gefühlt mit etwas Reserve funktionieren, weil man beim Zurückschalten in der Steigung gern noch zu viel Zug auf der Kette hat. Man will ja beim Schalten schließlich nicht zusätzlich Tempo verlieren, wenns denn schon bergan gehen muss.

3. Wenn die perfekte Position gefunden ist, das Parallelogramm mit der Schraube für den unteren Anschlag genau dort fixieren. Wenn es vorher schon gepasst hat, einfach so lassen.

4. Schaltgriff ebenfalls an den unteren Anschlag bringen (also Schaltseil entspannen) schauen, ob der Zug jetzt zu lang, bzw. das Seil zu locker ist. Wenn ja, Zugklemmung lösen, den Zug per Hand straffen (muss nicht wirklich "straff" sein, es sollte nur keinen spürbaren "Leerweg" im Hebel geben, bis sich was tut. Das fehlt dann nämlich eventuell oben) und das Ganze wieder festschrauben.

5. Aufs große Kettenblatt schalten. Gelingt das nicht, die obere Anschlagschraube herausdrehen, bis das Parallelogramm weit genug nach oben schwenken kann. Die Kette muss natürlich auch leicht und zuverlässig aufsteigen. Beim Einstellen lieber etwas zu weit! Der Gefahr des "Überschaltens" begegnest Du dann ganz einfach mit der entsprechenden Positionierung des oberen Anschlags per dazugehöriger Schraube. Gegen den kannst Du dann, sofern korrekt eingestellt, einfach per Hebel anziehen - und die Kette flutscht in die korrekte Position.

6. Fahren und Spaß haben. Falls es nun immer noch nicht zufriedenstellend funzt (meist klappt das aber, weil das ein ausgereiftes, simples System ist), dann kann das mehrere Ursachen haben.

Der Zug wäre dann der erste Verdächtige...bissl dünnflüssiges Öl wäre in dem Fall der erste Versuch, bevor man was neu macht.

Ansonsten hier fragen...

LG Holger
 
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Guten Morgen Holger.
Vielen Dank für die tolle Anleitung. Das hast du wirklich ausführlich beschrieben und ich werde genauso vorgehen.

Nochmal vielen Dank für die Mühe, ich berichte.

Das macht Spaß hier im Forum, irgendwann kann ich auch etwas beitragen.

Gruß

Peter
 
Ich bin von meiner erste Ausfahrt zurück, dass waren ca. 15km. Zu meiner Schande muss ich gestehen, ohne Schiebehilfe komme ich nicht weit. Optimistisch angefangen mit Stufe 1 und einer Fahrt durchs Dorf war ich schnell auf Stufe zwei. Schon vor der Wende habe ich die Stufen vier und fünf probiert.

Mir scheint, als wenn die Stufen Geschwindigkeitsabhängig sind. Stufe drei schiebt so bis 16km/h, vier schiebt so ungefähr bis 20km/h, Stufe fünf bis 25km/h (na klar). Aber das werde ich noch nachlesen. Das Daumengas geht nur kurz und reicht, um den zweiten Fuß aufsetzen zu können. Geht auch ohne Schiebehilfe, aber an einer (noch so kleinen) Steigung wird das für mich schwierig.
verstehe ich das richtig: du startest mit der Schiebehilfe als Daumengas, um loszufahren?
Motorunterstützung kommt ausschließlich per Daumengas?
Falls ja, die Unterstützung lässt sich auch per Sensor an die Tretkurbeln koppeln. je nach Eistellung zb. 2-3 drehungen udn der Motor beginnt durchzuziehen.
Ich vermute aber, dass nur entweder Daumengas oder Kurberdrehung einstellbar ist.

Wenn Stufe 5 bis 25 kmh schiebt und dann abschaltet, dann ist das ja offenbar alles auf deutsche Strassenverkehrsordung eingestellt.

Du erwähntest Deine Füsse, die in Kurven am Rad anschlagen.
Kenne ich gut, habe selbst kurze Beine. aber auch kurze Füsse, was in der Konstellation vorteilhaft ist. Auch wenn Du mit Klickpedalen fährst kannst du aber im Grunde weitertreten, wenn du bei engen Kurven die ferse nach aussen ziehst. Gerade langsam bergauf in einer Serpentine musst Du ja weitertreten, sonst kommst Du ja nicht rum. On the Road komme ich so eigentlich durch jede Kurve ohne das Treten einzustellen. Nur im Gelände bie langsamer und holpriger Fahrt klappt das nicht immer.
Und da Du Motor hast, kannst Du überlegen, kürzere Kurbeln anzubauen, das bringt ein bisschen Luft zwischen Ferse und Rad. (Sorry für Doppelnennung, falls das hier schon jemand erwähnt hatte)

Die anderen Liege-Buddies haben ja gut beschrieben, was bei Deiner Schaltung ansteht zu tun. Meine Kiste war ziemlich verwarzt, als ich sie gebraucht erworben hatte. Die gesamte Schaltung war ein Alptraum. Letztlich hatte ich sehr wenig Ahnung, aber das Rad ordentlich aufzuhängen und sich dran zu machen, alles einzustellen, führte letztlich zu brauchbaren und später guten Ergebnissen. Ich habe einfach alle möglichen Einstellungen in alle Richtungen bis Anschlag eingestellt und mich nach und nach vorgearbeitet, bis alles passte. Das war unprofessionell und musst Du so nicht machen! Der gute Nebeneffekt aber war für mich, danach habe ich das System kapiert und keine Angst mehr, dran rumzumachen.
Und die scheinbar kaputte Schaltung lief danach super ohne Teile getauscht zu haben.

Also, mut zur Lücke! Die Handreichungen stehen ja oben von den Kolleg*innen!
 
Hallo Rowdytherednose,
das Daumengas benutze ich nur um Anzufahren. Und das auch nur, wenn es etwas bergauf geht. Sonst ohne irgendwelche Hilfen, Display ist dann aus. Die Tretunterstützung läuft immer dann an, wenn ich das Display an habe (eine 0 als Einstellung gibt es wohl nicht). Die setzt etwas verzögert ein, also muss ich kräftig antreten (so wie ohne Motor).

Heute war Joggen dran, daher ist hier noch nichts weiter gegangen. Morgen geht es an die Schaltung :giggle:

P.S. Man kann beides einstellen, Tretunterstützung (bzw. kann man diese limitieren oder bis 40km/h freigeben) und Daumengas (on/off).
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun habe ich schon wieder eine Frage,
die Klickpedale ist nicht kompatibel mit meine Rennradschuhen. Wenn ich das richtig nachgelesen habe, dann sind das Shimano SH-51 SPD cleats? Habt ihre eine Empfehlung für Schuhe? Ich habe breite Füße und Schwierigkeiten mit den Zehgelenken.

Danke euch

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Habt ihre eine Empfehlung für Schuhe? Ich habe breite Füße und Schwierigkeiten mit den Zehgelenken.
Da musst dich mal durch das Forum Suchen. Stichwort z. B. "schuhe breite füße". Schuh-Fußkombi wurde immer wieder diskutiert. Wenn Passform bei dir tatsächlich ein besonders schwieriges Thema ist, dann schaue doch mal das Thema zu den Hezo-Schuhen an:
Hallo,

hat schon jemand Erfahrungen mit den Schuhen von Hezo gesammelt?

Ich finde das Konzept genial, weil meine Füße weit außerhalb der Norm liegen und (Rad)schuhe bisher immer ein eher mäßiger Kompromiss aus zu lang, zu schmal und Schuhkonzept waren.

https://www.hezo-cycling.com/products/gravelschuh

viele Grüße

Christoph
die Klickpedale ist nicht kompatibel mit meine Rennradschuhen
Ich habe noch 2 unbenutzte 3-Loch auf 2-Loch Adapter dafür, s. https://www.paul-lange.de/de_DE/products/plattenadapter-shimano-spd-sm-sh41?artnr=ESMSH41
Ist vllt. (für's Erste) eine Alternative, wenn du mit deinen Schuhe sonst gut zurecht kommst.
 
Hallo M5Racer, die sind nur noch in kleinen Größen zu haben.

Hallo Bergsprint, ich wohne in Frankreich, dass wird vermutlich zu aufwendig. Ich werde mich mal durch den Strang durchlesen, danke dir für den Link.
 
Heute war meine zweite Ausfahrt. Wieder 15km und diesmal fast ganz ohne Motorunterstützung. Nur an einer Steigung hab ich mir mal helfen lassen. Tatsächlich ist aber auch das fahren an Steigungen nicht so schlimm wie befürchtet.
Anfahren geht mittlerweile auch an leichten Steigungen. Noch etwas eierig, aber ich denke dass schleift sich schnell ein. Einlenken in die Kurve ist auch noch gewöhnungsbedürftig. Wenn ich mich in die Kurve lege schneide ich diese ungewollt, fahre also einen engeren Radius als gewollt.

Es wird :giggle:
 
Hallo M5Racer, die sind nur noch in kleinen Größen zu haben.
In weiß bekommst du ihn in allen Größen zu 139 Euro. Aber ganz in weiß ist nun nicht jedermanns Sache. Sieht schnell schmutzig aus. Der Schuh erfüllt jedenfalls die Bedingungen gut zu einem breiten Fuß zu passen und auch die Zehen nicht einzuengen. Dazu noch ist er robust und haltbar.
 
Hallo beisammen,
hier mal wieder ein kleiner Zwischenbericht. Viel ist es nicht, hier hat es ständig geregnet und wir haben Hochwasser.

Heute war ich wieder mit dem Liegerad unterwegs. Es wurden insgesamt 22 km, davon ca. drei Kilometer mit Motor (da ging es gut bergauf). Hinter dem Hügel ging es dann schön bergab, bei 45km/h hab ich aber dann doch abgebremst. Irgendwie verließ mich da der Mut :sneaky:

Mittlerweile habe ich ganz neue Muskeln entdeckt. Außen an der Hüfte, innen ebenfalls und knapp über dem Knie. Ich musste ihnen gut zureden mit einem Proteinshake. Sie wollen ihr bestes geben haben sie mir versichert, aber Rom wäre auch nicht an einem Tag erbaut worden aber in kurzer Zeit abgebrannt. OK, dass habe ich dann auch verstanden.

Zum Basteln bin ich noch nicht gekommen. Ich mache hier den Admin (freundschaftliche Hilfeleistung), dass hat mich gut beschäftigt in den letzten Tagen.

Hier noch ein paar Bilder und nachher mache ich noch ein Video fertig.

Gruß aus Frankreich bei plus 6°C

PeterIMG_20260129_104528[1].jpgIMG_20260129_124519[1].jpgIMG_20260129_130554[1].jpg
 
Du fährst ohne Schutzbleche. Saut Dir das nicht den Nuckel Deiner Unter-Sitz Trinkflasche arg ein?

Neu entdeckte Muskeln sind gut und zeigt, Du nutzt den Motor selten. Aber das ist auch der Moment, wo Du jetzt ein bissle aufpassen musst die nächsten Tage und Fahrten.
 
Schau mal, ob Du die große Tasche nicht an den unteren Träger (Du hast einen Träger für 4 Taschen) einhängen kannst. Bei mir passen die gr. Ortlieb da auch. Das bringt den Schwerpunkt weiter runter. Ich finde das sehr viel angenehmer zum Fahren.

Und falls da auch, wie bei mir, der untere Haken keinen Halt findet, ich hab es mit einem Aluröhr gelöst, dass ich vertikal eingekabelbindet habe. Hält die Tasche nun schon lange auch mit Gewicht problemlos am Rad.

1769711203477.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen zusammen,
meine Trinkflasche bleibt relativ sauber. Aber ich habe auch immer einen sauberen Lappen mit. An dem Tag war aber mein Getränk in der Seitentasche. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bisher immer alles dabei hatte, also Akku, Werkzeug, Tasche. Ich weiß gar nicht wie sich das Rad ohne anfühlt.

Ich schätze das Rad wiegt so wie ich fahre um die 22kg. Fahren ohne Akku und Tasche wäre ja mal schnell ausprobiert. Mit dem tieferhängen ebenso, guter Tipp!
 
Dem Tipp, Schutzbleche nachzurüsten, würde ich mich aber trotzdem anschließen. Damit bleibt dein Rad sauberer und du erweiterst die Alltagstauglichkeit. Auch wenn es gerade nicht regnet, sind die Wege ja oft noch nass. Und der nasse Schmutz muss sich ja nicht am ganzen Rad verteilen. Das reduziert auch Verschleiß und Korrosion.
 
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