Pedal-Lösung zum Kettenblatt
Ich finde deine Lösung für das Lösen der rechten Pedale sehr gut.
Der Schutzring soll ja das Abfliegen der Kette nach rechts verhindern. Schwer vorstellbar, dass -bezogen auf den Umfang- die kleine Ausnehmung daran etwas ändert.
Ich muss zugeben, dass mich das so gepackt hat, dass ich erst mal direkt zum Milan hin bin und genau nachgesehen habe.
Mir war das Problem Zugänglichkeit dieser Schraube in der Vergangenheit nämlich auch schon aufgefallen, auch wenn ich da noch nicht ran musste, und ich das deswegen erst mal ad acta gelegt hatte.
Das Problem bei mir ist aber, dass ich nur am Anfang ein 65er- und seit Ewigkeiten ein 70er-Blatt habe in Verbindung mit 140er-Kurbeln. Die Schraube wird da noch mehr verdeckt. Und jetzt wirds richtig wild.
Wenn ich da auf deine Art ran wollte, müsste ich neben dem Schutzring von den Zähnen auch was weg machen.
Oder einen abgesägten Inbus, der max. 8,5 mm lang ist (so viel Platz ist zwischen Kurbel und Kettenblatt), um den dann mit einem 8er-Maulschlüssel zu betätigen. Kürzer als 8,5 mm dürfte der Inbus auch nicht sein, dann kriegst du den nicht mehr mit dem Maulschlüssel gepackt. Wenn dir dieser Stummel nicht schon längt immer wieder weggefallen ist.
Da schraube ich (leider) lieber an anderer Stelle.
Aber was die Montage-Odyssee angeht:
war es das wirklich wert? Bei DEM Wetter?
Ich hoffe, du hast das geschrieben, weil du ein Einsehen hattest, dass das nicht so ideal gelaufen ist,
und anderen zeigen möchtest, dass es manchmal besser ist, doch vom geplanten Kurs abzuweichen.
Weil es sich wie die Aneinanderreihung von Entscheidungen liest, die getroffen wurden, weil die Alternativen entweder
- nicht so attraktiv (Alternativroute)
- oder gefühlt nicht vorhanden waren (Abholservice),
und die dann Folgen hatten.
Stell dir mal vor, der Förster hätte dir ein Loch in die Seite gestanzt.
Ich weiß nicht, wie weit weg dir das von zu Hause passiert ist.
Aber ich hätte spätestens an der Stelle der verlorenen Sperrklinken abgebrochen. Egal wie. (An der Stelle wäre ich kreativ geworden.)
Und du hast es ja geschrieben, du hattest sogar drei Klinken samt Feder dabei, was ich niemals gehabt hätte, aber du hattest das Fett nicht dabei, was bedeutet, du darfst da zu Hause noch mal ran.
Zuhause bei gutem Licht und auf Böcken ist mir das schon anstrengend
Ich kann dir aber zum Einbau des Hinterrades noch ein paar Tipps geben,
wie ich das bei meinem MK5 immer mache. Der hat sogar dieselbe Schwinge.
Ich mache das immer ohne Zentrierhilfe. Na ja, an anderer Stelle dann doch ^^.
Einbau Hinterrad:
Situation: Milan aufrecht auf Böcken stehend
Zuerst gehe ich beim ausgebauten Hinterrad sicher, dass die Hülse, die zwischen den Lagern sitzt, genau mittig sitzt und sich nicht außer Mitte verschoben hat.
Dazu benutze ich gerne die ausgebaute Steckachse. (Jaja, Zentrierhilfe. ^^) Die demontier ich in so einem Fall sowieso immer, weil ich das alte Loctite aus dem Gewinde weg haben möchte. (Okay, das machst du unterwegs nicht, wenn du zu Hause sowieso noch mal bei gehst.)
Dann kommt die Steckachse frisch eingefettet wieder rein, bis die Kassette und Hülsen wieder an seinem Platz sind.
Die Steckachse schiebe ich aber auf jeden Fall
nur so weit rein, dass die Hülse zwischen Kassette und Hinterrad gehalten wird. Die darf da mM nicht überstehen. Wichtig für den nächsten Step.
Dann kommt das Hinterrad rein. Dazu leuchte ich gerne mit einem LED-Fluter von unten in den Radkasten, um zu verhindern, dass ich mit dem hin- und herschwingenden Rad vom Radkasten Dreck auf den freiliegenden Freilauf bekomme.
Ich habe hier schon mal das Rad am vorderen End des Radkastens anliegend in den Radkasten gerollt, so blieb das Rad einigermaßen mittig, ohne jedes Mal links und rechts anzustoßen. Runterfallender Dreck kann so nur weit vorne passieren, wo es keinen stört.
Jetzt kommt der bisher immer kritische Part.
Bisher ist es ja immer schwierig, die drei Klinken dazu zu bewegen, in dem Freilaufkranz des Rades zu verschwinden.
Ich bin ab hier von der Methode abgewichen, die andere hier schon mal publiziert haben.
Andere haben die Steckachse zuerst in das Hinterrad geschoben, und dann das Rad auf den Freilauf. Ich habe es aber ums Verrecken nicht hinbekommen, die Klinken ins Rad zu bekommen.
Ich mache es genau umgekehrt. Zuerst kommt das Rad auf die Freilaufklinken. Dadurch, dass die Achse noch nicht im Rad steckt, kann ich das Rad ausreichend radial hin- und herbewegen, und in Kombination mit einer kleinen Drehung an der Kassette ist der Freilauf ruckzuck drin.
Dann erst führe ich die Steckachse in das Rad. Dabei muss ich natürlich aufpassen, dass das Rad nicht direkt wieder vom Freilauf rutscht.
Ich habe aber den Eindruck, dass sich die Distanzhülse im Hinterrad bei dieser Methode schon mal schneller schräg stellen kann, und ich dann Probleme bekomme, die Achse ganz durchgeschoben zu bekommen.
Die Konterschraube am Schluss positioniere ich von unten kommend mit einem Zangenschlüssel, um die dann auf den durchgesteckten Inbusschlüssel zu bekommen. Fertig.