Kurbellänge Liegerad im Vergleich. zum Up

Dieses Thema im Forum "Liegeräder" wurde erstellt von Nicthebig, 09.08.2018 um 14:59 Uhr.

  1. Nicthebig

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    Moin Moin,

    ich bin mit 2200km noch recht neu in der Liegeradwelt, läuft aber langsam :). Ich hätte ne Frage bezüglich der Kurbellänge, bin beim Up immer 175mm Kurbeln gefahren und mein Toxy TT hatte 170mm Kurbellänge werkseitig, damit komme ich soweit gut zurecht. Mir ist auch klar, dass im Velomobil viele bis 155mm runtergehen, nur aus Platzgründen? Was wären die Vorteile bzw Nachteile wenn ich kürzere z.B. 165er Kurbeln nehmen würde? Ein ruhigeres Fahrverhalten bei hoher Kadenz? Überlege das mal zu testen, aber die Thematik hat sich mir noch nicht erschlossen.(n)

    Danke schon Mal für Euren Input.(y)

    cheers


    Nitroo
     
  2. RaptoRacer

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    Mit kurzen Kurbeln beschleunigst du schlechter,
    Und unttenrum brauchst du zum Verhältnis die Kurbelkürzung einen Gang mehr.
     
  3. madeba

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    ich müsste noch einen Satz 155er Kurbeln (3fach, vierkant, LK keine Ahnung) rumliegen haben, ich schau mal nach. Wenn das so ist, kannst Du die gerne zum testen haben
     
  4. Haens

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    Es passt eigentlich ganz gut zum Liegerradfahren, da man meist schneller kurbelt. Das ist mit kürzeren Kurbeln besser möglich. Und es spart Platz am Vorderrad (Fersenkontakt) und am Obenlenker (Oberschenkelkontakt). Das Drehmoment leidet aber ein wenig. Häns
     
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  5. Nicthebig

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    Ok, danke schon Mal! Habe bis jetzt noch keinen richtigen Vorteil rauslesen können. Bin einige Zeit Fixie gefahren, bergab und bei höheren Gechwindigkeiten hat man sehr gut gelernt mit einer sehr bis extrem hohen Kadenz rund zu treten, das geht am Lieger auch, also belasse ich es wohl erstmal bei der Kurbellänge, wenn das läuft. Mit dem Conti Grand Prix habe ich auch keinen Fußkontakt zum Vorderrad mehr. In diesem Sinne:

    Cheers
     
  6. maxinblack

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    Im Velomobil hauptsächlich aus Platzgründen denke ich. Freiwillig will ich nichts kürzeres als 170. Aber in SL, DF und Co geht es halt nicht anders
     
  7. spreehertie

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    Servus René,
    ist mir bei mir noch gar nicht aufgefallen und ich glaube auch nicht, daß das verallgemeinbar ist.
    Kürze Kurbeln sorgen dafür, daß die Knie nicht so stark gebeugt werden müssen, hängt aber natürlich von der Körpergröße, bzw Beinlänge ab. Das Thema ist beim Liegerad wohl deswegen auch wichtig, weil der Hüftknick auf dem Liegerad gewöhnlich kleiner ist als bei Aufrechträdern. HP Velotechnik empfiehlt z.B. für eine Körpergröße kleiner als 1,75 m die 152/155mm-Kurbeln.
    Kürzere Kurbeln (140mm), die ich auf einem Tieflieger für die Kurbelfreiheit brauchte, haben mich auf jeden Fall dazu gebracht kniefreundlich schneller zu treten. Und für die Sprintfähigkeit ist es schon sinnvoll auch hohe Trittfrequenzen (120-180/min) treten zu können.

    Der Übersetzungsbereich sollte eben so ausgelegt werden, daß die steilsten vorkommenden Steigungen möglicht mit einer kniefreundlichen Trittfrequenz von 70-90/min gefahren werden können - unabhängig von der Kurbellänge. Steigungen mit niedriger Trittfrequenz und hoher Kraft zu bezwingen sorgt eben durch die gute Abstützung im Liegesitz für eine hohe Kniebelastung und ist auf Dauer nicht empfehlenswert.

    Ab besten probierts Du mal verschiedene Kurbellänge aus und gewöhnst Dir eine relativ hohe Trittfrequenz an, wenn Du sie noch nicht hast.

    Gruß
    Felix
     
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  8. Christoph S

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    +1! (Zumindest für erwachsene Männer)
     
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  9. christoph_d

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    Mit meinen Stummelbeinen finde ich kurze Kurbeln wesentlich angenehmer fürs Knie.

    viele Grüße

    Christoph

    P.S. Gewicht spart man mit gekürzten Kurbeln auch. :ROFLMAO:
     
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  10. RaptoRacer

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    Ich denke schon das diese Punkte allgemeingültig sind..
    Punkt 1 könntest du mit mehr Drehzahl wettmachen, was mir nie in 4Monaten gelungen ist.
    Und an Punkt 2 kannst du nix machen, du brauchst zwingend ein Gang mehr um den fehlenden Hebel auszugleichen.
    Mir gingen die KuKùs nachher zuviel auf die Kniee und hab sie wieder abgebaut.
     
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  11. jaap1969

    jaap1969

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    Der Vergleich up zur Liege ist unehrlich, solange am up aus Unwissenheit häufig zu lange Kurbeln verbaut werden.

    Beim Liegerad spielt aus meiner Sicht die TretlagerÜberhöhung auch eine Rolle.
    Ich bin am 50-50 jahrelang 172,5mm Kurbel gefahren bei 1,68m.
    Eigentlich deutlich zu lang aber bei geringer Überhöung kein Problem.
     
  12. spreehertie

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    Servus René,
    für Dich schon.:rolleyes:
    Wie häufig hast Du denn bisher diese 4-Monatsversuche veranstaltet, daß es bisher nie geklappt hat?

    Der fehlende Hebel könnte eben auch mit erhöhter Drehzahl kompensiert werden, aber ungeachtet dessen ist je nach vorkommenden Steigungen und vorhandenem Trainingszustand eine passende kleine Übersetzung notwendig. Ich kann für mich allgemeingültig sagen, daß ich mit 140er Kurbel gut zurecht komme dadurch bisher noch keine Kniebeschwerden hatte.

    Gruß
    Felix

    PS: Genauso kann ich für mich allgemeingültig feststellen, daß ich sehr gute Erfahrungen mit der vorderstens Cleatposition in Verbindung mit Fußgelenkbewegung beim Treten und Ziehen habe, nach vorsichtigem Eingewöhnen am Anfang kommen meine Waden und Achillessehnen sehr gut damit zurecht.
    PPS: Ich bin ein größer Fan von absoluten Aussagen die Worte wie "nie", "immer", "permanent", "ständig", usw. enthalten.:rolleyes:
     
  13. Delta Hotel

    Delta Hotel

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    Und natürlich durch kleinere Kettenblätter.
     
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  14. Christoph S

    Christoph S

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    Mein Senf: geht auch umgekehrt:
    Ich bin auf dem Up mit 175mm Kurbeln sozialisiert worden. Wahrscheinlich wären 185mm (bei 93cm IBL) besser gewesen, werde ich nie erfahren, ich habe mich gut daran gewöhnt.
    Bei der Liege bin ich dann (ebenfalls zufällig) mit 170mm angefangen und habe Jahre später -dem allgemeinen Hype im Forum folgend- 155er probiert.
    Ergebnis: kein Antritt mehr und nachdem ich die Kadenz (größeres Rizel am Zwischengetriebe) erhöht hatte, dann Schmerzen an der Achilles-Sehne. Nach einem Sommer wieder rausgeschmissen und in ein Kinderrad eingebaut.

    Meine Schlussfolgerung war, dass entweder 170er Kurbeln für mich kurz sind, oder man diese Empfehlung so nicht aussprechen kann.
    Si.
    Wobei m.E. 1) eine große Tretlagerüberhögung eine vorderstens Cleatposition begünstigt* und 2) Leute, die den Fuß gern etwas überstrecken mit einer Cleatposition weiter vorn :sneaky:tendenziell immer:p besser zurechtkommen als Leute, die den Pedalabstand eher "kurz und stramm" mögen.

    *ich muss beim Dalli und beim Mango Schuhe mit unterschiedlichen Cleatpositionen fahren,.

    Gruß
    Christoph

    ;)PS: "Männer neigen immer zu Verallgemeinerungen" (Zitat meiner Schwägerin)
    PPS: ich bin was Einstellungen am Fahrrad angeht, eher "die Prinzessin auf der Erbse". Dennoch merke ich den Unterschied zwischen 175nn und 172,5mm Kurbeln definitiv nicht.
     
  15. Nicthebig

    Nicthebig

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    @spreehertie und @Christoph S : das mit der Cleatposition ist ne sehr gute Idee(y), fahre an mehreren Rädern das SPD System, auf einer mehrtägigen Liegertour habe ich an dann an einem paar Schuhe die Cleats verändern müssen, das passt jetzt ehh nicht mehr zu meiner Up-Einstellung.
    Gefühlt beim Fahren könnten die Cleats weiter nach vorne, das werde ich erstmal probieren. Ich denke, dann werden Wade und Achillessehne etwas mehr belastet und das Knie etwas entlastet, was ich gut finden würde. Ggf später ggf nochmal nen paar 165mm Kurbeln antesten.

    Beste Grüße

    Cheers

    Nitroo
     


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