Milan- Erfahrungsberichte

Den Reifen fahre ich im Winter auch, der wird auch immer in Linkskurven im Radkasten schleifen, man kann aber mit der Fahrwerkshöhe hinten ein bisschen spielen um das schleifen zu minimieren, ganz weg geht's nur mit einem schmäleren Reifen.
Bei mir sieht der Reifen nach etwa 7-8 tkm auch schlimmer aus, es ist aber noch kein Gewebe zu sehen, wie bei dir.
Ab und an nen Blick drauf werfen schadet deshalb nicht.
ich habe kein Problem mit Schleifgeräuschen, zumindest nehme ich nichts wahr (Milan MK7 in meinem Fall). Bzgl. der Abnutzungserscheinungen auf der Karkasse: das liegt glaube ich daran, dass ich erst spät gescheckt habe, dass der Reifen platt ist und ich noch ca. 100 Meter drauf gefahren bin (dabei eben die Felge auf der Karkasse.

Der 12A ist problemlos in 584er Reifen (27.5") nutzbar, bei Rene Herse wird der ganz offiziell für 584 verkauft.
Allerdings ist ein 42er CCU etwas grenzwertig, vor allem wenn er dann in der Realität vielleicht sogar 44mm breit baut.
gibt Rene Herse da eine Freigabe zu? Gehen tut das sicher, die ersten 1300 KM bin ich damit auch gefahren, Schwalbe selbst sagt das:
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ich habe kein Problem mit Schleifgeräuschen, zumindest nehme ich nichts wahr (Milan MK7 in meinem Fall). Bzgl. der Abnutzungserscheinungen auf der Karkasse: das liegt glaube ich daran, dass ich erst spät gescheckt habe, dass der Reifen platt ist und ich noch ca. 100 Meter drauf gefahren bin (dabei eben die Felge auf der Karkasse.


gibt Rene Herse da eine Freigabe zu? Gehen tut das sicher, die ersten 1300 KM bin ich damit auch gefahren, Schwalbe selbst sagt das:
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Diese "Vorgabe" ist auch realistisch. Ein 12A legt sich bei der Montage nicht in dem Reifen, sondern unter leichter Spannung im Felgenbett der 584 Felge. Etwas strammer anpumpen machte das Problem nicht besser, sondern verschob sich nur dahin den Schlauch heil in den 40-584 Reifen stopfen zu können.

Als Notlösung im Pannenfall halbwegs brauchbar wenn man nicht anderes zur Hand hat und es schafft den Schlauch bei der Montage nicht unter dem Reifenwulst zu klemmen. Für einen Ersatzschlauch wär ist mir das zu unsicher. Bei nem Platten will ich den Schlauch stressfrei tauschen und möglichst schnell weiterkommen.

Als Notlösung nehm ich lieber einen schlanken 28" Schlauch (zb Schwalbe Nr.17) und falte den ineinander bis er zum 584er Reifenumfang passt. Das funktioniert ohne die 50-70% Gefahr eines "pffffff...." wie beim 12A.
 
Nach gut 3 Monaten war meine defekte MK4 Heckschwinge
vom Velowerk endlich repariert ,
auch direkt mit dem verstärkten Schaltauge von Gear7Lover,
seltsamerweise funktionierte die Schaltung aber nur ohne zusätzliche U-Scheibe .

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Beim Einbau des Hinterrades stelle sich heraus, dass beim
festziehen der Achsschraube das Hinterrad schwergängig wurde.
Zog man es etwas weniger fest, war es besser, aber nicht ok.
Für eine 36km Testfahrt etwas Schraubensicherung mittelfest verwendet
(nicht zu viel, da sonst der T-Griff es unterwegs nicht mehr schafft.)

Nach der Testfahrt drehte sich das Hinterrad aber wieder normal, also
alles so gelassen.
Dann bei der nächsten 100 km-Tour:
die Ursache für das sporadische Rucken war nicht NICHT die angebrochene Heckschwinge, sondern
ein Defekt im rechten Pedallager Shimano PD-ES600.

Die Demontage des rechten Pedals war ein kleines Drama:
letztlich musste dafür die komplette Kurbeleinheit ausgebaut werden.

Die leichten SPD-Pedale haben keine Aufnahme für einen 15er Pedalschlüssel,
sondern nur einen 8er Inbus.
Milan MK4: vorne kein Wartungsdeckel, gekürzte Kurbeln, 65er Kettenblatt mit Abwurfschutzring:
damit konnte ich das Pedal nicht direkt demontieren, der Ring war dem Inbus im Weg.
Einen Kugelkopf-Inbus wollte ich nicht riskieren.
Mit dem Dremel nahm ich ein Stück vom Schutzring weg (roter Pfeil), dann passte irgendwann
der Standard-Inbus rein.
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Doppelseitige SPD-Ersatzpedale vom Rennrad genommen: hatten auch rechts einen Lagerschaden :rolleyes:,
fühlte sich nur etwas anders an.

Also neue SPD-Pedale bestellt und montiert. Test-Einklicken war abends ok.
Doch die fehlende Testfahrt rächte sich - am nächsten Morgen beim Pendeln das Debakel:

die Bindung links löste sich dauernd, also blind unterwegs die Spannungsschraube angezogen.
Ein Fehler: Man sieht den Anschlag nicht und ruckzuck ist der winzige Inbus vernudelt.
Zu Hause links das alte Pedal wieder eingebaut - Problem vertagt ...

Und neue Schuhplatten montiert, die alten waren so verschlissen, dass sie nur per Dremel-Schlitz
demontiert werden konnten :oops::

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Dann endlich lief der Antrieb wieder sauber- bis zum nächsten Fahrfehler meinerseits!

Noch ein Tipp von Helge im Zusammenhang mit meiner verspannten Heckschwinge zu Sperrklinken:
man sollte die Innenkanten der Sperrklinken etwas entschärfen/entgraten, damit die Feder
nicht auf Dauer beschädigt wird. Testbar sind die Kanten mit dem Fingernagel.

Die Sperrklinken spielen in meiner nächsten Episode eine besondere Rolle.
 
Eine Milan-Montage außerhalb meiner Komfortzone:

ein Milan SL ist kein Gravelbike, daran wurde ich gestern Abend hart erinnert.
Auf dem Rückweg von einem Freundesbesuch im Bröltal fuhr ich gestern abend gegen 20:00 zwischen Hennef und Buisdorf auf dem geschotterten Siegdamm.
(besser wäre gewesen: paralleler asphaltierter Wirtschaftsweg).
Früher war der Schotter dort fein, das ging noch, doch es ist Grobschotter dazugekommen - die Rüttel-Hölle!

Nach gut 3 km setzte der Antrieb aus: man konnte treten, aber kein Vortrieb mehr:
Diagnose: Achsschraube lose, Schrauben der Heckschwinge lose gerüttelt.

Dann der Horror: das Klickern des Freilaufs war weg! Als ich das Hinterrad ausbaue, sehe ich:
alle 3 Sperrklinken weg, anscheinend verloren, nur die Feder ist noch drin.

Im Gepäck finde ich aber tatsächlich 3 Ersatzklinken und eine neue Feder, nur kein Fett mit.
Der Wiedereinbau der Hinterrades wird trotz Achswerkzeug und Zentrierhilfe äußerst haarig.
Zuhause bei gutem Licht und auf Böcken ist mir das schon anstrengend, aber Abends im Feldweg eine Katastrophe.

Und nicht zu vergessen: durch die gelbe Milanfarbe kommen in der lauen Sommernacht unzählige Mücken zu Besuch,
später aber auch immerhin ein paar Glühwürmchen.

Meine Frau konnte mich nicht mit dem Auto abholen, da sie damit für einige Tage verreist ist und mein Freund
hat zwar einen Anhänger, aber gerade keine Anhängerkupplung. Die Optionen Forumshilfe, ADFC und ADAC
verdränge ich wegen der späten Uhrzeit, eventuell muss ich mit dem Taxi heim, wenn ich den Milan nicht wieder flott bekomme.

Da ich mich etwas länger abmühe, kommen einige wenige Leute zu Fuß oder per Rad vorbei, beachten mich aber nicht weiter.

Als ein Trekker mit Mähwerk kommt, um die angrenzende Wiese zu mähen, muss ich meine Teile/Werkzeug etwas vom Weg räumen.

Irgendwann kommt ein älterer Mann mit Hund im Försterfahrzeug vorbei, stellt aber fest,
dass mein umgekippter Milan kein Personennotfall ist.
Er bückt sich runter und bemerkt, dass er mir technisch nicht weiterhelfen kann. Beim wieder hochkommen
stützt er sich aber auf die Seitenwand des Milan ab, die sich aufgrund seines Gewichtes bedrohlich einbeult.
Gerade noch kann ich mündlich schlimmeres verhindern.

Doch einige Zeit später kommt sozusagen ein Engel mit dem Rad vorbei:
ein südlicher Ausländer, mit kräftigen Armen, stark tätowiert und sein kleiner Sohn auf einem Kinderrad.
Die beiden helfen mir ohne große Worte, ganz ruhig über den Zeitraum von 2-3 Stunden: Milan hochhalten, umkippen
Lampe halten. Dabei erfahre ich, dass er bei der Müllabfuhr ist und morgen früh (Samstags) wegen des Feiertags in NRW
arbeiten muss. Die (mir verhasste) Kettenschmiere, die sich überall ausbreitet, macht ihm nichts aus und er erkennt sofort,
dass die Wartungsöffnung am Milan etwas zu klein ist.
Auch ein in den Kettentunnel gefallenes Schaltungsteil wird mit seiner Hilfe wieder rausgefischt.

Der Landwirt ist inzwischen fertig mit Mähen und fährt bei Nachtdämmerung wieder heim, wir müssen erneut den Weg etwas freiräumen.
Er fragt mich, ob er den Abschleppdient rufen soll, da bin ich gerade zuversichtlich, dass ich es noch auf eigener Achse schaffen werde.

Irgendwann gegen 23:00 geht zwar der Antrieb wieder, aber leider die Schaltung nicht mehr: ich habe die Schaltungszugführung beim Einbau des Hinterrades
nicht beachtet.
Also Schaltungszug raus, umverlegen und Zug wieder rein.
Denkste: das blöde Ding spleißt immer wieder auf und geht nicht durch das letzte Loch meiner SRAM GX-11.

Apropos: hat jemand stets einen Mini-Seitenschneider mit?
Meine Schweizer Messer-Schere schafft jedenfalls kein sauberes Drahtende.
Also musste ein neuer Zug rein.
Doch es war inzwischen trotz Glühwürmchen ziemlich dunkel geworden: ich beschloss zunächst ohne Schaltung mit nur einem Gang, dem schwersten, loszufahren.
Meine beiden treuen Helfer zeigten mir den Weg über eine asphaltierte Strecke und ich verabschiedete sie sehr dankbar.

Später in Buisdorf kam ich an eine Laterne am Wegesrand und zog dort einen neuen Schaltungszug ein.
Eine SRAM GX-11 Schaltung einstellen, wenn man müde ist...
Erst nach 24 Uhr lief alles wieder und es ging nach einem kurzen Imbiss weiter.
Dann fuhr ich den Siegtalradweg, im Dunkeln menschenleer, aber mit vielen Nachttieren, Gott sei Dank aber ohne Zusammenprall.

Bei Bonn kam der überraschende Kontrast: um 1:00 nachts blockierten dutzende RadfahrerInnen, alles junge Leute, einige alkoholisiert,
den Weg, auch die Rennleitung war da - das Ende einer Klima-Demo ?
Etwas unbarmherzig klingelte ich mich durch, das ungewöhnliche Leuchtbild meines Milan im Dunkeln half dabei.
Auf die zahlreichen Fragen später an einer Bettelampel (E-Motor?, wie schnell?, Glaskuppel?, ...) antwortete ich etwas entnervt nur kurz und brauste,
sobald es grün wurde, mit 40 km/h dem Pulk davon.
Der Heimweg war bis auf eine Sperrung des Rheinradweges dann ohne besondere Vorkommnisse, aber ich war froh und dankbar, irgendwann wieder zu Hause zu sein.
 
Tja, manchmal wunsch ich mir fur mein alten mk2 eine moderne leichte Einarmschwinge, aber bei solche Geschichten bin ich doch sehr froh uber die Einfache aber verlassliche Technik von ein konventioneles Hinterrad.

Ich hab indertat eine mini Kombizange mit, dessen Seitenschneider schaft nen Schaltzug wenn man den ganz hinten nah zum Drehpunkt reinlegt. Bremszug uberfordert ihm.
 
Es gibt Leathermen mit gehärteten Schneid-Einsätzen die Brems- und Schaltzüge sicher durchknippsen:
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Milan MK4: vorne kein Wartungsdeckel, gekürzte Kurbeln, 65er Kettenblatt mit Abwurfschutzring:
damit konnte ich das Pedal nicht direkt demontieren, der Ring war dem Inbus im Weg.
Kenne ich nur zu gut! Das war bei mir im MK 4 genauso. Aber wäre es nicht besser die Kurbel zu demontieren und dann außerhalb das KB zu entfernen und dann die Pedale abzuschrauben?
 
Pedal-Lösung zum Kettenblatt

Ich finde deine Lösung für das Lösen der rechten Pedale sehr gut.
Der Schutzring soll ja das Abfliegen der Kette nach rechts verhindern. Schwer vorstellbar, dass -bezogen auf den Umfang- die kleine Ausnehmung daran etwas ändert.

Ich muss zugeben, dass mich das so gepackt hat, dass ich erst mal direkt zum Milan hin bin und genau nachgesehen habe.
Mir war das Problem Zugänglichkeit dieser Schraube in der Vergangenheit nämlich auch schon aufgefallen, auch wenn ich da noch nicht ran musste, und ich das deswegen erst mal ad acta gelegt hatte.

Das Problem bei mir ist aber, dass ich nur am Anfang ein 65er- und seit Ewigkeiten ein 70er-Blatt habe in Verbindung mit 140er-Kurbeln. Die Schraube wird da noch mehr verdeckt. Und jetzt wirds richtig wild.

Wenn ich da auf deine Art ran wollte, müsste ich neben dem Schutzring von den Zähnen auch was weg machen.
Oder einen abgesägten Inbus, der max. 8,5 mm lang ist (so viel Platz ist zwischen Kurbel und Kettenblatt), um den dann mit einem 8er-Maulschlüssel zu betätigen. Kürzer als 8,5 mm dürfte der Inbus auch nicht sein, dann kriegst du den nicht mehr mit dem Maulschlüssel gepackt. Wenn dir dieser Stummel nicht schon längt immer wieder weggefallen ist.
Da schraube ich (leider) lieber an anderer Stelle.



Aber was die Montage-Odyssee angeht:
war es das wirklich wert? Bei DEM Wetter?

Ich hoffe, du hast das geschrieben, weil du ein Einsehen hattest, dass das nicht so ideal gelaufen ist,
und anderen zeigen möchtest, dass es manchmal besser ist, doch vom geplanten Kurs abzuweichen.
Weil es sich wie die Aneinanderreihung von Entscheidungen liest, die getroffen wurden, weil die Alternativen entweder
  • nicht so attraktiv (Alternativroute)
  • oder gefühlt nicht vorhanden waren (Abholservice),
und die dann Folgen hatten.

Stell dir mal vor, der Förster hätte dir ein Loch in die Seite gestanzt.
Ich weiß nicht, wie weit weg dir das von zu Hause passiert ist.
Aber ich hätte spätestens an der Stelle der verlorenen Sperrklinken abgebrochen. Egal wie. (An der Stelle wäre ich kreativ geworden.)
Und du hast es ja geschrieben, du hattest sogar drei Klinken samt Feder dabei, was ich niemals gehabt hätte, aber du hattest das Fett nicht dabei, was bedeutet, du darfst da zu Hause noch mal ran.



Zuhause bei gutem Licht und auf Böcken ist mir das schon anstrengend

Ich kann dir aber zum Einbau des Hinterrades noch ein paar Tipps geben,
wie ich das bei meinem MK5 immer mache. Der hat sogar dieselbe Schwinge.
Ich mache das immer ohne Zentrierhilfe. Na ja, an anderer Stelle dann doch ^^.

Einbau Hinterrad:
Situation: Milan aufrecht auf Böcken stehend

Zuerst gehe ich beim ausgebauten Hinterrad sicher, dass die Hülse, die zwischen den Lagern sitzt, genau mittig sitzt und sich nicht außer Mitte verschoben hat.
Dazu benutze ich gerne die ausgebaute Steckachse. (Jaja, Zentrierhilfe. ^^) Die demontier ich in so einem Fall sowieso immer, weil ich das alte Loctite aus dem Gewinde weg haben möchte. (Okay, das machst du unterwegs nicht, wenn du zu Hause sowieso noch mal bei gehst.)

Dann kommt die Steckachse frisch eingefettet wieder rein, bis die Kassette und Hülsen wieder an seinem Platz sind.
Die Steckachse schiebe ich aber auf jeden Fall nur so weit rein, dass die Hülse zwischen Kassette und Hinterrad gehalten wird. Die darf da mM nicht überstehen. Wichtig für den nächsten Step.

Dann kommt das Hinterrad rein. Dazu leuchte ich gerne mit einem LED-Fluter von unten in den Radkasten, um zu verhindern, dass ich mit dem hin- und herschwingenden Rad vom Radkasten Dreck auf den freiliegenden Freilauf bekomme.
Ich habe hier schon mal das Rad am vorderen End des Radkastens anliegend in den Radkasten gerollt, so blieb das Rad einigermaßen mittig, ohne jedes Mal links und rechts anzustoßen. Runterfallender Dreck kann so nur weit vorne passieren, wo es keinen stört.

Jetzt kommt der bisher immer kritische Part.
Bisher ist es ja immer schwierig, die drei Klinken dazu zu bewegen, in dem Freilaufkranz des Rades zu verschwinden.

Ich bin ab hier von der Methode abgewichen, die andere hier schon mal publiziert haben.
Andere haben die Steckachse zuerst in das Hinterrad geschoben, und dann das Rad auf den Freilauf. Ich habe es aber ums Verrecken nicht hinbekommen, die Klinken ins Rad zu bekommen.

Ich mache es genau umgekehrt. Zuerst kommt das Rad auf die Freilaufklinken. Dadurch, dass die Achse noch nicht im Rad steckt, kann ich das Rad ausreichend radial hin- und herbewegen, und in Kombination mit einer kleinen Drehung an der Kassette ist der Freilauf ruckzuck drin.
Dann erst führe ich die Steckachse in das Rad. Dabei muss ich natürlich aufpassen, dass das Rad nicht direkt wieder vom Freilauf rutscht.

Ich habe aber den Eindruck, dass sich die Distanzhülse im Hinterrad bei dieser Methode schon mal schneller schräg stellen kann, und ich dann Probleme bekomme, die Achse ganz durchgeschoben zu bekommen.

Die Konterschraube am Schluss positioniere ich von unten kommend mit einem Zangenschlüssel, um die dann auf den durchgesteckten Inbusschlüssel zu bekommen. Fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wäre es nicht besser die Kurbel zu demontieren und dann außerhalb das KB zu entfernen und dann die Pedale abzuschrauben?
Das wäre sicher der korrekte Weg, der mir aber zu aufwendig war.

@Radler - danke für die Schilderung Deiner Methode.
Manchmal habe ich keine Lust zum Schrauben, vor allem, wenn die Kette betroffen ist,
irgendwann ist halt die Kettenschmiere überall :sick:

Heute Morgen im Keller ging bei den Nacharbeiten alles in einem Bruchteil der Zeit von der Hand:
dabei fiel mir wieder ein, das man da bullet auch festschrauben kann und
dass beim Einbau der Kassette (11-36) die Schaltung NICHT abgeschraubt werden muss,
und dass man die innere Aluhülse auch vom Radkasten aus reinstecken kann usw. ...

Im Feld hatte ich es sogar geschafft, den Schaltwerkskäfig in die Kassette zu verklemmen :oops:

Nachtrag zum Schaltzug:
den neuen brauchte ich nicht zu kürzen, der passte ganz genau (bei mir mit Tiller etwas über 2 m),
lasse ich sogar ohne Endhülse.
Nachtrag zu den Sperrklinken:
2 habe ich heute im Milan wiedergefunden, eine ist verloren,
habe aber gleich bei Gingko einen neuen Satz inkl. Feder nachbestellt :)
 
Vorgestern hatte mein Tretlager auf einmal Spiel: das 65er Kettenblatt bewegte sich seitlich gut 1 cm.
Nachgeschaut: Shimano Hollowtech II, SM-BBR60, BSA-Typ, rechte Lagerschale lose!

Es war es schon ein Krampf, hierfür das passende Werkzeug zu finden: Standard Hollowtech II passt nicht, man benötigt einen Adapter.
Allerdings hatte ich keine Lust auf Gefummel mit einem Kunststoffadapter.
Die passende Original-Nuss scheint Shimano TL-FC37 zu sein, ich habe eine Alternative bei Rose (BB-Lagerschalenschlüssel) bestellt.

Doch das alleine reicht nicht:
beim Ausbau saß die rechte Lagerschale auf der 24mm-Achse meiner Shimano 105 Kurbelgarnitur und hatte keine
Verbindung mehr zum Tretlager!
Ursache:
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Tretlagergewinde gebrochen und zusätzlich ist auch der Umwerferhalter angebrochen (rote Pfeile).

Werde Ersatz bestellen: das Alligt Tretlager gibt es bei www.dutchbikebits.com , 40mmx40mm, Breite 68 mm, mit 5° Schaltungsumwerferhalter
(habe eine SRAM GX 2x11).

Doch was mich wundert: das Innenlager Shimano SM-BBR60 besteht normalerweise aus 3 Teilen: Lagerhülse links und rechts und eine Kunststoffhülse in der Mitte.

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Die Kunststoffhülse in der Mitte (roter Pfeil) fehlt bei mir !

Weiß jemand, ob das im Zusammenspiel mit dem Alligt Tretlager normal ist?
 
Bei den rundherum geschlossenen Alligt-Tretlagerschlitten würd ich mir um die fehlende Hülse keine Gedanken machen.

In "richtigen" Fahrradrahmen gibts ja Öffnungen in die Feuchtigkeit eindringen kann und für die diese Plastikhülsen mit O-Ring Dichtung durchaus sinnvoll sind.

Bei dem Mega-Exo Tretlager meines Patterson Getriebes hab ich die Dichthülse im Schlitten auch weggelassen. Glaub ich...
(bei den ICE Trikes mit den Öffnungen im Tretlagerrohr sind die Dichthülsen natürlich montiert)
 
Wenn ich das hier alles lese, dann wird mir Angst und Bange! Habe mit meinem mk7 nun 4000 km gemacht und nie ein technisches Problem gehabt. Keinen Platten, nur mal nen Handschuh der mir während der Fahrt aus dem Fach runter fiel im Schaltwerk. Einen Platten zu beheben, klar, bekomme ich hin. Aber diese Operationen von denen ihr hier erzählt, no way.
So hoffe ich dass ich durch jährliche gute Werkstatt Wartung diesen größeren Problemen aus dem Weg gehen kann. Ich könnte diese Reparaturen nicht durchführen. Staune über eure Möglichkeiten! Hut ab!
 
Hey,
Will den Spaß den ich erlebt habe und hoffentlich noch erleben werde, nicht missen.
Und wie gesagt, bislang läuft er wie geschmiert. Der MK7 soll schon ziemlich ausgereift sein was die Technik anbelangt. Ich würde es (bislang) immer wieder machen. Es ist nur geil!

Blöd wird nur sein, wenn es mal auf einer grösseren Tour passiert…..Mal sehen was kommt….

Schönen Sonntag , Ulrich
 
Der MK7 soll schon ziemlich ausgereift sein
genau, der hat im Gegensatz zu meinem MK4 vorne einen Wartungsdeckel - da kommt man gut ans Tretlager ran.
Ich muss das mit langen Armen und Geduld kompensieren- im Laufe der Jahre lernt man jede Stelle im Milan kennen ;)

Für den gebrochenen Alligt Tretlagerschlitten nehme ich in Zukunft einfach eine passende Schlauchschelle mit - provisorisch sollte das reichen.
 
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