Liegerad kaufen

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Langgöns
Hallo!
Ich möchte meinem Mann gerne ein Liegerad schenken, da er sich beim normalen Rad nicht mehr auf dem Lenker abstützen kann.

Leider komme ich nicht weiter mit meiner Recherche. Könnt ihr mir Tipps geben wo ich so ein Rad bekomme und ob meine Preisvorstellung realisierbar ist?

Der Gatte ist 1,85 groß. Das Rad soll nicht mehr als 1500 € kosten, denn man weiß ja nie ob es das dann wirklich ist. Am liebsten würde ich ein gebrauchtes kaufen, um die 600-800 €. Gibt der Markt da was her? Im Netz werde ich nicht so fündig.

Danke für die Rückmeldungen im voraus und viele Grüße bei maximaler Ahnungslosigkeit
 
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Moin Kati
WILLKOMMEN im Forum.

Es gibt jetzt viele Fragen mit denen du/ihr euch auseinandersetzen müsst.

Das Problem im Bereich der Liegerräder ist die Vielfalt der Möglichkeiten. Es geht um Anzahl der Räder . Lenker oben oder unten . Gleiche Laufräder oder unterschiedlich grosse. Antrieb Vorne oder Hinten oder Allrad (Zoxtandem).
Netzsitz oder Sitzschale.

Dann kommt noch eure Benutzung hinzu. Für den täglichen Weg über Land oder ab und zu durch die Stadt. Oder doch zum Reisen .

Gebrauchtkauf ist eine gute Idee .

Du wirst für die Summe schon etwas finden und der Gebrauchtmarkt ist gross. Jedoch sollte ihr bereit sein ein bischen zu fahren.

Und jetzt kommt der wichtigste Tip überhaupt: P r o b e f a h r e n !!!!!!

Mit Tip:
Anthrotech als Dreirad
IST SAU STABIL UND HAT SUPER FAHREIGENSCHAFTEN

Flux s 600/800
ein guter Allrounder mit Oben oder Untenlenker und bequemen Sitz

beide Räder bekommt man gut und Günstig auf dem Gebrauchtmarkt

Weliandy
 

MAD

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Flevo Racer
Die frage ist auch, darf es etwas extravagantes sein?
Dann würde ich den FlevoRacer empfehlen.
Hier sprechen die Vorteile
- Freihändiges Fahren
- Große Räder
- einfach Umstellbare Sitzposition (Rennstellung, Stadtstellung)
- Einfache Konstruktion
-Vorderradantrieb (Kurze Kette)

gegenüber den Nachteilen:
- Schwerer zu erlernen als andere Liegeräder (wegen Knicklenkung)

Neu bekommt man sowas schon ab 1799 mit einer guten Ausstattung
Gebraucht auch weniger.

Bei fragen gerne auch per PN

Gruss Micha
 
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@Kati
Diese Fragen solltet ihr euch stellen:
Hoch- , Mittel- oder Tieflieger? (im Zweifel würde ich Midracer vorschlagen)
Wo wollt ihr fahren? Wald? Feldwege? Asphalt?
(inkl. Reifenwahl + Federung oder nicht)

Lg
Gandalf
 
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Hallo Kati,

auch von mir willkommen im Forum.
Habe ich das richtig verstanden? Du kaufst ein Liegerad und schenkst es dann als Überraschung Deinem Mann?
Halte ich für nicht sehr realistisch, da es wie schon geschrieben unzählige Varianten gibt. Noch schlimmer als beim Aufrechtrad, wo es Rennrad, Mountainbike, Hollandrad, Lastenrad ... gibt. Welches wäre für ihn das richtige?

Daher meine Empfehlung:
Schenke ihm erst einmal ein Wochenende in Germersheim (das ist nördlich von Karlsruhe), dort ist am letzten Aprilwochenende die SPEZI (Spezialradausstellung). Da könnt Ihr nicht nur viele verschiedene Fahrradtypen anschauen, sondern auch ausprobieren.
Oder macht einen Ausflug an der Mosel mit der http://www.liegerad-erlebnisstation.de/ , da ist weniger los als auf der Spezi, es geht evtl. früher, und Arnold kann Euch während der Tour einiges über Liegeräder erzählen (ich hatte mal eine Tour mit meinen Jungs mit ihm gemacht).
Oder gibt es einen Liegeradhändler in Eurer Gegend, vielleicht in Frankfurt a. M.?
Dann muß Dein Mann rausfinden, was er genau (oder zumindest ungefähr) will, und dann könnt Ihr Euch nach was Gebrauchten umsehen.
Alles andere wäre m. E. unsinnig.

Viel Erfolg,
wolf
 
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Sorry für Off-Topic, aber seit wann ist ein Liegerad zwangsläufig einspurig?

Ich dachte mein Scorpion FS, sei auch ein Liegerad, wenn nicht, was denn dann?
 
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Für durchaus relevant halte ich auch die Frage, ob Dein Mann schon von seinem Glück weiss... :) Sprich: Will er überhaupt ein Liegerad oder hat sich mit der Idee angefreundet oder findest Du, dass er ein's wollen sollte? ;)

Ansonsten bin ich bei den Vorrednern: Die Variantenvielfalt ist so gross, dass ohne Probefahrt keine sinnvolle Wahl getroffen werden kann. "Gefällt mir" hilft bei der Auswahl wenig - die Räder unterscheiden sich so stark in der Praxis dass man (zumal als Unerfahrener) aus dem Trockenen noch nicht mal eine sichere Vorauswahl treffen kann.

Was man sagen kann: Ein gemäßigtes Rad wie ein (leicht aus der Mode gekommenes) Sesselrad ist in meinen Augen oft ein prima Einstieg, da leicht zu fahren. Weil die noch mehr aus der Mode gekommen sind als Liegeräder allgemein sind sie gebraucht oft ziemlich günstig zu kriegen.

Obenlenker ist für die meisten Leute aus dem gleichen Grund beim Zweirad einstiegskompatibler als Untenlenker - weniger Umgewöhnung nötig. Da wird es aber schon individuell. Der Geschmack kommt beim Essen - über die Zeit lernt man mehr über die eigenen Bedürfnisse und auch über das Marktangebot und man kommt auch mit "extremeren" Bauformen leichter klar, wenn man etwas Vorerfahrung hat (oder bekommt überhaupt dadurch erst Interesse daran). Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass man über die Zeit verschiedene Räder durchläuft und nicht beim ersten bleibt. U.a. deswegen finde ich Gebrauchtkauf für den Einstieg auch sehr sinnvoll. Die Wahrscheinlichkeit, dass das erste Rad nicht das Dauerhafte ist ist relativ gross.

Als universelles Rad, das sowohl sehr praktisch wie auch sehr einsteigerfreundlich ist finde ich nach wie vor das Radnabel sehr geeignet. Wobei das sicherlich bei einigen Leuten nicht als echtes Liegerad sondern als grässlicher Bastard und bestenfalls Sesselrad akzeptiert würde. :) Ist ein tolles Ding, das seinen Namen "Alltagslieger" vollkommen zu recht trägt und als universelles Fahrzeug u.U. geeigneter sein kann wie z.B. ein Tieflieger. Ich geb meines nicht mehr her. :p Hier gibt es gerade ein Gebrauchtes, gerade noch im Rahmen Deiner Preisvorstellung: http://gebraucht.hpv.org/gebraucht-2.html?task=advert.view&id=14661
Ebenfalls recht einsteigerfreundlich trotz Untenlenker finde ich die HP Streetmachine, z.B. hier ein Gebrauchtangebot: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...-velotechnik-mit-zubehoer/1314415274-217-4803

Wie Du siehst zwei völlig unterschiedliche Fahrzeuge. Und das sind nur zwei von x-hundert Möglichkeiten...
 
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Der Gatte ist 1,85 groß. Das Rad soll nicht mehr als 1500 € kosten, denn man weiß ja nie ob es das dann wirklich ist. Am liebsten würde ich ein gebrauchtes kaufen, um die 600-800 €. Gibt der Markt da was her? Im Netz werde ich nicht so fündig.
Gebraucht sollte man dafür was vernünftiges finden, neu wird schwer, da gehts denke ich so ab 2000€ los.

Mal so als Gebrauchtradseiten:
EDIT: Ich sehe @michiq_de hat da schon Einiges verlinkt...

So aus dem hohlen Bauch Modelle vorschlagen finde ich erstmal deplatziert.

Generell solltest du wissen was für ein Typ Liegerad du suchst:
2Rad , 3Rad
Gemütlich für Tour oder Sportlich.
Lenkerform (Untenlenker,Tiller, UDK)
Kann mit Klickpedale gefahren werden oder nicht, ab einer gewissen Tretlagerhöhe sind Klickies empfehlenswert.

Was ist denn dein Mann bisher an Rad gefahren?

Den Besuch in Germersheim zur Spezi finde ich auch sinnvoll.

Und als Anfänger würde ich keine Nischenprodukte, sondern eher Modelle von größeren Herstellern empfehlen.
Finger weg von Eigenbauten und Einzelanfertigungen.
 
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Für durchaus relevant halte ich auch die Frage, ob Dein Mann schon von seinem Glück weiss... :) Sprich: Will er überhaupt ein Liegerad oder hat sich mit der Idee angefreundet oder findest Du, dass er ein's wollen sollte? ;)
Ansonsten bin ich bei den Vorrednern: Die Variantenvielfalt ist so gross, dass ohne Probefahrt keine sinnvolle Wahl getroffen werden kann.
Na ja, manchmal geht’s auch gut. Meine Frau hat mir zum 50. Geburtstag – wirklich überraschend – ein Liegerad geschenkt (Peer Gynt), das ich mehrere Jahre gerne gefahren habe, ehe ich dann auf die Streetmachine umgestiegen bin. Aber gut: Ich neige dazu, die Dinge zu nehmen wie sie nun mal sind und mich zu arrangieren … Als generelle Empfehlung also vielleicht doch nicht so brauchbar.

Andererseits: Allgemein wird mit der Bezeichnung "Liegerad" meinem Eindruck nach meistens so etwas Ähnliches wie eine Streetmachine verbunden – die Chance mit einem solchen Typ nicht ganz falsch zu liegen, stehen also nicht schlecht. Wie wäre es mit einem Gutschein für eine Probefahrt? Vielleicht findet sich ja ein Händler, ein potenzieller Verkäufer oder sonst jemand in der Nähe, der sein Liegerad für den Tag der Überraschung dafür zur Verfügung stellt?

:) Wolfgang
 
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Moin, also Ich finde die Idee mit der Überraschung eigentlich ganz charmant. Und bei einem Gebrauchten ist doch das Risiko gar nicht so groß, denke ich.

Als Universalräder haben doch die Fluxe einen ganz guten Ruf, bei der Körperlänge ginge auch HP Streetmaschine oder Speedmaschine. Gibt auch noch andere.

Ich selbst hatte als Einsteiger eine Präferenz für Unterlenker, aber UDK geht auch.

Ich würde als Überraschungseinstieg vermutlich nicht zu flach sitzen wollen, und nicht zu tief, eben einen Allrounder.

ich freue mich über solche Überrachungen.

rwd
 
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Der Gatte ist 1,85 groß. Das Rad soll nicht mehr als 1500 € kosten, denn man weiß ja nie ob es das dann wirklich ist. Am liebsten würde ich ein gebrauchtes kaufen, um die 600-800 €. Gibt der Markt da was her? Im Netz werde ich nicht so fündig.
Für die Größe sollte es vergleichsweise viel geben, aber der Markt ist insgesamt deutlich(!) kleiner als bei Aufrechträdern. Für 1500 € wird man kein neues Rad bekommen, aber gute gebrauchte sollten auf jeden Fall drin sein. Bei 600-800 € solltest du dich technisch auskennen, um nicht aus Versehen eine Baustelle oder einen "Teilespender" zu kaufen.

Eine ziemlich wichtige Frage lässt sich ohne Probefahrt prinzipiell nicht beantworten: Fühlt sich dein Mann auf diesem Rad wohl? Wie wäre es, wenn du erstmal in den nächsten größeren Städten den Markt sondierst und ihm kein fertiges Liegerad schenkst, sondern mit ihm zu passenden Angeboten zur Probefahrt fährst und das erste kaufst, das ihm gefällt?
Wenn ihr zusammen fahren wollt, achte auf nicht zu niedrigen Sitz. Je geringer der Unterschied in den Kopfhöhen, um so besser kann man sich unterhalten.

Falls du "blind" kaufst, noch was zur Federung:
Liegeräder sind prinzipiell gegen Unebenheiten "empfindlicher", weil man mit dem gesamten Körper drauf liegt und alle Bewegungen des Rahmens mitmacht. Vor allem Stöße von hinten können in den Nacken gehen, das spürt man nicht nur, sondern es stört auch die Sicht. Federung kann das teilweise schlucken, aber sie schluckt auch Tretleistung und bringt Gewicht mit.
Wenn ihr (fast) nur Straßen und gute Wege fahrt, kann man durchaus ein Rad ohne Federung nehmen. Nur reinrassige Rennräder, die im Falle des Falles nichtmal breitere Reifen erlauben, würde ich ohne Probefahrt meiden. Wenn das Vorderrad 26" groß ist, kann man denke ich durchaus ein Rad mit Federung nur hinten nehmen, ohne sich in den Wegen zu sehr einzuschränken, und mit 1,85m Körpergröße sollten er die entsprechenden Modelle auch fahren können.
 
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@Kati :
um die geballte und kompetente Hilfsbereitschaft hier im Forum auszuschöpfen und nicht zu sehr in die Glaskugel schauen zu lassen , wäre mMn. noch ein wenig "Input" hilfreich.

Wenn man noch nie eine Liege gefahren ist, sollte man wissen, das es schon ein wenig tricky ist. Obwohl ich Einradfahren kann, bin ich überrascht, wie kibbelig es im Langsamfahren sein kann. (Von engeren Kurven mal ganz abgesehen).

Mit anderen Worten: ich finde , es ist hilfreich, wenn dein Mann ein entweder ein echter Radfreak, und/oder für ein neues Abenteuer aufgeschlossen ist ........ ansonsten lieber keine Liege auf den Geburtstagstisch und besser den o.g. Hinweis annehmen:

Besuch auf der SPEZI oder beim "Freundlichen"
 
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Mal eine Nebensache: Kommt Dein Mann mit dummen Sprüchen klar?
 
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Hallo Kati

Dein Mann sollte erst fahren lernen bevor an die Probefahrten geht.
Ansonst kauft man erst das Fahrrad das am einfachsten fährt und 6 Monate später stellt man sich die Frage ob was anderes besser passt.

Fahren lernt man am besten auf einem leeren Parkplatz. Beim Anfang erst beide Füsse auf die Pedale und Bremse ziehen während der 2. hinten am Sitz hält.
Dann langsam losfahren und nach ein paar Meter kann man hinten loslassen.

Zum stabil fahren muss man den Körper in den Sitz drücken und Lenker nur locker halten.
Erst mal nur große Kurven fahren. Wenn man daß Rad sicher im Griff hat kann man sich ums anfahren kümmern.

Die meisten können nach 10 min halbwegs fahren. Zumindest solange sie keine Angst haben.
Und dann viele Probefahrten machen.
 
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