Liegeräder mit Fitnessmehrfachfunktion

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Nein, zersägen keinesfalls. Gefällt mir ja selbst!
Die nächste Verbesserung wären Fußrasten an der Gabel zum Ablegen der Füße beim Rollenlassen. Da muss ich mir noch eine praktische Lösung finden.

Oh, peinlich! "Sero Speed" im Beitrag 40 sollte "Zero Speed" = "Null Gänge" heißen! Ob @Reinhard das vielleicht ändern mag?
 
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gute Idee, wurde schon öfters gebaut, aber nie so elegant...
 
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öfters gebaut, aber nie so elegant...
Inzwischen ist es noch etwas weiter gediehen. Für die jahreszeitgemäße Lichtausstattung musste das sehr selten genutzte Klappi das Dynamo-Laufrad rausrücken und der Glühobst-Vorläufer des Edelux, der SON E6 hat einen angemessenen Platz gefunden und sich schön einfügt in die Gestaltung. Für müde Beine gibt es nun Fußrasten, ob auch schön, wird sicher umstritten sein. Beim "neuen" Gepäckträger hab ich da keine Bedenken. Er ist jedenfalls deutlich zweckmäßiger: Auch wenn da Frontroller dranhängen, gibt es wegen der größeren Höhe keine Konflikte mit den Fersen, bei Backrollern allerdings ist es besser, etwas kürzer zu treten.
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Zum Laufradeln mit dem Gerät muss ich bekennen, dass meine Erwartungen nicht so recht erfüllt wurden, bisher.
Diese Erwartungen waren gespeist von der beobachteten, frappierenden Behändigkeit, mit der dreijährige "Zerge" mit ihren Maschinchen umgehen. Aber 75 Jahre Altersunterschied machen einen Unterschied in der Beweglichkeit.
Der zweite Gedanke war, dass ich getragen vom Laufrad nur noch für den Vortrieb über laufähnliche Bewegungen zu sorgen hätte, und dass das leicht und flott vonstatten gehen sollte, mit Sieben-Meilen-Stiefeln sozusagen. Da bin ich einfach wohl zu ungeduldig, Das Liegeradfahren ging ja auch nicht von heute auf morgen.
Mal sehen, ob ich mich mit dem Gerät traue, an der nächsten CM im November teilzunehmen?
 
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witzige Idee ohne Alltagstauglichkeit.
HeiSchuh, fährst mit dem blauen Kuwahare ding dann halt mehr die Berge der Holsteinischen Schweiz runter... : )
 
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witzige Idee ohne Alltagstauglichkeit.
Das hat sich Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn vor gut 200 Jahren wohl auch schon anhören müssen.
Na gut, inzwischen ist der Pedalantrieb dazugekommen. Aber wenn ich jetzt noch einen E-Roller ausschlachte und den E-Antrieb ans Kuawara dranschraube, habe ich im Vergleich ein vielseitigeres und wohl auch wesentlich sichereres Fahrzeug als den E-Scouter.
Und was die Holsteinische Schweiz bertifft, die Travemünder Strandpromenade ergäbe mehr Publikum. Wenn ich da zusammen mit meinem vierjährigen Enkel langlaufradeln würde, wäre das sicher ein hübsches Bild. Nur, der Knirps hat sein Laufrad schon vor einem Jahr gegen ein "richtiges" Rad eingetauscht. Bin halt zwei Jahre zu spät dran.
 
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Pferde aufgefressen, Öl verbrannt, Klimakatastrophe - und Mensch (Altmaier, Glöckler und Konsorten) kapiert immer noch nicht!
 
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...Der zweite Gedanke war, dass ich getragen vom Laufrad nur noch für den Vortrieb über laufähnliche Bewegungen zu sorgen hätte, und dass das leicht und flott vonstatten gehen sollte, mit Sieben-Meilen-Stiefeln sozusagen. ...
Vielleicht geschmeidigere Reifen?
 
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Ich meinte mit fehlender Alltagstauglichkeit dieses Skateboard flevo aus dem Link...
 
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Ein Sero-Speed-Rad!
Und noch ein Zero-Speed-Rad!
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Hat der Heiner das immer noch nicht verstanden, dass er mit seiner Erwachsenen-Laufrad-Idee auf dem Holzweg ist? ......,,.
Na ja, ich bin halt neugierig! Und da ich als Alternative für den oben gezeigten 26"-Kuawara-Rahmen nun auch noch einen 24"-Mixte-Rahmen geschossen habe, musste auch der erstmal auf seine Eignung zum Laufrad geprüft werden. Beim Kuawara Rahmen hatte ich mit Einbau der 20"-Gabel und -Vorderrad die Lenkgeometrie verdorben. Bei diesem grün-weißen 24"-Rahmen ist das nicht nötig, der Sattel ist schon so niedrig genug einstellbar für eine Laufradfunktion. Und wirklich, das Rad lässt sich im Vergleich deutlich besser mit Spaß laufradeln!
Doch festzuhalten bleibt: Laufradeln für Erwachsene ist aus gutem Grund exotisch. Ein alternatives Verkehrsmittel ist es wegen der Langsamkeit gegenüber einem Rad mit Kettenantrieb nicht. Doch wenn ich es z. B. mit einem Tretroller vergleiche, so gefällt mir der Bewegungsablauf mit der hier möglichen gleichmäßigen Rythmik schon wesentlich besser. Ein Fahrzeug zum Spaß-Spazieren-Laufradeln, z. B. auf der See-Promenade in Travemünde! Leider sind es bis dahin ca. 25 km, die ich dann doch nicht laufradeln möchte. Vielleicht aber wird es mit diesem Rad nun etwas mit einer CM-Teilnahme, sobald diese wieder möglich sind.
Es gibt einen weiteren Grund, der das Rad als Verkehrsmittel ungeeignet macht, wenigstens, solange es nicht mit einer Richtungs-Blinkanlage ausgerüstet ist. Einhändig fahren, um z. B. ein Handzeichen zu geben, ist nicht wirklich möglich. Man hat dann nur noch mit einer Hand und dem Sattel Kontakt zum Rad, eine sehr labile Situation! Würden solche Laufräder populär, würde dieses Problem wohl zu einem Nutzungsverbot im öffentlichen Straßenverkehr führen.
Und was ich auch registriert habe: Hier werden wieder andere Muskelpartieen trainiert im Vergleich zum Upright und Liegerad.

Nun mache ich mich aber wirklich daran, den Kuaware-Rahmen für einen MBB-Lieger zu verwenden. Und wenn es sich zeigen sollte. dass der Sitz dieses Liegers für meine Innenbeinlänge zu hoch ist, tausche ich den Rahmen gegen den Mixte-Rahmen aus.
 
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Doch wenn ich es z. B. mit einem Tretroller vergleiche, so gefällt mir der Bewegungsablauf mit der hier möglichen gleichmäßigen Rythmik schon wesentlich besser.
Das kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen. Tretrollerfahren ist doch prima. Endlich mal keinen Sattel zwischen de Beinen, viel mehr Bewegungsfreiheit und Beanspruchung von Muskeln, die man vorher noch gar nicht kannte. Das mit dem glechmäßigen Rythmus ist auch nur eine Frage der Übung.

Trotzdem bin ich auch immer fasziniert wenn die kleinen Stöpselm mit dem Laufrad durch den Park flitzen. Vielleicht bau ich auch mal ein paar Kurbeln ab zum probieren.
 
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Hallo Leute,
ich habe mich gefragt, ob ich mit meinem Laufrad überhaupt auf der Straße oder auf Radwegen fahren darf und habe folgendes gefunden:

Durch die am 01.06.2017 in Kraft getretene „Zweiundfünfzigste Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften“ vom 18.05.2017 (BGBl. I, S. 1282) wurde in die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine Legaldefinition für das Fahrrad eingefügt:

§ 63a Abs. 1 StVZO
Ein Fahrrad ist ein Fahrzeug mit mindestens zwei Rädern, das ausschließlich durch die Muskelkraft auf ihm befindlicher Personen mit Hilfe von Pedalen oder Handkurbeln angetrieben wird.
Und das heißt ja nun nichts anderes, als dass mein Laufrad mit demontiertem Kettenantrieb kein Fahrrad mehr ist, sondern wie ein Tretroller ein "Sonstiges Fahrzeug", das allein dort gefahren werden darf, wo auch Fußgänger laufen dürfen. Damit gelten auch sämtliche Ausstattungsvorschriften für Fahrräder nicht mehr. Ich darf nun durch die Fußgängerzone und über Fußwege "brettern", nicht aber auf Radwegen oder der Staße meine Wohnung oder den Laden um die Ecke anfahren.
Anders geht das wohl nur, wenn ich mir wieder irgend eine Art Hand- oder Fußantrieb dranbasteln würde. Richtig glücklich bin ich mit dieser rechtlichen Situation keineswegs!


Und hier gleich noch eine Ergänzung:

Straßenverkehrs-Ordnung
I. - Allgemeine Verkehrsregeln (§§ 1 - 35)


§ 24, Besondere Fortbewegungsmittel

(1)
1 Schiebe- und Greifreifenrollstühle, Rodelschlitten, Kinderwagen, Roller, Kinderfahrräder, Inline-Skates, Rollschuhe und ähnliche nicht motorbetriebene Fortbewegungsmittel sind nicht Fahrzeuge im Sinne der Verordnung.
2 Für den Verkehr mit diesen Fortbewegungsmitteln gelten die Vorschriften für den Fußgängerverkehr entsprechend.
(2)
Mit Krankenfahrstühlen oder mit anderen als in Absatz 1 genannten Rollstühlen darf dort, wo Fußgängerverkehr zulässig ist, gefahren werden, jedoch nur mit Schrittgeschwindigkeit.
 
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Das gleiche Problem hab ich theoretisch mit meinem schnellen Tretroller auch. Ich fahre damit so schnell wie ein durchschnittlicher Radfahrer, darf aber nur in Schrittgeschwindigkeit auf dem Gehweg fahren. Praktisch hat mich aber noch nie ein vorbeifahrendes Polizeiauto auf der Straße angehalten und durch die Fußgängerzone kann ich ganz entspannt rollern.
 
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Der Aufbau des MBB-Liegers auf Basis des Kuawara-Rahmens nimmt Gestalt an. Die Sitzhöhe wird bei für mich hohen 60 cm liegen, die Tretlagerhöhe bei 70 cm, die Lehnenneigung bei 55°. Bilder folgen, wenn das alles fertig ist.
Etwas Probleme habe ich noch mit den Bremsen des Rades: Hinten ist eine U-Brake mit vergleichsweise schlechter Bremswirkung und es gibt keine Sockel für V-Brakes. Früher gab es wohl mal von Magura Adapter, die man für Rahmen ohne Anlötsockel verwenden konnte. Die Zeiten sind aber wohl vorbei. Da bleibt wohl nur die Roller-Brake als Alternative. Das wiederum schließt aus, dass ich mir hinten einen NaDy mit 15x100er Steckachse montiere.
Am Vorderrad gibt es eine V-Brake an einer 20"-Gabel mit 26"-Bereifung. Das hat zur Folge, dass das Biegemoment, das auf die Gabel beim Bremsen wirkt, deutlich größer ist als bei einer 20"-Bereifung.
Soweit der Stand der Dinge.
 
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Und nun die ersten Bilder, obwohl das Rad noch nicht Fahrbereit ist:
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Weder der Rahmen, noch die 20-Zoll-Gabel und auch nicht die verbaute Schwinge wurden bei der Anpassung besägt, verbogen oder gebohrt. Anders beim Sitz: Der wurde seitlich beschnitten und aus der Sitzfläche wurde, um die gebogene Vorderkante zu erhalten, ein Teil herausgeschnitten (siehe Bild 4 mit ausgetrenntem Reststück). Für die Änderung der Lehnenneigung müsste die hölzerne Halterung zwischen Sitzlehne und Rahmen angepasst werden. Kein Problem, bin halt Tischler, und die Metabo-Tischkreissäge hat ihren festen Platz in der (Fahrrad)-Werkstatt. Die Sitzmontage ist so stabil, dass sich eine Abstützung nach unten zum Tretlagergehäuse erübrigt. Es bleibt viel Platz für Taschenhalterungen und Gepäck.
Das Halterohr für die Vorbau-Schwinge habe ich länger gelassen, damit man das Tretlager auch passend für lange Haxen einstellen kann Zur Zeit paßt es für 83 cm Innenbeinlänge. Und damit das mit dem langen Rohr nicht zu blöd aussieht, habe ich vorne eine Lampe drapiert; das Auge fährt mit.
Die Befestigung der Schwinge an der Gabel werde ich wohl noch mal verbessern müssen, denn augenblicklich könnte die Klemmung an der Schwinge im Fahrbetrieb nach unten rutschen. Damit sich die Kette beim Schalten ungehindert über das Ritzpaket bewegen kann, war es notwendig, den Schraubenkopf der M10-Schraube abzuschrägen (s. Bild 7).
Das Hinterrad hat eine Alu-Schraubkranz-Nabe, die ich bei beibehaltener Einspannbreite mittig zentriert habe.
Den Lenker habe ich gewählt, weil ich gerade nichts passenders habe. Auch einige Teile für die Schaltung und natürlich die Klingel! fehlen noch. Dann kann es losgehen und auch ich kann dann endlich fundiert an den MBB-Diskussionen teilnehmen! Spannen wird es, wie ich mit der Sitzhöhe klarkomme.
 
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