Li-Ion oder LiFePo4?

Jag

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Hallo,
ich kann mich mal wieder nicht entscheiden. Ich will meine Lichtanlage umstellen und brauche dafür einen ca. 12V-Akku. Doch welchen soll ich nehmen. Wie gesagt, hauptsächlich für Licht (ca. 6 h am Stück), daneben evetuell für einen Ventilator zum Scheibe frei pusten oder einen Heizdraht gegen kalte Füße und beschlagene Scheibe.

Vorteile Li-Ion:
- Halb so schwer wie LiFePo4
- Weniger Kapazitätsverlust bei Kälte (Wieviel?)

Nachteile Li-Ion:
- umweltschädlicher
- wenn lange Lebensdauer im Vordergrund steht, dann nur 40 % der Kapazität nutzbar. Damit höhere Gesamtkapazität nötig. Damit schwerer.
- gewisse (wenn auch geringe) Gefahr für Brände.
- schnellere kalendarische Alterung
- weniger hochstromfähig (für den Heizdraht wichtig)


Vorteile LiFePo4:
- umweltfreundlicher
- langlebiger - sowohl kalendarisch (10 Jahre) als auch von der Zyklenzahl (2000 und mehr)
- hochstromfähig (?)
- 90 % der Kapazität nutzbar

Nachteile LiFePo4:
- deutlich schwerer
- kälteempfindlich

Was meint ihr: Welchen sollte ich nehmen und warum? (Ich tendiere eigentlich wegen geringerer Umweltbelastung immer noch zum zweiten Akkutyp.)
(Ist was Falsches bei bei den Vor- und Nachteilen?)
 
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LiFePo4 kann direkt als Ersatz für Bleiakkus verwendet werden, weil die Spannungen zufällig gut passen. Das kann für ältere Fahrzeuge interessant werden.
 

Jack-Lee

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@Jag : es kommt auch sehr darauf an, welche Zellen du wirklich nutzt. Einfache LiFePO4 (Winston z.B. ) haben eine niedrigere Lebensdauer (bei gleichem Ladehub und Last) als moderne NMC Zellen von CATL. Und das, obwohl letztere 250Wh/kg bieten und die Winston nur etwa 95Wh/kg. Bei der Stromlieferfähigkeit siehts ähnlich aus, wobei die LiIon sogar besser bei niedrigen Temperaturen agieren.

Gruß,
Patrick
 
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Wenn du heizen willst, dann brauchst du auch Kapazität.
Gebläse und Licht ziehen nicht so viel.
An deiner Stelle würde ich keine Lifepo4 nehmen.
Die sind für den Zweck zu schwer.
 
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Für Tagfahrlicht/Blinker/Hupe/Dashcam komm ich mit einem
4000mAh LiPo gut über den Tag.
Aber nie ohne Unterspannungswächter: 1x ausschalten vergessen kostet unter Umständen 1 neuen Akku!
Gewicht: soweit vernachlässigbar, dass ich immer einen 2. als Reserve dabei hatte.

Da ich nicht täglich in der Kälte radeln muss,verwende ich gegen kalte Füße Einweg-Wärmesohlen in den Schuhen.
 

Jack-Lee

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PS. wenn der Akku aus Rundzellen 18650 besteht, sind diese meist nicht gerade überragend was Lebensdauer und Belastbarkeit angeht.. Dann lieber LiFePO4 z.B. von A123 Systems.
 

Jag

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- Weniger Kapazitätsverlust bei Kälte (Wieviel?)
Hab mal enerprof rumgeschaut. Da gibt es eine Seite ( https://enerpower.de/wp/wp-content/uploads/2019/10/ENERpower-Battery-Cells-Comparison_DE_EN.pdf ), da kann man schauen, welche Akkuzelle am besten für Kälte geeignet ist - und danach dann seinen Akkupack wählen. Das Lustige ist, dass ich bei denen bis jetzt keinen einzigen 3s oder 4s gefunden habe, der für Kälte mehr als ein + hat.
Auch noch verstehe ich nicht die unterschiedlichen Preise für dieselbe Kapazität.
 
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Bei LiFePO4 musst du zwingend die entnommene elektrische Arbeit messen, da der Spannungsabfall nicht linear verläuft. Du misst lange Zeit 3,2 V Zellenspannung und plötzlich fällt diese auf unter 2,9 V ab.
 
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Wir nutzen ausschließlich LiIon Akkus für unsere VMs egal ob für den Antrieb oder Lichtanlage.
Lifepo ist ne prima Sache würde ich sofort für ne Solaranlage als Puffer nehmen weil die einfach länger halten.

Es muss schon einen Grund geben warum quasi alle Hersteller LiIon Akkus für ihre Antriebs Akkus in ihren Pedelecs nehmen.
 

Jack-Lee

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@Delta Hotel : Weil man mehr Wh/kg unter bekommt ;) das ist der einzige wirkliche Grund.
Tesla baut aber z.B. in die Einsteigermodelle des Model3 bereits wieder LiFePO4 ein. Die haben mittlerweile auch fast 200Wh/kg
 

Jag

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Also ich grüble jetzt zw. diesen Lifepo4: https://www.eremit.de/p/12v-6ah-lifepo4-mit-bms
und diesem Li-Ion: https://enerprof.de/e-boot/echolot-...colote-mit-kabelschuhen-ladestandanzeige?c=20

Da dieser Li-Ion auch nicht besonders kältetauglich ist, werd ich mir für egal welchen Akku sowieso eine wärmeisolierte Akkuhalterung bauen. Geht natürlich alles ins Gewicht.

Also steht jetzt leicht, teuer und kurzlebiger gegen schwer, billig, langlebiger und umweltverträglicher.

wollen wir das nicht auch?
Na klar. Aber alles ist ein Kompromiss.
 

Jack-Lee

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Für die gleiche Menge an mAh brauchts bei LiFePo4 deutlich mehr Akkumasse. Das gleicht den Umweltvorteil teils wieder aus.
 
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@Jag
Die Akkus deiner Wahl unterscheiden sich um 200g.
Anders gesagt +50% Gewicht bei Lifepo4.
Geeignet sind bestimmt beide...
Freiwillig Gewicht ans Rad packen sich weniger.
 
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Also die Diskussion über LiFePo oder LiIon finde ich übertrieben.
OK die LifePos wiegen etwas mehr, aber das macht zum Velomobil den Kohl nicht fett.

Ich bin übrigens auf Fertig Akkus umgeschwenkt:
 

Jag

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Ich hab jetzt einen LiIon bestellt. Grund dafür: Unproblematischere Kapazitätsanzeige.
 
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Im Pedelecforum gibt es einige User, die Neopren Hüllen im Winter verwenden und möglichst warme Akkus beim losfahren verwenden. s Pedelec mit 6bzw 8Jahren altem Akku hat ungefähr halbe Reichweite im Winter....
Meine Makita Akkus sind auch deutlich kälteempfindlich, vor allem die älteren. Montieren grad die letzte PV für dieses/n Jahr bzw Winter und können die Flex zum Ziegelflexen vom Kollegen mit den alten Boschakkus gar nicht brauchen, da kommt quasi gar nix mehr.
Aber hier stehen jetzt 100 HE4 rum für neubestückung.. muss nur endlich mal Nikasil bestellen und das Punktschweißgerät aus Kondensator, Staplerschüschütz und Netzteil wieder zusammenbauen...
 

Jag

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Ich hatte mir einen LiIon-Akku gekauft. Der hatte aber schon bald einen Defekt (Kabelkurzschluss vermutlich) und ist jetzt schon 2 Monate bei enerprof. In weiser Voraussicht hatte ich mir einen LiFePo4-Akku als Ersatz gekauft.
Nun meine Frage: Wie kann ich eine Anzeige für meinen Akkustand realisieren? Geht sowas hier einfach: https://enerprof.de/zubehoer-bautei...destandanzeige-fuer-lifepo4-akkus-4s-12v?c=37
Ich frage, weil tonio geschrieben hat:
Bei LiFePO4 musst du zwingend die entnommene elektrische Arbeit messen, da der Spannungsabfall nicht linear verläuft. Du misst lange Zeit 3,2 V Zellenspannung und plötzlich fällt diese auf unter 2,9 V ab.
 
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