Lastenheft für Projekt: Flevobike/racer-Weiterentwicklung

Dieses Thema im Forum "Liegeräder" wurde erstellt von Gasi, 27.03.2015.

  1. Gasi

    Gasi

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    Hallo Flevobike-Fans,

    ich möchte als Projektarbeit beim Studium das Flevobike weiterentwickeln und verbessern.

    Dafür muss ich als erstes ein Lastenheft erstellen, was soviel heißt wie eine Wunschliste zu dem künftigen Produkt.

    Ich möchte dafür erstmal wenig vorgeben, sondern interessiere mich für Eure Wünsche bzw. Sehnsüchte, die Ihr an Euren Flevos als Mangel begreift.

    Nur soviel ist von meiner Seite aus vorgegeben:
    20", Rundrohr, nur Hinterradfederung

    Als Ergebnis der Arbeit erträume ich mir den schon längst überfälligen Entwicklungsschritt bei Flevobike/racer und natürlich eine einfache detailierte Nachbau-Anleitung, die Jedemann verstehen und mit der sich jeder ein Flevo selber bauen kann.

    Vielen Dank
     
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  2. bergauf

    bergauf

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    - eine Möglichkeit, einen normalen Ständer anzubringen, auf dem das Rad sicher steht. Ich würde einen Zweibeinständer noch als "normalen Ständer" durchgehen lassen :)
    - eine Möglichkeit, Standard-Taschen (Ortlieb Frontroller oder vergleichbar) für schwereres Gepäck möglichst weit vorne anzubringen.
    - einfacher Austausch der hinteren Schwinge gegen eine zweispurige (Trike-)Schwinge anstatt das ganze Hinterteil inkl. Sitz zu wechseln
    - bessere Klapp/Zerlegbarkeit. Z.B. Lenker mit Schnellspanner befestigt oder nach längs klappbar.
    - ich habe den Eindruck, ich könnte etwas mehr Tretlagerüberhöhung gut vertragen.
    - wie teuer/aufwendig ist eigentlich die Rohrbiegerei? Anstatt die beiden Rahmenteile aus einzelnen Segmenten zusammenzustückeln, eben die Rohre entsprechend biegen (lassen).

    Warum eigentlich Rundrohr? Was hast du gegen den Vierkant?

    bergauf
     
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  3. arasca

    arasca

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    Hi Gasi, prima Idee!

    Wenn wir hier schon bei "wünsch Dir was" sind: :)

    • normalen Ständer finde ich auch prima
    • ich würde 28er Räder immer bevorzugen, ich mag die Höhe vom Racer (damit muss man sich dann etwas für den Fahrradständer einfallen lassen wegen der Höhe)
    • Rundrohr find ich prima, wenn damit dünnere Wandstärken realisiert werden können= leichterer Rahmen. Wenn's da Standard-Durchmesser von anderen Liegerad-Rahmen gibt, könnten vielleicht auch diverse Anbauteile von anderen Herstellern passen. Wenn dünnere Vierkant-Rohre auch tun, fände ich das allerdings auch prima, die Optik hat schon was.
    • die Falt-Idee von @bergauf hatte ich auch schon: Wenn der Lenker aus dem Weg ist, könnte man evtl. die Schraube, die durch den Diabolo geht, als Stift mit Schnellverschluss machen. Schnellverschluss auf, Stift ziehen und schon könnte man das Vorderteil neben das Hinterteil klappen (und das resultierende Ding auf den beiden Rädern vielleicht sogar schieben).
    • längere Hinterradschwinge wg. Traktion des Vorderrades (bei 20-Zoll-Rädern hast Du vermutlich sowieso bessere Lastverteilung (siehe "racertje")), zumindest könnte man in der Hinsicht sicher etwas verbessern
    • Ein paar Schellen oder direkt angeschweisste Teile hinten am Rahmen (z.B. für Rücklicht-Befestigung)
    • Ebenfalls etwas am vorderen Rahmenteil für Licht (vor dem Tretlager) und Tacho/Navi/..
    • Für Lowrider unterm Sitz sind direkt angeschweisste Haltepunkte (zumindest bei der aktuellen Form des Racers) schwierig, man braucht etwas Abstand zum Rahmen (weil die Hinterradschwinge mit ihrer Befestigung sonst im Weg ist). Ich bastele gerade noch an einer entsprechenden Alu-Schelle. Bei den Flevo-Bikes habe ich schon mal gesehen, dass man, wenn man Lowrider unterm Sitz hat, an den Rohren, an denen die Taschen befestigt sind, unten den Ständer dran machen kann (da ist man ja schon schön mittig und weit unten). Guckst Du in diesem Thread (dafür muss das Zeugs aber m.E. auch sehr stabil sein):
    Hier gleich mal ein Bild daraus mit verlinkt: Den Anhang 70830 betrachten

    In dem Thread gibt's auch noch eine Lösung von @einrad zu sehen. Meine Schellen (erster Prototyp) kann man hier sehen:​

    Zu
    So schmal, wie die aktuelle Befestigung der Schwinge ist, kriegt man da sicher kein sinnvolles Trike-Hinterteil dran (wg. der Hebelkräfte der langen seitlichen Ausleger), oder?

    Gruß, arasca
     
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  4. bergauf

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    Im Prinzip schließe ich mich an. Ich weiß aber nicht, ob das nicht mit einer optimalen Sitzposition und der von uns gewünschten Faltbarkeit kollidiert, 28" ist halt sperriger als 20".

    Ja, aber für Selberbauer halte ich Vierkante etwas einfacher zu handhaben, weil es ein definiertes oben, unten und seitlich gibt. Wie ich mich kenne, würde bei mir das Loch für das Knickgelenk schief, wenn ich es selber in ein Rundrohr bohre. Oder ist das eine unbegründete Angst?

    Nein, dann hast du die zwei Laufräder im spitzen Winkel zueinander stehen. Das läßt sich nicht schieben. Dafür bräuchtest du zwei 90°-Grad Gelenke hintereinander im Rahmen, dann kommen die LR parallel.

    Wäre natürlich schön: Bis zum Bahnhof ein Flevo, am Bahnhof zusammenklappen und dann ein Koffertrolley (Gepäck auf dem Sitz). Alles schonmal durchgesponnen, aber ich halte das nicht für vernünftig realisierbar. Vielleicht fehlen mir auch bloß die zündenden Ideen.

    Das ist bei den heutigen Trikes doch auch bloß ein schmaler Ausleger, der über ein Kugelgelenk seitlich neigbar ist. Der Trike-Rahmen bräuchte ein zusätzliches Scharniergelenk, dann könntest du auch einen Einspur-Ausleger montieren. Oder seh' ich da was falsch?

    bergauf
     
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  5. arasca

    arasca

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    Hi,

    das stimmt. Gerade Dein Beispiel mit der Bohrung, das würde bei mir nur mit Glück genau richtig werden...

    Sehe ich nicht. Wenn ich die Lenkeraufnahme abnehmbar oder den Lenker durch das Rahmenrohr des Vorderteils montiere, kann ich das Gelenk doch um 180 Grad drehen. Ich spreche nicht von 'nem Klappscharnier a la Dahon, ich will das Knickgelenk nehmen, das ist doch nicht einschlag-begrenzt. Rahmenvorder- und Hinterteil sind übereinander, lassen sich also 180 Grad drehen (da ist, so weit ich das sehe, im Moment nur die Lenkeraufnahme im Weg (naja, und meine Lowrider unterm Sitz)). Oder entgeht mir da was?

    YES! Das will ich!


    kann sein. Ich wollte im Wesentlichen sagen: So, wie jetzt die Hinterradschwinge dran ist (einfach 'ne Schraube durchs Rahmenrohr) geht das nicht, da braucht man eine merklich stabilere Aufnahme.

    Olaf
     
  6. cyclist

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    Moin arasca,
    gute Idee mit dem "Lastenheft"
    Aber aus einem 20" Rohr ??? :)

    LG Tom

    [​IMG]
     
  7. einrad

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    Hi Gasi,

    interessanter Thread, ich selbst hätte aber offensichtlich einige andere Punkte im Pflichtenheft.

    Hauptunterschied wäre die Vorderradfederung, weil ich nicht wegen jedem Hindernis bremsen will.
    Das Konzept des Flevos ist eine der ganz wenigen Möglichkeiten Vorderradfederung mit Vorderradantrieb elegant zu kombinieren und ist sehr einfach realisierbar. Das Foto aus dem Netz stammt, wenn ich mich richtig erinnere, von Martin (= @Racertje).
    tretlagerposition.JPG
    In dieser Variante (oder wenn Schwingenlager und Tretlager koaxial angeordnet sind) verändert der Federweg die Kettenlänge nicht und der Kettenspanner wird unnötig (bei Nabenschaltungg) bzw. bleibt kleiner.

    Der "Lenker":
    Zum Lernen ist ein breiter Lenker wohl hilfreich, wenn man's aber mal gelernt hat halte ich ihn für weitgehend unnötig und fahre daher mit einem kleinen Stummellenker unter dem Sitz. Vor Jahren hatte ich mal im Netz ein kleines Falt-Flevo gesehen, das keinen Lenker und keine Bremsgriffe hatte. Einzige Bremse war eine Rücktrittnabe. So extrem würde ich es für mich nicht wollen aber der Grundsatz "So schlank und aufgeräumt wie möglich" ist mir recht sympathisch.
    Unbenannt.jpg

    Bez. Raddurchmesser schließe ich mich vorigen Kommentaren an: bei mir wären's wohl auch eher 622er oder 559er Räder.

    Rahmengewicht ist definitiv ein Thema. Größere Rohre mit weniger Wandstärke werden da helfen. Rundrohre sind, wie schon genannt, natürlich etwas aufwendiger in der Bearbeitung.

    Zum Sitz: Als ich mich mal mit Patricks Idee des "Holzstangersitzes" beschäftigt habe, hatte ich mir als Experiment die Stangerln direkt an den Rahmen des Flevo Racers drangebunden. Da ist dann nichts mehr einstellbar, aber es gibt wohl keinen leichteren Sitz, weil dann auch die Sitzwangen wegfallen. Grundsätzlich funktioniert diese Idee, bei Rundrohr ist sie allerdings nicht recht umsetzbar. und beim Rahmen des Racers sitzt man in dieser Position recht tief und nicht wirklich angenehm.

    Die Schwinge (Hinterrad) des Originals finde ich zu weich, da würde ich stärker dimensionieren.

    Die Anbindung der Streben des vorderen Rahmens musste ich nachschweissen, weil Sie meinem Fahrstil/Gewicht im Original nicht standgehalten haben. In der Ausführung wie am Foto gezeigt halten sie nun problemlos, weil die Seitenwand des Vierkants nicht mehr dauernd gebogen wird.
    Unbenannt.jpg
    Da der Rahmen in dieser Form aber sowieso unnötig weich ist (die Verformung durch die Kettenkräfte ist gut sichtbar) wäre zu überlegen ob man z.B. die vordere Strebe nicht näher zum Lasttrum der Kette setzt. Für einen Eigenbau könnte ich mir auch gut vorstellen diese Strebe flexibel montierbar zu machen und sie z.B. direkt an der Tretlagerklemmung zu montieren. (Kommerziell kaum machbar, weil schwierig zu erklären warum das etwas bringt und unterschiedliche Längen der Strebe notwendig.)
    Siehe dazu auch: https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/flevo-kette-sägt-in-rahmen.8229/
    Einschränkung dazu: Bei kleineren Personen weniger relevant, weil die auskragende Länge des Vorderteils geringer wird. Ich bin ca. 180.

    Schellen, Befestigungen etc:
    Natürlich jeder nach eigenem Bedarf. Mir ist z.B. ein stabiler Gepäckträger wichtig, eine Navihalter aber nicht, weil ich die Hände sowieso frei habe. Bez. Halter für das Vorderlicht ist mir die Befestigung unter dem Tretlager am liebsten. (Licht vorne im Rahmenrohr ist auch elegant, aber aufwendig, wenn einem nicht einfach die Taschenlampe mit einem Stück Isomatte reingeschoben reicht.)

    Rückspiegel:
    siehe https://www.velomobilforum.de/forum...ohin-mit-dem-spiegel.31733/page-2#post-563251.
    Das funktioniert nach wie vor perfekt. Autos überholen meist auch vorsichtiger, wenn man den Spiegel in die Hand nimmt...

    Kabel, etc:
    Nach Möglichkeit im Rahmen verlegt.

    Hii arasca, kannst Du dazu bitte auch den Link zum Thread einstellen?

    Gruß, Harald
     
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  8. basso

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    Mein Wunschzettel:

    => leichter, deutlich leichter, möglichst unter 12kg
    => die Lastverteilung deutlich mehr in Richtung Vorderrad (Steigfähigkeit)
    => den Schwerpunkt tiefer
    => mehr Tretlagerüberhöhung
    => Federung/Dämpfung wenn überhaupt dann nur hinten, mit abschaltbarem Federelement
    => 26" oder 28" Laufräder

    Ich hab mir selbst schon mal den Wolf konstruiert um etwas in die Richtung auf die Räder zu stellen, habe aber meine Anforderungen mit meinen Möglichkeiten nicht befriedigend realisieren können. Mit 4kant Stahlrahmen bin ich trotz möglichst leichter Komponentenwahl immer oberhalb 15kg hängen geblieben.
    Mit professionell verarbeitetem Alu Rundrohr wäre da bestimmt ein um einiges leichterer Rahmen möglich.
    Auch bei der Konstruktion des Gelenks sollte sich einiges an Gewicht einsparen lassen, das Original ist schon ein ganz schön schweres Monstrum.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28.03.2015
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  9. cyclist

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    Ich würde mir mehr Platz für die Bereifung und ein Schutzblech hinten wünschen.
    Desweiteren hätte ich gerne einen Dämpfer für die Hinterradschwinge
    der in seiner Länge und Härte STUFENLOS verstellbar ist.
    Könnte man das Knickgelenk aretieren müßte ein einfacher Ständer für das Vorderrad ausreichen um das Flevo zu parken.

    LG Tom
     
  10. einrad

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    volle Zustimmung.

    Das könnte man bei einem 20"er eigentlich kombinieren.
    Ein "Custom made" Ständer könnte beim Ausklappen das Rahmengelenk sperren.
    Wenn man sich z.B. dieses Bildchen anschaut...
    http://www.flevonaut.de/fl_re.jpg
    [​IMG]
    ... könnte das Ständerbein hochgeklappt seitlich neben dem Rohr hinter der Rückenlehne "parken".
    Um das untere Rahmenrohr runtergedreht kommt das Bein auf den Boden und eine kleiner Sperrriegel an die Halterung des Diabolos.
     
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  11. arasca

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    @einrad : Hallo Harald,

    direkt darüber ist ja eine Quote aus dem Thread. Und wenn Du neben dem "Zitat von mytoxy:" auf das kleine Pfeilchen nach oben klickst, dann bist Du schon da. Hier kannst Du das noch mal versuchen:

    @cyclist :

    Stefan Bartsch hat mal etwas für's Airbike realisiert, wobei mir nicht klar ist, in wiefern das Höhenverstellung oder auch Dämpfung/Federung ist: Ist während der Fahrt verstellbar, ist hier zu finden:

    Und hier auch gleich das Bild aus dem Post:

    [​IMG]

    Zum Lenker: Ich denke auch, dass ein kurzer Stummellenker völlig ausreicht (für jemanden, der schon Flevo-Fahren kann) und viel praktischer ist (auch, wenn man Taschen unter dem Sitz haben will, die begrenzen bei einem breiten Lenker den Lenkeinschlag).

    Ein paar schöne Ideen findet man auch in diesem Thread:

    , da wäre insbesondere dieses Bike zu nennen (kein Lenker, nur 'ne Stange für die Bremse):

    [​IMG]

    m.E. könnte man anstelle von Lowridern unterm Sitz auch eine Box dort anbringen, so wie jener Mensch aus dem Oldenburger Raum das bei seinem Selbstbau gemacht hat:

    [​IMG]

    Das stammt aus diesem Post:

    Im übrigen hatte ich mal überlegt, so Dinge wie Navi, Tacho und, weil's da vermutlich auch perfekt hinpassen würde, einen Rückspiegel über einen klappbaren Bügel zu realisiern, der ganz oben am Rohr hinter dem Sitz fest ist und dann über die Schulter ins Gesichtsfeld geklappt wird. Allerdings bin ich mir da wg. der Verletzungsgefahr, wenn man mal den Abflug macht, nicht so sicher, ob das wirklich eine gute Idee ist. Da muss dann wohl eine Sollbruchstelle mit rein.

    Zu Thema Sitz (und Gewicht) kann man auch über dieses nachdenken:

    [​IMG][​IMG]

    Hier ist der Post dazu:

    So, jetzt habe ich aber genug hier eingetütet... ;-) Schönes WE allen Flevonauten,

    arasca

    P.S.: Doch noch etwas: Scheibenbremsen! Ich habe vorne eine BB7 am Racer (also mechanisch), großartig. Da sollte man aber die Aufnahme für's Rad von Unten ins Rahmenrohr schlitzen, im Moment ist sie von der Seite, so dass ich zum Radwechsel die Scheibenbremse halbwegs abschrauben muss (was bei 'ner BB7 aber kein Problem ist).
     

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  12. cyclist

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    Ich meinte natürlich Moin Gasi :)
     
  13. Gasi

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    Also ich danke euch allen erstmal für die Vorschläge und Wünsche.

    Werde Heute noch das Lastenheft für den Professor erstellen.


    20" Möchte ich wegen der Kompaktheit haben und weil mir ein tiefes Gefährt gefällt auch wenn es dadurch noch wackeliger wird.

    Rundrohr möchte ich nehmen, weil man dafür, in Edelstahl, alle erdenklichen Abmessungen bekommt und ich dem Flevo auch gern ein anderes aussehen verpassen würde.
    Als Nachbau-objekt wäre es ein Kleines, wenn der Grundplan steht, auch eine Anleitung für Vierkant zu erstellen.

    Bei der Federung schwanke ich noch.
    Die Hinterradfederung ist ein Muss, das haben neueste Studien bewiesen.
    Diese soll aber ein Standard Fahrraddämpfer nutzen.

    Ich bin noch nie ein vordergefedertes Flevo gefahren und weiß nicht wie gut das ist.
    Ich befürchte, dass die Federung zum gautschen neigt, weil die Antriebskraft am Rad je nach Gang unterschiedlich ist.
    Das würde "Kraft" fressen.

    Wenn es ein guten Faltmechanismus geben würde, wäre das Prima.
    Ich denke, das sich auch viel meiner Arbeit darauf konzentrieren wird.
    Das Gelenk dafür zu nutzen wäre zwar naheligend, aber wenn man es da einfach nur dreht, dann ist das rad immer noch so groß nur noch unhandlicher.
    Wenn man es leicht teilen und sauber aneinander heften könnte wäre das schon toll.
    Ziel wäre da ein vollwertiges Rad, das man auch leicht im Zug und ohne Diskussionen mitnehmen kann ohne dafür bezahlen zu müssen.

    Gewicht sehe ich aber als den wichtigsten Punkt an und auch da wird sich viel Konzentrieren.
    Wenn es unter 14 Kg kommen würde, wäre das schon sehr angenehm.
    Mein Flevo wiegt jetzt über 20kg.

    Mal sehen was dabei rauskommt
    Wie ihr schon seht, stehen viele Dinge im Widerspruch.
    Design soll ja auch noch passen usw.

    Weitere Hinweise nehme ich gern entgegen
     
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  14. arasca

    arasca

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    Hallo Gasi,

    ich hatte bei meinen Beiträgen den Hintergedanken, dass so etwas irgendwann mal ein Ersatz für meinen Racer sein könnte, da wäre 28" Pflicht. Das ist halt (u.a.) mein Reiserad für große Touren.

    Allerdings ist ein kleines, leichtes Faltflevo auch sehr charmant (ein Faltrad könnte ich nämlich für's tägliche Pendeln prima gebrauchen und ich hätte bestimmt schon eines, wenn ich ein Up nicht als so großen Rückschritt empfinden würde...).

    Auf einem kleinen, tiefen Flevo könnte mein Sohn früher fahren (der ist jetzt 6), auch ein echter Vorteil... ;-) Dazu fällt mir ein: Reicht eigentlich Tretlagerverstellung oder würde ein verstellbarer Sitz auch etwas bringen? Habe noch nie drüber nachgedacht, ob die Kettenlänge beim Tretlager-Verschieben am Flevo deutlich angepasst werden müsste. Nur so als Anregung.

    Bei der Vorderradfederung gehen die Meinungen ja vermutlich weit auseinander. Beim Racer vermisse ich sie nicht (auch wenn ich mir da im Dunkeln oder weil ich mich um zwei, drei Zentimeter seitlich verschätzt habe, schon derbe Schläge und Snakebites eingefangen habe), aber 28" rollt sicher besser über kleine Kanten als 20", aber was das ausmacht, kann ich nicht abschätzen. Federung macht's halt auch komplexer und auch schwerer.

    Wenn Du das jetzt eintütest, sind die Realisierungschancen vermutlich groß (Du musst dann ja), oder?

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass man dann mal mit mehreren Leuten hier zusammen ein paar Rahmen davon fertigen lässt (a la Constructor und sein Trike), wenn's taugt und Du Deine Pläne öffentlich machen würdest, ich hätte Interesse. Ich hatte bei dem Laden, der den oben zitierten silbernen Knicklenker gebaut hat, angefragt, was der gekostet hat, aber das war (wg. dem Material und der Planung für das Unikat und weil es sich natürlich kommerziell rechnen musste) weit jenseits meiner Möglichkeiten.

    Über die Idee, das Knickgelenk zum Falten zu nehmen, würde ich noch mal nachdenken. Einerseits fällt mir nicht ein, wo noch eine gute Stelle zum Falten wäre (Gelenk unterm Sitz würde ja vermutlich bedeuten, dass man den Sitz abnehmen muss beim Falten). Und ein zusätzliches, stabiles Gelenk ist ja auch Gewicht. In meiner Vorstellung würden die beiden 20"-Räder im gefalteten Zustand dicht hintereinander landen (also gar nicht so ein riesiges Gebilde abgeben) und mit einem Griff irgendwo beim Gelenk (das wäre ja dann "oben") oder an der Sitzvorderkannte könnte man das sowohl tragen als auch prima schieben (ein Faltrad von 10-15kg zu tragen ist ja auch nicht so toll). Mit eoner Steckachse mit Schnellspanner o.ä. könnte man die beiden Rahmenteile (die dann ja direkt übereinander liegen) arretieren, so dass das nicht auseinanderklappt beim Schieben. Hängt aber natürlich von der Geometrie (also im wesentlichen vom Winkel des Knickgelenks) ab, wie dicht die Räder im gefalteten Zustand beieinander liegen, einen Versuch wäre das schon wert...

    Soviel zu meinen Gedanken, ich wünsche Dir viel Spaß, Glück, Geschick und gute Ideen beim Bauen.

    arasca
     
  15. Racertje

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    Nö, das Foto ist, wie auf dem Flevo ja auch drauf steht, von Erik Wannee. Seine Seite ist aber für Anregungen zu Verbesserungen auch eine nette Quelle. Interessant fürs Trike ist vor allem der andere Schwenkmechanismus.

    Ein verstellbarer Sitz hat tendenziell den Nachteil, dass die verlängerte Lenkachse nicht mehr so genau durch die Hüfte läuft, wodurch theoretisch mehr Treteinflüsse in der Lenkung wären. Ob das tatsächlich ein Problem ist, wäre auszuprobieren, aber Zockra und Cruzbike zeigen ja, dass es gehen könnte.

    Ein langes Schaltwerk kann schon einiges ausgleichen, aber für meine ca. 8cm kürzere Frau hab ich die Kette gekürzt, damit das gut passt.

    Das war das Twist von @Hanno.

    Keine Ahnung, was "gautschen" ist, aber ja, die Federung frisst in der vorliegenden Form durchaus Kraft auf glatten Strecken. Ich würde nicht behaupten, dass ich einen sehr unrunden Tritt habe, aber speziell im Dunkeln, wenn man den Scheinwerferkegel beobachten kann, sieht man ihn ganz gut wippen im Tretrhythmus. Problematisch fürs steile Bergauffahren ist auch, dass die Schwinge vom Vorderrad nach vorn gezogen wird und damit das Vorderteil auch nach oben befördert. Kommt man im Totpunkt an, dann geht die Schwinge natürlich durch die nachlassende Antriebsleistung wieder etwas zurück, wodurch das Rad wieder absinkt. Alles in allem neigt das Rad dadurch mehr zum Durchdrehen. Und das war auch neben der festen Kettenlänge einer der Gründe, warum mein Racertje ohne VR-Federung daherkommt. Dafür kann man mit dem Flevobike aber auf ruppigen Straßen schneller um Kurven fahren und hat generell einen besseren Kontakt zur Fahrbahn. Olaf Schultz hat sich an seinem zweiten Flevo bereits am Thema Dämpfung abgearbeitet, zumal die Hinterradfederung ein Flevo ja auch ganz schön hüpfen lassen kann. Vielleicht ließe sich mit einem tollen Plattformdämpfer mit Lockout vorn schon ganz viel erreichen...? Da ich in meinem Fuhrpark nur Elastomerfederung habe, habe ich damit allerdings keine Erfahrung.

    Nicht, dass ich widersprechen würde, aber was für bahnbrechende Studien kommen denn zu solchen Erkenntnissen?

    Da geh ich mit, wobei das ja mehr ein Ausstattungsdetail ist. Bei meinem Racertje sind die Ausfaller aber direkt korrekt gebaut.

    Wenn ich noch einen Tipp geben kann: Ein vernünftiger Gepäckträger gehört an so ein Rad dran! An meinen/unseren Liegerädern ist überall ein Gepäckträger, der es erlaubt, dass man das Rad hochkant hinstellen kann. Das ist unglaublich praktisch im Keller, in der Studentenbude, in der Bahn, zur Wartung und garantiert an vielen weiteren Stellen. Ohne Gepäckträger ist ein Liegerad aus meiner Sicht ziemlich wertlos, weil man fast nix mitnehmen kann. Insofern gehört der sicherlich zum Konzept dazu.

    Viel Erfolg bei der Projektarbeit!

    Gruß,
    Martin
     
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  16. einrad

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    Hi Gasi,

    auch von mir viel Erfolg mit der Arbeit und viel Spaß dabei.

    Noch eine Kleinigkeit zum "Falten":
    Hier fährst Du vielleicht besser mit dem Gedanken "teilen" oder "trennen" statt "falten"...
    Das Flevokonzept mit allen relevanten Antriebsteilen am Vorderteil und dem Sitz hinten ist - im Gegensatz zu fast allen "normalen" Rädern - sehr gut teilbar. Teilung wie beim Flevo? Schwinge geht auch rasch raus, Lenker minimiert oder faltbar? Faltpedale? Sitz trennbar oder minimiert?

    Gruß, Harald
     
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  17. arasca

    arasca

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    Hi schon wieder,

    auch gut möglich, das Knickgelenk lässt sich ja schon in ein paar Augenblicken teilen, zwei Dinge wären dann gut:

    - irgendeine Vorrichtung, um die zwei Teile zu einem Ding zu verbinden (damit man's ohne Klappern und mit einer Hand tragen kann)

    - teilbare Züge für die Hinterradbremse. Das geht leicht, wenn man unterm Sitz zwei Gegenhalter für die Bremszughüllen macht und den Drahtzug dazwischen mit 'nem Teiler versieht (habe vor kurzem einen Thread "teilbare Bremszüge" hier eröffnet, da sieht man schon Lösungen).

    Auf die Hinterradbremse (zu Gunsten zweier Vorderradbremsen) zu verzichten fände ich nachteilig. Zum einen finde ich Scheibenbremsen viel besser als spanabhebende Behandlung der Felgen, zum zweiten nutze ich die Hinterradbremse gerne mal, wenn's mit Gepäck steil bergab geht und das Hinterteil anfängt zu schieben (um das Knickgelenk zu straffen).

    Gute Nacht,
    arasca
     
  18. einrad

    einrad

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    Habe ich bei meinem so gelöst:
    An der V-Brake am Hinterrad das Rohrstück aushängen (Seil ist dann locker), dann am Bremsgriff das Bremsseil aushängen.
    Das geht ohne Werkzeug in ein paar Sekunden.
    Gruß, Harald
     
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  19. bergauf

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    Ist im Prinzip schon richtig mit dem einfachen teilen. Und eigentlich bietet sich es beim Flevo auch an.

    Ich find's trotzdem umständlich. Um das Flevo zu teilen, muß ich die Sitzschraube lockern und den Bügel ziehen. Halt, vorher noch die Elektrik abstecken und den Bremszug aushängen. Dann am Lenker etc. hebeln, bis das Rad in zwei unhandliche Teile auseinanderfällt. Die Einzelteile stehen natürlich auch nicht von selber, sondern müssen dann bugsiert und untergebracht werden.
    Der Zusammenbau ist dassselbe in umgekehrt. Bis man den Gelenkbolzen wieder in seinem Loch hat. Man sieht nicht hin, und kann die Hälften schlecht halten.

    Vielleicht fehlt mir die Übung, aber jeden Tag am Bahnhof möchte ich sowas nicht machen müssen. Allerdings ist das für mich eher "nice to have" als wirklich wichtig. Wenn ich nur den Lenker abklappen könnte, wäre mir auch schon geholfen, weil das Rad dann im Keller viel weniger Platz braucht. (ja, ich weiß, klappbare Lenker gäbs zu kaufen.)

    Von Faltpedalen hat man mir übrigens mal abgeraten, Steckpedale wären problemloser. Ich hab's aber noch nicht ausprobiert.

    bergauf
     
  20. Kulle

    Kulle

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    Von Axel Even gab's auch mal eine minimierte Faltvariante, den "Knirps".

    Ansonsten lohnt es sich bestimmt, mal Kontakt mit Johan Vrielink aufzunehmen.

    Ich finde Falten besser als zerlegen.
     


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