Mein Velomo Outdoor-Trike (von Campingstühlen & Co.)

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von 1Hz, 23.11.2016.

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    Hallo Liegende und Outdoor-Freunde,

    zunächst einmal: warum ein Trike-Thema nicht ins Trike-Forum?

    Weil dies kein reines Trike-Thema sein soll. Das Trike selber soll nur ein Teil dieses Stranges sein. Mindestens der Rest wird auch andere interessieren. Wenn die Teamleitung das anders sieht, kann sie natürlich gerne verschieben.

    Worum geht es mir also?

    Mein Ziel ist kein Tourenrad im herkömmlichen Sinne. Mir geht es viel mehr um ein zweites Zuhause. Das Trike ist davon nur ein Teil. Es soll eher für mich das sein, was für andere ihr Wohnmobil ist - nur dass ich damit näher an die Natur kann und weniger Schädige, was ich genießen möchte. Oder auch, was anderen ihr Schrebergarten, nur dass mein Schrebergarten eben etwas größer und abwechslungsreicher ist und ich ihn (bis auf das Häuschen) nicht pflegen muss. Andere befestigen sich einen Wohnwagen an einer Stelle, die ihnen gefällt. Auch in diesem Sinne. Oder eine Ferienwohung, eine Segelyacht, wie auch immer.

    Natürlich möchte ich in diesem zweiten Zuhause auch Gäste einladen können, sie stets gut beherbergen und versorgen, auf dass wir gute Zeiten verbringen. Auch an Unterhaltung soll es nicht mangeln. Es bleibt also auch nicht bei einem Fahrzeug.

    Und komfortabel soll es sein. Immer. Nicht nur bei schönem Wetter, sondern auch bei klirrender Kälte und/oder Dauerregen. Den Winter will ich mir erobern - und auch im Winter möchte ich mindestens so gemütlich schlafen, wie in meinem normalen Zuhause, komfortable Pausen, leckeres Essen. Und von dort auch am nächsten morgen zur Arbeit fahren können. Aber komfortabel Fahrrad fahren bedeutet, dass es leicht sein muss. Leicht und tiefer Winter - eher wiedersprüchlich.

    Auch bezüglich der Wege möchte ich mich so wenig wie möglich einschränken lassen sondern auch tief in die Natur vordringen können. Auch möglichst autark sein können. Ich möchte auch "zu Hause" sein können, wenn ich mal wieder pleite bin weil ich mein Geld in Ausrüstung oder sonst was verpulvert habe. Und wenn ich weg und nie mehr zurück kommen will, dann soll es so sein.

    Wir sehen also, es wird nicht ganz einfach. Aber ich bin zuversichtlich. Immerhin: einen bequemen Campingstuhl hab ich jetzt schon mal - und auch vom Rest ist schon einiges da und diverse Probleme gelöst. Dennoch bleibt viel zu tun, bis mein neues Heim er- und vollständig eingerichtet ist.

    Reihenfolge:

    Zunächst einmal fange ich mit dem Trike an. Die restlichen Themen kommen dann Stück für Stück, frühestens beginnend in ein paar Wochen. Denn dann steht ein Termin bei Velomo an, die Sache wird (vorläufig) rund gemacht. In diesem Post hier kommen erst mal nur ein paar wenige Themen, die ich interessant, teils überraschend finde. Er soll nicht endlos werden, eher eine Einleitung sein. Insgesamt soll es auch kein Velomo-Jubelfaden werden, Kritik wird es auch geben, aber nicht jetzt, denn das wäre dem Trike nicht ansatzweise angemessen, bisher ist es sehr vielversprechend. Ich bin schlicht begeistert und was an Kritik kommt, sind derzeit eher Kleinigkeiten, leicht zu verbessern, also konstruktiv. Den Rest zeigt der Weg. Es steht eine harte Praxisprobe an.

    Vor allem über das Outdoor-Equipment möchte ich vor allem möglichst Praxisnah, quasi aus den Touren heraus, soweit das machbar ist, zumindest unmittelbar danach, berichten.

    Ich hoffe nicht nur, einige Leser mit den gemachten und anstehenden Erfahrungen bereichern zu können, sondern auf dem Weg zu meinem neuen Zuhause auch Hilfen und Ideen zu bekommen. Aus diesem Forum hier ist ja schon so einiges Gute heraus gekommen. Wenn ich nicht immer gleich reagiere, bitte ich um Entschuldigung - das kann dann daran liegen, dass ich unterwegs bin, oder zum Beispiel wie aktuell, wo in meinem normalen Zuhause gerade kein Internet gegeben ist :cry:

    Erste Erfahrungen mit dem Trike

    Nachfolgendes beschränkt sich auf gemäßigteres Tempo, da ich zum einen meine Beine, vor allem Knie, langsam aufbauen möchte und trotzdem jetzt schon lange fahren möchte, auch erst Erfahrung sammeln möchte, bevor ich in die Extreme und Grenzbereiche gehe und auch das Material erst noch das Vertrauen erarbeiten muss. Ob das dann alles in Extremsituationen und Grenzbereichen gleich bleibt, werde ich später mal nachberichten.

    20161117_160108.jpg


    Da die Herstellung des Trikes länger dauerte, als ursprünglich gedacht, war Velomo so freundlich, meinem Sohn und mir in den Sommerferien zwei Trikes zu leihen. Das war einfach nur genial. Das Trike, dass ich fuhr, hatte einen Untenlenker und war recht hoch aufgesetzt. Mein nun eigenes Trike liegt da deutlich tiefer, was natürlich ein erheblich besseres Fahrverhalten mit sich und auch die Federung besser zur Geltung bringt. Aber es gab auch zwei Sachen, die mich sehr erstaunt haben. Ich vermute, dass das mit dem neuen Design der Blattfedern und deren Aufhängung zusammen hängt, weiß es aber nicht. Aber wo auch immer es her kommt, ich find das genial.

    Hier erst mal ein Bild:

    20161123_000445.jpg

    An der Aufhängung sind die Blattfedern deutlich breiter. Die vorherige Version fand ich hübscher, da filigraner. Auch kommt so (noch) etwas mehr Gewicht hinzu. Wenn meine Erfahrungen ihren Ursprung aber tatsächlich zumindest teilweise hier haben, ist es das mehr als wert.

    Zu den Erfahrungen:

    Bremse

    Gelegentlich wird hier immer wieder das Thema gegenständlich, dass bei allen Trikes mit beiden Seiten gleichmäßig zu bremsen sei, da es sonst in die Richtung lenkt, wo man gebremst habe. Das fand ich immer bedenklich, da es auf jeden Fall gefährlich sein kann. Man merkt in den Threads auch deutlich, dass andere Trike-interessierte sich deswegen Sorgen machen. Meiner Meinung nach wird damit auch einer der Gründe für 2 Bremsen unterlaufen, nämlich dass zumindest die Zweite greift, wenn die Erste versagt. Mit dem Leihtrike hat es sich dann auch genau so verhalten, deutliches Verziehen in die gebremste Richtung. Im Normalbetrieb aber natürlich letztlich problemlos beherrschbar, beide Bremsen gleichmäßig zu bedienen - aber was ist, wenn dann eine Bremse mal Mucken macht oder ganz ausfällt, ggf. in einer unglücklichen Situation? Im schlimmsten Fall ein Unfall? Tourabbruch? Mindestens wohl eine starke Einschränkung.

    Bei hiesigem Trike gab (und gibt es noch) ein Problem mit der linken Bremse. Sie blockiert einfach bei Betätigung. Erst bei richtiger Fahrt feststellbar. Warum, wieso ... ein andermal. Erstaunt war ich dann aber, dass das in der Fahrpraxis bisher gar kein großes Thema ist. Denn wenn ich einseitig bremse, passiert ... nix außer Bremsen. Sehr geil! Mehr und mehr die Geschwindigkeit erhöht ... kein Problem. Mal das Ganze mit der blockierenden Bremsseite, also quasi worst case: ein klein wenig zieht es nach links, aber immer noch unproblematisch. Da musste ich noch einen drauflegen, mal noch schneller und richtig in die Bremse gehauen, die dann auch sofort blockiert - vorne weiter kaum ein Verziehen der Spur, nur das Hinterrrad versetzt dann plötzlich etwas, aber immer noch unproblematisch und gut beherrschbar. Kann vielleicht auch daran liegen, dass das Hinterrad mit der Einarmschwinge nicht mittig sitzt und das mit einer mittigen Radaufhängung, die ja meist gewählt wird, nicht passiert. So oder so - die Kiste lässt sich gut mit nur einer Bremse fahren. So soll es sein.

    Federung / Wippen

    Jede Federung neigt in irgendeiner Form zum Wippen oder irgendetwas in der Art. Bei Velomos Blattfederung war das auch ein Hauptkritikpunkt, auch wenn nicht wirklich problematisch. Manch einer beschrieb es auch in dem Sinne, dass das um so weniger passierte, umso runder man treten würde. Und wegen der Feinfühligkeit der Blattfedern dies den Positiveffekt habe, dass man sich einen runderen Tritt angewöhne und letztlich dadurch effizienter fahren würde.

    Mit dem Leihtrike konnte ich diese Beobachtung auch sehr deutlich machen, das mit dem runden Tritt hat halt noch nicht ganz so gut geklappt. Nicht dass das ein wirkliches Problem bedeutet hätte oder großartig unkomfortabel würde - aber ideal natürlich auch nicht, suboptimal eben. Auch bei meinem Sohn konnte ich das beobachten, wobei es dort noch stärker war, da sein Leihtrike für deutlich geringeres Gewicht ausgelegt war. Meinen Sohn hat es gar nicht gestört - er war insgesamt absolut (und zu Recht) begeistert vom Fahrwerk.

    Nichtsdestoweniger: ich hab das bisher mit dem neuen Trike nicht gehabt. Natürlich, mit aller Kraft, siehe oben, hab ich noch nicht in die Pedale getreten - aber teils schon auch mit viel Kraft, spätestens wenn es zum Beispiel Rampen auf Fußgänger/Fahrradbrücken hoch ging. Nix. Zumindest nicht spür- oder sichtbar. Wow. Es lässt sich damit vor allem auch viel ruhiger und besser mit hoher Kadenz treten.

    Ende für heute ...


    So, ein Anfang ist gemacht, es ist spät, ich bin Müde, ab nach Hause im doppelten Sinne ... der Rest Stück für Stück, bis bald :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.11.2016
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  2. TheMexican

    TheMexican Guest

    Tolles Trike, tolle Idee, aber für die perfekte Unsichtbarkeit musst du noch etwas kantiger werden, damit man dich auf dem Radar nicht sieht :)

    Ernsthaft: Ich würde über 2-3 Reflexstreifen auf der Nose nachdenken.
     
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    1Hz

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    Ihh, nee, an die Nose kommt nix dran :)

    Tatsächlich habe ich bisher nicht im geringsten den Eindruck, dass es da ein Problem gibt. Aber ja, Sichtbarkeit ist ein Thema. Dazu stehen noch Modifikationen an der Beleuchtung an. Zunächst vorne und hinten, beides wird die Seitensichtbarkeit erhöhen. Von vorne und hinten ist die Sichtbarkeit jetzt schon sehr gut. Dann musst Du Dir vorstellen, dass da während der Fahrt noch was drin sitzt. Im Idelafall hat das, was da drin sitzt, was Grelles, Reflektierendes an. Im Dunkeln hat das, was da drin sitzt, dann auch noch eine Stirnlampe auf, da das Licht zur Navigation nicht reicht. Über weitere Maßnahmen denke ich nach. Zum Thema Licht gibt es auch noch eine Besonderheit, über die ich noch berichten wollte.

    Und: wild Campen und unsichtbar sein können ist jetzt tatsächlich kein Widerspruch :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.11.2016
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  4. TheMexican

    TheMexican Guest

    Mhhh o.k. ich bin nur ein mal Trike in einer "Großstadt" Braunschweig gefahren. War nicht mein Anthro sondern was niedriges. Weiß gar net mehr was. War meine erste Fahrt mit so einem Geschoss. Ich hatte gefühlt jede dritte Kreuzung ein Problem :)
     
  5. Cars10

    Cars10

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    Die neue Blattfeder sieht gut aus in den Carbon-look. Auch die Weiterentwicklung der Spurstangen sowie die Aufnahme des Tillers. Was soll denn der Nutzen der verbreiterten Blattfeder(n?) sein?
    Weckt dennoch bei mir den Wunsch nach Updates, sofern möglich @BuS velomo & @Jack-Lee ... wir müssen mal wieder reden.

    Was denn? Wird es ein Monkeylight, also ein bunt leuchtendes Hinterrad? Oder wirst Du @TitanWolf beauftragen das zweite Bling-Bling-HiTrike zu bauen ala @blackadder ?

    Ich frage mich wo die Outdoor-Ausstattung ist? Für mich sieht das ehr nach rasender Straßenflitzer aus. Dünne Sliks statt breiten Stollenreifen, kein Gebäckträger für Brot und Bettmitnahme ...
    Oder ist das "outdoor" nur darauf bezogen, dass Du außerhalb Deiner vier Wände, also draußen damit fährst ? (immer um den Wohnzimmertisch im Kreis wird langweilig)

    Ich würde auch noch gerne Detailfotos vom Tiller, der Federung hinten, der Befestigung der Schutzbleche von Roland sehen. Die dürften auch auf der WWW-Präsenz von Velomo erscheinen (hier aber bitte auch)
    @BuS velomo was machen eigentlich die Abstreifer?

    Gruß, Carsten
     
  6. 1Hz

    1Hz

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    Am Anfang fand ich das auch gewöhnungsbedürftig im Stadtverkehr. Das hat sich aber recht schnell gegeben, quasi nach einem Tag bzw. nach einmal drüber schlafen. Aber das ist noch für mich mit ein Grund, nicht voll stoff zu fahren, selbst wenn ich mich längst sicher fühle. Die unbewusste motorische Intelligenz, wie ich sie bei meinem Randonneur habe, kann ich hier noch nicht beim Trike haben. Gleiches gilt für Verkehrserfahrung. Immer hübsch Schritt für Schritt, mich hetzt ja nichts.
    --- Beitrag zusammengeführt, 23.11.2016 ---
    @Cars10
    Welchen Nutzen die Veränderung der Aufhängung hat, kann ich Dir nicht sagen. Ich weiß ja noch nicht mal, ob meine Beobachtungen tatsächlich ihren Ursprung darin haben. Das müssen Berufenere erklären, dem kann ich nicht vorgreifen.
    Die anderen Antworten Stück für Stück, ich muss nebenher noch arbeiten :)
     
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  7. Miesegrau

    Miesegrau

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    Hmmm, keine schlechte Idee. Bin mit Trike und Gerödel auch schon über Nacht weg gewesen. Mir macht es einfach Spaß etwas zu bushcraften und alles bequem dabei zu haben.
    Allerdings richte ich mir in der Pampa eher so eine Art Biwak her. Tarp, Isomatte und Decke reichen zum pennen im Sommer locker aus. Bei fallenden Temperaturen muss eben der Schlafsack mit.
    Futter, Wasser + Wasserfilter, Benzinkocher und Hobo habe ich eigentlich immer dabei, außer es geht nur zum Bäcker Brötchen holen. Mit voller Ausrüstung wäre ich mindestens eine Woche autark. Alles passt in die großen Satteltaschen und auf den Gepäckträger.

    Door Miesegrau

    ist gespannt wie es hier weiter geht...
     
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    Das Trike ist ja noch nicht fertig. Gepäckträger kommt noch. Erst dann komme ich auch zur Outdoor-Ausrüstung.

    Die Slicks: Bereits auf meinem Randonneur bin ich hauptsächlich Slicks, sonst nahe an Slicks gefahren. Mit guten Reifen ist das gar kein Problem. Ich hatte zum Trike an anderer Stelle ja bereits über die hervorragende Traktion geschrieben, dass auch in tiefem Matsch bei Anstieg lediglich ein klein bisschen Schlupf da war. Vom Randonner kenne ich, dass ich selbst bei Schnee kein Problem habe, solange es Pappschnee ist. Pulvriger Schnee funktioniert dann nicht mehr. Allerdings fahre ich auch eher mit niedrigerem Reifendruck. Und ich bevorzuge Tubeless, was auch ans Trike noch kommt. Tubeless funktioniert das noch mal besser, vor allem geht der niedrige Reifendruck dann nicht mit gesteigerter Pannenhäufigkeit einher. Ich will ja auf solchen Untergründen keine Crossralley fahren sondern einfach nur gut vorwärts kommen. Tubelless bei relativ geringem Druck funktioniert das prima auch mit 28-er Slicks. Und auf Asphalt dann natürlich erst recht.

    Auf das Thema werde ich aber noch mal separat zurück kommen - auch in Verbindung mit den Anbauteilen von Roland.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.11.2016
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    Nein, nichts derart spektakuläres. Das macht ja die Nose von Roland bereits, die Lichteffekte sind da integriert :D

    Folgendes:

    Mir war es wichtig, dass ich das Trike auch ohne Anbauteile fahren kann. Zum einen aus Spass an der Freud, aber auch, weil es zum Beispiel in Zusammenhang mit Zugreisen ggf. einfacher sein kann, besonders bzgl. der Nose. Denn das Trike selber ist sehr kompakt. Ein weiterer Grund ist, dass es ja unterwegs auch passieren kann, dass ich mir die Nose unfallbedingt schrotte oder wenn, wie aktuell, noch Modifikationen zu machen sind. Der Knackpunkt hierbei ist das Frontlicht. Dieses ist ja zunächst einmal in der Nose verbaut. Will ich ohne Nose fahren, kommt das Licht an das Umwerferrohr.

    Hört sich jetzt erst mal nicht komliziert an, hatte aber für die armen Erbauer jede Menge Frustpotential. Die Aufhängung der Nose musste hierfür modifiziert werden, was einiges an hin und her verursachte. Ärgerlich ist dabei, dass diese Anpassung tatsächlich zumindest zunächst ausschließlich bei mir Sinn ergibt und keine allgemeine Weiterentwicklung darstellt. Ich hoffe, dass sich dies vielleicht dennoch für die Jungs vielleicht in Zukunft auszahlt.

    So dann die Montage der Lampe bei abgebauter Nase.

    20161123_000527.jpg

    Ein weiteres Thema ist dann natürlich die Kabellänge. Mit Nose braucht es ein deutlich längeres Kabel als ohne, welches dann irgendwie verstaut werden müsste. Aber nicht so mit Wolf. Der machte sich dann die Mühe, ein Zwischenstück anzufertigen:

    20161123_000546.jpg

    Die Aufhängung der Nose hat übrigens generell Fortschritte gemacht. Sieht sehr sauber aus, klasse. Bilder hierzu kommen dann noch, wenn's fertig ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.11.2016
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  10. JoergL

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    Hi,
    Die Optik des Trikes finde ich super, immHellen, aber die Sichtbarkeit des BatTrikes im Dämmern oder im Dunkeln nicht so.
    Reflexstreifen gibt es auch in fast-schwarz, angeleuchtet sind sie dann weißgrau.
    ich hatte mal welche bei Reflexia.de bestellt, als Rolle 5m.
    Gruß
    Jörg
     
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    Weil ich das wirklich ein sehr interessantes Thema finde und meine Erfahrungen auch teils im Widerspruch zu dem stehen, was ich vielfach lese, doch auch jetzt schon mal mehr dazu. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass jemand, der den Threadtitel liest und dann das erste Bild sieht, anfängt sich Fragen zu stellen, inkl. der, ob der Threadersteller noch alle Latten am Zaun hat :D

    Widerspruch Outdoor/Offroad/Rennfahrrad

    Zunächst einmal gibt es ja auch hier im Forum Rolltest, auch bezüglich der zukünftig von mir genutzten Pro-One Tubeless. Diese Rolltests zeigen auf, dass mit niedrigerem Luftdruck eine Zunahme des Rollwiederstandes erfolgt. Das ist aber letztlich ein Extremszenario, da die Rolle, auf der der Reifen läuft, völlig eben ist, zumindest für den Reifen.

    Wie sieht es bei einem Gegenszenario aus? Also: Mit dem Fahrrad und prallen Reifen von idealem Asphalt auf Kopfsteinplaster wechseln. Gleicher Test dann direkt mit niedrigem Luftdruck. Man stellt fest, dass zum einen die Bremswirkung mit hohem Luftdruck stärker ausfällt. Darüber hinaus, dass man letztlich freiwillig auch mit niedrigerer Geschwindigkeit weiterfährt, als man dies bei niedrigem Luftdruck tut.

    Also gibt es irgendwo einen von der Fahrbahnoberfläche bestimmten Punkt, an dem sich der Effekt des Luftdruckes umkehrt und einen, wo zusätzliche Performance durch größeren Komfort entsteht. Die Frage ist, wo liegt dieser Punkt bzw. wie beeinflusse ich bei den von mir befahrenen Strecken dieses Verhalten zu meinen Gunsten? Das ändert sich letztlich auch Tourabhängig, ich kann das also auch mit der Luftpumpe in einer gewissen Bandbreite beeinflussen. Bei den von mir gefahrenen Strecken sehe ich das Optimum aber eher im unteren Bereich. Ich teste noch aus, wie ich das intensiv bei meinem Randonneur gemacht habe. Hier kann ich aber deutlich höher im Luftdruck gehen, weil noch die hervorragende Federung von Velomo vorhanden ist.

    Als Nachteil bei dem Federungskonzept von Velomo kann man die fehlende Möglichkeit zur Einstellung benennen. Ich habe sie mir eher härter auslegen lassen - die Feineinstellung erfolgt über den Reifendruck.

    Als Nebeneffekt habe ich damit gleichzeitig einen Reifen, der relativ breit ist. Dies wird durch breite Felgen unterstützt. Der Reifen erhält mit zunehmender relativen Breite der Felge eine günstigere Form. Dies fördert gleichzeitig den Komfort und die Traktion und senkt den Rollwiederstand. Auch braucht es höhere Kräfte, damit etwas auf die Felge durchschlägt.

    Es wird oftmals hergegangen, einen breiteren Reifen dadurch zu erreichen, dass man einen breiteren Reifen kauft. Damit landet man aber jenseits der 28mm bei Reifen, die auch langsamer sind. Insgesamt auch weniger gute Eigenschaften haben. Ich hätte aber gerne die guten Eigenschaften eines Pro-Ones, und sorge also durch breite Felgen und eher niedrigen Druck dafür, dass dieser Reifen seine Eigenschaften optimal zur Geltung bringen kann und vergleichsweise breit ist.

    Offroad ist es ja so, dass fehlende Traktion für Schlupf oder durchdrehende Räder sorgt. Vielfach ist dabei Feuchtigkeit im Spiel. Slick, also ohne Profil, funktioniert relativ zu einem Reifen mit Profil bei Nässe besser. Klar, es ist mehr Aufstandsfäche da - aber zusätzlich, dass die eher günstigeren Reifen jenseits von 28mm auch schlechtere materialbedingte Naßeigenschaften haben. Der Pro-One oder auch der jetzige Conti haben da eine bessere Nasshaftung. Das funktioniert nicht nur bei Asphalt, die Nasshaftung verbessert auch das Verhalten bei Matsch, Laub, etc.

    Die Velomo-Trikes zeichnen sich ja durch sowieso schon sehr gute Traktion aus, die Gewichtsverteilung stimmt auch bei den meist eher großen Hinterrädern. Mit meinem 20" ist die Traktion aber noch größer. Im zunehmenden Anstieg spüre ich richtig, wie das Gewicht immer mehr auf das Hinterrad drück, die Federung geht auch richtig runter, je steiler es wird. An der Böschung liegt da richtig Gewicht drauf. Und das schon ohne Gepäck. Ich werde bald 10Kg weniger wiegen, aber dafür kommt Gepäck, dessen Schwerpunkt auch weiter hinten liegt als meiner. Kann sein, dass die Federung da noch härter ausgelegt werden muss, mal sehen, ich denke aber, es passt.

    Das alles zusammen - und ich kenne das von meinem Ranonneur genauso, nur ohne Federung und etwas schmaleren Felgen - schafft eine erstaunliche Offroadfähigkeit. Natürlich ist die begrenzt, und es kommt quasi der Punkt, an dem Stollen und noch mehr Breite nötig würden. Aber mit dem Randonneur inklusive Gepäck bin ich schon heftige Wanderwege gefahren, wo die jungen und auch nicht schnelleren Mountainbikefahrer, denen ich begenete, engeistert guckten, als sie mich sahen. Auch die sind abgestiegen und haben geschoben, wo ich dies tat. Das reicht einem alten Mann wie mir. Für die Wege, die so heftig sind, dass es nicht mehr weitergeht, arbeite ich aber noch an einer Lösung. Und es wird gehen. Und wie stets: komfortabel.

    Offroad ist aber nicht der Löwenanteil, den ich fahre, genausowenig, wie perfekter Ansphalt. Ich fahr halt alles mögliche - und was bei meinem Randonneur schon hervorragend auf allen Wegen funktioniert, geht hier in vielen Bereichen noch mal deutlich besser.

    Die Anbauteile von Roland sehen das genauso. Mit den leisen Reifen mit relativ wenig Druck, die so feinfühlig federn wie keine Federung es vermag, halten die die Klappe und sind glücklich und zufrieden.
    --- Beitrag zusammengeführt, 23.11.2016 ---
    Danke für den Hinweis, Jörg. Gerade im Dunklen mach ich mir am wenigstens Sorgen. Das geht ja mit Licht relativ leicht. Die Sichtbarkeit bei Dämmerung, ja, aber auch im Hellen ist schwierig.

     
    Zuletzt bearbeitet: 23.11.2016
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    Pannenanfälligkeit der Reifenwahl

    Ein Thema besonders bei Tourenrädern ist natürlich die Pannenanfälligkeit. Gerne wird daher zu einem Marathon gegriffen, ein Klassiker. Bezogen auf hiesiges Trike bedeutet das für 40er Breite 3x530g=1.590g. Bei Breite 47 dann schon 3*640g=1.920g. Beim Pro-One sind es lediglich 3*200g=600g. Hinzu kommt, dass der Pro-One faltbar ist, der Marathon nicht.

    Für Notfälle könnte ich also gewichtsmäßig 5-6 Reifen als Ersatz mitnehmen, wäre aber bei vergeichbarem Gewicht schneller und komfortabler. Gut, bei wirklich schlechten Wegen würde dann der Marathon Vorteile ausspielen. Aber 5-6 Reifen als Ersatz ist natürlich auch übertrieben. Je nach Tourlänge dann eher 1-3. Als einen der Esatzreifen könnte man dann aber auch einen Durano oder noch etwas anderes mitnehmen, was faltbar ist. Kann teilweise fürs Hinterrad, das nochmal anfälliger ist, die bessere Wahl sein - und auf weiten Strecken mal nen Reifen wechseln, weil lange Etappen mit besonders gräußlichen Böden anstehen, ist da auch nicht so problematisch.

    Ich finde das manchmal interessant, wenn ich Fernradreisende sehe, die dann einen Marathon, ggf. sogar Plus, montiert und als Ersatz nochmals hinten im Gepäck hängen haben. Ich halte das für fragwürdig. Das Verhältnis verschlechtert sich jetzt noch mehr.

    Natürlich, der Pro-One ist teurer und hält nicht so lange, also noch mal teurer. Aber den Aufpreis ist mir das Fahrverhalten wert. Es macht größtenteils einfach auch mehr Spass und ist effizienter.

    Der von mir bevorzugte Ansatz hat allerdings auch Nachteile zum Beispiel bei Schotter. Gerade hier kommt noch mal verstärkt die Pannenanfälligkeit zum tragen und es führe sich mit einem breiteren Reifen dann tatsächlich besser. Aber manch Schotter fährt sich überraschend gut, es sind in der Regel eher kurze Teilstücke, manchmal nur wenige Meter. Und Schotter fahren ist mit einem Trike sowieso nicht wirklich prickelnd und eine Alternativroute so oder so zu bevorzugen, handelte es sich um lange Wegstrecken.

    Die breiten Felgen mildern das Thema auch noch mal. Hinten sind Felge (außen) und Reifen ziemlich genau gleich breit. Die Felge schützt den Reifen dadurch sehr gut, was gerade bei der hier gegebenen Verletzbarkeit der Flanken hilfreich ist.

    Auch achtet man sinnvollerweise mit zunehmender Länge der Tour bei der Fahrt zunehmend auf das Material, meidet Risiken und extreme Belastungen. Ich fahr ja auch keine Rennen, kann mir alle Zeit der Welt lassen, bin völlig tiefenentspannt. Und Fahrabschnitte, wo es sich lohnt, richtig in die Pedale zu treten, man also leicht schnell sein kann, gibt es ja auch immer wieder. Mit den Kräften sinnvoll umgehen und haushalten ist angesagt.

    Mit dem Randonneur hatte ich auch kein Problem, auch kilometerweit zu schieben. Der war darauf abgerichtet, lief sehr brav bei Fuß. Ich gehe auch sehr gerne zu Fuß, hab sogar "Gehpausen" eingelegt, was sehr effizient ist, da der Körper sich da teils besser entspannen kann als wenn man sich nur hinsetzt. Idealer Zeitpunkt für solche Gehpausen sind schlechte Böden oder steile Anstiege. So was hilft, die Kondition langfristig aufrecht zu halten. Beim Trike ist das mit der Kondition weniger wichtig, zugegeben, man sitzt halt komfortabler. Und es ist noch so ein Manko beim Trike, an dessen Lösung ich arbeite, dass man es nun mal sehr schlecht schieben kann. Mal ein kurzes Stück, kein Thema, aber lange Strecken? Eher nicht. Ich muss da noch einen Weg finden, dem Biest das brave bei Fuß zu lehren.

    Ich denke da zum Beispiel an Wüstenwanderungen bzw. -Durchquerungen zu Fuß. Schon wegen der benötigten Wasservorräte passt das nicht alles auf den Rücken. Hier nimmt man einen kleinen zweirädrigen Zugkarren, den man hinter sich herzieht. Die Dinger sind meinem Trike ein wenig ähnlich. So was in der Art - geeignetes Seil hätte ich sowieso dabei (Hängematte), das reicht aber wohl nicht. Das muss ich noch austüfteln. Die Lenkung und Nose machen das auch nicht einfacher. Aber irgendwie wird es gehen. Und dann kann das Trike auch lange Strecken brav bei Fuss. Das erweiterte den Einsatzbereich deutlich und wäre auch im Falle, dass das Trike unfahrbar würde, eine gute Möglichkeit, es wieder in die Zivilisation zurück zu führen. Wie gesagt, ich gehe gerne zu Fuss, auch lange Strecken. Der Begriff Radwandern bekommt da eine weitere Bedeutung ;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.11.2016
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  13. roland65

    roland65 gewerblich

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    Hallo 1Hz,

    Du bestätigst einige meiner Erfahrungen:
    • Ein schnelles Trike mit das HiTrike mit recht hohem Komfort "Leicht, Schnell - und alltagstauglich" ist. Das war ja das Ziel der Entwicklung, als ich mit @Jack-Lee damit begann.
    • Beim Reifen (23-406 Ultremo) habe ich auch schon mal versucht, das zu messen und es schein, dass bei rauem Untergrund ein etwas niedrigerer Druck als der angegebene max. besser rollt, als ein höherer Druck. Der 28-406 bietet hier nach meiner Erfahrung einen guten Kompromiss, weil der auch mit 5-6 bar schon gut rollt,
    Bzgl. der Sichtbarkeit von CFK bin ich mir noch nicht so recht sicher. CFK macht auf Licht tatsächlich Reflexe und vllt kannst Du hier mal versuchen, ob das bildhaft eingefangen werden kann. Bisher empfehle ich es nicht unbedingt, aber z.B. das Gewicht ist schon ein Argument - nur knapp 2 kg zu 2,4 kg in der GFK-Ausführung.

    Weiter gute Fahrt und viele Grüße,
    Roland
     
  14. 1Hz

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    Dass das Teil vergleichsweise leicht ist, und zwar zur "Konkurrenz" schon sehr deutlich, hilft natürlich in vielen Situationen, auch dabei, dass der vermeintliche Straßenflitzer noch ganz anders zu gebrauchen ist. Mein Teil ist jetzt zwar für Velomo-Verhältnisse eher schwer, aber ich hab ja auch jede Menge dran. In Summe liegt das dann irgendwo in einem Bereich, was andere Trikes "nackt", ohne Ausstattung, wiegen. Das war ja eines meiner Probleme. Das hätte sich bei einem anderen Modell auf dem Markt vom Gewicht in Bereiche aufaddiert, wo es nicht mehr komfortabel und in der Nutzung eingeschränkt wäre. Noch wichtiger aber war mir Qualität des Fahrwerks, der Materialien und des Aufbaus, Zuverlässigkeit und Dauerhaltbarkeit. Das finde ich das geniale an Velomo - Leichtbau ist hier kein Kompromiss zu Lasten eben genannter Eigenschaften.

    23-406 ist für meine Zwecke zu schmal. 28-406 oder 30-406 finde ich ideal, wobei ich mit dem Druck auch niedriger gehe, beim Randonneur ohne Gepäck mit 28-406 vorne teils 3 bar. Am Trike muss ich noch versuchen, gestern hatte ich zum Beispiel vorne 3,5 bar, cool. Wenn ich mir einen Überblick verschafft habe, werde ich mal berichten. Den S-One oder jetzt Schwalbe G-One speed genannt, fände ich in 20" als Alternative auch was Feines.

    In "wir warten auf unser Trike",#629 und #641, und dem dort verlinkten "Fotos von unseren Radtouren", #56-#58, findest Du einige Fotos zu den Reflektionen. Sieht geil aus, macht mir richtig Freude, aber man sollte das nicht als Sicherheitsfeature einberechnen, eher als stille Sicherheitsreserve. Weitere Fotos werden auch noch kommen, keine Sorge.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.11.2016
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  15. Jack-Lee

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    @Cars10 : Wir haben die Aufnahme"tiefe" der Blattfedern von 5 auf 8cm vergrößert. So sind die Kräfte an den Schraubpunkten der Federn niedriger und es kommt auch bei einseitigen starken Belastungen nicht so schnell zu einer Verschiebung der Federn. Zudem schränkt es die Verdrillung der Federn zueinander beim Bremsen ein, das verbessert nennenswert den Gradeauslauf bei einseitigem Bremsen.
    Ist aber auf alte Rahmen nicht nachrüstbar.

    @TheMexican : PKW sind auch meist straßengrau und werden nicht übersehen. Die recht große Fläche der Nose macht einiges aus, grade wenn jemand noch auf dem Rad sitzt. Bei Dämmerung und in der Nacht ist aktive Beleuchtung sinnvoller als jeder Reflexstreifen.
    Tagsüber ist die Fläche oft entscheidender als die Farbe.
    Gabs mal ein schönes Bild eines schwarzen? WAW in der Baggerschaufel eines riesigen Baggers. Man hat baum draufschauen zuerst das kleine Velomobil gesehen, danach erst, das dahinter ja ein 4m hoher Bagger steht.
     
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    Beleuchtung

    Beleuchtung ist für mich sehr sehr wichtig. Nicht nur aus Sicherheitsaspekten, sondern auch im Tourenalltag. Wenn die Tage lang sind, ist es natürlich opportun, diese Zeit zum Fahren auf Touren zu nutzen. Ungefähr eine Stunde vor Dunkelheit beginne ich dann, nach einem Nachtlagerplatz ausschau zu halten. Im Hellen ist das Finden eines geeigneten Platzes sowie der Aufbau des Nachtlagers natürlich erheblich einfacher als im Dunkeln.

    Je kürzer die Tage dann werden, desto stärker schränkt das aber ein. Es bleibt immer weniger Zeit zum fahren. Daher verlagert sich das Fahren mehr und mehr in die Dunkelheit. Hierfür ist dann sowohl für die Fahrt als auch bzgl. Nachtlager eine optimale Lichtlösung sehr wichtig, auch für die Navigation. Fahrradwegweiser hängen zu hoch, als dass sie auch auf einem Up vom Fahrradlicht erfasst würden. Wanderwegweiser haben zwar die richtige Höhe, reflektieren aber nicht. Das Aufbau eines Nachtlagers ist mit Taschenlampe oder so auch suboptimal, da die Beleuchtung zu sehr auf einen Punkt geht. So was wie eine Hängelampe mit Schirm als Diffusor ist da viel praktischer (und romantischer). Bei schlechten unübersichtlichen Wegen braucht es Licht ohne Ende.

    Hat man diese Probleme gelöst, sind Nachtfahrten ein tolles Erlebnis, welches ich nicht missen wollte. Auch mein Sohn war total begeistert. Sehr empfehlenswert! Ist es dann sowieso einmal dunkel, fällt jede zeitliche Begrenzung wegen anstehendem Aufbau des Nachtlagers, was dazu führt, dass ich tatsächlich in der dunklen Jahreshälfte die längsten Fahrzeiten habe. Das geht dann bis 18h. Die Nachtfahrten sind dann auch eine tolle Abwechslung, die das Gesamttourerlebnis steigern. Hinzu kommt, dass sich im Dunkeln der Fokus mehr und mehr auf den Weg vor einem, das Fahrzeug und einen selbst konzentriert, was bei guten Wegen zu hohen Fahrgeschwindigkeiten führt. Stundenlang wie im Rausch, bis die Müdigkeit zu präsent wird.

    Hi-Light & Wolf

    Vorab möchte ich kurz auf die Lichtlösung von Velomo eingehen, also das Hi-Light (in Verbindung mit dem Forumslader).

    @Kraeuterbutter hat letztlich in einem Video die hervorragende Lichtqualität gezeigt, die mir definitiv deutlich besser erscheint als die Lichtleistung meines Scheinwerfers. Das war aber für mich zum Entscheidungszeitpunkt leider nicht sichtbar. Auch der Forumslader schien mir eine Bastellösung, die mir mit meinen Fähigkeiten ungeeignet erschien. Das Thema hat sich aber mit den beeindruckenden Arbeiten von @TitanWolf erledigt, zumal da ja auch so einiges bzgl. gewünschter Funktionsumfänge geht. Auch ist die Ladeleistung des Forumsladers wohl höher als bei mir. Ich würde also jedem raten, sich diese Lösungen anzuschauen.

    Nichtsdestoweniger gibt es immer noch gute Gründe, warum für mich meine Lösung Sinn ergibt, auch im Zusammenspiel. Zum Beispiel auch, weil ich die Lösung gleichsam bei meinem Randonneur habe.

    Scheinwerfer: LUMOTEC IQ2 LUXOS U

    Der kommt natürlich in der tiefen Trikeposition nicht so gut zur Geltung wie auf einem Up. Die entstehenden Nachteile bei der Ausleuchtung in niedriger Montageposition sind bekannt. Auchist insgesamt die Ausleuchtung lange nicht so gleichmäßig wie beim Hi-Light. In meinem Fall ist das aber nicht wirklich bedeutsam, da es zum einen dennoch sehr gut ist und zum anderen durch eine Stirnlampe ergänzt wird, was in Kombination eine hervorragende Ausleuchtung ergibt.

    Im Scheinwerfer integriert ist ein richtiger Akku. Das gibt nicht nur ein deutlich besseres Standlicht als ein Kondensator, sondern auch weitere Funktionen. So werden Lichtschwankungen, die sich durch unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten ergeben, gut ausgeglichen. Der Scheinwerfer hat verschiedene LEDs verbaut und leuchtet damit im Dunkeln anders als bei Tageslicht, wo auf ein Tagfahrlicht umgeschaltet wird. Auch wandert der Lichtkegel quasi mit der Fahrgeschwindigkeit, langsam fahrend wird eher der Nahbereich ausgeleuchtet, schnell fahrend eher die Ferne, die Energie wird also zielgerichtet genutzt. Es gibt eine Lichthupe (für mich in der Praxis uninteressant) und ein Fernlicht. Naja, nicht wirklich Fernlicht, aber bei Nutzung wird verfügbare "überschüssige" Akkuenergie verwendet, die gesamte Lichtkapazität zu nutzen, also Nah- und Fernbereich, was eine sichtbare Verbesserung ist. Bei zügiger Fahrgeschwindigkeit steht das auch dauerhaft zur Verfügung. Wird es noch schneller, blitzt die Lampe, um zusätzlich überschüssige Energie abzubauen, wo die anderen mechanismen dafür nicht mehr ausreichen. Sehr befriedigen, sein Rad derart zu bewegen, dass es blitzt :D

    Ein Lenkerschalter gehört auch dazu, was sehr praktisch ist. So kann ich zum Beispiel das Tagfahrlicht ausschalten, wenn ich nicht auf der Straße fahre, um den Fußgängern nicht die Augen wegzubrezeln. Ob das bei der niedrigeren Montageposition am Trike noch nötig ist, habe ich noch nicht ausgetüftelt. Aber "Fernlicht" lässt sich so dazu schalten. Und am Lenkerschalter geht ein Kabel ab, an dem man dann einen USB-Adapter anbringen kann, um Geräte zu laden. Licht und Ladefunktion stehen aber nicht gleichzeitig zur Verfügung.

    Das Standlicht ist mit Leuchtstärke und -Dauer durchaus auch ein Notersatz für eine Taschenlampe/Stirnlicht. Da kann man auch mal das Lager mit aufbauen.

    Rücklicht: TOPLIGHT Line brake plus


    Passt wunderbar, gute Seitenabstrahlung, Bremslicht schadet sicher auch nicht, Standlicht natürlich, welches, und das finde ich gut, abschaltbar ist.

    Stirnlampe: Fenix HL60R

    Für mich war wichtig, dass ich die Stirnlampe über USB laden kann,da ich unterwegs darauf angewiesen bin. Verschiedene Lichtstufen, wobei ich auf Fahrt Lichtstufe 2 nutze, was laut Hersteller für 29 Stunden reicht und mir hell genug ist. Im Lager (mit Lampenschirm) reichen meist die 5 Lumen, also Stufe 1, was laut Hersteller für 100 Stunden reicht. Überprüfen ist schwer, aber die Leuchtzeiten sind definitiv reichlich, auf Stufe 1 hatte ich es mal Zuhause laufen lassen, das mit den 100h kommt zum Beispiel mindestens hin. Trägt sich auch sehr gut. Die Stirnlampe ist natürlich auch eine Redundanz zum Scheinwerfer.

    Lampenschirm: Mammut Ambient Light Dry Bag


    Dieser kleine wasserdichte Packsack kann eine Stirnlampe gut aufnehmen und erzeugt dann ein sehr angenehmes Licht, mit dem man viel besser arbeiten kann als mit einem Taschenlampenlicht oder Stirnlicht. Einfach irgendwo aufgehangen und gut ist. Man kann auch sehr schön damit eine romantisches Licht erreichen, was ich auch sehr schön finde. Unterwegs habe ich in dem Packsack dann Sachen, die ich Nachts brauche, meist das, was ich dann anziehe. So gibt es keinen Nutzungskonflikt.

    Sonstiges:

    Ein zusätzliches Rücklicht zur Redundanz und Verbesserung der Sichtbarkeit kommt noch, wahrscheinlich etwas, was ich gut hinten an der Stirnlampe montieren kann. Mal schauen.
    Was ich auch gerne mitnehme, je nach Art der Tour, ist eine UCO Kerzen-Zeltlaterne. Natürlich nichts notwendiges und auch nicht immer dabei, aber ich mag so ein Kerzenlicht sehr gern, hängt dann zum Beispiel irgendwo an der Hängematte oder an einem Baum. Ist ja mein zweites Zuhause, wohlfühlen ist angesagt.
     
  18. Cars10

    Cars10

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    ich dachte dafür hat das Toplight eine Verbingdung zum Nabendynamo nötig? Wie löst Du das?

    Für Deine Touren kann ich Dir den Forumslader (in Verbindung mit den Velogical Felgendynamo) empfehlen. Du hast den bereits selber erwähnt. Der ist schnell abgenommen und kann dann im Zelt noch via USB Deine Lampe betreiben, Handy aufladen etc. Auch für die Stromversorgung für Navi/Handy während der Fahrt eignet der sich bestens. Habe den jetzt am HiTrike und im Quest.

    Worüber ich zur Zeit noch nachdenke wird in DE wohl nicht erlaubt sein, aber hier in BE stört mich das nicht: Flare-Pro wird via Powerbank betrieben (also theoretisch auch Formuslader)

    Gruß, Carsten
     
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  19. TitanWolf

    TitanWolf

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    Hallo Carsten,

    er nutzt den Velogical direkt an seiner Frontlampe, welche das Rücklicht durchschleifend versorgt. Daher kann das Rücklicht an der Drehzahlabnahme des Dynamos die Bremsung durchaus nachvollziehen.

    Im Prinzip kann ich @1Hz bei seinem letzten Beitrag vollständig zustimmen, bis auf das hier:

    Der Forumslader ist wirklich ein nettes Konstrukt, fernab von Bastellösungen. Er lässt sich akkukapazitätsseitig beliebig aufstocken (wenn einer dies kann und möchte) und bietet gleichwohl die notwendigen Spannungsausgänge für eine Vielzahl von Bordgeräten. Zusätzlich wird die Effizienz der Dynamonutzung optimiert.

    Viele Grüße
    Wolf
     
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  20. 1Hz

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    Ich schrieb ja: "schien mir" ... und stellte es als Irrtum dar :)
    Kannst mir das Teil ja mal erklären, wenn ich demnächst zu Euch komme.
    --- Beitrag zusammengeführt, 24.11.2016 ---
    @Cars10
    Das Flare-Pro sieht auch interessant aus. Schau ich mir bei Gelegenheit mal in Ruhe an.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.11.2016
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