Mein ,,neues" Sessel(liegerad), ein Utopia Scooterbike mit Pendix

Frank H.

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Nachdem mein gebrauchter Easy Racer Nachbau verkaufschenkt wurde hab ich mir ein Utopia Scooterbike zugelegt welches bei mir um die Ecke angeboten wurde. Bei der Probefahrt wurde festgestellt, das sich das Rad ohne Probleme auf meine langen Beine einstellen lässt. Aufrechtfahrräder fahre ich mit 64-66cm Rahmenhöhe. Unter Rh 61 ist alles viel zu klein, bei 1,90 Körpergröße.
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Upps, da is mir doch glatt eine Ansicht meines eigenen Fahrradgeschäftes mit durchgerutscht. Soll ,,natürlich" keine Schleichwerbung sein. Hier gehts ums Utopia. Ich würd sagen, es ist das Hollandrad unter den Liegerädern und garantiert kein Renner. Der selbstmontierte Pendix unterstützt in der geringsten Stufe (75%) völlig ausreichend und fast unbemerkt.
 
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Hallo Frank!
Ein schönes Scooterbike hast Du da!

Mein erstes Liegerad war auch so eines. Ich hätte es schon längst weggegeben wenn ich nicht immer wieder überlegen würde ein Pedelec daraus zu bauen.
Das Sesselrad "schreit" nach Elektrifizierung. Mit dem Pendix sieht das ja unheimlich aufgeräumt aus. Wirklich schick! Ist mir leider zu viel Geld...

Aber mal sehen, eine neue Vorderradgabel ( für V-Brakes) habe ich schon herumliegen (Die Trommelbremse müsste aus meinem Vorderrad und dann soll ein Motor dort hinein...mal sehen ob das noch etwas wird...momentan ist mein Scooterbike mal wieder verliehen weil ein Kollege das Auto kaputt hat.

Du hast ja auch die typische "Sitzkrankheit" - der Sitz ist leider nur mit einer Kunstoffolie überzogen und reißt schnell immer weiter. Ich hatte meinen beim Sattler und der hat ihn schön mit Kunstleder bezogen. Das kann ich Dir nur empfehlen!

Ich wünsche Dir jedenfalls ganz viel Freude mit dem "coolen" Rad - die Aufmerksamkeit der Kids ist Dir in jedem Falle gewiss...
Flittchen
 

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Frank H.

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Der Sitz wird auch neu bezogen, lass ich beim Sattler machen. Der nimmt dan das selbe Material wie bei Motorradsitzen. Stimmt schon günstig ist der Pendix Made in Germany nicht, aber erstens gefällt er mir optisch und zweitens hab ich den im Programm. Schön ist das man kein Display hat/braucht. Es gibt natürlich auch andere Umbausätze die auch ihre Vor-und Nachteile haben. Das Copenhagen Wheel z.Bsp. oder den add-e. Das Scooterbike ist erstens bequem und als Pendlerfahrzeug hervorragend geeignet. Mein täglicher Arbeitsweg sind 11km ein Weg. Und als Fahrradfritze kann man nix von der Stange fahren. Das Rad kann natürlich auch meine Kundschaft auf das Thema Liegerad neugierig machen.
Gruß Frank
 

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Ich habe heute mal bei Utopia nachgefragt ob es möglich ist an Hand der Rahmen-Nr. festzustellen wie alt das Rad ist. Die telefonische Anfrage löste erstmal Erstaunen in Saarbrücken aus und die freundliche Dame am Telefon konstatierte das die Rahmen-Nr. vor ihrer Zeit bei Utopia liegen müsste. Die Anfrage wurde an Herrn Klagges weitergeleitet. Das Rad wurde am 26.04.2001 produziert. Gab's damals auch schon als Pedelec, aber mit anderen Bremsen. Wenn man ehrlich ist, sind die Rollenbremsen ein wenig überfordert mit dem Zusatzantrieb. Sie müssen sehr penibel eingestellt werden. Zwischen guter Bremswirkung und Dauerschleifen ist ein schmaler Grad. Für einen Kunden würde ich aus Sicherheits- und Haftungsgründen von einem Umbau Abstand nehmen oder die Bremsen umbauen.
 
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Wie kommst Du denn mit der Rückenlehne klar, die ist im Schulterbereich gefühlt nach hinten gebogen. Stört Dich das nicht? Oder ist es Dein erstes Liegerad?
Gruß Krischan
 

Frank H.

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Nein, ist mein 2. Liegerad, siehe Avatar. Die Rückenlehne war original zu weit nach hinten geneigt. Ich hab an der vorderen Sitzhalterung 2 neue Befestigungslöcher 15 mm über den originalen Löchern gebohrt. Dadurch hat sich die Lehne auf ein erträgliches Maß nach vorn geneigt. Unter die vorderen Schrauben der Sitzkissenbefestigung hab ich 2 Distanzbuchsen vom Basil Cento Schultaschenkorb gelegt um die Sitzflächenneigung beizubehalten.
 
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Hallo Frank!
Die Rollenbremse hatte ich auch mal...genau die gleiche Problematik hat mich dann dazu bewogen die Bremse zu verkaufen.
Ich mache jetzt langsam weiter mit der Elektrifizierung - ich habe mir einen gebrauchten Ansmann im Vorderrad gekauft. hoffentlich funktioniert der...

Wie kommt denn Utopia an die Rahmennummern?? Dein Rad wurde doch bei Kynast in Cloppenburg gebaut (wie auch immer die Rohrbiegerei jetzt heißt)?
Da müsste ich bei meinem Rad auch mal nachfragen - da habe ich auch kein Baujahr (habe das Rad vergammelt aus dem Schrott "gezogen").

Viel Spaß weiterhin!
Gruß
Flittchen
 
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Hallo Krischan!
Natürlich, Quakenbrück! Meinte ich auch! Auch Fa. USED gibt es da noch. Die besorgen auch noch alle Ersatzteile.
Schöne Grüße
Ingo
 

Frank H.

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Mein Rad ist mit Utopia Steurkopfaufkleber und beidseitig mit Utopia Rahmenaufklebern versehen. Ob nur der Rahmen aus Quakenbrück kommt oder das Rad dort komplett für Utopia gebaut wurde kann ich nicht sagen. Es wurde aber als Utopia verhökert. Da könnte man dann für den Winter eigentlich die Schwinge wechseln und nen Dreirad draus machen. Lohnarbeit ist im Fahrradbereich durchaus nix Neues. BBF Räder werden z.B. bei Romet in Polen oder in Bulgarien oder in Ungarn montiert. Ein und den selben Rahmen gibts z.B. als BBF, als Panther, als Excelsior oder Victoria und manchmal auch als Kaufhausrad mit unaussprechlichen Phantasienahmen. Und ich weiss,das im Rolandwerk auch Fahrräder für verschiedene Marken montiert werden. Z.B. wurden dort die Pedersen Räder für Kalle Kalkhoff gebaut. Die werden ja nach Kalles Ableben auch von Utopia weiterentwickelt und vermarktet. Meiner Meinung nach ist das völlig Banane wo und bei wem ein Fahrrad montiert wird so lange die Qualität stimmt. Velomobile, Liegeräder und andere Spezialräder werden ja oft in kleinen Manufakturen gebaut, was auf Grund der Vielfallt und der benötigten Spezialteile und verschiedenen Ausstattungen auch Sinn macht. Bei günstigen Volumenmodellen ( Hase Trigo, HP Gekko) hat man nicht die Vielfallt der Ausstattungsvarianten. Das ermöglicht hohe Stückzahlen.und damit niedrigere Preise.
 
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Du hast jedenfalls den besseren Sitz abbekommen, nicht nur durch Deine Änderung des Lehnenwinkels. Die Lehne ist auch gerade, meine ist nach hinten gewölbt, auch im oberen Rücken. Unaushaltbar.
Durch Deine Anregung werde ich mal den Sitz vom Okeja montieren, dann wird es hoffentlich benutz- und verkaufbar. :)
Gruß Krischan
 

Frank H.

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Meine Rückenlehne ist doch auch gebogen wie man auf dem 1. Bild im 1. Beitrag sieht. Es wäre natürlich besser wenn die Neigung der Lehne unabhängig von der Sitzfläche verstellbar wäre. Ich glaube, das Utopia das später beim Phönix auch gemacht hat. Muß noch mal nachschauen.
 

Frank H.

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Bleibt die Frage, wie fährt sich das Sesselrad eigentlich?
Gut!
Das wäre als Antwort sicher wenig hilfreich, also etwas ausführlicher
Sitzhaltung nach Korrektur der Lehnenneigung sehr bequem, Lenkerbreite und Bedienbarkeit von Schaltung und Bremsen ist i.O.
Beleuchtung ist in Ordnung, der Leichtlaufdynamo hat keinen zu großen Widerstand. Die Geräusche sind erträglich. Anfängliches Durchrutschen auf nasser Reifenseitenwand verscwindet wenn die Laufrolle die Spur trocken gerieben hat.
Die Rollenbremsen bremsen ausreichend, Notbremsungen benötigen einen ordentlichen Händedruck. Zur Not Füße runter (Größe 50).
Die originale Übersetzung hab ich von 38 zu18 auf 38 zu17 geändert. Darüber ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Man muß viel schalten um vernünftig voran zu kommen. Im schnellsten Gang ist mir die Kurbeldrehzahl noch zu hoch, mehr als 60 U/ min ist mir zu hektisch, da streikt die Lunge.
Am Berg z.B. aus Hucksdorf Richtung Schwaan muß ich auf den 2. Gang runter.
Der Pendix Umbau hat eine deutliche Verbesserung gebracht, 75% Unterstützung reichen aus.Alle Streckenabschnitte des Arbeisweges lassen sich einen Gang höher fahren und die Luft geht einem nicht mehr aus. Auf dem Aufrechtfahrrad hab ich die Probleme nicht. Dank Brooks B 190 Sattel tut mir mein Hintern auch nicht weh, nicht mal bei der MSR bei 300 km. Der Pendix arbeitet unauffällig und geräuschlos. Das er arbeitet merkt man eigentlich erst wenn man vergessen hat ihn einzuschalten. Mein Arbeisweg ist 11 km einfach, zweimal hin und zurück mit der kleinen Batterie (300Wh) reicht nicht ganz, mit120 kg nutz ich die Zuladung voll aus und der Antriebsstrang mit den Kettenrohren frisst sicher auch Energie.
Was steht für diecZukunft an:
1. Sitz neu beziehen lassen
2. Übersetzungen und Entfaltungen hin und her rechnen, evtl. auf 8 Gang Nexus für Rollenbremse umbauen
3. Vielleicht kann der Pendix dann wieder ab. Ohne Antrieb wäre die Langsteckentauglichkeit besser.
Ist es nun die eierlegende Wollmilchsau? Nein, die gibt es nicht
War das ein guter Kauf? Ja, für 400,-€ ein Liegerad welches für meine Größe passt und mit dem ich zurechtkomme ist i.O. Alles andere ist anpassbar.
 

Frank H.

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Hatte zwischendurch die Übersetzung von 38 zu 17 auf 46 zu 17 geändert. Ergebnis: Trittfrequenz runter, Unterstützung auf Stufe2, Batterie nach einmal Hin und Her zum Geschäft fast leer. Also alles wieder zurück gebaut. 38 zu 17 gibt eine Entfaltung von2,22m-5,42m bei der 7gang Nexus Nabe. Bei der 8 gang Nexus Premium wären 38 zu 17 dann 1,85m-5,67m. Das sind dann nach Adam Ries 0,37m nach unten und 0,25m nach oben. Ob sich der Aufwand für den Umbau lohnt ist fraglich. Den Spiegel hab ich noch mal gegen einen BuM Cycle Star 80 getauscht. Durch den Ausleger ist die Sicht besser da ich nicht mehr meinen linken Arm im Bild habe. Werde mal mit Kurbelverkürzern aus dem Invalidenbedarf experimentieren. Kürzere Kurbeln sollen ja für eine Erhöhung der Trittfrequenz förderlich sein. Den Sitz beziehen zu lassen ist das Nächste was ansteht.
 
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Hi Frank,
mich würde mal das Gewicht (ohne Anbauteile/Zubehör wie z.B. Taschen) interessieren..?
Gruß : Paolo
 

Frank H.

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@Paolo Hab das Rad heute mal ohne Taschen, ohne Fahrer aber mit Pendix Antrieb gewogen. Ergebnis glatt 25 kg. Das macht dann-6,5 kg für den Pendix mit 300Wh Akku 18,5 kg für das Rad. Liegt damit im Bereich von den normalen Cityrädern mit 7gang Nabe und Federgabel. Gruß Frank
 
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Mein Arbeisweg ist 11 km einfach, zweimal hin und zurück mit der kleinen Batterie (300Wh) reicht nicht ganz
300Wh / 44km also mehr als ca. 7 Wh/km. Du selbst schaffst ja ohne Motor mit 100W Eigenleistung wohl ca. 20km/h, bist also selbst schon für 100/20 = 5 Wh/km gut.
Hast du dich vom Pendix durch die Gegend kutschieren lassen und nur noch pseudo-pedaliert, oder wie erklärt sich sonst ein so hoher zusätzlicher Verbrauch? :eek:
 
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Frank H.

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Der Stromverbrauch erklärt sich recht einfach.
1. Die Übersetzung ist mit 38 zu 17 beim 20 Zoll Hinterrad nicht optimal. Das Kettenblatt muß größer werden.
Da ich kein hektischer Mensch bin sind mir Trittfrequenzen über 60 Kurbelumdrehungen pro Minute zu wieder, dh. die Geschwindigkeit liegt dann bei knapp 20 kmh.
Ich komme also nicht mal Ansatzweise in den Abschaltbereich des Motors.
2. Der Pendix ist ein Direktläufer und die haben die Angewohnheit wenn Sie gefordert werden den Stromverbrauch zu erhöhen da sie nicht wie Getriebemotoren im optimalen Drehzahlbereich laufen.
3. Ich nutze mit meinem Gewicht von >100 kg (deutlich) die Zuladung voll aus und bei 1,90 m Länge bringt die veränderte Sitzhaltung nicht wirklich viel eingesparte Windangriffsfläche.
Und die wird durch Schuhgröße 50 wieder neutralisiert.
Aufrechträder werden generell ohne Motor gefahren und zwar aufrecht z.B. Gazelle Hollandrad (Rh 66 cm)mit 3gang Nabe bei der MSR300 2018 oder mein Manufaktur Halbrenner von 1985 (Rh 65cm) mit 2x6 Kettenschaltung.
Den Pendix lass ich auch auf der geringsten Stufe mitlaufen. Meine Idee ist aber den Motor wieder zu demontieren, eine 8gang Nabe einzubauen und mich an der Werksübersetzung von HP Velotech von 44 zu 16 zu orientieren. Da bin ich wieder im vernünftigen Rahmen mit der Entfaltung. Kürzere Kurbeln sind einer Erhöhung der Trittfrequenz sicher förderlich.
Das Rad ist nämlich für ausgiebige Touren durch unser schönes Mecklenburg geeignet, da will ich aber nicht vom Ladezustand eines Akkus abhängig sein oder einen 2. Akku/ Ladegeraffel mitschleppen.;-)
 
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