Liegerad Ergonomie

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Hallo Patrick,
schön das Du meine Anregung nach einigen Jahren aufgreifst.
Hab die Idee auch mal an Velomo gesandt-das war am 20.8.20
Solch etwas habe ich vor einigen Jahren in Holland gesehen.
mfg
und
GOOD BIKE
Gerd
 
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Was sagt ihr dazu? Hättet ihr noch Punkte, die ich aufnehmen könnte, nicht beachtet habe oder falsch angehe?
Man kann sich alles kompliziert machen, muß aber nicht.

Hätte die Konstruktion so vorgesehen, daß sie so bequem ist, wie sie für den verlängerten Schaukelstuhl, (wegen des Beinehochlegens), zum Zeitung lesen notwendig wäre.

Ist letztlich immer eine Frage der Abwägung zwischen der Art des Fahrens; ob man also eher auf Kraft, (oft mit Hetze verbunden), oder Ausdauer, (es zählt primär, das Tagesstreckenziel zu erreichen und nicht die dafür benötigte Zeit), unterwegs sein möchte.
 
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bequem != Leistung
Und wenn ich zwar bequem liegen kann, aber jeglicher Leistungsoutput zur Qual wird, ist das halt auch demotivierend. Das hat mich 2018 dann komplett aufs Rennrad verscheucht, weil dort die Probleme schlicht nicht auftreten (obwohl es nicht wirklich bequem ist ;) )
 
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Bram Moens hatt mal ein Meetfiets gebaut, ein Messrad. Dabei war sehr viel einstellbar. Der Tretlagerausleger war eine T muffe, aufrecht und dann ein standart Tretlagerausleger der von oben oder unten eingesteckt werden könnte. Statt das 68mm tretlagergewinde ein rohrstummel mit innendiameter gleich an aussendiameter vom auslieger. Da dann ein zweiten auslieger rein. Damit liess sich die trettlagerhohe quasi stufenloss einstellen. Nur eine auslegerhohe "geradeaus" ging nicht, nur wenn mann denn extra T ausleger weg liess.

Wichtig ist eine sitzposition zu haben bei demm mann sich gut fuhlt, eine Trainungsperiode ist dabei auch wichtig um sich an das rad zu gewohnen. Andere muskelbelastung usw.

Meine 182cm ist 82cm Bein und denn rest Rumpf, Nacken, Kopf. Es gab Liegeradlende Damen von etwa 175cm mit ahnlicher beinlange, ich hatte auch schon herren in etwa gleicher grosse die unterhalb statt ober halb der lenker kucken mussten. Fur mich geht 25cm cm tretlageruberhohung und 20 grad sitzwinkel prima. Dabei ist dann meine schuhspitze am hochsten punkt etwa auf unterkiefer hohe. Es kann sein das du deutlich langbeiniger bist, und die fusse deswegen verhaltnissmassig viel hoher auskommen.

Neben Sitzwinkel, tretlager hohe, wurde ich auch mal was mit schuhe und socken experimentieren. Macht es was aus ob du mit dunne socken und stramme Renn schuhe oder dicke socken und geraumige MTB schuhe rum fahrtst?

Langer dann zwei stunden Aufrechtrad, spur ich zwei tage spater noch.
 
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optimale Ergonomie auf dem Liegerad

optional : verschiedene Sitze (mit/ohne Lordosestütze, Ausformungen Gesäßbereich und Nackenbereich, usw.)

Zur Zeit habe ich einen Alu-Azub Sitz montiert, der hat nur eine mangelnde Lordosenunterstützung, hier haben ein paar Stücke Isomatte an der richtigen Stelle viel bewirkt.
da hapert's eigentlich noch am Meisten: ein Sitz, der anpassbar ist auch ohne "Stopfen" mit Isomatten: je nach Hohlkreuz, Rundrücken etc eine Veränderung möglich incl. Anpassung der Rückenlänge und Sitzwinkel. Der Sitz beinflusst das Wohlfühlgefühl und damit die Ergonomie deutlicher, als es sich viele eingestehen wollen (im Hinblick auf die Rückenschäden durch RR, zu langes Sitzen und mangelnden Ausgleich).

Ein anderes Vorgehen als das Rad neu zu erfinden: man schaut, wie das die "Könner" hin bekommen (z.B. Birk mit dem Peregrin) und orientiert sich an deren Konzepten bzw. Überlegungen.
 
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@Reinhard : das stimmt nicht ganz. Schon beim ersten Meter ist die Ausgangsleistung viel niedriger und der erste Anstieg brennt in den Beinen, obwohl ich gerade mal an meiner FTP fahre, die ich auch an schlechten Tagen auf dem RR locker 20min fahren kann. Das das umso mehr Probleme macht, desto länger die Strecke ist, ist klar.
Für mich hört sich das nach mangelnder Gewöhnung an die Liegeposition an.
 
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@RaptoRacer : Mangelde Gewöhnung nach 70000km? Ähm, nee ich glaube nicht ;) Das Problem hatte ich selbst 2015 und 2016, als die WM und die "40km/h Forumswette" gewonnen hatte. Nur halt auf nem anderen Nivau. Dennoch konnte ich 280W auf dem Rennrad über 20min leisten, aber nur etwa 240W auf dem Liegerad (und bei letzterem brannten die Beine trotzdem mehr)
 
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Dennoch konnte ich 280W auf dem Rennrad über 20min leisten, aber nur etwa 240W auf dem Liegerad (und bei letzterem brannten die Beine trotzdem mehr)
Bei so einem krassen Missverhältnis würde ich dann eher Triathlonrad statt Liege fahren. Die Dinger sind in den letzten Jahren auch richtig schnell geworden.
 
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@RaptoRacer : Auch ein TT Bike konnte von mir nur mit knapp über 40km/h bewegt werden und war damit so schnell wie mein unverkleidetes Trike ;) Nur viel unbequemer... Von einem VM braucht man da garnicht sprechen. Da kommt kein Up, egal in welcher Position oder mit welchen Komponenten, auch nur in die Nähe.

Zumal macht mir Liegeradfahren, bis auf dieses Problem hier, echt spaß und ich will es nicht sofort aufgeben, weil was nicht funktioniert! :)
 
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Hallo zusammen
,das Thema Sitz ist nicht zu unterschätzen.
Klasse der der Orginal Dalli Sitz und dann noch ein Alusitz der beim Mark (ACE) rumlag.
Den hab ich dann mit einem Hammer bearbeitet bis so paßte wie A....auf Eimer. Nur war der Sitz verdammt schwer.
mfg
und
GOOD BIKE
Gerd
 
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@HFKLR : Radfahren ohne ein bisschen "ballern" ist für mich leider so motivierend wie Gras beim wachsen zuzuschauen... Daher ist eine gute Leistungsentfaltung ein muss :)
 
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warum erleben das andere Liegeradler anders (wobei Du ja meinst, dass RR effizienter sei...)? Über das Peregrin (das ich nur eine Viertelstunde unter meinem Hintern hatte, kann also nix dazu sagen) habe ich z.B. Folgendes gefunden:

Im Vergleich zu den letzten 2 Herbstouren in Norditalien mit dem Toxy ZR bin ich dieses Jahr ohne an meine Leistungsgrenze zu kommen die Pässe hoch gefahren.
 
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