Miniunfall nach nur 5 Monaten

Dieses Thema im Forum "Liegeräder" wurde erstellt von Genussfaher, 23.10.2018.

  1. Genussfaher

    Genussfaher

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    Hallo liebe Liegeradgemeinde,


    ich wollte mich als erstes bei euch Bedanken da ich seit ca. 3 Jahren passiv mitlesen durfte und vieles gelernt habe.


    Also Danke schön!


    Auf der Spezi 2018 konnte ich ein paar Liegeräder fahren und ich habe sofort ein Liegerad bestellt : Ein Toxy ZR.

    Mit den bin ich schon ca. 2200km seit Juni unterwegs gewesen und leider hatte ich gestern morgens ein Autofaher kennen gelernt der sehr eilig hatte...

    Ich hatte ca. 100m vor einer Kreuzung gesehen dass die Ampel Rot war und rollte dahin. Dabei zeigte ich (per Hand) schon dass ich links abbiegen möchte und hiet in der mitte meiner Fahrsupr an. Als die Ampel grün wurde fuhr ich los und rollte leicht auf die linke hälfte der Straße. Gleichtzeitig fuhr der Autofaher mit hoch heulenden Motor los und überholte mich sehr knapp um geradeaus zu fahren. Leider zu knapp so dass er mit der Stoßstange meinen Ellebogen touchierte und ich auf die rechte Seite fiel. Da ich noch nicht sehr schnell fuhr und auch nicht gegen etwas geknallt bin, hatte ich fast keine Verletzung, nur leicht einen Finger gequetscht (vielleicht nur Blauenfleck). Nicht destotz Polizei gerufen und Unfallaufnehmen lassen da mein Areokoffer, Bremshebel, Pedal und mein Handschuh etwas gelitten hat.

    Bei einen Autounfall hätte ich es zu meiner Werkstatt gebracht und die hätten es alles geregelt.

    Hier benötige ich eure Tipps: Was tut man jetzt?

    1. Schaden per Foto sicherstellen. Wird heute gemacht.

    2. Gutacheten erstellen. Kennt ihr ein guten Gutachter in Raum Leverkusen/Köln für Liegeräder? Strecke ich die Gutachtenkosten vor und ich hole es später von der Versicherung? Wie funktioiert es? Es gibt ja einen Bagetellgrenze. Wie hoch ist es?

    3. Ich habe kein Verkehrsrechtschutz. Aber als geschädigter in Haftplfichtschadensfall wird ein Rechtsanwalt bezahlt der es Regelt (obwohl ich ohne auskommen möchte)?

    Ich bin nicht verletzt oder so dass es mir ausreicht wenn die verkratzten Teile ersetzt/instand gebracht werden würde aber ich weiß ja nicht wie schnell die Versichuerng von Autofaher reagiert daher weiß ich nicht ob Rechtsanwalt notwendig ist.

    Wie würdet ihr vorgehen?


    Vielen Dank für Eure Tipps.


    Der Genussfaher
     
  2. welverwiesel

    welverwiesel

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    Erst einmal willkommen und herzlichen Glückwunsch, dass scheinbar und zum Glück nicht soviel passiert ist. Schön, dass der KFz- Führer den Unfall bemerkt hat und nicht weggefahren ist.
    Deine Fragen oben zeigen, dass ein Rechtsanwalt dringend notwendig ist. Oder meinst, du, dass eine Versicherung keinen Gebrauch von ihrer Rechtsabteilung macht?

    Dirk, seit über 30 Jahren rechtschutzversichert. Ein gutes Geschäft!
     
  3. SeP

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    Solange es keinen Streit gibt, kann auch ein Kostenvoranschlag vom Hersteller bzw. Händler reichen.
     
  4. Nobbi

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    Als 'Gutachten' kann man zusammen mit einer photographischen Schadensdokumentation bei der Versicherung auch einfach einen Kostenvoranschlag eines Händlers über die beschädigten Teile (+ Montagekosten) nehmen. Das über einen Anwalt einzureichen schadet grundsätzlich natürlich nicht, würde ich persönlich aber auch von der Schadenshöhe abhängig machen. Lohnen (also finanziell) tut sich das nur, wenn man mehr als den reinen Sachschaden geltend machen will (also z.B. Schmerzensgeld oder Nutzungsausfall). Oder natürlich, wenn man sich überhaupt nicht selber mit der Versicherung auseinandersetzen will.
     
  5. KLKöln

    KLKöln

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    Du brauchst wahrscheinlich keinen Verkehrs-Rechtsschutz, da Du kein Motorfahrzeug geführt hast. Frag bei Deiner Rechsschutz nach.
    Die Haftpflicht zahlt den Rechtsanwalt nur für die Abwehr des Schadensersatzanspruchs.
    Bist Du im ADFC?
    Dann hast Du auch Rechtsschutz.
     
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  6. RaptoRacer

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    Hi @Genussfaher ,
    Evtl kann dir für eine Schadensbeurteilung low-rider.de (Rainer Örtel ) in Frechen Königsdorf helfen.
    Er ist Liegeradhändler.
     
  7. Genussfaher

    Genussfaher

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    Ich denke ich werde mittels eines Kostenvoranschlag vom Hersteller/Händler versuchen da ich nur den Schaden beglichen haben möchte. Wg. einen kleinen Blauenfleck unter den Fingernage werde ich kein Schmerzensgeld einfordern. Ich werde es als "Lebensrisiko" abhaken.

    Beim Unverschuldeten Autounfall vor ca. 10 Jahren habe ich auch alles ohne Rechtsanwalt geschafft daher hoffe ich dass ich es nicht verlernt habe und diesmal auch ohne Rechtsbeistand schaffe.

    ADFC stand auf meiner "To Do" Liste... hätte hätte Fahradkette ...

    Vielen Dank an alle!
     
  8. Genussfaher

    Genussfaher

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    Hallo zusammen,

    ich habe nun ein Schreiben von der Polizei bekommen wo ich Strafantrag stellen kann gegen den Autofahrer. Nach den Unfall zeigte sich der Fahrer garkein Anzeichen von Reue. Er meinte er hätte eilig zur Arbeit zu kommen und weitere Ausreden... aber kein Wort von Entschuldigung/Einsicht. Oder: "Meine Versicherungs zahlt schon."
    Ich denke da es nur ein blauer Fleck am Finger ist wird der Staatsanwalt auch sich nicht die Mühe irgendetwas zu machen daher lohnt sich der Strafantrag überhaupt?

    Wie sind euere Erfahrungen oder Meinungen?

    Vielen Dank und schönen Gruß
     
  9. Racertje

    Racertje

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    Ja, es lohnt sich, weil es lästig für den Autofahrer ist, er Zettel ausfüllen muss (Anhörungsbogen bekommt er auf jeden Fall) und selbst bei Einstellung des Verfahrens ins Nachdenken kommen sollte, ob es das wert war. Falls er schon mal mit so Glanzleistungen aufgefallen sein sollte, wäre das ggf. der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brächte. Nicht zu vergessen ist auch die Multiplikatorwirkung in seinen Kreisen ("ey, ich hab neulich 'nen Radfahrer umgefahren, wenn's dick kommt, dann ist mein Führerschein demnächst weg, also passt ja auf!").
    Meine Vater wurde mal kurz vorm Linksabbiegen inkl. Anzeigen überholt, der rechte Außenspiegel traf die anzeigende Hand. Er hat dann Anzeige erstattet und direkt einen Volltreffer gelandet. Die Dame war schon auffällig geworden, mein Vater durfte letztlich vor Gericht als Zeuge aussagen, es hatte IIRC zum Fahrverbot gereicht.
    Wichtig ist halt, dass man sich selbst sehr sicher ist, nichts falsch gemacht zu haben, sonst kann's natürlich auch zum Bumerang werden.

    Gruß,
    Martin
     
    Zuletzt bearbeitet: 05.11.2018
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  10. Nobbi

    Nobbi

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    Du sagst es doch eigentlich schon selber, dass sich der Strafantrag lohnt. Nicht direkt für Dich, aber wie soll so ein rücksichtsloses A§'$&$ denn sonst bitte mal wenigstens ein kleines bisschen zur Selbstreflektion kommen? Ohne Strafantrag bestätigst Du den gewissermaßen darin, dass das schon irgendwie ok war.
     
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  11. K0nsch

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    @Genussfaher definitiv Strafantrag stellen. Wenn jemand keine Reue zeigt, dann sieht das bei Personenschaden auch mancher Staatsanwalt nicht gern.

    Ausserdem nimm doch das Schmerzensgeld mit. Sind locker 200 bis 400€ drin.
     
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  12. ChristianW

    ChristianW

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    Abgesehen davon ist laut Eingangspost mindestens Pedal, Bremshebel, Handschuh und Koffer beschädigt worden.
    Bei Autos wird schon bei Kratzern großflächig für mehrere hundert Euro lackiert.
    Die Teile ggf. zu tauschen, kann nicht übertrieben sein. Dann hast du wenigstens wieder den einwandfreien Zustand.
    Ist ja nicht so, als wäre nichts passiert...
    Ich würde mir das auch überlegen wenn der Fahrer nicht mal Einsicht zeigt.

    Gruß, Christian
     
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  13. schlawag

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    @Genussfaher Strafantrag wäre theoretisch auch deshalb nicht schlecht, weil evtl. der Ellbogen oder das Ellbogen-Gelenk oder ... etwas abbekommen hat und sich das eventuel erst nach ein paar Wochen zeigt. Die präventive Wirkung durch die Mund-zu-Mund Propaganda wurde ja schon angeprochen. Gruss schlawag
     
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  14. Nobbi

    Nobbi

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    Also Strafantrag und zivilrechtlicher Schadensersatzanspruch haben nix mit einander zu tun.
     
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  15. Genussfaher

    Genussfaher

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    Vielen Dank an ALLE!

    Da der Verhalten von Autofahrer war ganz und garnicht korrekt war werde ich Strafantrag stellen.

    Vielen Dank für eure Unterstützung/Rückhalt.

    P.S.: ADFC Antrag ist nicht mehr auf meiner To Do Liste :)
     
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  16. ChristianW

    ChristianW

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    Wenn der Fahrer übrigens etwas wie "ich hatte es eilig" als Erklärung abgegeben hat, impliziert das glaube ich einen Vorsatz.
    Er hatte es eilig und hat es in Kauf genommen, dabei jemanden zu gefährden.
    Das wäre anders, wenn er Dich einfach nicht bemerkt / übersehen hätte.

    Wenn das "hatte es eilig" im Polizeiprotokoll steht, ist das glaube ich schon mal gar nicht schlecht.

    (Bin jetzt kein Jurist, aber meine, das so gehört zu haben - siehe auch hier: https://www.welt.de/motor/article113652543/Wann-Sie-mit-der-Polizei-besser-nicht-reden-sollten.html)

    Gruß, Christian
     
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