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Na sieh, mal guck. Es passiert etwas, wofür es sich lohnt Anerkennung zu zollen. Bravo!
Überhaupt finde ich den Ansatz mit dem kostenlosen Probearbeiten oder Praktikum eine ganz hervorragende Idee. Das kannst eigentlich jedem anbieten. Solange Du Deinem künftigen Arbeitgeber den Laden nicht bis auf die Grundmauern niederbrennst, ist es für Dich ein Gewinn.
Der für Dich zuständige Ort heißt übrigens Arbeitsamt/Jobcenter und nicht Facebook. Auch, wenn Du wahrscheinlich eine der härteren Nüsse zu knacken bist - man kann dem Amt nicht vorwerfen, dass sie nicht viel Erfahrung mit der Eingliederung auch komplizierter Fälle hat. Klappt halt auch nicht immer beim ersten bis 10ten Mal.
Nach wie vor ist es bemerkenswert, wie bewusst Du Dir Deiner Schwächen bist. Allerdings bist Du jetzt so langsam in einem Alter, in dem Du gelernt haben solltest, mit diesen auch umzugehen. Es ist ein Unterschied, ob man so lange weint, bis einem jemand Aufmerksamkeit schenkt oder man mit einem Augenzwinkern sagt: Ich weiß, ich laufe nicht ganz rund.
Freut mich, dass Du mal den Kopf aus der Tür gesteckt hast. Hoffentlich bestärkt Dich der Ausflug in das wahre Leben. Gelingt es Dir unter Menschen zu kommen und mit ihnen Alltagslösungen zu finden (wozu sich Jobs ganz hervorragend eignen), dann wordsmith relativ schnell auch alles andere wichtige und nichtige ergeben.
Eine letzte Sache noch: Als ich in meiner Ausbildung war, lebte ich in einer mördergrossen WG mit jemanden zusammen, der auch nicht die hellste Kerze auf der Torte war. Sehr ähnliche Situation zu Deiner, ähnlich offenes Buch… wenn man nicht direkt nach dem Guten Tag gegangen ist, hatte man 3 Stunden Lebensgeschichte vor sich. Der hat mich genauso genervt, wie Du mich.
Wie auch immer.
Der Typ ist gefühlte 100 mal mit vollem Anlauf gegen die Wand gelaufen, kam am Ende aber nach einem Praktikum selig mit einem Fulltime-Job in einem Krankenhaus zurück. Der hat Krankenhausbetten geputzt.
Ob der mich genervt hatte oder nicht… seine mentale Stärke auch nach dem 83. Anlauf es noch mal zu versuchen …. und nach dem 84. usw. Und sich dann zu freuen, wenn es geklappt hat … das verlangt mir persönlich Respekt ab.
Noch eine Geschichte?
Auf meiner ersten Radtour von Hamburg nach Constanta machte ich nahe der bulgarisch/rumänischen Grenze Halt an einem Lidl. Dort wurde ich auf einem Obdachlosen aufmerksam, der bereits ein wenig dem Feuerwasser zugesprochen hatte. Als ich meine Mahlzeit auf dem Lidl-Parkplatz verdrückte, verstand ich, dass dieser leicht alkoholisierte Obdachlose auf dem Parkplatz ein recht florierendes Service Unternehmen am Laufen hatte. Er hatte eine Marktlücke gefunden.
Der besagt leicht alkoholisierte Obdachlose, schob für die Bulgaren, die zu faul waren, die Einkaufswagen zurück in das Einkaufswagenhäusschen. Sein Lohn: - Klick - die Münze, die es braucht, um den Einkaufswagen zu Beginn aus der Reihe anderer zu lösen.
Leider habe ich nicht sehr viel mehr erfahren. Die Sprachbarrieren waren zu hoch. Dennoch genossen wir es das nun geteilte Mahl in Gesellschaft zu vertilgen.
In diesem Sinne. Hau rein, schöne Feiertage.
——-
Zu der Einkaufswagengeschichte: wie kann man das machen, ohne jemanden auf den Keks zu gehen?
Simpel. Mit Bestechung:
Du kaufst kleine transparente Tütchen und Klammern um sie zu verschließen. Dann gehst Du in den Supermarkt und kaufst eine Tüte leckere Marken-Bonbons (es ist wichtig, dass die Marke durch die transparente Tüte zu erkennen ist, um Misstrauen zu vermeiden). Davon gibst Du drei(!) in das transparente Tütchen verschließt sie.
Die Tütchen verstehst Du als kostbarste Geschenke, füllst sie jeden Tag frisch. Es ist wichtig, dass die Bonbons separat verpackt sind. Keine Gummibärchen etc.
Dann wartest Du auf dem Parkplatz schaust auf jene, die mit dem Einpacken fertig sind und fragst höflich, ob Du den Einkaufswagen zurückschieben darfst - gleichzeitig hältst Du die drei Bonbons in der Tüte hin.
Also kurze Einnahmen-Ausgabenlsite (Schätzung):
30 Bonbons in einer Tüte zu 2,- €, Preis pro Give-Away (Bonbons, Tüte, Klammer) 0,22 €
Einnahmen je Einkaufswagen 0,50 €
Ausgaben je Einkaufswagen 0,22 €
Rohgewinn: 0,28. €
Jetzt gehst Du an die Marktforschung und zählst wie viele Einkaufswagen zu welchen Zeiten werden auf den Parkplätzen bewegt. Wann lohnt es sich? Wann könnten sich Standortwechsel lohnen? Zu welchen Zeiten lohnt es sich überhaupt?
Du brauchst Nachfrage von etwa 35 Einkaufswagen die Stunde. 35 x 0,28 = 9,8. Bedeutet gleichzeitig: Du brauchst etwas mehr als eine Bonbontüte pro Stunde.
Den Break Even, also die schwarze Null in der Stunde schreibst Du bei 8 Einlaufswagen bei der Annahme, dass eine Bonbontüte 2,- € kostet und Du jede Stunde eine neue anbrichst.
Jetzt ist nur noch die Frage: kannst Du Einkaufswagen schieben, kannst Du die Bonbons sauber abfüllen und ansehnlich verpacken, kannst Du wie eine saubere Servicekraft aussehen … und … kannst Du Einkaufswagen schieben - wenn ja - wie viele?
Solltest Du gar nicht sein. Es verdient schon einigermaßen Respekt, dass Du mal raus bist und es versuchst. Keep it like that! Am Endenist es wirklich total shiceegal, ob es beim 15ten oder 30ten mal klappt. Wenn Du 34 mal gegen die Wand and rennst, dann weißt Du beim 35ten mal, wie Du es angehen kannst.Ich bin natürlich geknickt
Überhaupt finde ich den Ansatz mit dem kostenlosen Probearbeiten oder Praktikum eine ganz hervorragende Idee. Das kannst eigentlich jedem anbieten. Solange Du Deinem künftigen Arbeitgeber den Laden nicht bis auf die Grundmauern niederbrennst, ist es für Dich ein Gewinn.
Schön, aber zum falschen Zeitpunkt.ich bin Realist
FB ein Gesuch
Wenn Du glaubst, dass auf Facebook so etwas wie Realität stattfindet… all Deine Gebrechen, die Du glaubst, Dein Eigen nennen zu können, gehören NICHT in öffentliche Foren. Du musst nicht jeden virtuellen Ort mit der detaillierten Schilderung Deiner persönlichen Situation vorab anzünden. Interessiert auch Arbeitgeber nicht - nie. Die wollen wissen, wenn ich den Kerl in mein Business hole, ist dann der Hof gefegt, das Regal eingeräumt … irgendein Mehrwert erzeugt worden.unverfänglichen Offenheit
Der für Dich zuständige Ort heißt übrigens Arbeitsamt/Jobcenter und nicht Facebook. Auch, wenn Du wahrscheinlich eine der härteren Nüsse zu knacken bist - man kann dem Amt nicht vorwerfen, dass sie nicht viel Erfahrung mit der Eingliederung auch komplizierter Fälle hat. Klappt halt auch nicht immer beim ersten bis 10ten Mal.
Nach wie vor ist es bemerkenswert, wie bewusst Du Dir Deiner Schwächen bist. Allerdings bist Du jetzt so langsam in einem Alter, in dem Du gelernt haben solltest, mit diesen auch umzugehen. Es ist ein Unterschied, ob man so lange weint, bis einem jemand Aufmerksamkeit schenkt oder man mit einem Augenzwinkern sagt: Ich weiß, ich laufe nicht ganz rund.
Bin da doch recht optimistisch
Freut mich, dass Du mal den Kopf aus der Tür gesteckt hast. Hoffentlich bestärkt Dich der Ausflug in das wahre Leben. Gelingt es Dir unter Menschen zu kommen und mit ihnen Alltagslösungen zu finden (wozu sich Jobs ganz hervorragend eignen), dann wordsmith relativ schnell auch alles andere wichtige und nichtige ergeben.
Eine letzte Sache noch: Als ich in meiner Ausbildung war, lebte ich in einer mördergrossen WG mit jemanden zusammen, der auch nicht die hellste Kerze auf der Torte war. Sehr ähnliche Situation zu Deiner, ähnlich offenes Buch… wenn man nicht direkt nach dem Guten Tag gegangen ist, hatte man 3 Stunden Lebensgeschichte vor sich. Der hat mich genauso genervt, wie Du mich.
Wie auch immer.
Der Typ ist gefühlte 100 mal mit vollem Anlauf gegen die Wand gelaufen, kam am Ende aber nach einem Praktikum selig mit einem Fulltime-Job in einem Krankenhaus zurück. Der hat Krankenhausbetten geputzt.
Ob der mich genervt hatte oder nicht… seine mentale Stärke auch nach dem 83. Anlauf es noch mal zu versuchen …. und nach dem 84. usw. Und sich dann zu freuen, wenn es geklappt hat … das verlangt mir persönlich Respekt ab.
Noch eine Geschichte?
Auf meiner ersten Radtour von Hamburg nach Constanta machte ich nahe der bulgarisch/rumänischen Grenze Halt an einem Lidl. Dort wurde ich auf einem Obdachlosen aufmerksam, der bereits ein wenig dem Feuerwasser zugesprochen hatte. Als ich meine Mahlzeit auf dem Lidl-Parkplatz verdrückte, verstand ich, dass dieser leicht alkoholisierte Obdachlose auf dem Parkplatz ein recht florierendes Service Unternehmen am Laufen hatte. Er hatte eine Marktlücke gefunden.
Der besagt leicht alkoholisierte Obdachlose, schob für die Bulgaren, die zu faul waren, die Einkaufswagen zurück in das Einkaufswagenhäusschen. Sein Lohn: - Klick - die Münze, die es braucht, um den Einkaufswagen zu Beginn aus der Reihe anderer zu lösen.
Leider habe ich nicht sehr viel mehr erfahren. Die Sprachbarrieren waren zu hoch. Dennoch genossen wir es das nun geteilte Mahl in Gesellschaft zu vertilgen.
In diesem Sinne. Hau rein, schöne Feiertage.
——-
Zu der Einkaufswagengeschichte: wie kann man das machen, ohne jemanden auf den Keks zu gehen?
Simpel. Mit Bestechung:
Du kaufst kleine transparente Tütchen und Klammern um sie zu verschließen. Dann gehst Du in den Supermarkt und kaufst eine Tüte leckere Marken-Bonbons (es ist wichtig, dass die Marke durch die transparente Tüte zu erkennen ist, um Misstrauen zu vermeiden). Davon gibst Du drei(!) in das transparente Tütchen verschließt sie.
Die Tütchen verstehst Du als kostbarste Geschenke, füllst sie jeden Tag frisch. Es ist wichtig, dass die Bonbons separat verpackt sind. Keine Gummibärchen etc.
Dann wartest Du auf dem Parkplatz schaust auf jene, die mit dem Einpacken fertig sind und fragst höflich, ob Du den Einkaufswagen zurückschieben darfst - gleichzeitig hältst Du die drei Bonbons in der Tüte hin.
Also kurze Einnahmen-Ausgabenlsite (Schätzung):
30 Bonbons in einer Tüte zu 2,- €, Preis pro Give-Away (Bonbons, Tüte, Klammer) 0,22 €
Einnahmen je Einkaufswagen 0,50 €
Ausgaben je Einkaufswagen 0,22 €
Rohgewinn: 0,28. €
Jetzt gehst Du an die Marktforschung und zählst wie viele Einkaufswagen zu welchen Zeiten werden auf den Parkplätzen bewegt. Wann lohnt es sich? Wann könnten sich Standortwechsel lohnen? Zu welchen Zeiten lohnt es sich überhaupt?
Du brauchst Nachfrage von etwa 35 Einkaufswagen die Stunde. 35 x 0,28 = 9,8. Bedeutet gleichzeitig: Du brauchst etwas mehr als eine Bonbontüte pro Stunde.
Den Break Even, also die schwarze Null in der Stunde schreibst Du bei 8 Einlaufswagen bei der Annahme, dass eine Bonbontüte 2,- € kostet und Du jede Stunde eine neue anbrichst.
Jetzt ist nur noch die Frage: kannst Du Einkaufswagen schieben, kannst Du die Bonbons sauber abfüllen und ansehnlich verpacken, kannst Du wie eine saubere Servicekraft aussehen … und … kannst Du Einkaufswagen schieben - wenn ja - wie viele?
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