Neue Verkehrsregeln in Spanien

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Fürth
Ich war letztes Jahr mit dem Rad in Spanien und positiv überrascht über die Fahrweise der AutofahrerInnen, die Rücksichtnahme und die Überholabstände. Vielfach sind mir auch Hinweisschilder aufgefallen, die auf Abstandshalten zu Radfahrenden hinweisen. Ganz offensichtlich wird Wert auf "Verkehrserziehung" gelegt.

Jetzt werden diese Verkehrsregeln weiter verschärft und es ist aus meiner Sicht viel sinnvolles dabei.


Ob Punkte wie die Überholabstände auch durchgesetzt werden, sei mal dahingestellt. Aber allein, dass der Gesetzgeber den Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer so explizit in den Vordergrund stellt, finde ich ausgesprochen positiv. Sowas sehe ich in Deutschland nicht im Ansatz.

Gruß Fetzer
 
Aber allein, dass der Gesetzgeber den Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer so explizit in den Vordergrund stellt, finde ich ausgesprochen positiv.
Ob alles Zentimeter genau eingehalten wird, ist auch erstmal nicht so wichtig. Vielmehr wird klar signalisiert,das nicht das Auto die Spielregeln fest legt.
"Radfahrer sollen ihrerseits möglichst in der Mitte des Fahrstreifens fahren. "
Klare Anweisung an Radfahrer sich selbstbewusst im Verkehr zu bewegen und nicht devot an den Rand drängen zu lassen.
Das das in Deutschland ein Verkehrsminister beschließen könnte, ist in der Tat schwer vorstellbar.
 
Ich nehme in vielen Bereichen Spanien als das gesellschaftlich fortschrittliste Land der EU wahr.
Bedenkt man,das es bis in die 70er ein faschistischer Staat war, macht das Land einen permanenten Wandel durch und wird nicht müde es weiter zu verändern und zu verbessern ohne zurück ins autoritäre zu verfallen.
 
die Fahrweise der AutofahrerInnen
In Spanien hab ich auch in den allermeisten Fällen als sehr angenehm erlebt, egal ob mit der Liege, dem Trike oder dem Velomobil!

Die vielen Verkehrskontrollen, die ich mit dem DF erlebt hab mögen zwar lästig gewesen sein, zeugen aber von erheblicher Präsenz der Polizei auf der Straße - vielleicht eine Erklärung für die erfreulich hohe Disziplin!
 
Bin schon gespannt wie der Kommentarbereich unter dem Artikel in ein paar Stunden aussieht.

Überschriften aus den Kommentaren:

"Am sichersten für alle: Wir gehen nur noch zu Fuß"

"Mich stören als Radler eigentlich nur Hindernisse auf dem Radweg"

"Wann werden Radfahrer in D besser vor gestörten Kfz- Fahrern geschützt?"

"Fehlt überall: Mindestabstand Radfahrer -> Fußgänger beim Überholen"

"Mir wird schlecht ..."
 
In der letzten GCN Show war das auch Thema:


Interessant finde ich die Regel, dass man innerorts als Radfahrer mittig auf Spur fahren soll. Mir würde es (für Deutschland) ja schon reichen, wenn das erlaubt werden würde.
 
Jetzt werden diese Verkehrsregeln weiter verschärft und es ist aus meiner Sicht viel sinnvolles dabei.
Ich bin begeistert! Das sind sämtlich sinnvolle Erweiterungen!

Bin schon gespannt wie der Kommentarbereich unter dem Artikel in ein paar Stunden aussieht.
Es geht schon los. Genau wegen der Leute, die sich über die Regeln aufregen, braucht man sie leider. Eigentlich reicht bei uns Paragraph 1 der StVO für alles. Aber das geht in die Köpfe der Menschen nicht rein.

Interessant finde ich die Regel, dass man innerorts als Radfahrer mittig auf Spur fahren soll.
Das mache ich in 30er Zonen heute schon konsequent. Ich will min. 1.5m Abstand von ParkendenAutos und ich will nur überholt werden, wenn ich das im Verkehrsfluss für sicher empfinde. Wenn alles frei ist, fahre ich weiter nach rechts und winke hinterher fahrende vorbei. Das klappt bisher ganz gut, geht natürlich nur in 30er Zonen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind sämtlich sinnvolle Erweiterungen!
Na, auf die Deckelpflicht für den Kopf kann ich dankend verzichten. Ich habe noch einen aus Anfang der 90er ,der ist bestimmt noch tipsitopsi.Aber wenn ich ehrlich bin,wüsste ich auch nicht wann ich mal wieder nach Spanien fahren will. Sommer fällt flach wegen zu heiß, Herbst aber auch wegen zu warmen Mittelmeer und dadurch der Gefahr von Starkregen . Frühling kann mit ungewöhnlichen Hitzewellen sehr früh starten, und Winter kann in den Gegenden die ich interessant finde arsch kalt sein. Ist aber ein anderes Thema.
 
Was hier nicht zur Sprache kam, sind die neuen Regeln für Scooterfahrer, vor allem was die Altersbeschränkung angeht. Für mich sind Kinder auf diesen Scootern immer noch die größte Gefahr im Strassenverkehr, wenn ich mit dem VM oder Lieger unterwegs bin.
Bei uns sausen die teilweise zu viert auf den E-Scootern durch die Stadt. Schlimm sind die Geisterfahrenden, da musste ich schon paar mal abbremsen oder ausweichen. Die Strafen werden erhöht, jedoch sind diese noch immer lächerlich.
 
Na, auf die Deckelpflicht für den Kopf kann ich dankend verzichten.
"sinnvoll" in Bezug auf Unfallzahlenreduktion in der Statistik. Nicht zwingend sinnvoll in Bezug auf mehr Komfort, mehr Freiheit, mehr Eigenverantwortung. Insbesondere die neuen Regeln für Autofahrende begrüße ich. Schlimmer als der Helm werden die Warnwesten für Kuriere. Da frage ich mich dann, was ist "professionell" und brauchen auch Velomobilfahrende eine Weste, wenn da irgendwas geweblich ist, z.B. Werbung auf dem Fahrzeug, oder der mobile Dienst des Fahrradhändlers.

Das wird noch spannend, denn Velomobil und Warnweste, da kann man dann das "sinnvoll" Hinterfragen. Sobald es um Lieferdienste geht, ist es wieder sinnvoll, weil die auch zu Fuß gesehen werden müssen. Und im Sommer ist das dann auch Sonnnenschutz. Die Frage ist, ob sowas reicht:

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