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spreehertie

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Servus stan,
offenbar mit einem Modele Serie
sind ja schon relativ einfach zusammengezimmere Kisten, wenn ich da so im Vergleich an Kais Oldtimer denke*).

Gruß
Felix

*) Die Probefahrt auf der Spezi war schon klasse, auch wenn der Mitfahrer nicht treten konnte (Kette fehlte noch) war das Gefährt mit der Nuvinci gut in Bewegung zu setzten.(y)
 
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Und es baut doch keiner nach, schon gar nicht in der Qualität. Ohne Fräse, CAD, Laser- oder Wasserschneider, Elektromaschinen, etc.
Federleicht, altes Tischlerhandwerk in Kombination mit Flugzeugtechnik bei der Verkleidung,
geschmiedete Stahlteile, wirklich viel hat sich nur beim Umweltschmutz getan: Gfk baut sich in 30.000 Jahren unter steter Abgabe von Umweltgiften ab...
Aber Hoffnung am Horizont, Quad is back :p
Gruß Krischan
 
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Ich habe mir MOCHET - Minimalisme sur roues, Brüning Herman, Editions Cépaduès aus Toulouse kommen lassen. Das Buch ist nett und gut zum Französischlernen bzw. für Enthusiasten, aber ich hätte mir mehr erwartet. Kleines Format, sw-Fotos, dünne Infos (wohl auch weil bilingual), keine Quellenangaben, einiges an Seiten, die mit (sehr interessanten!) Katalogscans gefüllt wurden. Leider alternativlos, gibt m.W. ja nix anderes. Und natürlich gehts v.a. um KFZ, von denen man einige aber durchaus auch als Pedelec fahren könnte - die Standardmotoren von Mochet hatten knapp 125 cm3.

Interessant dabei - das Velocar wurde offenbar von Mitte der 1920er bis nach dem 2.WK durchgehend produziert und zT wohl auch im großen Stil durch Dritte motorisiert. Es könnten also durchaus mehrere tausend Stk. davon unterwegs gewesen sein. Und das waren vielfach (wenn nicht überwiegend) touristische Fahrzeuge, mit denen auch schon mal 250 km in 12h (und das auf den damaligen Straßen/Wegen!) gefahren wurden - zumindest laut einer dieser damals üblichen Käuferberichte im Katalog. Da die Kisten bloß um die 60kg wogen durchaus realistisch, geht man von ca. 300-400 W Leistungsbedarf für das 200kg-System aus.

Interessant auch: Die ersten Velocars wurden wohl von Kriegsblinden genutzt, die darin ihre Frau beim Einkaufen strampelnd unterstützen konnten (und damit irgendwas sinnvolles zu tun hatten). Es war halt billig, ohne Führerschein fahrbar und füllte die Lücke zwischen Rad und Auto - ähnlich wie die Famlienlastis heute. Ein Variante der frühen Velocars war wohl für zwei Erwachsene und vier Kinder hinten ausgelegt, Kistenaufbauten usw. gabs natürlich auch.

Sehr nett sind die Rekordzeiten von Francis Faure mit nem Mochet-Kompaktlieger (Velo-Velocar), zB 50 km in 1h 6min iirc 1932.

Von den Mikrocars von Mochet haben wohl relativ viele überlebt (simpel und robust).

Meine zentrale Erkenntnis daraus: Das Konzept hat sehr viel Potential, natürlich v.a. als Pedelec mit 25km/h oder als 45er. Den touristischen Bereich sollte man auch nicht unterschätzen, den hat der Kai mit seinen Roadstern ja auch durchaus im Blick.


@chrischan : Es gibt m.W. 1:1 Nachbauten von Velocars - halt v.a. in Frankreich. Zur Qualität kann ich nichts sagen.
 
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