Lithium Ionen Akkus - Umweltverträglichkeit und Alternativen

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Ich würd (ohne Ahnung von aktuellen Kondensatoren zu haben) schätzen das 1kg Kondensatoren für ein paar Sekunden eher um die 10kW Leistung abgeben können.

In der Disziplin Wattstunden pro Kilogramm sind Kondensatoren erbärmlich schlecht. In Fahrakkus für Fahrzeugen spielen sie eher wohl eine Randrolle.
OK, manch mal sollte ich besser einfach die Fresse halten. :ROFLMAO:
 
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Im Standlicht ist vermutlich so ein Goldcap. Aber wie gesagt keine wirklich brauchbaren Elektronic-Kenntnisse.
Zum Kondensator habe ich mal vor längerer Zeit von Planungen für Omnibusse gelesen, aber seit dem ist diesbezüglich nichts mehr in meinem Gesichtskreis aufgetaucht.
Zum Thema habe ich auf die Schnelle diesen Artikel gefunden. Könnte Dir evtl. bei Deiner Fragestellung weiterhelfen.
Hier noch mit einem praktischen Beispiel am Ende.
Und hier noch was aus der Entwicklung (etwas älter), vielleicht taucht da ja noch was in den nächsten Jahren in der Praxis auf. 60% des Weges sollen ja inzwischen geschafft sein.
 
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Passivhäuser bauen. Heizung? Überflüssig.
Selbst im Original sah das Passivhauskonzept eine aktive Heizung vor (als elektrische Nachheizung der Zuluft, wenn ich mich recht erinnere). Das hat sich praktisch als Käse erwiesen -- nicht zuletzt, weil die zwangsweise Kopplung von Heizung und Lüftung doof ist. Heutige Passivhäuser haben in aller Regel eine richtige Heizung.

Und so richig wenig ist der Mehraufwand auch nicht unbedingt. Besserer baulicher Wärmeschutz und der ganze Kram kosten immer noch Geld (auch wenn sie nicht die vielverschrienen Kostentreiber beim Bauen sind, zu denen sie oft und gern gemacht werden).
 
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Auch Kondensatoren bestehen nicht aus Luft und Liebe. Für die Elektroden wird, genauso wie bei Lithiumakkus, Kohlenstoff eingesetzt, bei Dielektrikum gibts von Schwefelsäure bis Lithiumhexafluoridoarsenat auch alles mögliche.
Lithium als "Umweltzerstörer" hin zu stellen ist, nach wie vor, am Ziel vorbei. Das mehr Lithium für die Glasherstellung verbraucht wird oder allein 50% so viel für Schmiermittel, hat vorher ja auch niemanden gestört.
Die Abbaubedingungen im Kongo müssen verbessert werden, hat aber wenig mit der "Umweltgefahr" von Kobalt zu tun.
 
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Aber @labella-baron kann Dir da mit seiner Erfahrung bezüglich Reku sicher deutlich fundierter weiterhelfen.
Von der Größenordnung habe ich keine Vorstellung
Wenn man mit 120kg z.B. mit 12m/s unterwegs ist, hat man eine Bewegungsenergie 120/2*12*12/3600 = 2,4Wh und kommt damit 7 Meter hoch. Diese Energie passt in eine Lithium-Zelle in Fingerhutgröße. Ein Doppelschichtkondensator benötigt hierzu das 500-fache Volumen. Über dessen Preis braucht man nicht zu reden.
Vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass man beide Technologien in einer Zelle kombinieren will, aber nichts mehr davon gehört.
 

JKL

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Jetzt bin ich wieder drauf gestoßen:
Lithium-Ionen-Kondensatoren in Wikipedia
Ein Auszug:

1602056637236.png


Bei der Energiedichte und Kapazität pro Volumen kann man die Technik vielleicht in Linienbusse einbauen (wenn ich recht haben sollte, wird das in Köln vermutlich auch gemacht, da konnte ich sehr kurze Ladezeiten (~5 min) bei einem Linienbus sehen).

Für kleinere Fz ist die Technik zu schwer.


Gruß Jörg
 
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Von der Größenordnung habe ich keine Vorstellung
(Ultra/Gold)Caps sind sehr langlebig und eignen sich eher für kleine Ladungen die mal schnell geladen und danach entladen werden. Für diesen Zweck sind sie ganz gut. Kurzfristig kann man mit großen Strömen laden und entladen. Leider haben sie einen großen Raumbedarf. Ein Cap-Modul von ca. 15 x 15 x 15 cm hat in etwa nur 1,5Ah.

In der Disziplin Wattstunden pro Kilogramm sind Kondensatoren erbärmlich schlecht.
Das stimmt leider auch. Es gab mal irgendwo Versuche , sie beim Anfahren und für die Rekuperation zu verwenden. Das war aber wohl nicht sehr erfolgreich.

Auch Kondensatoren bestehen nicht aus Luft und Liebe. Für die Elektroden wird, genauso wie bei Lithiumakkus, Kohlenstoff eingesetzt, bei Dielektrikum gibts von Schwefelsäure bis Lithiumhexafluoridoarsenat auch alles mögliche.
Auch das stimmt leider. Da wird sogar Blausäure verwendet. Wie es da mit dem Recycling aussieht weiß ich leider nicht.

Lg
Gandalf
 
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Wie schon oben verlinkt, man hat doch inzwischen den Wunderkondensator gefunden der u.a. das Platzproblem löst und muss ihn noch fertig entwickeln und sucht dafür Geldgeber.
Würde ich sehr kritisch sehen!
Die Seite scheint nur darauf aus zu sein Investorengelder zu bekommen.
Vor allem wenn so ein Kondensator so einfach zu bauen ist, warum hat das bisher noch niemand geschafft?
 

JKL

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Danach hätte doch Kondensatoren die höchste Leistungsdichte...
Das haben sie auch, man kann aus Kondensatoren sehr hohe Ströme ( x Spannung = Leistung ) ziehen ohne sie zu zerstören.
Nur sind die Kondensatoren dann nach ein paar Milisekunden leer.
Das ist z.B. für einen Kamerablitz super.

Wichtiger für ein Fz ist die Energiedichte.
Beispiele:

Benzin ~8kWh/kg
Diesel ~11kWh/kg
Li-Ion Akku ~ 0,2Wh/kg


Gruß Jörg
 

JKL

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Da sieht man was man am besten für die Langstrecke einsetzt : Biomotor auf Fahrrad :p
Aber bei der Technik ist das Aufladen sehr, sehr ineffektiv.

Fotosynthese setzt ~ 0,7% des Sonnenlicht um.
Macht man daraus Fleisch, wird der Wert noch mal um den Faktor 7 schlechter und sinkt auf 0,1% des Sonnenlichts.

Laden mit Solar ist mit ~15% also 150 x effektiver.
:sneaky:


Gruß Jörg

Edit:
Fotosynthese setzt ~ 0,7% des Sonnenlicht um und dann ist der Treibstoff noch auf dem Feld.
Abtransport und Zubereitung verschlechtern den Wert noch mal.
:censored:
 
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zureich
Lithium als "Umweltzerstörer" hin zu stellen ist, nach wie vor, am Ziel vorbei.
das muss ich nun richtigstellen nachdem du das nun 3 mal geschrieben hast.
der lithium abbau braucht rieseige wassermengen. in chille z.b. 20 milionen liter am tag und das in der wüste.
anderswo ist es nicht anderst.
die einzige "saubere"lithium mine gibt es in australien die ca, 10 % des weltmarkts fördert. alles andere ist mehr als bedenklich.

eigentlich gibt es nichts vertretbares solange wir ein wirtschaftssystem pflegen das auf ausbeutung aufbaut , egal welche technik wir anwenden.
es braucht ein komplettes umdenken........ anfangen am bessten mit dem verbrauch bei allem.....
 
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@JKL : Naja, Wirkungsgrad des Motors (Muskeln) ca. 50%, Ernährung vegan und ab dafür. Zumal es in unserer Gesellschaft so ist, das ich einer der ganz wenigen bin, der zum Crossfit-Training (1h lang "richtig abschießen" mit sehr ausdauerlastigen Workouts) mit dem Fahrrad kommt. Die meisten fahren mit KFZ die 2km zum Sport... Da ist auch der geringe Wirkungsgrad des "Biomotors" pupsegal, wenn man anstatt 2000kg nur 85kg bewegen muss.

@windwärts: Hier wird wieder fleisig mit absoluten Zahlen hantiert und für den Normalo ists dann "riesig" und "wahnsinn". Du isst aber schon Käse oder Fleisch? 1kg Fleisch bedingt in der Herstellung 6000-12000l Wasser. Und hält genau eine Nutzung lang (Während ca 10kg Lithium für einen Autoakku mit 100kWh ca. 500000km, also etwa 10000h Nutzung überlebt und anschließend noch mal so lange in Zweitverwendung genutzt werden kann). Interessiert die "Teilzeitökos" die nun gegen E Wettern genauso wenig, wie die 530.000.000.000 Liter Wasser die pro Jahr für Öl-Fracking drauf gehen (und dann chemisch verunreinigt sind und nicht einfach nur verdampfen wie beim Lithium).
Ich finde es affig auf solche Punkte zu zeigen, aber die aktuell verwendeten Methoden ganz doll zu ignorieren. Das ist ne Nebelkerze, nicht mehr.
Und Umweltzerstörung und Klimawandel sind zwei paar Schuhe... Man kann letzteres Stoppen und dennoch die Meere mit Plastik fluten. Erheblich wichtiger ist aktuell Punkt 2. Wenn Punkt 1 gleich mit abgedeckt wird : Super. Wenn wir aber sagen : Kein Lithium, weil Wasserverbrauch nicht 0, dann können wir uns auch gleich einsargen.
 
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