Liegeräder in der Zeitung

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Postet bitte Zeitungsberichte
Mein Beitrag, s.u., passte nicht in Reinhards Sammelthread für Velomobile in der Presse, deshalb mach ich hier mal den dritten Faden zu Zeitungsberichten auf. Es gibt bereits
und
Jetzt also auch Liegeräder in der Zeitung.
Da ich sehr viele Likes für den Bericht bekommen hatte, ist das Interesse für so einen Faden wohl auch gegeben.
Der erste Artikel ist jetzt nicht soo erfreulich in der Sache, aber wegen der korrekten Darstellung des Sachverhaltes positiv bemerkenswert. Er steht heute, Donnerstag, 28. Mai 2020 im Lokalteil der Bramscher Nachrichten:
Screenshot_20200528-074337.pngScreenshot_20200528-074346.png
Der Bericht beruht auf einem Aufruf der Polizei Bramsche:
Gruß Krischan
P.S.: @Reinhard: Könntest Du freundlicherweise die gelöschten Reaktionen aus Deinem Faden hier anhängen?
 
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Beteiligt ist ein - nicht aus Deutschland kommender :rolleyes: - Autobauer ...


 
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Unfallforscher kritisiert Pop-Up-Radwege:
Der Radverkehr nimmt zu, das Risiko auch
Der Unfallforscher -> Siegfried Brockmann ... kritisiert den Berliner Senat: Die Radverkehrspolitik schaffe neue Gefahren. ...
Über die Rechtmäßigkeit mehrerer Spuren muss noch das Oberverwaltungsgericht entscheiden. Die AfD hatte gegen die Provisorien geklagt, um den Platz für die Autos zurückzugewinnen - und vom Verwaltungsgericht vorläufig Recht bekommen.
Auf den Berliner Hauptstraßen mit Pop-Up-Radwegen hat der Radverkehr stark zugenommen. Laut Aktivitätsdaten der Tracking-App „Strava“ hat sich die Zahl der Radfahrer im Vergleich zum Vorjahr auf dem Kottbusser Damm in Kreuzberg verdoppelt. Auf der Petersburger Straße in Friedrichshain nahm der Radverkehr um 140 Prozent zu, auf der Kantstraße in Charlottenburg sogar um 260 Prozent.
Fehler beim Abbiegen sind laut Unfallstatistik der Berliner Polizei mit Abstand die häufigste Unfallursache. Etwa zwei Drittel der Unfälle betreffen Rechtsabbieger, ein Drittel Linksabbieger. Für Fußgänger und Radfahrer haben diese Unfälle auch besonders oft schwere Folgen. Jedes Jahr sterben in der Hauptstadt mehrere Radfahrer bei Grün unter den Rädern abbiegender Lastwagen.
 
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PS: Btw, aktuell ergibt die Forums-Suche zum Thema ,,LKW'' ->dies hier ...
PPS: Aus den Leserbriefen zu o.a. Zeitungsartikel:
Zumindest käme so kein Radfahrer in Verlegenheit sich an den wartenden Fahrzeugen rechts vorbeizudrücken und sich dann zu wundern daß man von einem LKW übersehen wird.
(y) Das wäre sehr schön ...
... aber leider: Immer mehr rücksichtslose Fahrradrambos stürzen sich direkt vom Radweg unter LKWs ...
... und es wird langsam klar: Vermutlich organisierte Kamikaze-Taktik ... zuviele Zufälle! Leider wahr ...
 
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Diesen Faden über
Liegeräder in der Zeitung
gibt es nur, weil es Beschwerden von Velomobilen und Trikes in der Zeitung gab.
Lasst also bitte den Elektro- und Quad- und E-Auto-Mist hier raus.
Danke.
Gruß Krischan
 
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Tolle Kommentare/Diskussion beim Spiegel Artikel ... die Vorurteile halten sich :rolleyes:
 
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Die Entkräftung der Vorurteile ist aber auch genauso sinnlos wie immer. ;)
Liegeräder sind ein Nischenmarkt, Rennräder übrigens auch ;) -- bei letzteren ist die Nische eben deutlich größer. Die Leute, für die der Artikel geschrieben ist, sind nicht besonders fahrradinteressiert, insofern ist der Vergleich eines Liegerads mit einem Rennrad recht witzlos; die meisten Leute werden mit der Kritik an der Rennrad-Körperhaltung nichts anfangen können, auf einem Standard-Trekkingrad sieht man nämlich deutlich mehr als ein paar Meter weit nach vorne. Man kann sich nun natürlich fragen, warum gerade dieses Rad getestet wurde, ehrlich gesagt finde ich das bei diesen technischen Daten nicht besonders attraktiv. Daß das Testrad dann auch offensichtlich keine Spiegel hatte, ist geradezu hirnrissig dämlich, natürlich fühlt man sich dann unsicher, wenn man nichts sieht. Die Leute, die an allem, was kein Auto ist, ein Fähnchen sehen wollen, wird man auch mit vielen Argumenten nicht dazu kriegen, von dieser Meinung abzurücken, das ist vergebene Mühe. Ein Liegerad ist für den wenig ambitionierten städtischen Standard-Radfahrer, der ab und an mal langsam über eine rote Ampel fährt, wenn niemand schaut, bei zu vollen Straßen auf den Gehweg ausweicht, und der nur bergab (oder mit Motor) schneller als 20 km/h wird, einfach ein denkbar ungeeignetes Fahrzeug. Liegeräder sind teuer, sie sind schwer und sie sind, wie ja auch festgestellt wurde, einfach weniger universell als Ups in einer "Standard-Konfiguration". Mit diesen kann man alles machen, aber es geht eben zu Lasten der Ergonomie. Wem das egal ist, weil die Fahrradausfahrten kaum länger als 20, 30 Minuten dauern, kommen natürlich die Nachteile von Liegerädern sehr groß vor, weil sie durch keinerlei Vorteile aufgewogen werden. Vergleichend könnte man vielleicht sagen, daß ein hölzerner Hocker auch leichter, kostengünstiger und universeller einsetzbar ist als ein Bürostuhl.

Von den teilweise doch recht dämlichen Kommentaren mal abgesehen finde ich den Artikel selbst aber durchaus in Ordnung und würde gerne mehr davon lesen. Ich finde, er geht mit dem Rad fair um und schildert Eindrücke, die durchaus realistisch sein dürften. Man hat auf so einem Rad eben zunächst einmal weniger Übersicht als auf einem normalen Trekkingrad, durch die Position weit hinten kann man insbesondere extrem schlecht um Ecken schauen. Wenn ich dann dank mangelnder Spiegel nicht einmal den Verkehr hinter mir beobachten kann, ohne einen wahnsinnig großen Schlenker zu fahren, sitze ich auf dem Rad und kann nur hoffen, daß sich der Rest der Welt schon korrekt verhalten wird. Selbstverständlich verunsichert das und diese Verunsicherung wird sicher auch Ausdruck in der Wiedergabe einiger Vorurteile finden. Die Kritikpunkte an den Kosten und der Ausstattung des Rads sind meines Erachtens nach in Ordnung. Liegeräder sind nunmal teuer, fertig. Fahren am Berg ist schwierig, weil man Technik und Training braucht und nicht einfach das Aufstehen aus dem Sattel reicht. V-Brakes funktionieren zwar immer noch, bei einem modernen Rad hätte ich aber tatsächlich Scheibenbremsen erwartet. Allgemein verstehe ich aber nicht so recht, welche Käuferschicht das getestete Azub nun eigentlich ansprechen soll. Okay, es ist faltbar, aber immer noch ein wenig sperrig. Man sitzt doch recht hoch, die Komponenten sind jetzt nicht so extrem aufregend, außerdem ist es ungefedert und dafür nicht besonders leicht.
 
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Die Leute, die an allem, was kein Auto ist, ein Fähnchen sehen wollen

Kopfkino: Reiseführer zu Fuß mit Fähnchen in den Farben seiner Reisegruppe. ;)

Daß das Testrad dann auch offensichtlich keine Spiegel hatte, ist geradezu hirnrissig dämlich, natürlich fühlt man sich dann unsicher

Mit ging es umgekehrt: Meine Liegen haben Spiegel, das sehr selten selbst benutzte Aufrechtfaltrad hatte keinen. Ich fühlte mich dermaßen unwohl, dass ich froh war, noch einen in der Kiste zu haben und ihn nicht erst kaufen zu müssen. ;)

weil man Technik und Training braucht

Die Leute vergessen gerne, wie viel Zeit sie für das Erlernen andere Fahrzeuge u.ä. benötigt haben und wieviele Bodenberührungen sie hatten. Wer hat Laufrad ohne Stürze gelernt und konnte danach sicher Aufrechtfahrrad fahren? Wer hatte als Rollschuhanfänger nicht reichlich Bodenkontakt und hat sich auf Schlittschuhen langgemacht, obwohl er die Rollschuhe beherrschte? Ich habe sogar mein erstes Trike umgeworfen, obwohl ich vorher zehntausende Kilometer auf dem Kurzlieger gefahren bin.

Selbst der Umstieg von einem alten Auto auf ein 25 Jahre jüngeres ist nicht problemlos - umgekehrt übrigens auch nicht.
 
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Kopfkino: Reiseführer zu Fuß mit Fähnchen in den Farben seiner Reisegruppe. ;)
Wart's nur ab, mittlerweile werden ja bereits Kinder in Gruppen ganz gerne mit Westen in Neonfarben ausgestattet. Bis zum Fähnchen dauert es dann nicht mehr allzu lange. Es ist ja aber ein umstrittenes Thema und in der Realität werden niedrige Fahrräder bzw. Fahrradanhänger gerne mit Fähnchen markiert. Insofern ist es dem Autor des Artikels nicht anzukreiden, daß er auf die Zusatzkosten dafür hinweist; bei einem so teuren Rad sollten meines Erachtens nach die Komponenten zur Verkehrssicherheit im Preis enthalten sein, zumindest in einfacher Ausführung. Andererseits werden bei Rennradtests auch nicht die fehlenden Reflektoren bemängelt und kommentiert. Es ist eben eine Frage der Erwartungshaltung und ich kann dem Autor des Artikels wenige Vorwürfe machen.

Mit ging es umgekehrt: Meine Liegen haben Spiegel, das sehr selten selbst benutzte Aufrechtfaltrad hatte keinen. Ich fühlte mich dermaßen unwohl, dass ich froh war, noch einen in der Kiste zu haben und ihn nicht erst kaufen zu müssen. ;)

Ich werde mir für das Up auch demnächst einen Spiegel besorgen und es ist mir mittlerweile auch zu hoch, ich fühle mich in dieser hohen Position zumindest die erste halbe Stunde lang sehr unangenehm. Auch die empfindliche Reaktion auf Verzögerung durch Bremsen mißfällt mir zunehmend. Und das ist kein supertolles Rennrad, sondern ein wenig aufregendes Standard-Trekkingrad. ;)

Die Leute vergessen gerne, wie viel Zeit sie für das Erlernen andere Fahrzeuge u.ä. benötigt haben und wieviele Bodenberührungen sie hatten. Wer hat Laufrad ohne Stürze gelernt und konnte danach sicher Aufrechtfahrrad fahren? Wer hatte als Rollschuhanfänger nicht reichlich Bodenkontakt und hat sich auf Schlittschuhen langgemacht, obwohl er die Rollschuhe beherrschte? Ich habe sogar mein erstes Trike umgeworfen, obwohl ich vorher zehntausende Kilometer auf dem Kurzlieger gefahren bin.
Beim Liegerad ist das aber auch von persönlichen Aspekten abhängig. Ich habe mein Trike erst einmal umgeworfen, das war aber zu geringer Verzögerung mit blockierenden Rädern und einhergehendem Verlust der Steuerung geschuldet und passierte nach einigen tausend Kilometern. Beim Einspurer stellte ich auf meiner sehr kurzen Runde auf der Spezi fest, daß es sich, vom Anfahren mal abgesehen, exakt so fährt wie ein normales Fahrrad: Ungewöhnung--im Gegensatz zum Trike--nicht notwendig. Mit dem Hurricane bin ich auf der Probefahrt bei der Verkäuferin natürlich ein paarmal beim langsamen Anfahren umgefallen, wie sich das eben gehört ;), nach wenigen Minuten der Eingewöhnung konnte ich aber sicher eine kleine Proberunde drehen (und mich direkt verfahren :LOL:); später bin ich dann nur noch an Stellen mit engen Hindernissen und dementsprechend geringer Geschwindigkeit umgefallen.
Ich bin überrascht, daß ich so gut damit zurechtkomme, ich hatte mich nie als besonders balancebegabt eingeschätzt. Üblich scheint das hingegen nicht gerade zu sein, ein Freund ist ambitionierter Rennradfahrer und es ist ihm nicht gelungen, sich auf dem Hurricane zu halten; selbst mit Anschieben und leicht abschüssigem Weg. Insofern kann ich aus persönlichem Erlebnis die Vorstellung, beim Fahren mit einem Liegerad das Fahrradfahren nochmal lernen zu müssen, nicht teilen, kann aber nachvollziehen, daß es einigen Leuten so gehen mag. In dem Artikel sieht man leider auch, daß der Autor Dinge mit, sagen wir mal "intuitivem" technischen Verständnis erklärt, er bringt den schmalen Tillerlenker mit schlechter Kontrolle über das Rad in Verbindung. Das ist bei näherer Betrachtung natürlich Quatsch, der schmale Tiller sitzt an einem irre langen Hebel und wird auch anders bewegt als ein Farradlenker; außerdem wird auch beim Liegerad gelenkt wie beim normalen Rad: Hauptsächlich durch Verlagerung des Schwerpunkts.

Die Exkursion zum Übersehenwerden, weil man den Leuten nicht in die Augen schauen kann, ist irgendwie bizarr. Ich vermute, da geht es um irgendeinen anderen Aspekt und der Autor konnte sich nur nicht richtig ausdrücken. Daß man auf dem Liegerad natürlich erstmal einen Meter Rad vor sich herschiebt, bevor man um die Ecke sehen kann, ist natürlich ein Problem. Allerdings kann man das im Straßenverkehr kaum dem Rad ankreiden, da in der StVO ausdrücklich geregelt sein sollte, daß u.a. durch Parkverbote die Sichtlinien an Kreuzungen entsprechend frei bleiben, damit die Ecke schon früh genug beginnt und man nicht erst mit dem halben Rad in den Kreuzungsverkehr einfahren muß, um etwas zu sehen.
Mich freut der Artikel dennoch, weil es nunmal ein Artikel ist, der einfach Erfahrungen berichtet. Ich habe das Gefühl, daß dem Autor das Rad zu kurz bereitgestellt wurde und er einfach recht unsicher war, das wäre ich im hektischen Stadtverkehr wahrscheinlich zunächst auch. Es wundert mich daher auch nicht, daß der Autor nicht getestet hat, wie schnell er denn mit dem Rad so fahren kann. Hätte er das getan, wäre der Artikel sicherlich anders ausgefallen, davon bin ich überzeugt.
 
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Es gibt bereits einen Versuch, die abschweifende Diskussion in den Faden zum Abschweifen rüberzuziehen, aber das hat nur einer mitbekommmen.
Postet also bitte gerne Artikel, diskutiert aber Kommentare sinnloser Existenzen im Spon an anderer Stelle, danke :)
Gruß Krischan
 
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