Mein neues altes GoOne 3

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Aber jetzt mal zurück von der Spekulation zurück zum Radl. Es schaltet nämlich lausig, vor allem in der oberen Hälfte des Zahnkranzes. Mit dem bloßen Auge verläuft die Kette in der Senkrechten (von hinten betrachtet) einigermßen gerade - aber von oben sieht das ganz anders aus. Das muss schon immer so gewesen sein - auch mit dem Tiagra-Schaltwerk. Mit dem reparierten Gewinde hat sich das natürlich kein Deut verbessert, eher im Gegenteil. Man sieht, das das Ausfallende in sich etwas rund ist. Zu allem Überfluss ist es auch noch zu breit, sodass die Strebenauf jeder Seiten 2-3mm zusammengezogen werden. Das vergrößert die Schiefstellung natürlich weiter.

Das Thema hatte ich ja schon angesprochen, als ich das Reparaturgewinde eingesetzt hatte. Und das zeigt das Dilemma: eigentlich müssten ja beide Ausfallenden gerichtet werden und danach das Schaltungsauge. An dieser Stelle ist das Material aber so schwach, dass sowohl ich selbst als auch einige andere hier bedenken geäußert hatten.

Eine Schaltaugenverlängerung benötige ich auch noch. Die ist aus Aluminium, vermutlich eher gegossen als gefräst. Könnte man es da riskieren, sie zu montieren und danach zu verbiegen?

Unabhängig davon wäre ein kurzfristiger Workaround ganz gut. Könnte es einen Sinn haben, nicht mehr oder besseg auch neu niemals spielfrei laufende altes Schaltungröllchen einzusetzen, z.B. alte Simplex- oder Suntour-Rollen, die ein bisserl der Kettenlinie folgen könnten?

Und was mach ich mit den Aufallenden?


2020-06025-SchaltungSchief.jpg
 
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Das mit dem Richten ist so eine Sache. In der Regel tritt besonders bei gegossenen Ausfallenden eine Materialermüdung durch das Richten auf, die dann irgendwann zum Bruch führt.
Alternativ würde ich in diesem Fall selbst ein passendes Teil fräsen, das in der Hauptsache mit der Radachse geklemmt wird zusätzlich das bestehende Gewinde mitverwendet und die nötige Ausrichtung schon konstruktiv besitzt. Die Schraubenposition des Schaltwerkes würde ich dann etwas weiter nach hinten legen als bisher.
Die Idee mit dem unpräzise laufenden oberen Schaltröllchen sollte sicher genauso klappen. Das Schaltwerk 100% präzise auszurichten ist bis zu einem bestimmten Grad nicht immer notwendig.
Bitte überprüfe doch mal, ob die Kette wirklich auf 9-fach ausgelegt ist. Macht mir die eher einen zu breiten Eindruck.
 
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Etwas anzufertigen geht natürlich nur, wenn man das nötige Werkzeug hat.

Die Kette hatte ich als 9-Fach-Kette gekauft.

Das Schaltwerk nach hinten zu setzen klappt nicht, weil da de Aufnahme der Hinterachse ist - blättere mal ein bisserl zu den Bildern der Reparatur des Gewindes zurück.
 
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Als kleiner Anhaltspunkt, meine 9-fach SRAM Kette hat 6.65mm Breite der Nieten und 2,1mm Abstand zwischen den kleinsten Laschen.
Sollte bei Shimano ähnlich sein...
 
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Was ich noch erwähnt haben wollte: weiter vorne hatte ich ja geschrieben, dass ich alle drei Kettenschlösser falsch herum montiert hatte und deshalb das 11er nicht nutzen konnte. Eines hatte ich schon vor einiger Zeit in korrekt eingesetzt. Letzte Nacht anläßch des Zentrierens vorne rechts und des Umwerferlaschen zusammenbiegens dann auch mal die Kette komplett durchgesehen.
 
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Die SRAM Kette sollte besser auch mit den SRAM-Kettenschlössern kombiniert werden, denk ich. Nehme an, du verwendest andere, das könnte die Ursache der Schaltprobleme sein...
 
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Nee, natürlich nicht. Ich verwende die Kettenschlösser, die bei der Kette dabeiwaren. Für alles andere bin ich viel zu geizig.
 
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Die Laschen der Glieder sind nicht symmetrisch, eine Seite ist tiefer eingesenkt und entsprich daher eher dem normalen Kettenprofil. Die muß über die Zähnle laufen. Wenn man es falsch macht, neigt die Kette zum Springen, am schlimmsten natürlich beim 11er Kranz. Da wird sie vom Distnzring regelrecht aus den Zähnen gehoben.
 
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Meine SRAM Kette 971 sieht symmetrisch aus, auch das SRAM PowerLink Kettenschloss ist symmetrisch, es gibt da keine Einbaurichtung. Welche Kette hast Du denn?
 
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Die etwas billigere Version dieser Kette. Aber schau das Schloß mal ganz genau an - der Unterschied fällt auf den ersten Blick nicht auf.
 
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Mein Kettenschloss von sram ist absolut symetrisch, keine Einbaurichtung nötig.
 
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Jetzt hab ich mich doch schon mal mit der Schaltung beschäftigt. Die Fehlstellung des Schaltungsauges kann man von hinten mit bloßem Auge erkennen. Wenn man die Schaltung lockert, lässt sie sich trotzdem noch im Rahmen des Spiels im Gewinde zumindest beinahe korrekt ausrichten. Also einen Schnipsel Blech untergelegt und mit Uhu fixiert - schaltet schon um Welten besser. Ein klein wenig nacharbeiten muss ich auch diese Behelfslösung noch, weil das Blech etwas zu dick ist.

Sobald die Verlängerung für das Schaltauge eintrudelt, die ich ja eh benötige, wollte ich an dieser Stelle eine geeignete Spachtelmasse auftragen und das Ausfallende um die fehlenden 0.3-0.5mm verdicken.

Ob man wohl mit Uhu Plus und feinem Bimsmehl eine schleifbare und nicht zu flüssige Masse anrühren kann?
 
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mit Uhu Plus und feinem Bimsmehl
kann man, klebt sicher an Fingern und Festigkeit wohl nicht viel besser als jede Epoxi-Reparier-Knete, z.B. von Uhu.
Wobei.. Schweizer nehmen immer nur Araldit, der habe bekanntlich den Hitzeschild der Apollo gehalten und so ...
Vorbereitung des Untergrunds ist wichtig. Und Epoxi Reparier Knete kann man mit Wasser oder Spucke plus nassem Finger oder Spachtel sehr schön modellieren, ohne dass sie am Finger oder am Spachtel klebt.
 
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Danke für den zusätzlichen Tipp - Uhu Plus habe ich im Haus, hält nicht ewig, das Bimsmehl auch (Gitarrenbau...). Alles andere müsste ich kaufen. Ich kann ja mal testweise was zusammenmixen und schauen, wie sich das Zeug verhält. An dieser Stelle benötige ich ja nur sichere Haftung am Untergrund und Druckfestigkeit.
 
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kann man, klebt sicher an Fingern und Festigkeit wohl nicht viel besser als jede Epoxi-Reparier-Knete, z.B. von Uhu.
Hab mal ein Experiment gemacht, und zwar mit dem 5-Minuten-Uhu-Plus. Man benötigt ziemlich viel Bimsmehl - erst ab einem Mischungsverhältnis von ca. 1:1 fängt es an, "spachtelbar" zu werden. Verstreichen mit dem nassen Finger geht dann auch schon gut und einigermaßen kontrolliert. Schleifen mit nicht zu grobem Papier geht auch - obwohl das Material noch nicht komplett ausgehärtet ist (das dauert ja auch beim schnellen Kleber mindestens über Nacht). Etwas mehr Bimsmehl wäre wohl noch etwas besser.
Farbe: unschönes braun.

Sicherlich nicht so belastbar wie mit Glasfasern drin, aber für diesen Zweck wohl recht gut geeignet. Oder vielleicht gerade für diesen Zweck - Glasfaserspachtel fand ich auf der kleinen Fläche eher unhandlich.
 
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Letzte Nacht versuchte ich mal, die Scheibe wieder einzukleben. Leider kroch das Sikaflex unter das Abdeckband :-( Aber es ist schon auffällig, um wie viel steifer die Kiste Die ürsprüngliche Verlegung hatte nicht gefallen



Daher sollen die Strippenan der Außenkante des Bodens entlang geführt werden - was einmal unten ist, bleibt das im Zweifelsfall auch.
 
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