Mein neues altes GoOne 3

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Erste Probefahrt, 9km, teils rumpelig: es hat nichts geknackt ...

Es wirkt deutlich steifer, möglicherweise sogar eine Idee leiser. Tempo wie gehabt, also offenbar nichts, was stärker schleift als vorher. Operation fürs erste geglückt. Aber natürlich schaue ich die Tage nochmal genauer nach, am besten mit der Fühlerblattlehre.
 
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Die Kette lasst sich auch mit so ein Gummischnur mit Metalhacken dran einigermassen auf spannung bringen. Die Spannung macht ein erhebliches unterschied, wie hoch die Kette lauft.

Ich find es gut das du es geschaft hasst denn Sitz wieder hin zu kriegen. Vielleicht dort unten mit eine zweite schicht verstarken?
 
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Eher so langsam daran denken, eine zweite Version zu bauen?

Was die zweite Schicht angeht: es sind doch schon drei. Ich habe innen und außen Verstärkungen aufgeleimt.
 
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Aber natürlich schaue ich die Tage nochmal genauer nach, am besten mit der Fühlerblattlehre.
Mhmm, die 0.05mm passt noch durch den Spalt, 0.1mm schon nicht mehr. Ich glaub, ich sollte irgendwann mal die Rolle ausbauen, um etwas mehr Platz schaffen zu können.
Aber heute waren die Bremsen dran - Züge gekürzt, gefettet und von unten an die Bremsen herangeführt. So richtig zufrieden bin ich nicht; ich muss den Bremshebel nach wie vor auf den letzten mm hochschieben. Mag sein, dass das an dem engen Bogen liegt, über den sie an den Lenkplatten vorbei geführt werden. Weil die Lenkplatten keine Löcher haben, lassen sich die Züge nicht auf dem "idealen" Weg verlegen. Mal sehen, wie es sich fährt.

Einen Vorteil hat die Sache allerdings: die Bremszüge lassen sich jetzt für Wartungsarbeiten aushängen. Und das werde ich bald brauchen; ich darf nämlich die Federbeine öffnen.
Hurrah, wie mich das freut!

Grund ist, dass die Bodenfreiheit links 1cm tiefer als rechts ist. Sowohl unbelastet als auch, wenn ich drinne sitze und mit dem Zollstock durch die Fußlöcher messe.
Folge: an den heißgeliebten Temposchwellen in der TG bleibe ich seit einiger Zeit jetzt grundsätzlich hängen. Anfangs war das nur dann der Fall, wenn der Reifendruck vorne zu gering war. Schlimmer noch: in engen Rechtskurven taucht das linke Vorderrad tief ein und bleibt an der Kotflügelverbreiterung hängen.
 
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Mal weiter im "Blog". Bremsumbau erster Schritt, heute nochmal nachgestellt.

Hier sieht man, warum die Wirkung nicht besser geworden ist. Die Krümmung würde wesenlich sanfter verlaufen , wenn ich den Zug durch die Lenkplatte führen könnte. Wenn die Räder gerade stehen, sieht das noch weniger gut aus. Aber wie ich bereits schrieb: für die anstehende Reperatur der Federbeine kann ich die Züge jetzt endlich ausklinken. Bisher erfolgte die Klemmung direkt an der Stütze der Bremse. Allein das ist schon mal Gold wert.

DSC_4877.JPG

DSC_4876.JPG
 
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Die Bögen bei der V-Brake sind unter Umständen enger und das geht normalerweise gut.Klingt für mich nach shimmen also unterlegen der Bremsbeläge wegen Abnützung dann gehen die auch nicht zurück allerdings normalerweise gar nicht
Jedenfalls gratuliere zum Umbau , denn schlechter kann die Bremskraft dadurch ja nicht geworden sein.
 
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Das könnte ich machen, wenn ich die Federbeine repariere. Freihändig in der Tiefgarage machen große Löcher keinen Spaß. Mal sehen.
Die Bögen bei der V-Brake sind unter Umständen enger und das geht normalerweise gut.
Auf den Bildern konnte ich das nicht zeigen (blöder Autofokus): wenn die Räder gerade stehen, laufen die Bögen in kleinen Wellen. Es sieht aber so aus, als ob ich zumindest die alte Bremskraft wieder erreicht hätte. Wenn man sich andere Bremsplatten mit Bremszug von unten anschaut, sieht man, dass der Zug dann so gut wie immer durch eines der Löcher verlegt wird. Wenn ich es mit meinen bescheidenen Mitteln hinbekomme, passende Öffnungen in die Lenkplatte zu bohren, wäre da vermutlich schon ganz gut. Und so groß wie die gezeigten Öffnungen sind, sollte man sogar den Zug samt Nippeln durchfädeln können.
 
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Wenn du da nochmal dran geht, kauf die diese V brake Faltenbalge, die kleine schwarze Hullen und nutze die als abdichtung. Die verhindern einigermasen das einlaufen von Wasser.
 
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Ja, muss ich noch nachholen.

Hier mal ein paar aktuelle Bilder- Die bremsen könnte ich ggf mal anschleifen und vielleicht auch schon mal einen Schlitz hineinsägen.

DSC_4878.JPG

Und hier das Federbein von innen - Federlänge knapp 8 cm und der Rest ist offensichtlich nicht mehr toll. Innen drin noch ein Stück Feder , ergibt zusammen 110mm. Sieht aber gestückelt aus und nicht gebrochen. Zum Glück habe ich einen Satz gebrauchter Elastomere. Damit werde ich mich jetzt mal beschäftigen.

DSC_4879.JPG
 
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So, es fährt wieder. Weil es mit den Elastomeren vorne tiefer lag - dem Satz fehlte je ein Elastomer, habe ich es mit ein paar Unterlegscheiben so weit höher gelegt, dass die Räder auch bei eingeschlagener Lenkung frei laufen. Insgesamt ergibt sich sowohl beim leeren Fahrzeug als auch unter Last die gleiche Bodenfreiheit wie vorher auf der "intakten" Seite. Für eine kliene Proberunde hat die Zeit noch gericht. Erster Eindruck:

- nicht leiser als bisher. Da dominiert halt der Krach vom Hinterrad.
- geringere Wankneigung in schnellen Kurven, möglicherweise auch an Steigungen.
- bei eher flachen Vertiefungen im Untergrund tatsächlich komfortabler.
Ansonsten herrscht nahezu Gleichstand.
- tiefe Löcher schlagen genauso durch wie vorher auch. Beim Fahren über einzelne Löcher merkt man ein relativ hochfrequentes Ausschwingen, also nur geringe Bedämpfung der Federung.

In der Summe also eine leichte Verbesserung gegenüber früher. Wie sich das Rad jetzt bei hohem Tempo verhält, muss ich separat testen.

Vor allem aber bin ich froh, das ich den Satz bereitliegen hatte - so kann ich gleich wieder fahren.
 
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Vor allen Dingen möchte ich dem Mitglied dankeschön sagen, der mir mit den Elastomeren ausgeholfen hatte.
 
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Um das Bilderbuch mal etwas zu ergänzen. Die Einfassung der Radkästen besteht aus "Micarta", also in Epoxidharz getränktem Zeichenkarton. Der wird ganz schön fest, besonders, wenn er zweilagig verarbeitet wird. Dabei habe ich so meine Zweifel, dass er wirklich vollständig mit Harz getränkt ist - die Viskosität des Laminierharzes scheint dafür immer noch etwas zu hoch zu sein. Den Austrittsbereich für den Haupt-Austrittswirbel habe ich bewusst freigelassen.
Die beiden vorderen Blenden werden wohl noch eine (dritte!) Lage Papier bekommen - sie sind mir etwas zu wellig; ich musste doch ziemlich viel daran herumschnippeln, um die Form einigermaßen passend hinzubekommen. Aber das "zu guter Letzt". Vorher gehts an die unteren Abdeckungen. Da befinden sich immer noch die alten Behelfe aus PET-Folie und ganz viel Gaffa-Tape. Solange die Radkappen noch nicht da sind, sollte man auch anz gut ermitteln können, wie weit man unten zu machen kann. Und weil das harzgetränkte Papier ganz gut für leichte, wenig belastete Teile geeignet zu sein scheint, denke ich auch schon darüber nach, wie ich am geschicktesten das Volumen der Radkästen verkleinern könnte.

Ach so: so wie das Rad jetzt ist, erlebe ich keine Nachteile in der Geschwindigkeit, trotz der offenen Räder. Und das ist schon mal ein gutes Zeichen.

DSC_4888.JPG

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Ach so, den TF-Sensor habe ich endlich auch mal aktiviert. Jetzt kann ich mich nicht mehr so leicht beschummeln. Um schneller zu werden, dürfte das Einüben höherer Trittfrequenzen wichtiger sein als die komplette Bastelei am Rad, jedenfalls im inzwischen ja wohl ganz gut laufenden Zustand.

DSC_4890.JPG
 
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Da fällt mir ein, dass du mit einem Laubbläser das Laufrad bis nahe 100km/h beschleunigen könntest und aus Höchstgeschwindigkeit und Auslaufzeit schnellere Erkenntnisse gewinnen könntest.
 
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Aber mit einem Laubbläser kann man doch die Umströmung des Rades nicht anregen? Nach meiner Einschätzung geht es doch vor allem darum, wie die von vorne anströmende Luft in den Radkasten gelangt und dort verwirbeln kann.

Wenn es nicht so windarm wäre, hätte ich übrigens schon längst mal das VM hinter einen Gebäudedurchbruch gestellt und geschaut, ob das reicht, um die Fäden sinnvoll zu strecken.
 
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Aber mit einem Laubbläser kann man doch die Umströmung des Rades nicht anregen? Nach meiner Einschätzung geht es doch vor allem darum, wie die von vorne anströmende Luft in den Radkasten gelangt und dort verwirbeln kann.
Ich hatte dies hauptsächlich dafür gedacht das Laufrad im Stand auf Touren zu bringen und wie schnell es danach durch Verwirbelungen wieder langsamer wird.

Man könnte damit das Laufrad auch unterhalb der Karosserie von vorn anblasen und schauen wie die Luft wieder entweicht.

Aber vermutlich kannst du besser abschätzen, ob das zielführend sein könnte.
 
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Aber vermutlich kannst du besser abschätzen, ob das zielführend sein könnte.
Wie schon erwähnt - in der Wohnanlage, in der ich wohne, gibt es einen größeren Gebäudedurchbruch, der wie ein Windkanal wirkt. Bei hinreichend starkem Westwind wird man dahinter fast umgeblasen. Da drängt es sich fast schon auf, einmal auszuprobieren, ob sich Wollfäden einigermaßen ausrichten oder ob sie nur wild rumzappeln.
 
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