MBB in Carbon

roland65

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ich bin V20, flevotrike, Hifly-mbb, S40, und mein Selbstbau mit verschiedenen Steuerrohrwinkeln und Gabelvorbiegungen gefahren.
aber ein bisschen weit weg zum Testfahren. ;)
Du betonst ja selbst immr wieder das Dein Rad ein Rennrad ist, warum genau soll der Nachlauf größer sein wie üblich?
Ich kam von geplanten 15 cm dann doch auf 18 cm, weil mir der Winkel am Steuersatz etwas flacher geraten ist. Mehr als das konnte und wollte ich nicht korrigieren, damit meine kurzen Beine am Ende lang genug sind.
Die bei Roland offenbar sehr kurze Anlaufzeit ist schon ein deutliches Indiz, daß er entweder sehr begabt ist oder daß das Rad eine taugliche Geometrie hat.
Danke. :) Koordinative Sachen liebe ich sehr (drum letztes Jahr Einrad). Das MBB kann ich mangels Vergleich nicht wirklich beurteilen, aber solange ich auf die Dauer damit zurecht komme, wäre ja alles in Ordnung. :D
 
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Die Fahrten zum Vergleich mit anderen sind schon interessant, aber:
Am besten fährt sich halt meistens das, was der Fahrer gewöhnt ist.
Oder in anderen Worten: Man gewöhnt sich an Vieles...

Und praktisch jede Geometrie hat halt mal Vorteile und Nachteile.
Das Ideal ohne Nachteile habe ich noch nicht kennengelernt.
 
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Ich hatte den Vergleich ja schon. Nach dem Wechsel von Vendetta auf meinen "Franzosen" habe ich mich gefragt, warum ich mir den ständigen Kampf mit dem gelben Biest angetan habe.
Und jetzt frage ich mich, ob ich's nicht auch mal mit mehr Nachlauf testen sollte, weil es bei hohen Geschwindigkeiten etwas zu lebhaft ist. Der Umbau ist halt aufwendig.
 
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Wir müssten mal ein Treffen machen und wirklich die Räder durchtauschen. Ich finde es mit der Vendetta Geo ab 50 auch lebhaft, habe aber noch nicht so viel Training und auch keinen Vergleich. Evtl ist das Problem bei hohen Geschwindigkeiten halt auch, dass man nur minimale Korrekturen braucht um auf Kurs zu bleiben oder den Kurs zu zerreißen und das halt mit viel Masse plus rotierende Masse vorne in der Lenkung mit drin schwierig wird im Vergleich zum UDK, den ich ja sehr fein mit 2 Fingern bedienen kann (ok, bei 50kmh + vllt 3 Finger...).
Die gelbe alte vendetta hat meiner Meinung nach einen zu kurzen Radstand. Das kann nur kippelig werden.
 
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Radstand macht einiges aus, find ich auch, andererseits ist es bei kurzem Radstand wendiger, auch nicht anders als beim
Hecktriebler LR...
Wichtig ist auch den Sitz so nah wie möglich am VR zu haben...
 
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Ich habe heute ein kleines Experiment gemacht. Längeres Gefälle, sodass die Fuhre zwischen 40 und 50 rollt ohne mitzutreten. Füße eingeklickt, dann leichte Lenkbewegungen ohne kurbeln. So lässt sich die Rückstellkraft bze das Abkippen ganz gut "erfahren".
Bin sehr zufrieden damit, das Rad maxht bull Zicken, sxhaukelt sich auch nicht auf.
Wenn ich ab 45 bei 50/11 anfange mitzukurbeln, muss ich schon aufpassen, dass ich nicht verreiße durch die plötzliche Kurbelbewegung. Das lässt sich aber durch Beginnen mit niedriger Trittfrequenz und dann zügig erhöhen, gut anpassen.
 

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Läuft hier tatsächlich rel. gut. Heute hab ich mir zum Anfeuern @M-Elch und @Christoph Moder eingeladen. :D Die können gerne noch ihre Beobachtungen berichten.
Mit der Zeit wird der Kopf dann schon etwas müde. Anstrengend fand ich v.a. die Langsamfahrt entlang der Isar auf dem Heimweg - eeeewig langsame Radler. *Gähn*
Hab mal ein Segment raus gepickt und den Schnitt mit dem RR verglichen:
MBB 161 W bei 33,5 km/h
RR 227 W bei 33 km/h
Den Gesamtschnitt in Bewegung vom RR schaffe ich schon.

Sobald ich mal richtig Zeit habe - vllt Pfingstferien - packe ich beide Räder ins Auto :eek: und fahre direkt hintereinander dieselbe Strecke wiederholt, um belastbarere Daten zu bekommen. Zudem messe ich dann mal mit frischen Sensor-Batterien die Geschwindigkeit, was sicher genauer ist, als aktuell nur per GPS.
Was mir heute nebenbei auffiel - ich kann vermehrt Druck aufs Pedal bringen, in Steigung ging schon mal über 300 W und länger 250 W und gefühlt fährt es sich teils schon recht angenehm Bergauf. Die Linie geht so einigermaßen für mein Gefühl. Das kann ich aber nur üben, wenn wenig los ist und ich Platz genug habe. Wie das von außen aussieht kann ich schlecht beurteilen, aber dafür hatte ich heute ja meine Mitfahrer. ;)
Längeres Gefälle
war ich heute im Maximum mit 50 km/h gefahren. Eigentlich unproblematisch, aber der Kopf - ich muss nicht probieren, wann ich zu schnell war. :whistle: Um das sicherer zu werden, muss ich mal eine geeignete Strecke wiederholt fahren - ist ein super Intervalltraining und mach ich zwischendrin eh ganz gerne. :)
 

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Wenn ich die Daten auf kreuzotter vergleiche, dann könnte das MBB ungefähr auf dem Niveau einer kreuzotter race liegen.

Was mir noch auffällt und bewegungstechnisch/physiotherapeutisch interessant ist - die Tretbewegung etwas nach außen scheint ein Muskel in Hüftnähe (scheint der M. tensor fasciae latae zu sein) sehr zu mögen - beim Fahren im VM oder auch RR zickt der manchmal, auf dem MBB überhaupt nicht. Offensichtlich bekommt er hier was zu tun und langweilt sich nicht. :D
 
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Läuft hier tatsächlich rel. gut. Heute hab ich mir zum Anfeuern @M-Elch und @Christoph Moder eingeladen. :D Die können gerne noch ihre Beobachtungen berichten.
Ok. Fangen wir erst einmal mit einem Bild meiner Mitfahrer an:
P1056422_small.jpg
Was mir heute nebenbei auffiel - ich kann vermehrt Druck aufs Pedal bringen, in Steigung ging schon mal über 300 W und länger 250 W und gefühlt fährt es sich teils schon recht angenehm Bergauf. Die Linie geht so einigermaßen für mein Gefühl. Das kann ich aber nur üben, wenn wenig los ist und ich Platz genug habe. Wie das von außen aussieht kann ich schlecht beurteilen, aber dafür hatte ich heute ja meine Mitfahrer. ;)
Meine Beobachtungen:
  • Es sah manchmal schon wackelig aus; nicht wirklich unsicher, aber die Bewegungen sahen einfach noch nicht flüssig aus.
  • Es war sehr viel Verkehr, sowohl Radfahrer auf dem Fahrrad-Highway durch den Perlacher Forst, als auch später in der Pupplinger Au, wie auch zwischendrin immer wieder Autos, die sich an den Fahrrädern vorbei zwängen mussten. Das hat Roland alles sehr souverän gemeistert.
  • Bergauf lief es ganz offensichtlich super. Wir hatten zwar keine richtig steile Steigung, wo es auf Kraft und Koordination angekommen wäre, sondern nur längere Anstiege, wo die Leistung zählt. Und da zeigte sich, dass Roland nicht nur ein Leichtgewicht ist, sondern auch ganz ordentlich Leistung tritt, und das Fahrrad ihn dabei kaum ausbremst. Ich hatte jedenfalls mit dem Velomobil Probleme mitzuhalten; ich konnte zwar mehr Leistung treten, hatte aber auch einiges mehr an Gewicht.
  • Bevor wir uns getrennt haben, habe ich mir das MBB angeschaut und habe probegesessen. Gefahren bin ich lieber nicht, erstens falsches Klicksystem, und zweitens kann ich es ja auch nicht fahren bzw. hätte einen Sturz riskiert, und Roland wäre nicht mehr nach Hause gekommen.
  • Von den Dimensionen her passt es mir sehr gut; Roland hat den Tretlagerabstand etwas kürzer gemacht, damit er beim einlenken noch mittreten kann; somit hat es für mich (bin etwas kleiner als er) in Geradeausstellung perfekt gepasst.
  • Die Sitzposition ist schon recht aerodynamisch; der Sitz ist flach (könnte etwas Unterstützung im Nacken gebrauchen, damit man den Kopf nicht mit eigener Kraft hochhalten muss), und man sitzt so tief, dass Lenker und Tretlager optisch auf einer Höhe sind.
  • Lediglich der Lenker ist unerwartet breit, bzw. bei meinem Razz-Fazz Race ist er richtig schmal (dort liegt er fast an den Oberschenkeln an). Würde man es darauf anlegen, könnte man ihn noch wenige cm schmäler machen, was aber wohl andere Kompromisse bedeuten dürfte (weniger Lenkeinschlag, schlechtere Reaktionsmöglichkeit bei Problemen).
  • Der Lenker ist auch relativ weich/elastisch. Das liegt wohl v.a. am flachen Tragflächenquerschnitt oben. Sollte aber kein Problem sein, wenn man nicht gerade wie ein Gewichtheber dran reißt. Zum Festhalten an Steigungen sollte er stabil genug sein.
  • Ich habe mich über den knappen Überstand des Vorderteils über das Steuerlager gewundert; das sieht knapp aus, aber der Lenkeinschlag ist doch recht groß, bis das Vorderteil am Hauptrahmen anstößt.
  • Beeindruckend ist auch die Gewichtsverteilung, so dass das Rad im Gleichgewicht ist, wenn man es an den Lenkergriffen anfasst.
Und bei der Gelegenheit noch ein Foto von der weiteren Tour, die @M-Elch und ich dann ohne @roland65 gefahren sind, zwischen Walchensee und Jachenau:
P1056440_small.jpg
 

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Nach einigen Tagen Pause wegen ungünstigem Wetter heute mal wieder 60 km gemacht, viel durch München und auch etwas außerhalb. Interessant, welche Herausforderungen man dabei so vorfindet - Radweg gesperrt, dafür Ersatz als abgetrennten Streifen auf der Straße, aber nur die Hälfte dieses schmalen Streifens war geteert, sonst unbefestigter Schotter. :unsure: Da kam ich doch kurzzeitig ins Schwitzen, schön ruhig anfahren und bloß nicht lenken beim Treten, sonst wäre ich an der Betonabsperrung mit dem Lenker hängen geblieben. Aber ich bin doch unbeschadet durch gekommen. Das macht mich danach jedesmal entspannter, weil immer weniger auftauchen kann, was mich noch erschrecken kann. :whistle:

Nachdem heute ruhigeres Wetter war, hab ich mal die nötigen Watt an der Ruderregatta ermittelt. Das ergab als Hausnummer 205-210 Watt bei +/- 40 km/h. Leider macht der Belag dort viel Unruhe, so dass ich wohl mal eine andere Strecke für solche Messungen nehmen muss - vmtl. passt es besser auf der gleich in der Nähe liegenden Straße durch das Hackermoos. Auch andere ruhige Strecken in der Nähe fallen mir da noch ein. Da werde ich dann noch genauer messen als heute, wo das nur nebenbei geschah.
 

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Langweilig wird es diesbezüglich erst nach zwei bis drei Jahren und/oder 8-18Mm. Da kommt einfach nix Neues mehr
Mag sein, aber eigentlich will ich damit ja parallel zum RR trainieren und das wird mir eigentlich nie langweilig. Einziges Problem - ähnlich wie VM - wenn es zu schnell läuft, fehlt der permanente Druck auf dem Pedal, weil man zu oft rollen lassen muss. Wenn ich da angekommen bin, dann muss ich mir Bremsanker als Reifen aufziehen. :whistle: Wo die FTP bei diesem Rad liegt weiß ich aber noch nicht. Beim VM merke ich wenig Unterschied zum RR. Aktuell ist die noch verbliebene Unsicherheit eine deutliche Leistungsbremse, denn 40 km/h sind v.a. auf unruhiger Strecke (Belag, Engstellen u.ä.) mental noch anstrengend. Mit dem UP hab ich zudem auch schon bald 50 Jahre Erfahrung. ;) Wenn es mir damit langweilig würde, gäbe es noch Wheelies u.ä. was ich machen/üben könnte.
 

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Den innen liegenden Zug zum Umwerfer konnte ich jetzt schließlich nur lösen, weil ich im Knick ein kleines Fenster gebohrt/gefeilt habe, so dass ich eine dünne Zughülle von beiden Seiten zusammenführen und mit Hilfe kleiner Magnete bis zum Ende durchfädeln konnte.
Wenn jemand mal dieses Problem hat und irgendeine Lösung probieren will - ich hab sie denke ich alle probiert. :rolleyes: Bei mir hätte keine funktioniert, weil sich offensichtlich einen anderen Weg durch den Schaum gebahnt hat und die Enden nie zusammengefunden hätten. Das waren Stunden an Versuchen und völlig umsonst. :confused:
IMG_20210518_200710.jpg Vorbereitet ist es schon und vmtl morgen wird wieder zulaminiert. Dabei werde ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen, so dass ich diese Arbeiten mal abschließen kann. Nachdem ich inzwischen sicherer bin, werde ich nochmal härter testen und wenn die bestanden sind, geht's an die Optik.

Neue Sitzmatte - natürlich die schöne einlagige - ist auch da. Gewicht hab ich vergessen zu ermitteln, aber das kommt noch. Da ich die vordere Sitzkante durch die flache Position wohl nicht benötige, werde ich da auch nochmal kürzen.
 

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Nach dem Aushärten heute dann zum "Stammtisch" gefahren. Der Kopf hat es jetzt schon ganz gut drauf. Die Fahrlinie ist offensichtlich auch von außen erkennbar schon recht sauber. Kurven gehen auch immer schneller und nach einer Unterführung konnte ich ansteigend schon über 400 W auf die Pedale bringen. Jetzt bloß nicht übermütig werden. :whistle:
 

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Heute übrigens das erste mal mit Matte - Ventisit einlagig Spezial - was für eine Wohltat. Damit fahre ich aber nicht nur komfortabler, sondern auch deutlich, deutlich sicherer. Vorher war es nämlich immer ein Problem, dass mich Unebenheiten usw. so hart durchgeschüttelt haben, dass ich Mühe hatte, die Linie zu halten. Heute ist das fast kein Problem gewesen.
 
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