Ich habe mir eine Anforderungstabelle mit Prüfpunkten in mehreren Kategorien erstellt, etwa Topographie, Wegebeschaffenheit, Art und Umfang der Einschränkungen, Bereitschaft des Herstellers für Anpassungen, Reparaturanfälligkeit, etc. und dann die einzelnen Modelle und Konfigurationen dagegen laufen lassen. Wenn ich deine Bilder richtig verstehe also umgekehrt deiner Vorgehensweise. Da Du ja bereits umfangreiche Erfahrungen mit dem Trike hast, bietet sich an eingehend zu reflektieren, "was mich schon immer an meinem Trike generft hat".
Du hast ja selbst schon deine leidvollen Erfahrungen über den Support beschrieben. Ich habe einen Meisterbetrieb "um die Ecke" in die Entscheidung eingebunden und mir mein Trike samt Komponenten für die Wartung und Reparatur "freigeben" lassen, muss jetzt aber auch sagen, dass ich diese Option bisher nicht in Anspruch nehmen musste, weil, klopf auf Holz, ich zahlreiche und nach meinem Eindruck auch aufwendige Reparaturen wie du sie an deinem Trike beschrieben hast, von meiner Kombi nicht kenne. Die Rohloff hat gesuppt und wurde im Werk kostenfrei neu abgedichtet, das war es auch schon.
Die Aussage "jeder Radmechaniker kann das" ist sicher richtig, können und wollen sind jedoch zwei sehr unterschiedliche Dinge, sorry, ich kann den dahingehenden Enthusiasmus nicht teilen, das sollte man schon vorab klären. Meine Werkstaat vor Ort supported z.B. Bosch und Shimano-Motoren, aber ausdrücklich kein Bafang und nein, auch kein Oli-E.
Motoren...
Gerade aufgrund der Diskussion um den Bosch PL CX am Trike hat sich meine Auffassung verfestigt, dass reine Leistungsdaten nicht der Weiheit letzter Schluss sind, wenn es um miteinander vergleichbare Motoren geht, die Bauartunterschiede und die zur Verfügung stehende Firmware scheint mir inzwischen genauso ausschlaggebend. Jetzt kann man auch hier eine ellenlange technische Diskussion führen und allerlei Charts und Grafiken austauschen, am Ende wird es wohl das Beste sein, den Motor genauso Probe zu fahren, wie das Trike. Der Shimano 801 Cargo wäre heute meine Wahl, wenn ich nicht schon den Shimano 801 hätte. Der Cargo ist vom Setting noch besser auf das Gesamtgewicht und das Anfahren damit ausgelegt.
Gewicht...
Da muss man schauen, manchmal wird die Zuladung angegeben, manchmal das zulässige Gesamtgewicht. Ich mutmaße, dass sich deine Gewichtsgrenze nicht unwesentlich durch den Anhänger ergibt, was, soweit ich es verstehe, schon richtig ist. Ich sag mals so... Die Hersteller müssen meines Wissens eine offizielle Gewichtsgrenze angeben, es wird abwer auch gemunkelt, dass man da locker 10-20% zugeben kann, ohne in den Grenzbereich zu kommen.
Naben- Kettenschaltung
Ich bleibe dabei, bei meinen Einschränkungen käme ich mit einer Kettenschaltung, die sich nun mal nicht im Stand schalten lässt, nicht klar. Da braucht es aber eben auch eine Nabe, die auf die Nm des Motors ausgelegt ist (im Übrigen auch eine gescheite Kettenleitrolle und kein billiges Plastikteil).
Von der Stange
Da muss man erst einmal eine "Stange" haben, s.h. Stückzahlen, die an eine industrielle Fertigung zumindest heranreichen, was nach meiner Einschätzung nur bei HP und Hase der Fall ist. ICE, Azub und Steintrike sind doch eher Manufakturen. Der Vorteil einer Manufaktur ist aus meiner Sicht, dass diese eher auf individuelle Anpassungen ausgerichtet, bzw. dazu bereit sind.
Ich führe Sachverhalte, die mir nicht so gefallen ungern ausd, von daher kurz und knapp, das ICE ist schon ein tolles Teil und wenn es zwischen und geht, würde ich mich persönlich für das ICE entscheiden.