Nachwuchs

Das ist aber halt in jeder Community so. Dabei habe ich die Liegerad Szene als wirklich sehr angenehm kennen gelernt in den letzten 1,5 Jahrzehnten. Klar gab's dann immer Leute wie "Schwarzer Prinz", dessen einzige Fähigkeit und Hobby es war, andere runter zu machen um sich selbst irgendwie als was besseres zu fühlen, aber das waren echt die Ausnahmen.

Klassische Vereinsarbeit wird, zumindest in meiner Umgebung, meist von den "Alten Hasen" gemacht. Wenn die irgendwann mal nicht mehr können, geht hier vieles im ehrenamtlichen Bereich den Bach runter.
 
An alle Foristen mit mehr als 1,35 Kindern: Bravo!
An jene mit mehr als 3 Kindern: Danke, Ihr nehmt mir die Schuldgefühle weil ich nicht beitrage...
Aber wie viele von Euren Kindern fahren Einspurer oder VM?
Einer von Dreien fährt VM und Einspurer.
Die Enkel finden Trike und VM toll, die beiden Älteren haben den Vorteil, dass Oma klein ist und mit einem Kissen im Rücken klappt es schon ganz gut. Das ist aber nur, wenn man bei Oma ist, sonst kann man das nicht brauchen.

Dadurch, dass die VM Szene primär Einsitzer für Menschen 1,55-1,90m Größe baut, sind Familien und Kinder per se erstmal raus.
Teilweise. Entscheidender ist eher, dass es nur Spaßgeräte sind, die teuer sind, Platz brauchen und nicht für einen Kinderalltag taugen. Wie gesagt, ein ein Quest XS oder einen Snoek kann man die ab etwa 10 Jahren schon setzen, wenn sie nicht so klein ausfallen. Allerdings bin ich auch nicht bereit, die Dinger richtig auf sie einzustellen, jedenfalls nicht für das bisschen, was sie jetzt damit rumkullern können. Und ehrlich, allein würde ich einen Dreizehnjährigen damit auch nicht direkt auf die Piste lassen, das geht halt nur auf den Wirtschaftwegen rund um's Dorf.

Ob was davon übrig bleibt wird man abwarten müssen.

Und selbst wenn - Ein empfindliches LR/VM einem jugendlichen übergeben, der damit an Schule, Sportplatz, Bahnhof etc. parkt. Den Ärger von Vandalismus, Diebstahl u.ä. möchte ich mir nicht zusätzlich zu meinen Eigenen Sorgen hinzu holen.
Hat noch keiner darüber gesprochen, wie die Mama überzeugt wird und die Ängste vor einem Unfall eines solchen Verkehrs-Neulings mit diesen schnellen Rädern genommen wird.
Dies.
Obwohl - als Mama habe ich die Kinder fix auf Räder gesetzt und die durften auch als Teenies schon Einiges. Heute ist allerdings der Verkehr um Größenordnungen bekloppter.

Was die Ersatzteilversorgung angeht: Man hat ja Teile, die nachgearbeitet/repariert werden können, niemand muss Neues entwickeln. Das wrid dann vielleicht nicht ganz billig, aber auch das ist relativ. Bei mir ist jedenfalls in über 100 000 VM-km nicht so viel kaputt gegangen, dass ich mir ernsthafte Sorgen darüber machen würde, dass die irgendwann mangels Nachschub nicht mehr rollen können.
 
Mit einem S-Pedelec hätte man in vielen Fällen einen niedrigeren Energieverbrauch. Vorausgesetzt man ist nicht verschwitzt und kann sich die Dusche sparen.



Ich denke auch, dass man fürs VM eine gewisse langfristige Begeisterung für das Konzept der heutigen VMs braucht. Von und für Technik-Sport-Nerds, aber auch nur die, die sich genau für sowas interessieren. Die Frage ist ja, ob die kleine Nische auf Dauer so stabil bleibt und es genug Nachwuchs gibt, auf beiden Seiten.

Wenn man VMs populärer machen will, dann müsste man aber etwas aus der krassen Technik-Nerd Ecke raus und VMs für normale Leute auf den Markt bringen. Problem ist, dass es sich entweder nicht lohnt, nicht realistisch umsetzbar ist oder die Leute fehlen, die sowas machen können und wollen. Wo wir wieder bei "damit arrangieren" wären. Wo ist eigentlich das Problem für den älteren nicht-Nachwuchs? Die meisten fahren aktuelle Modelle, die noch produziert werden. Für viele Teile gibt es auch Ersatz oder bessere Alternativen von Drittanbietern. Und wenn es nur noch ein Modell in zwei Größen gäbe, würde auch fast niemandem wirklich was fehlen.
ich sehe hier bei uns immer mehr Elektro-Kleinstfahrzeuge und Micro-Cars mit Zulassungen und Nummernschildern (also tendenziell auch über 100 km/h). Der Wunsch nach alternativen Fortbewegungsformen scheint vorhanden zu sein. Spätestens wenn der letzte Tropfen Diesel in einen (Großstadt-) Panzer gefüllt worden ist, wird sich die Frage nochmal mehr stellen, wie wir Fortbewegung demnächst machen werden. Und dann kommen
zum Zug. ;)

Ich würde das nicht ganz so verbissen sehen. Notwendiges Wissen wird immer weitergegeben werden, zur Not wird es reverse-Engineered. Ich verstehe deine Sorgen und Ansätze, @eisenherz, glaube aber, dass du (ähnlich wie ich auch meistens) das ganze zu negativ siehst.

Lass uns das Fahren genießen, den Leuten, die sich dafür interessieren, davon erzählen und davon ausgehen, dass es immer einige (wenige) geben wird, die sich in unserer schönen Nische wohlfühlen werden.
 
Der Sorge um die Ersatzteilversorgung steht heute die weltweite Vernetzung und zunehmend bessere additive Produktionstechniken entgegen. Was ich sagen will ist, das relevante Teile bald im Thingiverse auftauchen können um dann bei Druck oder Schneiddienstleistern in Auftrag gegeben werden können. Wenn die Spezialteile erstmal als druck- oder sinterbare Varianten im cc Bereich Alternativen haben sollte sich keiner mehr Sorgen machen müssen.
 
Ich bin Mitte 20 (also vor gut 6 Jahren) zum Liegerad gekommen, weil es sich einfach bequemer sitzt. Jetzt steht es seit 3 Jahren in der Garage.
Vor 3 Jahren hat sich der Arbeitsweg geändert und es kam ein Velomobil dazu. Das hat seit Monaten einen nicht geflickten Platten.
Ursachen?:
- wenn ich Fahrrad fahre nehme ich einfach das normale E-Bike, der Akku ist auch im Winter groß genug + Wartungsvertrag inkl. Verschleiß
- ich spare mit dem Velomobil im Bestfall 15 Minuten (bei ~1h), durch Ampeln und Verkehr meistens gleich schnell
- der Weg mit dem E-Bike ist schöner und entspannter
- innerstädtischer Weg ist mit beiden liegern extrem anstrengend, vor allem an Kreuzungen
Also:
- die "Jugend" die es sich leisten kann, wohnt eher städtisch
- der Verkehr ist selbst für mich als gebürtiger Großstädter anstrengender als früher
-> wird es ein Rennrad: gibt genug Bekannte mit denen man einen Ausflug macht, breitere Auswahl, viel leichter zu lagern, kann es mal wohin mitnehmen.

Sobald bei mir der Arbeitsweg mit dem geteerten Radweg fertig ist (vielleicht 2030) lohnt sich das Velomobil wieder mehr.
 
Wenn man VMs populärer machen will, dann müsste man aber etwas aus der krassen Technik-Nerd Ecke raus und VMs für normale Leute auf den Markt bringen.
Velomobile für normale Leute nennt man Automobile.

ich will auch gar nicht hinter der alten Zeit herjammern. Was es im Moment an Fahrzeugen gibt ist ja super! ... nur wie konserviert man min. den Status Quo? Noch viel weniger ist dann ja "weg"
Früher gabs Alleweder, Leitra, Mango und Quest? Jetzt gibt es viermal so viele?

Spätestens wenn der letzte Tropfen Diesel in einen (Großstadt-) Panzer gefüllt worden ist, wird sich die Frage nochmal mehr stellen, wie wir Fortbewegung demnächst machen werden.
Die Dieselpanzer wird es vielleicht noch 15 Jahre geben, das Ende des Erdöls werden die nicht mehr erleben.

Wenn die Spezialteile erstmal als druck- oder sinterbare Varianten im cc Bereich Alternativen haben sollte sich keiner mehr Sorgen machen müssen.
Selbst wenn nicht, das ist ja keine Raketentechnik, dann basteln wir uns einfach selber was!
 
Ich hatte das Glück das ich mir zu meinen 50iger ein ICE Sprint X gekauft habe...total glücklich damit... es folgte dann das Strada und noch ein DF...bin jetzt 87.000 Km in 10 Jahren liegend geradelt und freue mich das ich so etwas machen kann... ich habe durch das Liegeradfahren viele nette und interessante Bekantschaften gemacht...und hoffe sehr das sich viele für Velomobile begeistern können...
 
Nachwuchsförderung - schwieriges Thema.

Ich kann als Händler gerne meine Statistik beitragen.
Die letzten 20 Velomobilverkäufe - 18 x Ü60, 1x Ü50, 1x U25.

Man muss sich fragen, wonach man sucht.

(Junge) Menschen suchen nach Zusammenhalt, nach einer Gruppe, in der Sie sich wohl fühlen und Freunde treffen/ Gleichgesinnte kennenlernen.
Das wird bei Velomobilen schwierig- die Community ist zwar der absolute Wahnsinn, den Zusammenhalt findet man selten. Das will ich alles nicht missen.
Aber wir sind doch sehr weit gestreut, im Vergleich zum Gravelbike/ Rennrad Treff, den es in jeder Stadt gibt.
Damit hängen wir sozial hinterher.

Die finanzielle Geschichte.
Selbst mit Basic (Elektrikpaket, Panzerlenkung, Fracht) kommt man für ein z.B. Alpha 7 kaum unter 13.000€.
Natürlich rechnet sich ein Velomobil, welches viel genutzt wird, sehr schnell.
Da kann kein Kleinwagen mithalten.
Jedoch kostet der Kleinwagen den Fahranfänger 2.500€ in der Anschaffung + Unterhalt 300€/mtl.
Dazu kann er alle seine Freunde mitnehmen und die ,,Freiheit" genießen.
Damit hängen wir finanziell und im Falle des Fahranfängers auch dazu sozial hinterher.

Sicherheit.
Velomobile sind sicherlich die wohl sichersten Fahrräder.
Ich fahre am liebsten Velomobil auf Landstraßen oder generell auch durch die Stadt.
Gebührender Seitenabstand bei Überholern, Hupe, Blinker, starke Bremsen, gutes Licht des Nachts, Crashzelle-
aber im Falle des Crashs ziehen wir dennoch den Kürzeren gegenüber Autos.
Auch gegenüber dem Kleinwagen, vom Beispiel oben.
Kein ,,Nicht Fahrrad begeistertes Elternteil" kauft seinem Kind zum 18. ein Velomobil, oder packt für dieses flache Höllengefährt/ Verkehrshindernis auch nur einen Cent in den Sparstrumpf.
Ich hab mir mein erstes mit 21 geholt- meine Eltern waren absolut nicht begeistert. Und dabei ging es nur um die Sicherheit.
Also hängen wir Sicherheitstechnisch gesellschaftlich gesehen auch hier hinterher.


Velomobile sind cool, sie ziehen Menschen an.
Das dürfte unser größter Vorteil oder die Chance auf Nachwuchs sein.

Ich habe selbst 2 Kinder und die beiden lieben unsere gemeinsamen Touren.
Ob es jemals selbst Velomobilisten werden- das wird sich zeigen.
Freuen würde es mich, vorleben tue ich es. Vorschreiben kann und werde ich es nicht.

Meines Erachtens nach, kann und wird die Nachwuchsförderung nur innerhalb der eigenen Familie funktionieren.
Mama oder Papa fahren die Rakete- die Kinder tun es Ihnen gleich.

So positiv ich der Szene gegenüber stehe- so realistisch sehe ich das Thema.
Nachwuchsförderung ist beinahe unmöglich.
 
Ich habe “Nachwuchs“ bewusst nicht spezifischer in der Überschrift beschrieben … aber im Text ;)

Nachwuchsfahrer wird es ohne Nachwuchs an Produzenten eher nicht geben.
Und wie wird man zum Produzenten? Entweder weil es ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell ist, also große Verkaufszahlen oder weil man von der Sache begeistert ist und etwas beitragen möchte. Für die erste Variante braucht es eine große Käuferschaft und für die zweite Variante entspringen die Produzenten dann auch selbt den Fahrern. Also auch ohne Nachwuchsfahrer keine Nachwuchsproduzenten!
Und es braucht für beide eine Lücke, die sie meinen, füllen zu können. Also das Angebot muss erst die Nachfrage nicht mehr decken können. Das kann rein Mengenmäßig sein, wenn zu viele Anbieter in den Ruhestand gehen oder weil die Produkte besser sein könnten ("Herrgott, dann mach' ich's halt selbst..!")

Wie gibt man dieses, in Jahrzehnten, angehäufte Wissen sinnvoll weiter (sowas wie ein Archiv/ Lehrbuch)
So dass vielleicht auch mal jemand anknüpfen kann ohne bei Null anfangen zu müssen …
Bei einer Nachfolge im Betrieb wäre es bestenfalls eine mehrjährige Einarbeitung. Will man bei Geschäftsaufgabe möglichst viel der eigenen Erfahrungen an die Community veröffentlichen, kann man Texte in Blogs, Foren (inklusive Reddit) und Wikis veröffentlichen oder Videos auf den einschlägigen Plattformen. Gerade für letzteres muss man aber noch einiges an Motivation für die Sache üner haben, um sich die Mühe zu machen.

aber bergab 70kmh und eine Betonwand (~LKW)
Insofern gleich als dass es reicht. Aber ein entgegenkommendes Fahrzeug entspricht bei gleicher Masse und Geschwindigkeit einer völlig unbeweglichen Mauer. Also zwei Vekomobile mit jeweils 70km/h genau frontal ist wie ein Velomobil in die Mauer. Zwischen Velomobil und LKW entspricht der LKW schon im Stand einer Mauer. Kommt er einem entgegen, kann man beide Geschwindigkeiten addieren. Naja und dann kommt noch die Form des LKW dazu, wo man sichbdrunter verklemmen kann und dass der LKW noch über einen drüber fahren kann. Das machen Mauern zum großen Glück eher selten. ;)

Wenn es in der Masse ankommen würde, wäre "die Fahne hinten dran" Pflicht
und wir dürften nur noch 25 auf dem Radweg fahren.
Ich denke, die treibenden Kräfte in der Produktion betreiben den Aufwand, um mit alltagstauglichen Fahrzeugen Autos zu verdrängen. Sie werden wahrscheinlich auch abgeklärt genug sein, keine Revolution zu erwarten, aber ich schätze mit "Ey, lass mal alles nur für uns machen und möglichst wenige Keute erreichen!" könnte man die eher verprellen. :P

Firmen wie Optima, Nazca, Challange, Flux, Toxy und andere haben zeitgleich existiert, ein gewisses Potenzial muss zu der Zeit ja dagewesen sein, wo ist das hin?
Es mag auch einfach die Zeit gewesen sein in der der Bestand aufgebaut wurde. Es kamen professionell hergestellte Liegeräder zum Kauf auf den Markt. Das erreichte Leute, die ein solches Liegerad haben wollten und die kauften sich eines. Und dann hätten sie eines und kauften keines mehr. - Die Hersteller können also nur ein neues kaufen, wenn ein neuer Fahrer sein erstes Fahrrad kauft, wenn jemand seinen Fuhrpark erweitert oder wenn ein Liegerad unfahrbar wird und ersetzt werden muss. Ein gebraucht-Verkauf verhindert dabei gleichzeitig einen Neukauf. Sobald ein ausreichender Bestand aufgebaut ist, fallen die Neuherstellungen also drastisch ab.
Das lässt sich natürlich Abwenden, indem man wieder etwas neues auf den Markt bringt, was die Kunden dann zusätzlich kaufen. Jedes neue, angeblich schnellere Velomobil hab einen gewissen Verkaufsschub. (Inzwischen sind wir da aber wohl etwas misstrauisch geworden und einige auch gelangweilt.) Mal schauen, was ein neues Quest und folgend Quatrevelo kann. Was gab's bei unverkleideten Liegerädern in letzter Zeit für bedeutende Neuerungen? Unterstützungsantriebe kurbeln die Trikes an, Cixi könnte dem nochmal einen zusätzlichen Schubs geben (vor allem weil einige ihre alten Pedelecs gegen welche mit Cixi austauschen).
Bei den Einspurern wird sich komischerweise auf deutsche Anbieter fixiert. Wenn Metabikes, Slyway, Bacchetta und Cruzbike wirklich neue Modelle bringen, redet hier niemand drüber, aber gleichzeitig wird gejammert, dass es nichts neues gäbe und die Hersteller schlafen. :unsure:

Wenn jeder Hinz und Kunz mit einem
E-Scooter unterwegs ist schauen die Ordnungshüter genauer hin
:LOL: Kommt das wirklich irgendwo vor? Ich wohne hier direkt an der Grenze zum "Osten", aber die eScooter haben hier wohl eher den Wilden Westen.

Deshalb brauche ich Altersklassen.
Ich schlage statt dessen eine zweiachsige Wolkendarstellung vor. Alle Ergebnisse sind ein Punkt auf einem Koordinatensystem. Eine Achse istbdas Alter und eine Axhse ist die gefahrenen Zeit. Dann wird eine Trend-Linie gezogen und man bestaunt die Leute, die weit abseits der Linie gelandet sind. DienDarstellung lässt sich bestimmt mathematisch noch irgendwie besser veranschaulicht anpassen.
Altersklassen sind ja unfair. Alle paar Jahre wird man vom ältesten einer Klasse zum jüngsten der nächsten Klasse. Und die Leute, mit denen man sich misst, wechseln auch ständig, sodass man schlecht Diensentwicklungen verfolgen kann. (Außer es ist nach Geburtsjahr, aber dann hat man ja sogar einen dauernden Vorteil, wenn man am Rand der Gruppe liegt.)
 
Eigentlich witzig wie bei Velomobilen immer die Sicherheit angekreidet wird.
Die Anzahl tödlicher Unfälle von Motorradfahrern ist selbst relativ pro Fahrer gesehen ungleich höher, besonders bei Jugendlichen. Der SEHR sprunghafte Anstieg von tödlich verunglückten Menschen von 17 Jahre auf 18 Jahre, bei Erhalt ihres Autos, ist ebenfalls kein Zeichen der Sicherheit.
Aber Sicherheit ist leider ein rein subjektives Empfinden, da auch die Autofahrt zum Weihnachtsmarkt gefährlicher ist als der Weihnachtsmarkt selbst.
 
Mama oder Papa fahren die Rakete- die Kinder tun es Ihnen gleich.
Da muss ich manchmal schlucken oder grübeln.
Ich war die längste Zeit meines Lebens Autofahrer und kenne den MIV aus dieser Perspektive.
Und ich behaupte mal, ohne dieses Wissen wird VM-fahren vermutlich einen Tick gefährlicher, weil man eben weniger die "Fehler anderer" antizipieren kann.
Sage ich mal so. Kann auch sein, dass es nicht so ist. Oder man Glück hat.

Hätte ich ein Kind ohne Führerschein, würde ich mir auch mehr Sorgen machen, als bei jemandem - sagen wir Ü40, der eine gewisse Routine im Straßenverkehr hat. Ganz unabhängig vom Velomobil.

Darum gibt es ja Radwege als geschützte Verkehrsräume - damit eben dort jüngere, ältere, "Schwächere" abseits des MIV sicher von A nach B kommen können. So zumindest die Theorie.
Mit dem VM verlässt man ja gerne diesen geschützten Verkehrsraum und mischt sich genau unter den MIV. Oft geht es überhaupt nicht anders.

Ein wenig zeigt es ja auch
Der SEHR sprunghafte Anstieg von tödlich verunglückten Menschen von 17 Jahre auf 18 Jahre, bei Erhalt ihres Autos
Und ich behaupte mal, das hat nichts mit dem Auto direkt zu tun, sondern mit Erfahrung, Risikobewusstsein, Verhalten im Verkehr.
Ein "sicheres" Fahrzeug ist da nur ein Pflaster drauf, aber kein Allheilmittel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war die längste Zeit meines Lebens Autofahrer und kenne den MIV aus dieser Perspektive.
Und ich behaupte mal, ohne dieses Wissen wird VM-fahren vermutlich einen Tick gefährlicher, weil man eben weniger die "Fehler anderer" antizipieren kann.
Dem würde ich aus meiner Erfahrung widersprechen. Man kann viel von dieser Erfahrung durch Erfahren auftun. Ich habe Liegeradfahren mit etwa 12 Jahren begonnen und als ich mit etwa 14 Jahren das Flevobike meines Vaters entführt habe, sind meine Strecken rings um unseren Wohnort immer länger geworden. Radwege gab's nicht so viele und wenn doch, waren sie selten gut, so dass ich meistens auf der Fahrbahn unterwegs war und mich entsprechend verhalten habe. Dabei bekommt man schon allerhand mit, was auf den Straßen so passieren kann, ohne es aus Kfz-Perspektive erlebt oder verursacht haben zu müssen.
Beim Führerschein hat das total geholfen. Einerseits wusste ich grundsätzlich schon ganz gut, wie man sich auf der Fahrbahn verhält, andererseits hatte mein Fahrlehrer Mühe, mich auf unbekannte Strecken zu bringen. So herum wird also ein Schuh draus. Erfahrung kriegt man auch ohne Führerschein (und das ist auch das, worauf meines Erachtens der Großteil unseres Strassenverkehrs beruht).

Was hat das alles mit dem ursprünglichen Thema zu tun? Wenn der Kfz-Verkehr heuer zwar objektiv nicht gefährlicher ist, aber schlicht aufgrund seiner Menge erdrückend wirkt (was bin ich damals auf Bundesstraßen unterwegs gewesen...), dann sind Kinder im ÖPNV vom Gefühl vieler her sicherer aufgehoben. Dort kann man dann auch aufs Telefon starren statt mitzubekommen, was für Situationen sich draußen auf den Straßen abspielen, und zu überlegen, wie man selbst in der Situation gehandelt hätte. Und mit dieser Grundlage startet man vielleicht frühestens nach der Midlife-Crisis in die Welt der sonderbaren Fahrzeuge.
Und dass es keine Hersteller mehr geben wird: Klar ist der Arbeitsplatz am Rechner mit geregelten Zeiten attraktiv. In Zeiten, in denen man viele Dinge des Alltags als gegeben hinnimmt (ich sehe Kinder/Jugendliche ihre Telefone absichtlich herumwerfen und, wenn sie kaputt sind, dann kommt halt ein neues), kommt dann noch hinzu, dass die Beschäftigung damit, warum Dinge (nicht) funktionieren und wie man sie verbessern kann, auch nicht mehr so angesagt ist. Das wäre aber eine Grundlage dafür, um daran Gefallen zu finden und darauf basierend etwas zu beginnen.
Im Moment werden Speicher und Co. gerade immer teurer (Rechenzentren...). Vielleicht werden Endgeräte bald so teuer, dass man sich die Zeit wieder mit handfesten Dingen vertreiben muss. Vielleicht ist das eine Chance...

Gruß,
Martin
 
Beim Führerschein hat das total geholfen. Einerseits wusste ich grundsätzlich schon ganz gut, wie man sich auf der Fahrbahn verhält, andererseits hatte mein Fahrlehrer Mühe, mich auf unbekannte Strecken zu bringen. So herum wird also ein Schuh draus. Erfahrung kriegt man auch ohne Führerschein (und das ist auch das, worauf meines Erachtens der Großteil unseres Strassenverkehrs beruht).
OK - Du hast aber auch Erfahrung gesammelt. Nur halt mit dem Rad. Das schließt sich ja nicht aus.
Wobei ich denke, dass es einen Vorteil hat, mehrere Perspektiven zu kennen. Auch um Vorurteile abzubauen oder Fronten zu glätten.

Liegerad- und VM-fahren ist jedoch recht speziell wegen der geringeren Übersicht, Wendigkeit und der prinzipiellen Möglichkeit gerade im Stadtverkehr von aus Querstraßen oder Einfahrten kommenden Autos schneller hinter anderen Fahrzeugen zu verschwinden.

Ich stelle mir gerade eine junge Person vor. Hat etwas Fahrrad-Erfahrung, aber wird direkt in ein VM "geworfen".
Du hast mit Flevobike angefangen. Relativ hoch, übersichtlich und in kleinen Schritten.
Ich frage mich halt, ob das nicht auch ein "sanfter" Einstieg war als wenn ein - sagen wir mal 16-jähriger - direkt die volle Breitseite des Straßenverkehrs im VM abbekommt (was ja passieren kann je nach Wohnort).

Ich rede jetzt nicht von Verkehrsregeln, die sollte man natürlich auch kennen - unabhängig von Führerschein.
Einfah von der Perspektive. Wie fühlen sich 100 km/h mit dem Auto auf der Landstraße an? Wie schnell fahren Autos manchmal um Kurven (ohne genug zu sehen)? Welchen Bremsweg haben Autos so und wie anstrengend ist es für Autofahrer in komplizierten Verkehrssituationen in einer Großstadt alles um einen herum sicher wahrzunehmen? Solche Sachen meine ich.
Ich habe das Gefühl, ich denke da manchmal viel für andere mit. Lenke passiv, ob mich ein Auto gerade überholen soll oder nicht. Lasse Platz, wo es besser ist - oder ziehe forsch durch, wo es passt.
 
Und wie wird man zum Produzenten? Entweder weil es ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell ist, also große Verkaufszahlen oder weil man von der Sache begeistert ist und etwas beitragen möchte. Für die erste Variante braucht es eine große Käuferschaft und für die zweite Variante entspringen die Produzenten dann auch selbt den Fahrern. Also auch ohne Nachwuchsfahrer keine Nachwuchsproduzenten!
Und es braucht für beide eine Lücke, die sie meinen, füllen zu können. Also das Angebot muss erst die Nachfrage nicht mehr decken können. Das kann rein Mengenmäßig sein, wenn zu viele Anbieter in den Ruhestand gehen oder weil die Produkte besser sein könnten ("Herrgott, dann mach' ich's halt selbst..!")


Bei einer Nachfolge im Betrieb wäre es bestenfalls eine mehrjährige Einarbeitung. Will man bei Geschäftsaufgabe möglichst viel der eigenen Erfahrungen an die Community veröffentlichen, kann man Texte in Blogs, Foren (inklusive Reddit) und Wikis veröffentlichen oder Videos auf den einschlägigen Plattformen. Gerade für letzteres muss man aber noch einiges an Motivation für die Sache üner haben, um sich die Mühe zu machen.


Insofern gleich als dass es reicht. Aber ein entgegenkommendes Fahrzeug entspricht bei gleicher Masse und Geschwindigkeit einer völlig unbeweglichen Mauer. Also zwei Vekomobile mit jeweils 70km/h genau frontal ist wie ein Velomobil in die Mauer. Zwischen Velomobil und LKW entspricht der LKW schon im Stand einer Mauer. Kommt er einem entgegen, kann man beide Geschwindigkeiten addieren. Naja und dann kommt noch die Form des LKW dazu, wo man sichbdrunter verklemmen kann und dass der LKW noch über einen drüber fahren kann. Das machen Mauern zum großen Glück eher selten. ;)


Ich denke, die treibenden Kräfte in der Produktion betreiben den Aufwand, um mit alltagstauglichen Fahrzeugen Autos zu verdrängen. Sie werden wahrscheinlich auch abgeklärt genug sein, keine Revolution zu erwarten, aber ich schätze mit "Ey, lass mal alles nur für uns machen und möglichst wenige Keute erreichen!" könnte man die eher verprellen. :P


Es mag auch einfach die Zeit gewesen sein in der der Bestand aufgebaut wurde. Es kamen professionell hergestellte Liegeräder zum Kauf auf den Markt. Das erreichte Leute, die ein solches Liegerad haben wollten und die kauften sich eines. Und dann hätten sie eines und kauften keines mehr. - Die Hersteller können also nur ein neues kaufen, wenn ein neuer Fahrer sein erstes Fahrrad kauft, wenn jemand seinen Fuhrpark erweitert oder wenn ein Liegerad unfahrbar wird und ersetzt werden muss. Ein gebraucht-Verkauf verhindert dabei gleichzeitig einen Neukauf. Sobald ein ausreichender Bestand aufgebaut ist, fallen die Neuherstellungen also drastisch ab.
Das lässt sich natürlich Abwenden, indem man wieder etwas neues auf den Markt bringt, was die Kunden dann zusätzlich kaufen. Jedes neue, angeblich schnellere Velomobil hab einen gewissen Verkaufsschub. (Inzwischen sind wir da aber wohl etwas misstrauisch geworden und einige auch gelangweilt.) Mal schauen, was ein neues Quest und folgend Quatrevelo kann. Was gab's bei unverkleideten Liegerädern in letzter Zeit für bedeutende Neuerungen? Unterstützungsantriebe kurbeln die Trikes an, Cixi könnte dem nochmal einen zusätzlichen Schubs geben (vor allem weil einige ihre alten Pedelecs gegen welche mit Cixi austauschen).
Bei den Einspurern wird sich komischerweise auf deutsche Anbieter fixiert. Wenn Metabikes, Slyway, Bacchetta und Cruzbike wirklich neue Modelle bringen, redet hier niemand drüber, aber gleichzeitig wird gejammert, dass es nichts neues gäbe und die Hersteller schlafen. :unsure:


:LOL: Kommt das wirklich irgendwo vor? Ich wohne hier direkt an der Grenze zum "Osten", aber die eScooter haben hier wohl eher den Wilden Westen.


Ich schlage statt dessen eine zweiachsige Wolkendarstellung vor. Alle Ergebnisse sind ein Punkt auf einem Koordinatensystem. Eine Achse istbdas Alter und eine Axhse ist die gefahrenen Zeit. Dann wird eine Trend-Linie gezogen und man bestaunt die Leute, die weit abseits der Linie gelandet sind. DienDarstellung lässt sich bestimmt mathematisch noch irgendwie besser veranschaulicht anpassen.
Altersklassen sind ja unfair. Alle paar Jahre wird man vom ältesten einer Klasse zum jüngsten der nächsten Klasse. Und die Leute, mit denen man sich misst, wechseln auch ständig, sodass man schlecht Diensentwicklungen verfolgen kann. (Außer es ist nach Geburtsjahr, aber dann hat man ja sogar einen dauernden Vorteil, wenn man am Rand der Gruppe liegt.)

OK - Du hast aber auch Erfahrung gesammelt. Nur halt mit dem Rad. Das schließt sich ja nicht aus.
Wobei ich denke, dass es einen Vorteil hat, mehrere Perspektiven zu kennen. Auch um Vorurteile abzubauen oder Fronten zu glätten.

Liegerad- und VM-fahren ist jedoch recht speziell wegen der geringeren Übersicht, Wendigkeit und der prinzipiellen Möglichkeit gerade im Stadtverkehr von aus Querstraßen oder Einfahrten kommenden Autos schneller hinter anderen Fahrzeugen zu verschwinden.

Ich stelle mir gerade eine junge Person vor. Hat etwas Fahrrad-Erfahrung, aber wird direkt in ein VM "geworfen".
Du hast mit Flevobike angefangen. Relativ hoch, übersichtlich und in kleinen Schritten.
Ich frage mich halt, ob das nicht auch ein "sanfter" Einstieg war als wenn ein - sagen wir mal 16-jähriger - direkt die volle Breitseite des Straßenverkehrs im VM abbekommt (was ja passieren kann je nach Wohnort).

Ich rede jetzt nicht von Verkehrsregeln, die sollte man natürlich auch kennen - unabhängig von Führerschein.
Einfah von der Perspektive. Wie fühlen sich 100 km/h mit dem Auto auf der Landstraße an? Wie schnell fahren Autos manchmal um Kurven (ohne genug zu sehen)? Welchen Bremsweg haben Autos so und wie anstrengend ist es für Autofahrer in komplizierten Verkehrssituationen in einer Großstadt alles um einen herum sicher wahrzunehmen? Solche Sachen meine ich.
Ich habe das Gefühl, ich denke da manchmal viel für andere mit. Lenke passiv, ob mich ein Auto gerade überholen soll oder nicht. Lasse Platz, wo es besser ist - oder ziehe forsch durch, wo es passt.
Radfahrer sind die besseren Autofahrer. Das wurde schon wissenschaftlich aufgearbeitet (y)

…ist aber auch maximal weit entfernt von meinen Gedanken, wer der Nachwuchs unserer „Dealer“ sein will/ wird
 
Wenn ich als 40-jähriger meine Trend-Mitmach- und Fahrradgeschichte extrapoliere wird die Zukunft positiv. Ich meine zu erkennen, dass jüngere (25-35) gerade das machen was ich vor 10 Jahren gemacht habe. (Kaffee, Rennrad, Gravel). Sie sind daber auch kritisch und erkennen, dass sie nur wenig Hobbychoices haben und die gezielt wählen.

In 10-15 Jahren würden demnach einige der aktuell Rennradfahrenden Menschen VMs fahren. Und das sind aktuell sehr viele. Die Rennrad-Gravel-Konsumszene ist gerade riesig.

Es gab bei mir aber einen Auslösemoment: einmal Liegetrike probefahren.
 
Es mag auch einfach die Zeit gewesen sein in der der Bestand aufgebaut wurde
Für mich ist das ja mit das Thema des Fadens. Anscheinend war für 1,5 Generationen das Interesse an der liegenden Fortbewegung vorhanden und danach kaum mehr. Sonst wären ja kontinuierlich neue Kunden nachgerückt, wenn auch im geringeren Maß wegen niedrigerer Jahrgangsstärke und Gebrauchtmarkt. Aber das Nachrücken ist ja wohl fast komplett weggebrochen. Scheint aber nicht nur bei uns so zu sein, sonst gäbe es ja Firmen wie Optima, Challange oder Nazca noch oder zumindest einen Teil davon.

Bei den Einspurern wird sich komischerweise auf deutsche Anbieter fixiert.
Wüsste jetzt nicht, dass
Firmen wie Optima, Nazca, Challange,
deutsch waren.

Wenn Metabikes, Slyway, Bacchetta und Cruzbike wirklich neue Modelle bringen, redet hier niemand drüber
Naja, drei von den Firmen sind in den USA und abgesehen von Bacchetta bei uns auch nur selten zu finden. Wobei es bei Bacchetta wohl auch gekriselt hat und die ursprüngliche Firma nicht mehr existiert.

Die Ursprünge von Meta, so wie ich es kannte, liegen in Spanien und gibt es auch schon länger nicht mehr. Was der jetzige Hersteller noch mit dem alten Meta zu tun hat weiß ich nicht. Ich hatte aber auch nicht auf dem Schirm, dass unter dem Namen überhaupt noch was läuft. Wenn man sucht findet man unter "Metabikes.com" eine kanadische Firma die Aufrechträder herstellt und einen Unterpunkt auf der Webseite eines Ladens in Portland, ob das wirklich aktuell ist oder nur schlecht gepflegt ist für mich da nicht zu erkennen.

Slyway ist für mich erst vor kurzem mit dem Highracer von den Toten auferstanden und über den wurde und wird hier ja emsig diskutiert. Die alte Webseite hat auf mich jahrelang einen aufgegebenen Eindruck gemacht, abgesehn von dem etwas wirrigen Aufbau.

Zu Cruzbike gibt es hier im Forum auch einiges an Information und der ein oder andere wird wohl einen Blick auf die Firma haben und nennenwerte Neuigkeiten kund tun. So war es ja mit dem HR von Slyway auch. Gibt leider keinen Importeur in D. und zwei der drei Links in Europa sind tot. Für mich ist's z.B. ein NoGo Übersee ein neues Rad zu bestellen und bei Problemen keinen lokalen Ansprechpartner zu haben, aber das ist ein anderes Thema.
 
Zu Cruzbike …. Gibt leider keinen Importeur in D.
Ich hatte dazu Kontakt aufgenommen.
Hätte drei Räder nehmen müssen … davon hätte ich zwei verkaufen können.
Die Verhandlungen haben aber so lange gedauert (weil unattraktiv) das ein Interessent zwischenzeitlich selber bestellt hat … der andere dann auch, als klar wurde, dass ich nix mache.

Der eine hat wieder verkauft, der andere denkt drüber nach …

Wie soll man da Geld verdienen? Bin froh es nicht gemacht zu haben.
 
Wie soll man da Geld verdienen? Bin froh es nicht gemacht zu haben.
Kann ich gut verstehen, meine Bermerkung war auch nicht als Vorwurf gedacht. Das ganze Importgedöns möchte ich auch nicht machen und wenn dann noch nicht mal eine Handvoll Räder abgesetzt werden legt man am Ende noch drauf. Da fehlt halt einfach der Markt.
Interessant finde ich, dass ein Laden in Saudi Arabien in der Händlerliste steht. WhoTheFu.. fährt dort Liegerad und wieviele haben die verkauft?

Der eine hat wieder verkauft, der andere denkt drüber nach …
Scheint mir kein Rad für jedermann zu sein, eher so "love it oder hate it". Ich habe vor Jahren auf der Spezi mal drauf gesesden, konnte leider nicht fahren weil der Lenker zu schmal für meine Oberschenkel war :X3:. Ob's für mich was wäre kann ich so natürlich nicht beurteilen.
 
Eigentlich witzig wie bei Velomobilen immer die Sicherheit angekreidet wird.
Die Anzahl tödlicher Unfälle von Motorradfahrern ist selbst relativ pro Fahrer gesehen ungleich höher, besonders bei Jugendlichen.
Die meisten Eltern würden ja auch panisch die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, würde das Kopf Motorrad fahren wollen. (Aber Motorroller geht abscheinend?)

Hätte ich ein Kind ohne Führerschein, würde ich mir auch mehr Sorgen machen, als bei jemandem - sagen wir Ü40, der eine gewisse Routine im Straßenverkehr hat.
Dafür kommt mit Routine auch wueder Nachlässigkeit und im Alter wird die Reaktion langsaner. (Und ganz im Alter verlieren enige ja auch mehr und mehr due Kontrolle über ihr Fahrzeug.) :unsure: Ich halte Besonnenheit und damit tatsächliches Aufpassen für den wichtigsten Punkt. Junge Menschen sind ja tendenziell noch etwas etwas unreif, nicht wegen ihrer Fehlenden Erfahrung sondern grundlegend neurologisch.

Darum gibt es ja Radwege als geschützte Verkehrsräume - damit eben dort jüngere, ältere, "Schwächere" abseits des MIV sicher von A nach B kommen können. So zumindest die Theorie.
Mit dem VM verlässt man ja gerne diesen geschützten Verkehrsraum und mischt sich genau unter den MIV. O
Naja, an jeder Kreuzung ploppt man überraschend aus der Quasi-nicht-Existenz in den ungeschützten Verkehrsraum der Fahrbahnquerung. Dazu noch Grundstücksauffahrten. Ich meine, da hieß es, dass man durch Fahren auf einem Radweg in der Regel nicht so sicher ist, wie man sich fühlt.

Es gab bei mir aber einen Auslösemoment: einmal Liegetrike probefahren.
Als ich das erste Mal auf einem Trike saß, hat das kaum was mit mir gemacht. Aber da war ich auch noch nicht so viel mit dem Fahrrad unterwegs und das Trike war voel zu groß eingestellt.
In den folgenden Jahren hatte ich aber noch etwas vom Luftwiderstand mitbekommen und als ich dann etwas längere Strecken fahren wollte, habe ich knapp noch dran gedacht und einen Einpurer ausprobiert, bevor ich das Gravelbike gekauft habe.
Also ja, irgendwo muss dieser "Samen gesetzt" werden. Uns nur auf der Straße zu sehen funktioniert erst, wenn wir zum gewohnten Bild gehören.
Mit meinem ADFC Ortsverband wollte ich schon lange mal ein Fahrradfest mit Show-and-Tell machen. Also wer besondere Fahrräder hat soll diese mitbringen und ausstellen. Glänzende Rennräder und radikale Mountainbikes genau so wie praktische Lastenräder, bequeme Liegeräder und kompakte Falträder. Vielleicht gibt's noch ein oaar Vintage Klassiker.

Wüsste jetzt nicht, dass
[…]
Ich lese meist die Klagen über das Schließen von Flux und den Stillstand von HP Velotechnik. Toxy wird schon komplett ignoriert. Das Narrativ scheint mir jedenfalls auf die Beispiele beschränkt, die es stützen. Und wenn man die anderenbIgnoriert, haben sie dadurch dann natürlich tatsächlich keine Relevanz mehr.

Naja, drei von den Firmen sind in den USA und abgesehen von Bacchetta bei uns auch nur selten zu finden.
Eben.

Wenn man sucht findet man unter "Metabikes.com" eine kanadische Firma die Aufrechträder herstellt und einen Unterpunkt auf der Webseite eines Ladens in Portland
Das Mystique habe ich beibder Einführührung im Laidback Bike Report gesehen, aber hier (gefühlt) nie eine Erwähnung gesehen. Wurde damit beworben, dass es die neuen Standards der Fahrradindustrie an Liegeräder bringt. Cruzbike macht das eh. (Bacchetta und Syway vermutlich auch?) Und weiter drauf wird sich hier beschwert, dass Liegeräder technisch veraltet sind. Tja, wenn man weiter nur diese Hersteller mit den verlateten Produktpaletten anguckt. Dann hat ein Nachwuchs-Hersteller auch keine Chance, wenn er eh ignoriert wird.

Gibt leider keinen Importeur in D. und zwei der drei Links in Europa sind tot. Für mich ist's z.B. ein NoGo Übersee ein neues Rad zu bestellen und bei Problemen keinen lokalen Ansprechpartner zu haben, aber das ist ein anderes Thema.
Cruzbike sagen, sie hätten gerne einen deutschen Händler und würden dann auch auf die Spezi kommen wollen. Ihnen fehlt aber das Anfangsinteresse, das diesen Zug rechtfertigt. Wenn hier eh keiner Ami-Fahrräder fahren will, lässt sich auch kein Händlernetz aufbauen.
Man kann das Rad ja nach meiner Erinnerung in Niederlanden, Frankreich und Schweden bestellen, also mit europäischem Ansprechpartner und für einige sogar realistisch für eine Probefahrt im Urlaub.
Beziehungsweise einige fahren zum Velomobil-Händler oder für einen Gebraucht-Kauf weitere Strecken. :LOL:
 
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