Klimawandel - mehr Zahlen

Beiträge
1.233
Ort
bei Bonn
Vergrößerung des Speichers auf 100kWh würde 100% ermöglichen?
Hier ein Rechner, der allerdings nur bis 20kWh Kapazität berücksichtigt - und die Annahme, dass man sein Verbrauchsverhalten beibehält. Wenn Du mal ein paar Tage auf Deine Heizung, Gefriertruhe und das Forum hier verzichtest, kommst Du natürlich auch schon mit kleinerem Speicher durch :rolleyes:.
Wie so oft, benötigt man für die letzten paar Prozent "Effekt" extrem viel Aufwand. Akkus sind leider noch ziemlich teuer. Sonst hätte ich das Zeug längst im Keller stehen ;-).
Das letzte Angebot mit 12kWh Akku von Firma E3DC + 10kW Peak auf's Dach + Modernisierung unserer Hauselektrik, die von 1968 stammt: ca. 25.000 Euro.
 
Beiträge
3.787
Vergrößerung des Speichers auf 100kWh würde 100% ermöglichen?
Könnte reichen, Lage Lage Lage;). Wir hatten bisher nur eine 5,5 kWh Batterie. Die konnte nur mit 2,5 kW be- und entladen werden. Entsprechend hatten wir im Autark-Betrieb täglich black-outs:mad:. Fürn schwarz Start brauchen wir etwa 30 % Batterieladung (keine Ahnung wieso), also entsprechend immer wieder viel Netzbezug. Mit 11 kWh gehen jetzt theoretisch 5 kW (plus die PV-Leistung) aber bei etwa 4,5 kW steigt der Netztrennschalter aus. Dh wenn die Spülmaschine eingeschaltet wird, darf höchstens die Musik und Kühlschrank laufen...
Bin noch am Testen, obs ein Überhitzungsproblem ist (könnte vlt mit PC-Gebläse beseitigt werden?) oder wir einen stärkeren Trennschalter brauchen.
Durch das stärkere Laden "gewinnen" wir tatsächlich auch mindestens 10 % mehr PV-Leistung bei wechselhaftem Wetter. Die vergrößerte Batterie wird über N8 %-tual natürlich weniger leer und ist bei gutem Wetter im April dann um 9 Uhr schon wieder voll.
Also mal Abwarten.
Hoffe auch aufs bidirektionale Laden, damit ich irgendwann keinen Versorger mehr brauche und mit dem Auto Strom holen kann.
 
Beiträge
1.233
Ort
bei Bonn
Hoffe auch aufs bidirektionale Laden, damit ich irgendwann keinen Versorger mehr brauche und mit dem Auto Strom holen kann.
Yep, wie weiter oben gesagt: das würde manches vereinfachen.
Zum Thema "völlig autark vom Netz getrennt leben": dafür müssen auch die Wechselrichter etc. ausgelegt sein, sonst wird das ein teures Vergnügen. Die "normal zu kaufenden Anlagen" (z.B. von E3DC oder Sonnen) erlauben Inselbetrieb laut dem Kleingedruckten nur für wenige Stunden pro Tag. Ansonsten erlischt die Garantie.

EDIT: @Jack-Lee : aufgepasst beim Kauf von Solaranlage + Akku: nicht alle Hersteller ermöglichen Inselbetrieb. Bei den meisten ist es ohne Netz nichtmal möglich, seinen Solarstrom zu nutzen, da die Steuerelektronik das Außennetz als "Vorgabe" der 50 Hz Stabilisierung benötigt. Will sagen: wenn bei Stromausfall der Akku zufällig gerade leer ist, kannst Du worst case nichtmal Deinen eigenen Solarstrom verbrauchen.
 
Beiträge
24.168
Ort
Weida 07570
meinen Honda hatte ich auch mit dem Grund geholt, das er bidirektionales Laden können soll... Bisher kann ers aber nicht :/
Da hätte man halt direkt mal nen 35kWh Hausakku, der notfalls selbst "Strom holen" kann. Das sollte für die meisten Fälle reichen.
 
Beiträge
3.787
Hast du noch Platz auf dem Dach?
An der Wand wär noch Platz, aber ich denke eher an Windkraft.
Problem ist halt, erst mal kompetente Firmen zu finden. Unsere Fachfirma glänzt leider nicht mit Fachwissen....
Also handwerkliche Arbeitsausführung gut, aber für den Sonderfall Inselbetrieb keinerlei Kompetenz bzgl der Restriktionen.
Unsere Anlage läuft seit über 11 Monate, aber wir sind immer noch nicht am Ziel. Wurde ja mehrfach geschrieben, die letzten % sind die Schwersten und Teuersten.
Mit Einspeisemöglichkeit ist Alles natürlich vergleichsweise einfach und die Schwächen fallen vermutlich nicht mal auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
54
Ort
Stuttgart
Pluginhybride sind doch praktisch nur dafür entwickelt worden, Steuern zu sparen und sich einen grünen Anstrich zu verpassen.
Kommt darauf an, wie man sie lädt.
Auch PHEV-Fahrende wollen Geld sparen. Wenn man denen auf Arbeit und beim Einkaufen eine Ladesäule anböte, würden sie sie auch benutzen und ganz unbeabsichtigt weniger Sprit verbrauchen.
 
Beiträge
54
Ort
Stuttgart
Komm wieder auf den Teppich.

Es geht nicht um die Ladeenergie. Es geht mir um nicht vorhandene Bereitschaft eines nicht unerheblichen Teils der Autoverehrer, ihren Fahrstil/Gewohnheiten zu ändern, um der geänderten Lage Rechnung zu tragen.
Es geht auch darum, dass man zigtausend Euro vor ein paar Jahren für eine Blechkiste ausgegeben hat und jetzt sieht man ungern zu, wie es völlig wertlos wird.
 
Beiträge
24.168
Ort
Weida 07570
Ja, die Teile parken immer die einzige Ladesäule im Industriepark zu um dann mit gefühlt 12 Watt zu laden..Gerade in der Innenstadt wird das meist nur als gratis Parkplatz genutzt. Richtige e Autos haben dann Pech gehabt.
 
  • Wow
Reaktionen: -cr
Beiträge
54
Ort
Stuttgart
Hab grad mal wieder schlechte Laune bekommen:

Dort sind u.a. diese Artikel verlinkt:
"Or even the woke folks who think that color and gender and whatnot are the great political frontier"

Yeah, I stopped reading there ...

Wenn in einem Text "woke" pejorativ benutzt, lohnt es sich nicht, dass ich meine Zeit damit verbringen, den Rest des Texts zu lesen.
 
Beiträge
24.168
Ort
Weida 07570
Das ist sogar so. Module an Fassaden sind im Winter besser, als die auf dem Dach. Übers Jahr gesehen ist der Ertrag der Module an der Fassade geringer, aber auch deutlich gleichmäßiger.
 
  • Like
Reaktionen: JKL

BuS velomo

gewerblich
Beiträge
1.934
Ort
07570 Weida
Also wir haben aktuell ca. die 12-fache PV-Leistung verfügbar, um übers Jahr zu cirka 80 % autark zu sein.
Vergrößerung des Speichers auf 100kWh würde 100% ermöglichen?
Die Träume der Privat-Autarkie illustrieren hier mehr oder weniger gut, was mich im Namen des Klimaschutzes wirklich interessiert: der Übergang im Gesamtsystem (deutsches, europäisches, weltweites Stromnetz plus "Wärmenetz" plus ...): D.h. wieviel Überkapazität versus Speicherkapazität müssen die kompletten Volkswirtschaften schnellstmöglich aufbauen, um "autark" durch den Winter zu kommen? Über welche Dimensionen an ökonomischen und ökologischen Kosten (Fußabdrücken) reden wir, wenn wir hierzulande 80mio x 50kwh Batteriepuffer vorhalten (plus der im stets einsatzbereiten E-KFZ pro Nase), oder 10x soviel PV- und Wind-Nennleistung aufbauen müssen, wie wir jetzt an Durchschnittsverbrauch haben, um durch Flautewochen zu kommen... naja und weltweit 10mrd facher Druck auf diese "grünen" Ressourcen.

Hinzu das andere "Privatthema": wie kriegen wir den winterlichen Wärmebedarf in die langlebige Altbausubstanz? Wann fangen wir als Gesellschaft an, ganze Stadtviertel platt zu machen und als Massen-Solarsiedlung neu aufzubauen (ausgerichtet, gedämmt, saisonalgepuffert, autobefreit)? Optimierte Passiv-EFH samt E-MIV sind da heute schon en vogue bei den wohlhabenden Pionieren (einige von uns) - aber durchaus auf Basis nennenswerter privater und volkswirtschaftlicher Ressourcen mit begrenzter Verallgemeinerbarkeit für die politische Agenda.

Dass wir die Autarkie-Ziele langfristig erreichen können, daran zweifle ich nicht. Aber von solchen gesamtgesellschaftlichen Faktoren und Allokationen zu Input/Speicher/Output-Management hängt ab, wie lange dieser Übergang für das Gesamtsystem (Klima ;)) dauert und wieviel fossiles Backup wir in dem Zeitraum noch direkt oder indirekt durchjagen. Das Private ist Politisch!
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
468
Ort
München Nord
Hab grad mal wieder schlechte Laune bekommen:

Dort sind u.a. diese Artikel verlinkt:
Ja, aber Elon Musk sagt doch in Brandenburg gibt es genug Wasser fürs Tesla Werk, da wachsen ja sogar Wälder :eek: :sick::mad:....
 
Beiträge
4.491
Ort
Balen, BE
Hab grad mal wieder schlechte Laune bekommen:
Scenarien, die mir seit 10-15 Jahren bewußt sind, die ich aber immer gerne wieder verdränge.
Wenn Europa es in den nächsten 2-4 Jahrzehnten nicht schafft die Agrarwirtschaft so umzubauen, dass etwa 80% der benötigten Kalorien auf eingenen Boden produzier werden, wird das auch für uns unangenehm.
Ich glaube kaum, dass die USA oder China Weizen, Mais oder Reis an uns liefern werden, wenn deren eigene Bevölkerung zu wenig hat.
Wenn die nächsten Migrantenwellen aus Afrika vor unseren Toren stehen, will ich nicht Politiker oder Soldat sein.

 
Zuletzt bearbeitet:
Oben