Mit dem E-ORCA durch Schweden und Dänemark

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Wie im Orca-Faden schon angekündigt, nutze ich meine einjährige Auszeit zu einer 7-wöchigen Tour durch Schweden und Dänemark mit langem Ferienhausintermezzo.
Heute bin ich früh um 6.00 Uhr zu Hause gestartet, um rechtzeitig zur Fähre nach Trelleborg im Überseehafen zu sein. Am Nachmittag ging es dann noch von Trelleborg nach Tora Hällestad (50 km). Das ging ziemlich flott, weil ich mich entschlossen hatte, bis ca. 10km vor dem Ziel die 108 in Richtung Lund zu nutzen. Mit dem VM ist das o.k., mit dem Trike sollte man es angesichts des Verkehrs sein lassen.
Hier in Schweden sind die Reaktionen auf das VM durchweg positiv. Schon in Trelleborg hat ein freundlicher Herr den Orca ausführlich inspiziert und erklärte mir, "so etwas" schon lange bauen zu wollen. Unterwegs waren mehrfach Autos neben mir und es wurde mit Handys gefilmt. Der Gastgeber im B&B meinte dann, der Orca sei "hel fantastisk". Jetzt sitze ich am "Trollskogen" (Märchenwald) und lasse es mir gut gehen.
 

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Cool! Ich schließe mich @assedo an.
Unsere Tour durch Dänemark und Schweden endet morgen. :cry:
Kein Jahr und die Räder nur als Zweitfahrzeuge dabei. Aber hier zu radeln hat echt Spaß gemacht! (y)
 
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Heute bin ich knapp 60km bis nach Skäralid am Söderasen gefahren. Da sind einige Höhenmeter zusammen gekommen, weil ich erst über einen Höhenrücken weg musste und dann zum Söderasen hinauf (zum Glück nicht ganz). In Skäralid ist das Tor zum Nationalpark. Laut Prospekt ist der Söderasen der Rest eines alten Faltengebirges, das von der Eiszeit überformt worden ist. Es gibt tolle Blicke und eindrückliche Schuttkegel.
Die Tour ging sowohl über kleinere als auch über große Straßen. Die 113 zwischen Södra Sandby und Eslöv ist eklig, zumal es auch noch regnete...
Witzigerweise wurde ich in Södra Sandby zweimal gegrüßt. Ich vermute eine Verwechslung mit einem lokalen Orca-Fahrer, von dem ich von YouTube weiß. Ein bisschen hatte ich ja gehofft, ihn zu treffen...
Bilder gibt's erst morgen. Ich komme gerade nicht ins WLAN.
 
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Inzwischen bin ich in in Strömsnäsbruk und damit in der Südwestspitze Smålands angekommen. Auf den heutigen 71km ging das Landrückenhopping fröhlich weiter. Laut Garmin ging es 618m rauf und 538m runter. Das hat man auch deutlich gemerkt;) In Markaryd habe ich dann das Tal des Lagån erreicht, der mich die nächsten beiden Tage begleiten wird.
Die Landschaft hatte sich schon gestern langsam geändert. Heute bin ich dann fast durchweg durch die aus den Astrid-Lindgren-Geschichten bekannten von Wiesen unterbrochenen Wälder gefahren (siehe Bild, leider etwas Gegenlicht).

Etwas gespenstisch war der Abschnitt zwischen Jälla und Markaryd. Dort bin ich auf der alten Nord-Süd-Trasse gefahren, die jetzt von der parallel laufenden E4 ersetzt ist, und deshalb herabgestuft wurde. Man fährt auf einer Straße von der Qualität einer Bundesstraße und ist (fast) allein. Es rollt natürlich toll, aber irgendwie ist es öde.

Die Reaktionen auf den Orca sind weithin positiv. Nur ein Ferrari-Fahrer, der mich in einem der vielen Kreisel innen überholt hatte und dann nicht sofort abbiegen konnte, musste mich unbedingt anhupen:cool:

Noch eine kleine Episode am Rande: In Schweden sieht man an den Straßen ja häufig die Schilder "Kör sakta. Lekande barn" (Fahr vorsichtig, spielende Kinder). Gestern sah ich die Variante "Kör sakta. Tama djur och vilda barn" (Zahme Tiere und wilde Kinder:D).
 

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Heute bin ich nur 55km gefahren, zunächst meist auf relativ großen Straßen, am Ende dann auf dem, was der Schwede "grusväg" nennt - die GBSR-Fahrer kennen das. Anders wäre mein heutiges Quartier auch nicht zu erreichen. Flattinge liegt mitten im Wald und hier hat eine Bauersfamilie eine Reihe von Ferienhäusern auf ihr Gelände gebaut. Die kleinen kann man auch als B&B mieten (Frühstück gibt's dann im Korb).

Die Fahrt war relativ langweilig (weil ich die Gegend schon kenne). Ich habe aber deutlich gemerkt, dass ich einer uralten Kulturlandschaft angekommen bin - vier große Grabhügelfelder (eins noch mit Schiffsssetzung dazu) und in Ljungby der erste "runsten" dieser Tour.
Dort habe ich mir auch ein warmes Mittagessen gegönnt. Im gästgivaregard am Gamla Torg kann man gut und für schwedische Verhältnisse preiswert essen (ohne auf Pizza oder Döner ausweichen zu müssen).

In Ljungby kann man für Menschen mit kleineren Kindern auch das Sagomusett empfehlen. Dazu gehört dann ein Netzwerk von Stationen in der Ungebung - ungewöhnliche Orte mit den dazu gehörenden Sagen und Märchen, die vor Ort in Kästen ausliegen.

Heute früh war der Gastgeber sehr besorgt um mich. Ich solle bitte nur kleine Straßen fahren. Es gebe so viel Verkehr. Die von mir gefahrenen großen waren wieder fast leer, weil parallel zur E4 - die Schweden haben zu viel Platz zum Straßenbau...

Bilder gibt es erst wieder morgen - hier ist kein WLAN.
 
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Die Fahrt heute von Flattinge nach Skillingaryd (66km) war deutlich abwechslungsreicher als die Etappe gestern. Ich war ja schon gestern ganz in der Nähe eines großen Sees gewesen und auch heute führte mich meine Route immer wieder an größeren Seen entlang. In früheren Jahrtausenden muss die Zahl der Seen noch größer gewesen sein, denn es gibt auch eine ganze Reihe von Mooren. Das größte davon heißt passenderweise Store Mosse (Großes Moor) und ist heute zu einem erheblichen Teil als Nationalpark ausgewiesen. Ich war bei meinem ersten Schwedenurlaub vor 13 Jahren dort - es ist ein Erlebnis!
Auch den Lagån habe ich heute wieder mehrmals gequert. Beim ersten Mal hatte sich der breite, ruhige Fluss von Markaryd in einen über Felsen springenden wilden Fluss verwandelt (leider kein Photo:(), beim letzten Mal war daraus ein Bach im Wald geworden.

Lagån.jpg


Auch die Straßen waren sehr abwechslungsreich. Von einer kurzen Strecke auf einer Fernverkehrsstraße bis zu langen Stücken "grusväg" war alles dabei. Die zweite Hälfte der Etappe bestand beinahe nur aus letzterem. Auf den letzten 20km wurde ich dann von Schildern begleitet, die vor Lebensgefahr warnten, da scharf geschossen würde (militärisches Übungsgelände). Es wurde freundlich darauf hingewiesen, dass photographieren verboten sei. Offenbar lag auch ein Flugplatz im Wald. Da habe ich die ROAM doch lieber abgebaut - nicht, dass ich noch in Verdacht gerate:confused:
In Skillingaryd habe ich nach kurzem Suchen mein Quartier gefunden. Das B&B entpuppte sich als voll ausgerüstete Ferienwohnung. Es ist ein Idyll in einer sonst nicht sehr einladenden Stadt. Als die freundliche Gastgeberin den Orca sah, erklärte sie mir, dass vor einiger Zeit ein Gast mit einem ähnlichen Fahrzeug bei ihr gewesen sei. Der habe das in Holland gekauft und sei damit von dort nach Hause in Schweden gefahren. Fühlt sich jemand gemeint?:)

Heute habe ich für einige Zeit die ROAM mitlaufen lassen. Leider kann ich MP4-Dateien hier aber nicht hochladen:confused:
 
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Danke für den Hinweis! Es sind drei Videos, die zumindest einen gewissen Eindruck vermitteln. Die Teile 2 und 3 gehören unmittelbar hintereinander. Ich habe keine Ahnung, warum die ROAM das geteilt hat. Teil 1 beginnt unmittelbar mit dem heutigen Start. Leider kann ich die Kamera nicht starten, wenn ich im Orca sitze. Deshalb die komischen Sequenzen am Anfang und Ende ;)
 
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