Kippstabilität des Cab-Bikes

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(Von Gerno)

Hallo Cab-Bike-Fahrer, -Hersteller und -Interessierte,

auch ich darf mich erstmal vorstellen:
Gerno Treitz, seit August 2002 Cab-Bike-Fahrer am Mittelrhein (Koblenz), 3000km Cab-Bike-Erfahrung.
Mein Anliegen stellt ein tägliches Problem für mich dar:
Beim Abbiegen und in schnell durchfahrenen Kurven kippt das Cab-Bike.
Meistens kann man durch Geradestellen der Lenkung das Kippen beenden.
Aber manchmal ist die Straße einfach zu eng (oder es kommt Gegenverkehr).
und dann kippt man. Ist mir jetzt schon zweimal passiert. Beim ersten Mal ging es verhältnismäßig glimpflich ab. Aber beim zweiten Mal bin ich beim Geradestellen der Lenkung frontal auf einen 10cm hohen Bordstein gefahren (mit ca. 30 km/h).
Folge: diverse Lenkungsteile extrem verbogen, mehrere Speichen gebrochen, die Wanne vorne im Fußbereich gesplittert, Bodenbleche verbogen.
das Kippen des Cab-Bikes ist mir auch schon passiert, als ich dachte, ich fahre wirklich sehr gemütlich, aber da war beim Abbiegen ein etwas tiefer liegender Rinnstein dafür verantwortlich, daß das Rad in der Außenkurve 2 cm tiefer lief als die anderen beiden. In Verbindung mit der Zentrifugalkraft führte das zum Kippen (ich konnte diesmal die Lenkung geradestellen und auf den Bürgersteig ausweichen).
die Cab-Bike-Philosophie "Unbedingte Radwege-Tauglichkeit" durch eine Spurweite von ca. 70cm mag für sehr-sehr-sehr ruhige Fahrer in Ordnung sein. Aber im Stadtverkehr, wo man Verkehrslücken nutzt, kommt es immer wieder zu gefährlichem Kippen.
ich würde mir einen Umbausatz auf 85cm Spurweite wünschen. der Schwerpunkt läßt sich wohl kaum weiter absenken (höchstens noch durch Gewichte unter der Vorderachse).
Frage: wer hat ähnliche Probleme mit dem Kippen?
Gibt es noch andere Lösungen gegen Kippen? Evtl. Stützräder hinten ;-)


Auf Eure/Ihre Antworten bin ich schon sehr gespannt.

Gerno
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (40)

(Von PeterN)

Hallo Gerno,

>Aber beim zweiten Mal bin ich beim Geradestellen
>der Lenkung frontal auf einen 10cm hohen Bordstein
>gefahren (mit ca. 30 km/h).

Aua, das tut weh! Kann ich mir richtig vorstellen.

ich selbst bin 2 Jahre lang Motorradgespann gefahren (MZ), und zwar eines, welches fuer seine "Kippwilligkeit" schon einen Ruf hatte.
das konnte man in der langsamsten Kurve schon provozieren und dann kontrolliert auf 2 Raedern weiterfahren.
Daher bin ich das Fahren auf 2 Raedern bei einem 3-Rad eigentlich gewoehnt, habe keine Scheu davor und wollte das natuerlich auch beim Cab-Bike absichtlich herbeifuehren.

Tatsaechlich ist mir das bisher noch NIE geglueckt! ich wundere mich ueber die hohe Kippstabilitaet des Cab-Bikes. ich schaffe es nur im Grenzbereich, dass das Fahrzeug (wie ein Fronttriebler-Auto) ueber die Vorderraeder wegschiebt, der gefahrene Kurvenradius also groesser wird. ich dachte auch durch den geringen Radstand gaebe es eine grosse Kippneigung, durch die sehr niedrige istzpoistion wird das aber wohl ausreichend kompensiert.

ich bin 1 mal (fast) umgekippt, weil ich als Neuling (100km Erfahrung) und ohne ausreichendes Licht im Dunkeln auf den Strassenrand mit 10cm Absatz kam.
Nach irgendwelchen panikartigen Lenkmanoevern habe ich gemerkt, wie das Cab-Bike wieder mit einem Schlag auf sein drittes Rad aufsetzte.
Sofort habe ich ein besseres Licht (20 !! Watt) montiert, damit mir das nicht nochmal passiert.
Sodann habe ich meine provozierten Kipptests gestartet.

ich habe jetzt erst 1300km gefahren, vielleicht brauche ich noch mehr Erfahrung um noch schneller um die Kurven fahren zu wollen. Vielleicht waren die Strassenbedingungen (fahre bisher fast nur im Nassen) zu guenstig, jedenfalls habe ich absolut kein Problem mit einer Kippanfaelligkeit. das ist mir ein Raetsel warum Du damit so ein grosses Problem hast. Vielleicht bin ich ja ein Angsthase und fahre deshalb immer so langsam.

ich bin mal gespannt was andere ueber Ihre Erfahrungen schreiben.

Gruss

Peter,
der mal abwartet bis die Strasse richtig trocken ist und dann nochmals den "Elchtest" machen wird.
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (41)

Re: Kippstabilität des Cab-Bikes und Einbruch ins Eis

(Von PeterN)

Bei dieser Gelegenheit noch was zur Kippstabilitaet (II):

Heute Morgen gab es hier in Hessen Sturmboeen, und ich bin mit hoher Geschwindigkeit ein Gefaelle heruntergefahren.
Es haette nicht viel gefehlt, und ich waere an einer Hauswand gelandet. Bei stark wechselndem Wind ist der Geradeauslauf des Fahrzeuges nicht besonders vertrauenerweckend. ich bin ganz schoen erschrocken und dann schoen langsam weitergefahren.
Auf einer Autobahnbruecke habe ich dann pausiert um den auf das Cab-Bike trommelnden Regen zu geniessen. Sehr angenehm, wie beim Zelten.

Kippstabilitaet (III):
Auch auf Glatteis musste ich das Cab-Bike sofort testen:
(Nicht ganz blankes Eis, war stellenweise etwas angerauht).
Egal welche Geschwindigkeit ich waehlte, ab einem bestimmten Lenkeinschlag schob das Cab-Bike einfach nur ueber die Vorderraeder.
Lenker wieder etwas mehr in Geradeausstellung, und die Kurve wurde ordentlich gefahren. ich war ueber den "Grip" erstaunt, ich erwartete dass ich auf Glatteis weder Lenken noch ueberhaupt Beschleunigen konnte. ich wollte unbedingt mal Schleudern. das gelang mir, indem ich bei Kurvenfahrt mit Druck mittrat. Wie ein Heckangetriebenes Auto ist das Cab-Bike dann hinten ein wenig (max. 1m) ausgebrochen um dann weiter die Kurve zu fahren. Ein weitergehendes Schleudern war (leider) nicht moeglich, immer hat sich das Fahrzeug schnell wieder gefangen.
In der Peaxis (breiter, total vereister und unebener Fahrradweg) hat das Cab-Bike beim mittreten dann doch etwas nach links und rechts ausgekeilt. das konnte wunderbar mit kleinen Gegenlenkbewegungen ausgeglichen werden und hat Spass gemacht. An dieser Stelle bin ich vor einem Jahr (mit meinem MTB) auf einer winzigen vereisten Stelle gesturtzt.

Kippstabilitaet (IV):
Als neuer Eisliebhaber bin ich nach Weihnachten mit Freude auf eine spiegelglatte Eisschicht in einer Unterfuehrung geraten. das hat so schoen geknistert und geknackt, eine phantastische Geraeuschkulisse in der hallenden Unterfuehrung. ich bin stehengeblieben und habe den seltsamen, verhallenden Geraeuschen gelauscht.
Bis es wieder 2 mal "Knack" gemacht hatte und ich bin durch das Eis ins Wasser eingebrochen!
Klasse!
das Eiswasser stieg bis zum Schalenistz, ich war aber im trockenen.
Jetzt erst sah ich am anderen Ende der Unterfuehrung einen aufgeschobenen Erdwall, einen Damm der kurzfristig als Hochwasserschutzmassnahme aufgeschuettet wurde. In diesen "Stausee" (ich erwartete ja unter dem Eis nur den Asphalt) bin ich eingebrochen.
Barfuss habe ich dann das Cab-Bike wie ein Eisbrecher auf die andere Seite geschafft. ich hatte es Gottseidank nicht mehr weit bis nach Hause und habe keine Erfrierungen davongetragen.
Mein Tipp: Auch wenn das Cab-Bike wie ein Boot aussieht, ich habe es getestet, es schwimmt definitiv NichT.
Tja, wenn es dem Esel zu wohl geht. . . .

Peter
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (42)

Re: Kippstabilität des Cab-Bikes und Einbruch ins Eis

(Von Gerno)

Ist ja drollig, das mit dem Eis...
das gleiche ist mir neulich auf einem zugefrorenen Hochwasserausläufer des Rheins passiert, zum Glück war das Wasser nur ein paar Zentimeter tief.
Zur Kippstabilität und Deinen Erfahrungen kann ich nur mein Staunen ausdrücken. Bei mir kippt es _sehr_ schnell. Allerdings fahre ich gerne ohne zu Bremsen in Kurven, weil ich ja nachher nicht wieder hochbeschleunigen will. Aber definitiv: Abbiegen nach rechts, linkes Rad durchfährt eine Regenrinne (nur eine leichte Wölbung nach unten, ca. 2 cm tief), meine Geschwindigkeit liegt unter 15 km/h (wahrscheinlich 10 km/h) -> Cab-Bike kippt.
Übrigens kann ich die Kippgrenze etwas verschieben, wenn ich mich mit Oberkörper und Kopf in die Kurve lege.
Da fällt mir noch ein: oben hinter dem istz habe ich immer meine Tasche stehen, etwa in Kopfhöhe. die Tasche bringt es besonders morgens auf ca. 5kg Gewicht. Vielleicht ist das der entscheidende Unterschied?
Wenn ich Zeit hätte, würde ich mir die Schwerpunktsverhältnisse mal aufskizzieren und mal mit der Theorie spielen (mit Tasche, ohne Tasche, 70cm Spurweite, 85 cm Spurweite, längerer Radstand usw.).
Hallo Cab-Bike-Designer German: habt Ihr das schon mal gemacht?

Gruß, Gerno
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (43)

(Von PeterN)

Hallo Gerno,
das hat mir gestern keine Ruhe gelassen und ich habe das Kippen
"mit Gewalt" provoziert.

ich muss schon (fuer meine Verhaeltnisse) aeusserst stark einlenken, dann schaffe ich es auch das eine Vorderrad abzuheben. das kommt aber bei der geringsten Lenkkorrektur Richtung Geradeaus sofort wieder auf den Boden. Bisher habe ich es noch nicht geschafft (oder den Mut gehabt) auf 2 Raedern ein laengeres Stueck geradeaus zu fahren. Dazu muesste ich das Fahrzeug viel weiter kippen lassen als ich es mir zur Zeit zutraue. ich kann es einfach nicht.

ich wollte Dich schon fragen, ob Du evt. Gepaeck sehr hoch geladen hast, dann wollte ich nicht so "besserwisserisch" sein, dachte, an sowas denkst Du bestimmt sowieso.
Aber diese 5kg-Tasche kann wohl schon das Tuepfelchen auf dem i sein, wenn sich sogar eine geringe Gewichtsverlagerung spuerbar auswirkt.
das habe ich bei meinem Motorrad-Gespann als erstes gelernt: Alles Gepaeck bloss so tief wie moeglich verstauen, am Besten die Batterie aus dem Motorrad ausbauen und auch nach unten versetzen.

ich selbst habe uebrigens mehrere Akkus an Bord des Cab-Bikes (neben dem istz) und im Kofferaum (aber ganz unten) steckt eine Tasche mit Reparaturzeugs. das wiegt auch schon einiges und koennte genau den gegenteiligen Effekt wie bei Dir haben.
ich habe mein Cab-Bike mal fahrbereit (mit meinem ueblichen Gepaeck) gewogen und kam auf 46kg.
Kein Wunder, dass ich bergauf immer so schuften muss. . .

Peter
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (44)

(Von German)

Hallo Gerno,

leider kann ich Deine Erfahrungen mit dem cab-bike nicht teilen. ich wohne in der Moseleifel (du kennst diese Gegend und weißst um Ihre Hügel und Ihren Kurvenreichtum)und fahre mehrmals die Woche serpentinenartige Strecken.

Da ich auch sehr gerne schnell fahre, bevorzuge ich eine möglichst tiefe/schräge istzpoistion. ich muß zugeben, dass mir das Thema Kippen bisher überhaupt nicht bewußt war.

Natürlich spielt die Größe des Fahrers und die richtige Lenkhaltung während der Fahrt eine weitere Dimension in Sachen Sicherheit. Falls die Unterarme nicht auf den Seitenflächen aufliegen, ist die Lenkung zuweilen wesentlich unruhiger und in schwierigen istuationen mit Komplikationen verbunden.

Falls keine besonderen technischen Mängel vorliegen sollten (z.B. Spiel in der Lenkung - bitte mit German oder mit Reinhold Kontakt aufnehmen), würde ich sagen, dass das cab-bike eine relativ sichere Sache ist (natürlich bin ich mir angesichts des Kaufpreises auch bewußt, dass der Fahrstil in Kurven einer anderen Kontrolle unterliegen muss).

Freundliche Grüße und immer viel Spaß mit Deinem cab-bike(bitte in Zukunft mit Bodenhaftung)

Arnold
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (45)

(Von Gerno)

Hallo Arnold, hallo German, hallo alle Zaungäste,

die Moseleifel kenne ich nicht, ausser der Strecke von Andernach nach Mayen. Aber Serpentinen kenne ich, allerdings noch nicht mit dem Cab-Bike, weil ich es erst ein halbes Jahr habe und erst 3000km damit gefahren bin, immer von zu Hause zur Arbeit und zurück. Zum "Rumgurken" komme ich vor lauter anderen Dingen gar nicht, sonst wäre ich sicherlich schon mal ins Sauerland zu meinen Eltern oder die Mosel entlanggefahren. Naja, irgendwann klappt das noch mal.
Meine 5kg-Tasche steht übrigens direkt hinter dem Schalenistz, noch vor dem Höcker. Im Höcker habe ich ein paar Werkzeuge (und neuerdings sogar einen Ersatzreifen und -schlauch), aber diese Dinge sind entweder sehr leicht oder extrem tief gelagert.
den Platz neben dem istz, am Boden, wollte ich für meine Tasche nicht nutzen, weil sich da Schwitzwasser sammelt. Außerdem müsste ich die Tasche nachher umständlich aus der Lücke rausfummeln. Vielleicht schaffe ich mir ja noch die original Cab-Bike-Taschen an...

Gerno
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (46)

Re: Kippstabilität des Cab-Bikes und "Go-One"

(Von Walter)

Hallo Gerno,

mit Bezugauf den Kipp-Problem mit dem Cabbike kann ich dir folgenden Tip geben. Kauf dir ein "GO-One³" das hat 78 cm Spurbreite ist leicht, hat einen sehr tiefen Schwerpunkt und ist in Kurven garnicht zum umkippen zu kriegen. Im Übrigen sieht das Teil viel geiler aus und kostet fast das gleiche. Falls du dich interressiertst gibt es weitere Infos unter ----www.go-one.de----

Gruß

Walter
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (47)

Re: Kippstabilität des Cab-Bikes und "Go-One"

(Von Chris)

Klar ,und der Schuhanzieher wird gleich mitgeliefert!
das Ding ist ein Fun Gerät !Versuche mal damit in den Urlaub zuf ahren!
Klar die Optic ist absolut SUPER,aber der wirkliche nutzen ist ungefähr so als ob die ein MTB nur in der Stadt fährst!!!
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (48)

Re: Kippstabilität des Cab-Bikes und "Go-One"

(Von Walter)

sehe ich ein wenig anders, ich habe selber so ein Teil. der Schuhanzieher ist absolut nicht nötig. Ist Platz genug drin und wenn ich ein Lastenfahrrad haben will dann kaufe ich mir ne Rikscha. das Teil befördert mich und etwas Gepäck jeden Tag trocken zur Arbeit. und in diesem schicken Hightechgerät erntet man im Gegensatz zum Cabbike beW*nd*rnde Blicke und keine spöttischen!!! Zudem bieten die auch demnächst für die ganz große Fahrt nen Anhänger im gleichen pfuien Design an. Für kleinere Gepäckstücke gibts übrigens ne Gepäckbox sowie einen Gepäckträger.





Grüße



Walter
 
Ü

_übernommener beitrag aus dem alten forum (49)

Re: Kippstabilität des Cab-Bikes und "Go-One"

(Von Chris)

Hallo Walter
Mit der Optik,gebe ich Dir recht!das Cab-Bike ist nicht gerade eine super Design Studie!!!!!!!!!!!!!!!!
Aber ,wenn Du auch mal läger in den Urlaub fahren möchtest ,dann ist der Platz beim Cab-Bike ungeschlagen,und wenn ein Hänger am bike ist,dann ist es ein halber Möbelwagen!
Auch ich hatte an das Go-one gedacht,aber es ist zu klein!
ich habe in meinem Cab-Bike ein GPS mit Digital Karten einen Digitalen Kompass 12 Schalter u.s.w!
das passt nicht in das Go-One!Auch wird es im Go-One im Sommer zu warm werden wegen der riesen Scheiben!(Ja,Ja die eine Scheibe kann man abnehmen,trotzdem,außerdem möchte ich das nicht bei 20.000.000 Moskitos machen!)
das ist beim Cab-Bike nicht mehr möglich da ich auf dem Dach einen Solarlüfter habe!Wenn Du nur mal zu Arbeit fährst und just for fun,dann,da gebe ich Dir Recht,ist das go-one die bessere Wahl!
Nicht aber für längere Reisen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ich fahre vom 2 Mai bis ende September zum Nordkap,wenn ich zurück bin werde ich mich mal melden!
Ach ja,über mein Cab-Bike hat noch keiner gelacht!das kann aber daran liegen,das es von innen wie ein Jumbo wirkt,besonders nachts wenn die ganze Elektronik beleuchtet ist!!
MfG Chris
 
Ü

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Re: Kippstabilität des Cab-Bikes und "Go-One"

(Von Klaus)

Kurz meine Erfahrungen zum kippen
Da ich fast ausschließlich in der Stadt fahre geht es oft eng in die Kurven. Da bleibt nicht viel Platz zum ausgleichen wenn das Bike mal kippen sollte. Gerade auf diese Diskusion hin hab ich das Teil mal hart getreten und festgestellt, dass eher die Vorderräder anfangen zu radieren als das ich ein Rad von der Fahrbahn bekomme.
Ein mal bin ich mit ca. 15 km/h in einer rechtwinkligen Kurve mit einem Rad kurz abgehoben. Da hatte ich aber hinter mir meinen Sohn (8 Jahre 133 cm groß) zu Sitzen. Zudem lag seine Schulmappe noch hinten auf dem Radkasten.
Beim Fahten liege ich fast und da ich sehr schlank bin kann ich meinen Schwerpunkt verlagern. Aber selbst wenn ich es darauf anlege, kippt das Bike nicht. Auf dem Weg zur Arbeit hab ich außer einem Notebook mit Tasche und einer Aktentasche noch Werkzeug mit (ca. 12 kg).Kleinteile sind auf der linken Seite in der Tasche von Cab-Bike sicher verstaut.
All diese Dinge stehen auf dem Boden rechts und links unmittelbar neben mir. Wobei das Notebook auf drei handelsübliche Schwämm, die man im Baumarkt zum Autowaschen bekommt, steht. Dadurch werden harte Schläge gemindert und Feuchtigkeit die sich am Boden sammelt wird gleich aufgesaugt.
Egal ob mit oder ohne Gepäck bislang find ich das Teil kippsicher. Dabei fahre ich zwischen 20 und 35 km/h hier in Berlin.
Wie das Teil allerdings berab über 45 km/h in Kurven reagiert kann ich noch nicht sagen.
ich wünsch euch allen immer drei Räder auf der Piste !!
In diesem Sinne
Gruß vom Klaus aus Berlin


K.K.
 
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Re: Kippstabilität des Cab-Bikes und "Go-One"

(Von Janos Wolf)

Interessant, dass die Kipp-Debatte zwischendurch zu einer engagierten
(Besitzerstolz anzeigenden) Cab-Bike - Go-One - Debatte umgeschlagen ist, die einer gesonderten Rubrik würdig wäre.
Zum Kippen:
Drei Räder haben freilich nicht die Kippstabilität von vier Rädern. Man kommt deshalb nicht umhin seine Geschwindigkeit den Kurven anzupassen, wenn es nicht gefährlich werden soll. Allmählich bekommt man aber ein gutes Gefühl dafür.
Zudem bin ich relativ zufrieden: Vor dem Cab-Bike fuhr ich ein Dreirad mit einem Vorderrad. In Kurven musste ich viel vorsichtiger agieren als beim Cab-Bike, das mit seinen vorderen zwei Rädern die auftretenden Fliehkräfte ungleich besser auffängt.
Cab-Bike/Go-One:
ich bin mit beiden Rädern Probe gefahren.
Alle Vorteile sind leider nie beisammen. Man muss sich entscheiden.
Wer lieber sportlicher, mit weniger Gepäck, dafür auf Autoreifenhöhe fährt, wird sich mehr am Go-One erfreuen. Wer lieber auf Augenhöhe mit Autofahrer, mit etwas mehr Gepäck und Luft fährt, dafür etwas geringere Wendigkeit hinnimmt, wird sich im Cab-Bike besser fühlen.
Außerdem: Ist es nicht eher erfreulich, dass unterschiedliche Konzeptionen verschiedenen Nutzerwünschen entgegenkommen und alle nach Verbesserungen suchen?

Janos
 
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Re: Kippstabilität des Cab-Bikes und "Go-One"

(Von Gerno)

Fahrt Ihr denn anders ausgestattete Cab-Bikes als ich?
Jeden Morgen, jeden Abend bin ich immer (also jedenfalls montags bis freitags) in irgendeiner engen Kurve am Kippen. ich werde jetzt mal meine Tasche (die abends 2kg leichter ist) ganz nah am linken Radkasten auf dem Boden lagern. Es würde mich natürlich interessieren, Eure Cab-Bikes mal auszuprobieren. Vielleicht ergibt sich beim Velomobil-Treffen die Möglichkeit?
Habt Ihr vielleicht andere Reifen, die geringe Haftung haben? ich fahre die Schwalbe Spezialreifen, die zur Erstausstattung gehören.
Übrigens war das Go-one neben dem Alu-Alleweder und dem Cab-Bike für mich in der engeren Auswahl. Vom Design her wäre es für mich ganz klar das Go-one geworden, aber das Cab-Bike war erheblich praktischer. das Alu-Alleweder machte einen solideren Eindruck als das Cab-Bike, aber ich merkte bei der Probefahrt, daß es technisch nicht so ausgereift war, wie das Cab-Bike. Beispielsweise lief die Kette im Innenraum teilweise frei, was zu schmutzigen Hosen führt (und wenn ich schon mehrere tausend Euro für so ein Fahrzeug ausgebe, dann erwarte ich, daß solche Kleinigkeiten von vornherein ausgemerzt sind).
Gruß, Gerno
 
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