Liegerad "Chopper"

S

_sascha

Hallo

Hab ich gerade gefunden

Ciao Sascha

mpg Video dazu (1003KB)
pursuit011.jpg
 
>Hallo
>Hab ich gerade gefunden

Geil, das dürfte so ein Teil nach dem Bauplan "Chopper-Fahrräder" sein, soeins war auch mein erstes: Man nehme zwei alte Damenräder ... Absolut cool, hat auch funktioniert, aber irrsinnig schwer (Holzlattensitz mit Schwinge und Gummibandfederung). Aber war toll + man mußte nichts schweißen, alles nach dem Klemm/Steck-Prinzip! (inerinnerungenschwelg). Dann habe ich es jemandem geliehen (ca. 100 kg)...
Michael
 
Aber allgemein ein Liegerad im Chopper Design müsste doch fast so stromlinienförmig machbar sein, und sieht halt richtig cool aus, auch für die Nicht-Liegerad-Menschen. Ich sympathisiere sehr mit Liegerädern, der Nerd-Faktor ist aber einfach sehr hoch, vor allem dass die Füße vor dem Vorderrad liegen meistens. Das ist für den Wendekreis gut, aber darauf könnte ich für einen schnellen Liegerad-Chopper verzichten...
Oder sehe ich was jetzt ganz essentielles nicht?
 
an so etwas dachte ich etwa.... Bisschen schwerer als ein normales Liegerad, aber cooler. Den Lenker etwas runter, um nicht zu unnötig Luftwiderstand zu erzeugen, dann noch einen Liegeradsitz, entsprechend die Treter etwas hoch und einen Gepäckträger...!? Oder? Was denkt ihr?

a4a5926c065172938ae404d16258221c.jpg
 
Oder gibt es außer dem Wendekreis noch einen anderen Grund, warum bei Liegerädern die Pedale noch vor dem Vorderrad liegen? Schwerpunkt? Warum?
Dieses geht auch in die Richtung, immerhin in Serie wie es aussieht...
 

Anhänge

  • ranger_hproad.jpg
    ranger_hproad.jpg
    34,6 KB · Aufrufe: 10
  • ranger_touring_recumbent.jpg
    ranger_touring_recumbent.jpg
    31,2 KB · Aufrufe: 11
Zuletzt bearbeitet:
Fund auf: https://www.der-lustige-modellbauer.com/t20433-ein-sesselrad
"Dieses Rad hatte ich für die ersten deutschen Meisterschaften gebaut, ein reines Rennmodell, im normalen Straßenverkehr nicht zu gebrauchen. Bei den 200 m Fliegend habe ich damit 59 km/h in der Ebene erreicht."
Mir würde nur vorschweben, Tiefer zu sitzen, hinter dem Hinterrad, nicht so halb drauf, und den Lenker etwas gemütlicher und Chopper-mäßiger...

Ein Sesselrad P1050021


Ein Sesselrad P1050022
 
Wenn du damit schnell fahren willst, wirst du nicht weit kommen. Das Lenk- und Bremsverhalten wird dich daran hintern. Nicht nur, dass du damit einen Wendekreis wie ein Containerschiff hast, die Lenkung wird auch flattrig und sehr unpräzise. Jedes Bisschen Spiel in der Lenkung führt einem sehr unausgewogenem Fahrverhalten, welches dir jedes Vertrauen in die Konstruktion nimmt, die du aber brauchst, um damit schnell zu fahren. Nicht nur, dass sich die lange Gabel zum Aufschwingen neigt, du wirst auch merken, dass bei etwas größerem Lenkeinschlag die Fuhre einfach über das Vorderrad hinweg rutscht, anstatt in die eingeschlagene Richtung zu lenken.

Beim Bremsen sieht das nicht besser aus. Die Hauptbremslast liegt bei Fahrzeugen vorne, da sich beim Bremsen das Gewicht (und damit der Anpressdruck) nach vorne verlagert. Beim Chopper mit extrem langer Gabel klappt das aber nicht. Das gelb-schwarze Gefährt hat aufgrund der langen Gabel kaum Anpressdruck auf der Vorderrad und daher wird das Vorderrad schon bei leichtem Bremsen sehr schnell zum Blockieren neigen. Daher hat anscheinend erst gar keine Bremse vorne verbaut.

Kurzum: Solche Räder taugen nur, wenn man damit um jeden Preis auffallen will. Zum schnellen Fahren taugen sie aufgrund ihrer konstruktiven Schwächen leider überhaupt nicht.

Komfortabel und Bequem mit etwas höherer Sitzposition sind Sesseräder wie z.B. das Flux V200 oder V220 oder das Spirit von HP Velotechnik. Schnell sind diese Räder auch nicht, aber wenigstens angenehm zu fahren.

Wirklich schnell sind dann z.B. RazzFazz oder Troytec. Da musst dann entsprechende Abstriche im Komfort hinnehmen. Aber wenn du dir die Konstruktionen dieser Räder ansiehst, wirst du feststellen, dass der Radstand wesentlich kürzer ist, als bei einem Chopper. Ob das cool aussieht, liegt im Auge des Betrachters. Schnell sind die aber allemal.

Etwas gemäßigter sind Räder der Bauweise "Stickbikes" wie z.B. das Corsa von Bacchetta. Aber auch hier ist der Radstand und der Lenkwinkel so, dass das Vorderrad zugunsten Lenk- und Bremsverhalten deutlich mehr belastet ist, als bei deinen Vorschlägen.
 
Ich werfe mal die Python Bauweise in den Raum.
Warum du das Tretlager unbedingt hinter das Vorderrad bringen willst erschließt sich mir bei allen Argumenten nicht.
Es wird schon einen Grund haben, warum das keine "etablierte" Bauweise ist.
Aber am Ende hilft nur ausprobieren.

Den Rahmen muss man auf die Länge auch erstmal stabil bekommen, wenn man zwischen den Rädern sitzen will.
Da ist das Python in meinen Augen der beste Kompromiss.

Die herkömmlichen Lowracer (z.B. Zoxx) kennst du?

Ich habe ein Upright Custom zu Hause, für das ich mir einen Umbau zum Python gut vorstellen kann. Irgendwann.

Basman Nov 18' 1 Seite Ständer.jpg
 
an so etwas dachte ich etwa.... Bisschen schwerer als ein normales Liegerad, aber cooler.
Das geht schon eher Richtung Tretharley. Mehr Cool als gut zu fahren.

Den Lenker etwas runter, um nicht zu unnötig Luftwiderstand zu erzeugen
 
ist das "chopperig" genug?
 
Oder gibt es außer dem Wendekreis noch einen anderen Grund, warum bei Liegerädern die Pedale noch vor dem Vorderrad liegen? Schwerpunkt? Warum?
Dieses geht auch in die Richtung, immerhin in Serie wie es aussieht...
Ich hab mir etwas sehr ähnliches zum 50ten geschenkt. Ein Rans Xstream mit 2x 26" Rädern. Das Ding ist etwa so lang wie ein Tandem.

Unter 5-6km/h unfahrbar. Beim ersten Anfahrversuch lag ich nach ner halben Kurbelumdrehung auf der Seite. Hab dann nen Nabenmotor ins Hinterrad gebaut um überhaupt anfahren zu können. Nach etwa 400km konnte ich es halbwegs sicher im Strassenverkehr bewegen.

Zum lenken schwenkst du den Tillerlenker hin und her. Fast keine Last auf dem Vorderrad, also vorn kaum Bremskraft und Haftung auf nasser Fahrbahn oder wassergebundenen Radwegen. Bei nasser Fahrbahn sifft dir, trotz laaangem Schutzblech, das Vorderrad den Schritt voll. 90% der Bremskraft kommt vom Hinterrad (bei 205mm Bremsscheibe, mit 160mm und 180mm Scheiben hat es nen Bremsweg wie ein Containerschiff).

Geschwindigkeitsbereich etwa 10-45km/h. Ab 50km/h wird der weiche Alurahmen instabil und schwingt etwas. Dann will ich auch definitiv nicht mehr plötzlich bremsen müssen! (bei meinen ICE-Trikes und VM macht es ab 50 erst richtig Spass)
 
Richtig, der/das(?) Cafe von Baccheta ist auch eine feine Sache. Hierzulande leider selten und entsprechend schwierig zu bekommen. Aber vom Konzept her interessant!

Sozusagen am anderen Ende dieser Skala wäre das Revive von Giant oder das Equinox von Riese und Müller. Diese beiden sind dem Up deutlich näher, haben das Tretlager unten zwischen den Rädern und sind vermutlich alle andere als cool, dafür aber saubequem.
 
Bei mir beispielsweise war der "Liegerad"-Chopper der erste Einstieg in die Liegerad-Welt. Das machte Lust auf mehr. Kein halbes Jahr später habe ich mir dann mein erstes "richtiges" Liegerad gekauft :D Damals (2013) gab es online den sogenannten "Street Glider", der auch unter der Kategorie "Recumbent" vermarktet wurde. Rahmenset kam knapp 90 Euro. Und das für einen Rahmen, der von einem Hamburger entworfen (Kastanias GbR) und in Italien als Kleinserie gebaut wurde.
 

Anhänge

  • IMGP1867.JPG
    IMGP1867.JPG
    319,3 KB · Aufrufe: 31
  • IMGP2767.JPG
    IMGP2767.JPG
    575,8 KB · Aufrufe: 31
Ich mag ja dieses Cranc Forward Konzept. Mit dem Gepäckträger muss man dann ein bisschen zaubern, aber auch dafür gibt es Lösungen. Und der Streetcruiser Rahmen ist sauber konstruiert. Da stützt sich das sehr schräge Sattelrohr gut über die Hinterbaustrebe ab und bildet wieder ein stabilisierendes Dreieck.
 
Zurück
Oben Unten