M5 Carbon-Highracer - erste Er-fahrungen

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gibt es einen Grund, warum du die STI Griffe so rum montiert hast?
So rum kann man die Hände ergonomisch "einhängen" und die Bremshebel ragen nicht ins Sichtfeld. Ist auch super, um sich bei Steigungen oder schlechtem Geläuf an den Lenker ranzuziehen. Bremsen tue ich mit dem kompletten Handballen. Weil die Unterarme mithelfen, lässt sich auch deutlich mehr Bremskraft aufbringen.

Ein Nachteil ist, dass man zum Runterschalten umgreifen muss. Evtl. auch höhere Verletzungsgefahr beim Crash. Allerdings bin ich bei Crashs bisher noch nie am Lenker geblieben.

Könntest du einmal eine Frontalaufnahme von der Seite machne, damit man sieht, wo der Lenker im Verhältnis zum Sitz steht. Ist deine Armhaltung jetzt fast gestreckt?
Mache ich mal demnächst mit Fahrer. Wegen meiner langen Arme sind die Arme nicht fast gestreckt, sondern lediglich ca. 120° abgewinkelt.
 
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Möchte den Faden über die obere Umlenkrollenposition à la Troytec auch hier nochmal verlinken, obgleich Langzeiterprobung noch aussteht:

Außerdem gibt's mal wieder einen sehr inspirierenden Blog-Eintrag von Recumbent Cyclist Scotland:

Er scheint immer genau die Anpassungen vorwegzunehmen, die mir auch schonmal durch den Kopf gegangen sind. :unsure:

Seine größte Änderung ist von schmalem Tiller-Lenker auf einen Gravel Lenker (Salsa Woodchipper). Scheint etwas knifflig gewesen zu sein, u. a. wegen 31,8 mm Klemmdurchmesser. Er hat es mit einer Standard Vorbauverlängerung hinbekommen.

Der Lenker bietet wohl deutlich bessere Kontrolle, vor allem beim langsamen Klettern auf steile Hügel, die es ja in Schottland reichlich gibt:
The bike feels a lot easier to control at low speed on steep hills using this position as well – it really does make a huge difference compared to having your hands tucked in close on the narrow bars.

Als Nachteil stellt er etwas verringerten Top Speed fest, allerdings hat er auch auf langsamere Reifen gewechselt.

Wäre evtl. etwas für mein Projekt "Gravel CHR".
 
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Danke white_speed, für das Foto.
Radbekleidung passend zur Heckbox.
Was ist das für eine Box, selbstgemacht oder gekauft? wo?
Merkst du einen Unterschied mit oder ohne Box?
danke und schöne Pfingsten
Norbert
 
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Was ist das für eine Box, selbstgemacht oder gekauft? wo?
Merkst du einen Unterschied mit oder ohne Box?
Das ist der M5 Carbon Tail Bag (21l). Erfordert den Carbon Rear Carrier zur Montage am Sitz.
Ja, die verbesserte Aerodynamik mit Box ist im höheren Geschwindigkeitsbereich bzw. starkem Gegenwind deutlich zu merken! Beziffern kann ich es allerdings nicht.
 
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Das ist der M5 Carbon Tail Bag (21l). Erfordert den Carbon Rear Carrier zur Montage am Sitz.
Ja, die verbesserte Aerodynamik mit Box ist im höheren Geschwindigkeitsbereich bzw. starkem Gegenwind deutlich zu merken! Beziffern kann ich es allerdings nicht.
Zum Thema Tail Bag: Wie sind hier die Erfahrungen / best practices mit der Befestigung?
Ich habe zwei Probleme, die ich durch Neumontage der Box lösen möchte:
- Box knirscht hinten am Sitz (soll sie eigentlich Kontakt zum Sitz haben, oder 1-2cm dahinter "stehen"?)
- bei Beladung mit ungünstiger Gewichtsverteilung wippt die Box während der Fahrt und schlägt manchmal mit dem Schutzblech auf den Hinterreifen auf (wieviel Abstand sollte zwischen Reifen und Schutzblech sein? Bei mir sind es ca. 2-3cm)

Bram hat mir die Box zusätzlich zum Klettband mit 1 Schraube auf dem Schutzblech befestigt. Wie sind die Erfahrungen ohne, hält es wirklich, auch wenn man die Box häufiger mal abnimmt? (Wäre praktisch auf Reisen)
 
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- Box knirscht hinten am Sitz (soll sie eigentlich Kontakt zum Sitz haben, oder 1-2cm dahinter "stehen"?)
Bei mir hat sie 1-2 cm Abstand, da mir sonst die Rückseite unangenehm gegen die Schulterblätter drückt. Könnte natürlich auch ein "Feature" sein, wenn man in dem Bereich mehr abgestützt werden möchte. Dichter an den Sitz ran ist prinzipiell von Vorteil, um die Hebelkräfte zu verringern.
Koffer Sitzabstand.jpg

So hat die Box im Normalzustand nirgendwo Kontakt zum Sitz. Da es aber durch Schwingungen während der Fahrt zu Berührungen kommen kann, habe ich die möglichen Kontaktstellen am Sitz mit der Flauschseite von selbstklebendem Klettband geschützt:

Koffer Klettband.jpg

wieviel Abstand sollte zwischen Reifen und Schutzblech sein?
Bei mir ist der kleinste Abstand 3 cm. Bisher habe ich noch kein Aufsetzen des Schutzbleches auf dem Reifen bemerkt, auch nicht mit Reisegepäck.

Bram hat mir die Box zusätzlich zum Klettband mit 1 Schraube auf dem Schutzblech befestigt. Wie sind die Erfahrungen ohne, hält es wirklich, auch wenn man die Box häufiger mal abnimmt? (Wäre praktisch auf Reisen)
Da ich dem einen Klettstreifen, der dem Koffer beilag, auch nicht so recht traute, habe ich die komplette Länge des Schutzbleches mit Klettband versehen. Das hielt anfangs fast zu gut, so dass ich den Koffer am Ende einer Tour nur noch mit Mühe runterbekam. Jetzt in der dritten Saison geht er leichter ab, hält aber immer noch sehr gut.

Ich habe außerdem an den Flächen am Koffer, wo er seitlich am Schutzblech anliegt, einige Lagen Klettband angebracht (nicht die ganze Fläche, nur Nähe Sitz), um seitliche Schwingungen zu dämpfen.
 
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Zum Thema Tail Bag: Wie sind hier die Erfahrungen / best practices mit der Befestigung?
Ich habe zwei Probleme, die ich durch Neumontage der Box lösen möchte:
- Box knirscht hinten am Sitz (soll sie eigentlich Kontakt zum Sitz haben, oder 1-2cm dahinter "stehen"?)
- bei Beladung mit ungünstiger Gewichtsverteilung wippt die Box während der Fahrt und schlägt manchmal mit dem Schutzblech auf den Hinterreifen auf (wieviel Abstand sollte zwischen Reifen und Schutzblech sein? Bei mir sind es ca. 2-3cm)

Bram hat mir die Box zusätzlich zum Klettband mit 1 Schraube auf dem Schutzblech befestigt. Wie sind die Erfahrungen ohne, hält es wirklich, auch wenn man die Box häufiger mal abnimmt? (Wäre praktisch auf Reisen)
Hey , was hälst Du von einer Klickfixadaperplatte als Befestigung? Ich habe das bei meiner Radicaltasche mit einer Holzplatte untergeschraubt bis heute im Gebrauch. Müsste sich doch auch gut für Carbonkoffer verwenden lassen. Ich plane dies auch wieder für meine DIY Hecktasche aus PVCPlane.
 
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Ich habe meinen Sitz jetzt 2 cm nach hinten verschoben, um das Streifen der Oberschenkel am Rahmenrohr zu reduzieren.
Möglich wurde das durch 165er Kurbeln (bei IBL von 86 cm). Zwischen Kurbelarmen und Vorderrad sind immer noch ca. 2 cm Abstand.

Sitzabstand vorne.jpg
(ist etwas geschummelt, da ich irgendwann schonmal 1,5 cm von der Sitzvorderkante abgesägt hatte)

Dabei gab es zwei Probleme:
  • Die vorderen Sitzbohrungen ließen sich nicht weiter nach vorne versetzen, da sich der Abstand der Sitzholme nach vorne hin verjüngt und die Bohrungen so zu dicht an die Holme geraten wären.
  • Durch Versetzen der hinteren Bohrungen nach vorne sitzen diese nicht mehr komplett in dem verstärkten Teil der Sitzfläche. Der unverstärkte Teil der Sitzfläche ist extrem dünn und sicher nicht den Belastungen gewachsen (v. a. wenn auch noch das Gewicht des Koffers dort drauf drückt).
Das erste Problem habe ich durch ein Adapterblech gelöst, so dass die vorderen Sitzbohrungen dort bleiben können, wo sie sind:

Sitzadapter vorne.jpg

Als Prototyp hatte ich ein 4 mm AL-Blech, dass ich durch 3 mm CFK-Platte ersetzt habe. Die Nylon-Abstandshalter und das Holzstück sorgen dafür, dass der Sitz vorne nicht tiefer kommt im Vergleich zur normalen Montageposition (vorher hatte ich nur das Holzstück). Das Holzstück (Hartholz, leicht rund ausgefeilt) verteilt die Kräfte flächig auf die Sitzfläche. Zwischen Holz und Sitzfläche sitzt noch ein Stück aufgeschnittener Butylschlauch, um Unebenheiten auszugleichen.

Das zweite Problem habe ich durch ein leicht gebogenes AL-Blech (2 mm) gelöst, das hinten zwischen den Nylon-Abstandshaltern und der Sitzfläche sitzt um die Kräfte besser zu verteilen. Auch dort wieder ein Stück Butylschlauch zwischen Blech und Carbon.

Sitzplatte hinten.jpg

Der größere Abstand macht sich positiv bemerkbar - ich habe jetzt nur noch sehr selten Kontakt zwischen Oberschenkeln und Rahmen, vorher gab es ständig ein leichtes Streifen.
 
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Habe jetzt nochmal die "Standardlösung" für die untere Leertrum-Führung mittels kurzem Kettenleitrohr ausprobiert. Das reduziert den Kettenschräglauf enorm, weil man ohne die Überkreuzung von Zug- und Leertrum letzteres viel weiter nach innen bringen kann (nur begrenzt durch die Gabel).

Leertrum Kettenrohr-kurz.jpg Leertrum Kettenrohr-kurz Detail.jpg

Es läuft leiser und leichter als erwartet - bis einschl. 8. Ritzel auf dem großen Kettenblatt. Ab 9. Ritzel wahrnehmbar, bei den größten zwei Ritzeln 10 und 11 gibt es schon ein recht störendes Rattern. Auf dem kleinen Kettenblatt überhaupt nicht wahrnehmbar.
Ok, groß/groß ist jetzt nicht die sinnvollste Kombination, aber bei kurzen Anstiegen lohnt es sich oft nicht, vorne zu schalten.

Fährt jemand die "Standardlösung" mit kurzem Leertrum-Kettenrohrstummel und gibt es ein Rattern auf den großen Ritzeln?

Mein Kettenrohrstummel ist kürzer als auf den Bildern von M5 - könnte ein etwas längeres Kettenrohr das Rattern reduzieren? Rattert Teflon-Rohr weniger? Eine Alternative zu Kettenrohr könnte auch noch der Bionicon C.Guide sein. Das ist quasi ein beweglich aufgehängter "Doppeltrichter", der der Kettenlinie folgen kann.
 
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Irgenwie stehe ich gerade auf dem Schlauch
bei den größten zwei Ritzeln 10 und 11 gibt es schon ein recht störendes Rattern.
Warum rattert es auf den grössten Ritzeln, wenn du das Leertrum nach innen bringst? Würde eher vermuten, dass es bei den kleinsten Ritzeln am Kettenrohr rattert.
Ok, groß/groß ist jetzt nicht die sinnvollste Kombination
Äh, das ist die wichtigste Kombi, zumindest bei mir. Anfahren und Anstiege bis 10% -> groß/groß (50/36). Das kleine 34er Blatt ist der Notanker für >10% und/oder Schwächeanfall:D. Eigentlich fahre ich 1-fach...

Ich habe außerdem an den Flächen am Koffer, wo er seitlich am Schutzblech anliegt, einige Lagen Klettband angebracht (nicht die ganze Fläche, nur Nähe Sitz), um seitliche Schwingungen zu dämpfen.
Habe ich auch so gemacht, nur das Flauschband an den Koffer an den Seiten zum Träger, Kletthaken oben an den Träger, Flausch unten an den Koffer mit Klettverbindung zum Träger, hält ganz gut. Bei mir liegt der Koffer nicht gut am Sitz an, da Bram den Träger etwas blöd angebracht hat (etwas zu tief). Hätte ich so nicht abnehmen dürfen, aber was willste bei 400km Anfahrt machen...
Bram-typisch hat er mir das als Feature verkauft, in den 'Spalt' könnte ich prima eine Trinkblase stecken.
In der Tat ist das tatsächlich keine ganz schlechte Idee, ich hab das nun mit einem 2l Sack von source incl. Isoliertasche ausprobiert, das 'verkeilt' den Koffer gut am Träger.
Langzeiterfahrungen habe ich da aber noch nicht, ruppige Abfahrten mit >70km/h hat das System aber schon überlebt.
IMG_20210524_121815_512.jpg
 
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Ja, die verbesserte Aerodynamik mit Box ist im höheren Geschwindigkeitsbereich bzw. starkem Gegenwind deutlich zu merken! Beziffern kann ich es allerdings nicht.
Ja, kann man merken, aber deutlich merkbar erst über 30km/h. Auf schnellen Abfahrten merkt man es deutlicher. Bram hatte da Zahlen für ermittelt, so und so viele Herzschläge weniger bei so und so viel km/h.
Die Zahlen habe ich vergessen, kann sein. dass er sie auch irgendwo auf seiner Webseite versteckt hat.

Ein großer Vorteil der Box ist, du bekommst ein 'clean bike' (oder so).
Nix hängt oder baumelt am Rad rum. Eine gute Idee ist es aber, den Innenraum der Box mit dünner Schaumstofffolie auszukleiden. Poltert weniger...
 
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Warum rattert es auf den grössten Ritzeln, wenn du das Leertrum nach innen bringst?
Ich nehme an, weil die Kette dann nicht mehr nahezu geradlinig durch das Rohr läuft, sondern in Abhängigkeit der Stellung des Kettenspanners das Rohr im Winkel verlässt. Begünstigt wird das Rattern wahrscheinlich auch durch die höhere Kettenspannung auf den größten Ritzeln.

Ein etwas längeres, weniger steifes Rohr könnte vielleicht schon etwas bringen, wenn dieses etwas der Kettenlinie folgen kann.

So sieht die Kettenlinie bei groß/groß aus:
Leertrum Kettenrohr-kurz groß-groß.jpg


Eine gute Idee ist es aber, den Innenraum ded Box mit dünner Schaumstofffolie auszukleiden. Poltert weniger...
Meine Lösung zur "Entpolterung" ist jetzt, Kleinteile in Kletttaschen an der Innenseite der Box zu befestigen. Dadurch gewinnt man auch ziemlich viel Volumen im Vergleich zum Auskleiden mit Schaumfolie.
Funktioniert prinzipiell super, nur das Klettband klebt noch nicht gut an der rauen Seite des Carbons. Ein paar Tipps dazu habe ich schon gefunden, mal schauen ob das mit dem Erwärmen des Klebers schon etwas bringt.
 
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Meine Lösung zur "Entpolterung" ist jetzt, Kleinteile in Kletttaschen an der Innenseite der Box zu befestigen. Dadurch gewinnt man auch ziemlich viel Volumen im Vergleich zum Auskleiden mit Schaumfolie.
Ah, nicht schlecht, auch eine gute Idee. Bei der Schaumfolie die ich verwende, verliert man zwar kaum Platz, aber der Inhalt hüpft halt immer noch, wenn die Box nicht ganz voll ist. Vor allem hüpfen die schweren Sachen eher nach hinten und bleiben dann dort, was den Schwerpunkt verlagert.
Ich denke das mit den Kletttaschen probiere ich auch mal aus, danke!
 
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bei den größten zwei Ritzeln 10 und 11 gibt es schon ein recht störendes Rattern.
Habe mal ein paar Tests gemacht, um die Hauptgeräuschquelle zu isolieren - das Kettenrohr ist es nicht!

Es wurde die Ginkgo 16Z Zugtrum-Rolle (eingelaufen, mit stark abgenutzten O-Ringen) ausgetauscht gegen:
  1. Original Vollplaste-Zugtrumrolle: sehr laut, auch schon bei kleinen Ritzeln. Allerdings wurde die Rolle von mir schon eine Weile als Leertrum-Rolle zweckentfremdet und ist somit "falsch" eingelaufen.
  2. Terracycle Leertrum Rolle mit Polyurethane Lauffläche (gummiartig). Deutlich leiser, erst auf dem größten Ritzel merkliche Geräusche, wahrscheinlich durch Schaben an der Rollenflanke. Diese würde ich aber niemals als Zugtrumrolle zweckentfremden. Die Verformung der Gummilauffläche frisst sicher enorm viel Energie und das Einzellager wird den Seitenkräften auch nicht gewachsen sein.
  3. Neue Alligt Rolle mit 15Z Metallritzel (glaube Alu) und O-Ringen. Lauter als die Ginkgo, egal auf welchem Ritzel. Recht starke Kettenschwingungen zu beobachten, Rolle eiert auch etwas.
Ich habe bei der leisesten Rolle auch mal das Kettenrohr während des Kurbelns festgehalten - keine Geräuschänderung. Erst wenn die Ausrichtung des Kettenrohres stark von der Kettenlinie abweicht, wobei es hauptsächlich auf die Einlaufseite ankommt, sind Geräusche herauszuhören.

Werde als nächstes mal die O-Ringe der Ginkgo Rolle erneuern und schauen, ob es dann leiser wird.
 
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Ich habe mit einem Schallpegelmesser auch mal versucht die Herkunft der Fahrgeräusche zu orten. Ist nicht so einfach, man müsste es ja unter Last machen, also am besten mit Fahrer auf einer Rolle.

Meine Analyse ist bisher diese:
- Hauptgeräusch bei den Rollen kommt von der Zugtrumrolle, nicht von der Leertrumrolle
- Gezahnte Rollen sind lauter als ungezahnte
- Zahrollen ohne O-Ring sind geräuschanfälliger bei Kettenschräglauf, als solche mit O-Ringen (d.h. Alligt leiser als Terracycle)
- Weitere Hauptgeräuschquelle ist das Schaltwerk, dort wohl der Lauf der Kette über die Schaltröllchen (ich habe eine SRAM GX), wobei das Geräusch wohl über den Carbonrahmen als Resonanzkörper verstärkt wird
 
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Vorerst finaler Stand des Antriebs (irgendwas wird mir schon noch zur Optimierung einfallen :sneaky:):

Ich habe das kurze Leertrum Kettenrohr (unbekanntes Material) unterm Sitz durch Ginkgo PTFE (Teflon) Rohr 10 cm ersetzt.

Das Rohr kommt leicht gebogen von der Rolle, was ich so gelassen habe, weil es gut zur leicht geknickten Kettenlinie passt. Die Enden habe ich noch etwas stärker rein mechanisch (ohne Erhitzen) aufgeweitet. Das geht recht gut, weil das Material relativ weich ist.

Weil mir die Milchglasoptik des PTFE Rohres nicht gefiel, habe ich ein Stück Schrumpfschlauch drübergezogen, natürlich bei weit geöffneten Fenstern und sehr vorsichtig erwärmt, wg. möglicher Freisetzung giftiger Gase bei Erwärmung von PTFE über 250°C. Schrumpfschlauch braucht aber nur 100-200°C zum schrumpfen, von daher sollte das eigentlich kein Problem sein, wenn man das Rohr zwischendurch immer wieder abkühlen lässt.
Der Schrumpfschlauch hat auch den Vorteil, dass er viel griffiger ist und nicht so leicht in der Halterung rutscht.

Da ich die Original-Halterung für das Kettenrohr nicht mehr hatte, habe ich mir ein Halteblech aus 2mm Alu gebastelt. Das Kettenrohr wird durch "Lupine Gummiband Rotlicht" geklemmt (sehr praktisches Zeug durch die Leiterstruktur). Das Gummiband ermöglicht dem Rohr etwas der Kettenlinie beim Schalten zu folgen und dämpft auch die Schwingungen, die auf den Rahmen-Resonanzkörper übertragen werden.
In dem Halteblech habe ich noch eine zusätzliche Schraube mit Schrumpfschlauch als Kettenabspringschutz befestigt.

Ginkgo Teflonrohr mit Schrumpfschlauch.jpg Leertrum Kettenrohrhalteblech mit Lupine-Gummiband-Rotlicht.jpg

Ich habe auch mal die O-Ringe der Ginkgo Rolle ersetzt, was aber beim Drehen im Leerlauf keine merkliche Veränderung des Geräuschpegels brachte. Mal schauen, wie es sich draußen und unter Last anhört...
 
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