LR MBB aus Stahl mit 26" oder 28"

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Nachdem mich @liegerausmainz mit seinem Fahrzeug

angefixt hat, habe ich meine Teile durchsucht.

2 Hinterbauten aus Stahl,
eine Cannondale-Schwinge
Eine 26" Gabel, Vorbau aus Stahl
60x40x1,5 Vierkantrohr
Ein Steuerrohr mit Steuersatz.


Daraus soll der bewegliche Teil entstehen.
 
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Hallo,
Gefällt mir immer wenn Baumberichte hier kommen und ich bin auch schon sehr gespannt wie es weiter geht.

Ich gehe davon aus das du schon einen Plan hast für die Geometrie.
Mir scheint das Tretlager relativ nah an der Gabel zu sein und eine Verstellbarkeit ist anscheinend auch nicht vorgesehen.

Grüße Matthias
 
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Achte auf die Gabelvorbiegung, die sieht zu gering aus, das macht das Anfahren schwerer als nötig. Scheint noch nicht endgültig geschweißt zu sein, darum kannst Du ja noch korrigieren.
Mit dem Kreuzotter-Rechner kannst Du die Sollwerte ermitteln.
 
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Achte auf die Gabelvorbiegung, die sieht zu gering aus, das macht das Anfahren schwerer als nötig.
da steht aber auch:
"Übrigens, entgegen einer weitverbreiteten Ansicht:
Je kleiner die Gabel-Vorbiegung (also je gerader die Gabel), desto länger der Nachlauf. Steher-Rennräder beispielsweise haben oft gerade Gabeln = mehr Nachlauf, damit der Fahrer sein Rad nicht so leicht ungewollt verreißen kann."
Was ist jetzt richtig?
 
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Beim Fronttriebler wird das Vorderrad ja nicht geschoben, sondern zieht selber das Fahrrad. Großer Nachlauf führt also dazu, dass das Rad - gerade beim Anfahren - nicht stabilisiert wird, sondern ausbrechen möchte.
 
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Kann man sich drum streiten. Vieles ist fahrbar, siehe auch die verstellbare "Rostbraune" von @Nemberch. Ich bin jetzt mit ca. 7cm unterwegs, das ist sehr freundlich bei niedriger Geschwindigkeit, braucht aber etwas Gewöhnung bei hoher Geschwindigkeit. Man kann schnell fahren und dabei auch mittreten, aber ich würde beim nächsten Mal auf 10cm gehen. Die Franzosen gehen bei ihren Empfehlungen bis zu 15cm an, das wäre mir zu chopperartig.
 
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Man kann schnell fahren und dabei auch mittreten, aber ich würde beim nächsten Mal auf 10cm gehen.
Würdest Du dafür eher die Gabelvorbiegung verringern oder den Steuerkopfwinkel?

Was spricht dagegen, die Gabel überhaupt nicht vorzubiegen und stattdessen den Nachlauf nur über den Steuerkopfwinkel zu bestimmen, solange sich dieser noch in einem vertretbaren Winkel befindet?

Gruß
Geli
 
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Würdest Du dafür eher die Gabelvorbiegung verringern oder den Steuerkopfwinkel?
Ich habe den Steuerkopfwinkel mit ca. 63° etwas zu steil gemacht und würde dort korrigieren.
Was spricht dagegen, die Gabel überhaupt nicht vorzubiegen und stattdessen den Nachlauf nur über den Steuerkopfwinkel zu bestimmen, solange sich dieser noch in einem vertretbaren Winkel befindet?
Überleg mal, was mit dem Schwerpunkt der ganzen Geschichte passiert: für Gabelvorbiegung Null und Nachlauf von 10cm kommst Du auf ca. 75° bei 28". Bei jeder Lenkbewegung aus der Mitte sinkt nicht nur der Schwerpunkt des Gesamtsystems, sondern auch der Vorderbau selbst hat sein stabiles Gleichgewicht, wenn er komplett umgeklappt ist.
Bei der Variante mit ca. 60° und ordentlich Vorbiegung ist der Schwerpunkt in Geradeausstellung am tiefsten Punkt, und eine Gabel ohne das Antriebsgedöns würde unter Last mit Macht in die Geradeausstellung schwingen. Mit dem Antrieb dran ist immer noch ordentlich Rückstellkraft vorhanden, womit das Rad mit normaler Lenkerbreite gut zu fahren ist.
 
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@panicmechanic
60grad Steuerrohrwinkel,
7cm Gabelvorbiegung,
10cm Nachlauf ungefähr.
Gabelvorbiegung kleiner = Nachlauf größer = fährt geradeaus ohne Last auf der Pedale besser aber fällt im Stand schneller "Um" ?
Wäre ein mehr positiver Nachlauf zum beschleunigen nicht stabiler?
upload_2019-9-30_15-30-26.png
 
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Bei der Variante mit ca. 60° und ordentlich Vorbiegung ist der Schwerpunkt in Geradeausstellung am tiefsten Punkt, und eine Gabel ohne das Antriebsgedöns würde unter Last mit Macht in die Geradeausstellung schwingen.
Ist das Beim Hollandrad anders? Bei meinem Panther war im Stand das Vorderrad immer zur Seite geschlagen.
Grübel..
 
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@alex123 : da hast Du das "Petit Beurre 2" von Christian Lepage im Bild, das hat 60° und 9-10cm Nachlauf, also etwa 8cm Gabelvorbiegung.
Meine Gabel hat 84mm Vorbiegung.
Gabelvorbiegung kleiner = Nachlauf größer
Stimmt.
fährt geradeaus ohne Last auf der Pedale besser aber fällt im Stand schneller "Um" ?
Hat mit der Pedaliererei wenig zu tun, aber mehr Nachlauf verbessert den Geradeauslauf bei höherer Geschwindigkeit. Er sollte aber im Rahmen bleiben, weil die Abkippneigung bei langsamer Fahrt steigt. Und die Kraft, um dagegenzuhalten steigt ebenfalls. Einer, der's bei seinem Eigenbau übertrieben hatte, beschrieb das mal als so als ob man ein großes Kanalrohr entlangfährt. Eine kleine Abweichung von der Mittellinie zieht Dich nach unten, das ist dann schwer zu halten.
Wäre ein positiver Nachlauf zum beschleunigen nicht stabiler?
Der Nachlauf ist positiv, der beginnt ja an der Verlängerung der Lenkachse und steigt, je weiter hinten das Rad steht.
Ist das Beim Hollandrad anders? Bei meinem Panther war im Stand das Vorderrad immer zur Seite geschlagen.
Grübel..
Hat vermutlich zuviel Nachlauf. Und zuwenig Gewicht auf dem Vorderrad.
 
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@Krischan : Der Rahmen ist aus 60x40x1,5
Da bekomme ich einen 10s3p-Akku rein ;)

Die Geometrie habe ich zum größten Teil
von @liegerausmainz kopiert.
Er sagte, sein Sohn könnte das Rad freihändig fahren.
Mein Radstand wird aber länger ...

Rahmen und Vorderteil sind fast fertig.
Die Cannondale-Schwinge habe ich mit Kugellager
und einer Buchse versehen.
Zwei 40x3 Eisen abgelängt, gebohrt
und im Schraubstock gekantet.

Dann alles ausgerichtet, gepunktet und verschweißt.

20190923_214619.jpg


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Hat vermutlich zuviel Nachlauf. Und zuwenig Gewicht auf dem Vorderrad.
Sooo viel Nachauf hat Ein Hollandrad gar nicht (o.K., mehr als ein Tourenrad). Es har vor allem einen sehr flachen Lenkkopfwinkel (der große Nachlauf wird durch entsprechend viel Gabelvorbiegung verringert).

m.E. liegt das an der Drehachse, um die das Rad bei der Kurvenfahrt "kippt":
Diese (Längs-)Drehachse eines Fahrrades bei der Kurvenfahrt geht immer vom Reifenaufstandspunkt des Hinterrades aus im rechten Winkel (90 Grad) durch die Lenkachse.
Je flacher der Lenkkopfwinkel, desto höher kommt die Drehachse vorn.

Also "rutscht" bei flachem Lenkkopfwinkel (Hollandrad) das VR weiter unter dem Fahrer weg als bei einem steilen Lenkkopfwinkel.
Im Stand "kippt" der Lenker des Hollandrades deswegen auch eher zur Seite als der eines Rades mir gleichem Vorlauf und steilerem Lenkkopfwinkel.
Bei der Fahrt liegt die Drehachse (des Fahrrades bei Seitenneigung) aus den selben Grund aber auch näher am Massesschwerpunkt (bzw. es ist weniger Masse oberhalb dieser Achse); es fährt sich "träger" und vermeintlich "gutmütiger".

Es ist also nicht egal, ob man einen bestimmten Vorlauf mit steilem Lenkkopfwinkel und wenig Gabelvorbiegung realisiert, oder mit flachem Winkel und entsprechend viel Vorbiegung.

Gruß
Christoph
 
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