Kettenwachs - Erfahrungen?

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Hallo,

ich habe bei der Suche nach einer Alternative zum Kettenöl das hier gefunden:

http://www.squirtlube.de/

hat das schon mal jemand ausprobiert und kann dazu was sagen? Ist offensichtlich noch nicht allzulange auf dem Markt, aber einige Tests findet man schon dazu und die fallen nicht gerade schlecht aus...

Gruß,
Markus
 
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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Hallo Markus,

hat das schon mal jemand ausprobiert und kann dazu was sagen?

Ich kenne das Produkt nicht, habe aber früher das Kettenwachs von Hanseline verwendet. Auf mbi03`s Hinweis mit der Kupferpaste, habe ich Restbestände des Kettenwachses mit sehr feinem Kupfer vermengt und damit stark angedickt. Mit dem "Testrad" bin ich letzte Saison ca. 1500 km bei meist schönem Wetter gefahren, ohne nachzuölen. Da zwitschert nichts. Ohne Kupfer waren es ca. 300 km. Die Pflegekosten dürften bei 20-30 Cent für diesen Zeitraum liegen. Kein Grund "neue" Produkte zu kaufen.

Gruß

Peter
 

mbi03

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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Hallo Markus,
ich habe bei der Suche nach einer Alternative zum Kettenöl das hier gefunden: http://www.squirtlube.de/
Naja, besser als der "Uebliche Keb" weil es nicht zusaetzlich Dreck anzieht, aber besser als die gepflegte Verwarlosung, nach Ingmar(t), ist es auch nicht .... .

hat das schon mal jemand ausprobiert und kann dazu was sagen? Ist offensichtlich noch nicht allzulange auf dem Markt, aber einige Tests findet man schon dazu und die fallen nicht gerade schlecht aus...
Ich halte von den getuerkten Tests im diversen industrienahen Blaetterwald weniger als wenig ... .
Wir haben das Thema hier schon bis zur Erschoepfung durch ...
Eine normale Kettenlaenge ist fuer ungefaehr 7Mm gut, das vom Hersteller mitgegebene Schmierfett, so mieserabel es auch sein mag, langt fuer mindestens 5Mm ein wenig Schmierfett in Benzin geloest, und je einen Tropfen davon, zielgerichtet zwischen die Laschen jedes Gelenkes, hilft wenn das Benzin verflogen ist fuer einen weiteren Megameter. Nach 7Mm ist die Kette soweit gelaengt das die Teilung nicht mehr aufgeht und man sie besser zum Rcykling, ins Altmetall gibt. Allerdings schaft man diese Laufleistung nur, wenn man die Kette vom ersten Tage an, ausserlich Oel- und Fettfrei macht und haelt ... Ich ziehe in einenm mormalen Jahr 4-5 Kettenlaengen lang ... ich habe alles moegliche ausprobiert ... und das Fazit war je mehr man oelt, fettet wachst, um so schneller kommt das Kettenende ....
Die einzige Ausnahme war die Anwendung von Kupferpigment, aber die Prozedur war sehr aufwaendig und ich bin mir bis heute nicht sicher ob der Aufwand fuer 10Euro Kette wirklich lohnt.

mfG
Matthias
 

mbi03

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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Hallo,
Ich stelle gerade mein ZR auf Trockenschmierung um.
Habe aber noch keine brauchbaren pers. Erfahrungswerte.
Von der Tour gibt es einen recht aufschlussreichen Test: http://www.tour-magazin.de/technik/test_center/komponenten/kurbeln/kettenschmiermittel/a8172.html
*Wuerg* ... :eek:

Entschuldige bitte ... wenn ich lese
Kettentest TOUR schrieb:
Wie oft schmieren Sie eigentlich Ihre Fahrradkette?
Nach jeder Ausfahrt? Zweimal im Jahr? Oder etwa gar nicht? Letzteres wäre fatal .... Haushaltsöl zu verwenden, ist besser, als gar nicht zu schmieren, die Spezialprodukte sind aber deutlich überlegen ....
hebt's mich .... ein Schelm wer ueberhaupt noch irgendetwas dabei denkt ...

In jedem Kettengelenk ist in der Mitte ein kleines "Schmierstoffdepot" gefuellt mit ein wenig Schmierfett ... im Laufe eines Kettenlebens wandert das langsam waehrend es sich verbraucht nach aussen, und nimmt dabei evtl. eingedrungenen schmirgelnden Dreck wieder mit hinaus.
Oelst Du, dreht Du die Richtung um und befoerderst das Schleifmittel extra hinein ... aus dem Oel an der Aussenseite, denn es laaeuft ja wieder hinaus,
wird mit dem Dreck die bekannte "Schwarze Paste", gelangt beim naechste Oelen auch nur ganz wenig von diesem exzellenten Schleifmittel bis nach innen, ist nach weniger als 1Mm die Kette hinueber ...

Entfettest Du Deine Kette ausserlich gruendlichst, und wendest das "Trockenschmiermittel" nur ausserlich an, schadet es nichts, weil die Kette ja davon nicht klebt, nutzen tuts leider nichts. Die Kette auch innerlich zu entfetten, und sich nur auf das Trockenschmiermittel zu verlassen waehre Fatal, weil der Trockenschmierfilm, anders als ein durch Ueberlast verdaraengter Fett-film, sich eben NICHT selbst wieder schliesst. Das einzige Trockenschmiermittel das das eine selbstheilende Schicht bilden kann, sind nanofeine Kupferpartikel ... Damit kann man wirklich deutliche Lebensdauerverlaengerungen erzielen. Allerdings ist das Verfahren schwieriger zu handhaben eine verdoppelung der Laufleistung, spart 10 Euro ... gegenueber einer Ingmarisation(t)

mfG
Matthias



PS.
Ist kostenfrei einsehbar ...
man sollte IMHO jedem der das liest noch einen Euro geben ....
 
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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

@mib03: Welche sachlichen Einwände hast Du genau gegen den Testablauf und das Ergebnis – mal abgesehen von ausschmückenden redaktionellen Sätzen?
 

Reinhard

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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Welche sachlichen Einwände [...]

Mein sachlicher Einwand ist der: ob ich die Kette nun mit den diversen Mittelchen "pflege" oder schlicht einfach nur bei einer neuen Kette von außen entfette und einfach fahre, macht im Leichtlauf kaum was aus. Allerdings spare ich mir das Geld für diese Produkte und die Zeit für deren Anwendung. Evtl. bekommt die Kette irgendwann mal pro Gelenk einen Tropfen Rohloff-Kettenöl (dessen Vorrat bei mir bestimmt noch 25 Jahre reicht ...), aber das war es auch schon.

Ich hab das ganze einfach mal nach Ingmars Schwärmereien ausprobiert und dann so gelassen, weil eine funktionierende Null-Pflege einen gewissen Reiz hat (und keine dreckigen Finger :D). Sollte man einfach mal probieren, weil dafür, bis auf das erstmalige Entfetten, kein Aufwand notwendig ist.
 

mbi03

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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Hallo,
@mib03: Welche sachlichen Einwände hast Du genau gegen den Testablauf und das Ergebnis – mal abgesehen von ausschmückenden redaktionellen Sätzen?

Ich reagiere etwas allergisch auf solche Volksverdummenden "Tests" die sich geradezu in einer Scheinseriositaet suhlen ...
Man sollte niemals vergessen, die Zeitschriften handeln nach dem Motto, wess Brot ich ess, des Lied ich sing ....
Da die Einahmen aus den Abonements, macht das ueberhaupt noch jemand, nicht mehr die Haupteinahmequelle sind, richten sie ihre "Journalistische Taetigkeit" eben nach denen aus die die meisten und die teuersten Anouncen schalten ... ein Schelm der boeses dabei denkt ....

Allerdings muss fuer den der nicht mit einem boesen Trick rechnet alles einen serioesen Anschein haben .... und trotzdem das herrauskommen was der Anoucie sich wuenscht ... toll ...

Der Trick steht hier freundlicherweise gleich in der Preaampel ... denkst Du noch oder "oelst Du schon" jeder an serioser Information interesierte Leser, sollte hier das Blatt weglegen, oder nur weiterlesen wenn er Freund von Karikaturen und Grotesken ist.

Denn Jeder der schon einmal eine neue Fahrradkette in der Hand gehalten, weiss das schon in der Einleitung nur bahrer Unsinn steht.
Sicher koennte man annehmen das Salatoel allemal besser ist als gar kein Schmiermittel, aber die neue Kette ist ja so komplett mit Schierfett getraenkt, das man Muehe hat, allein den Ueberfluss zu entfernen.

Sicherlich sind alle vorgebrachten Dinge auch an sich mehr oder weniger richtig, aber aus der Ferne, hier mit deb Blick auf die vom Hersteller lebenslang geschmierten Fahrradkette betrachtet, eben einfach, und absichtlich so "knapp vorbei"


Hier redet man erstmal den geneigten gutglaeubigen Lesern, gegen jede Realitaet ein, die Kette waehre ab Werk voellig trocken !
Nur damit man diverse Mittelchen, die alle die Werkseitige lebenslange Schmierung sofort zerstoeren, aber niemals ersetzen koennen ueberhaupt "Testen" kann.

Der Erfolg ist klar ... die Kette ist im besten Fall schon nach 1/3 und im schlechtesten Fall nach 1/10 der nur ausserlich entfetteten Kette hinueber ...

Damit aber keiner auf den richtigen Gedanken kommt, werden die Ketten vor den Tests absolut entfettet ...

Uber die ganze "Oelerei" freuen sich nur die Hersteller der Mittelchen, und der Ketten ... . Die revanchieren sich fuer solche "Tests" sicherlich,

die Interessen der Fahrradfahrer sind allen 3en voellig Wurscht, die sind nur gierig nach deren Geld.

Aber nicht nur die Ketten leiden, auch Zahnkraenze, Kettenblaetter, Schaltungen vereufen unertraeglich und werden in viel kuerzerer Zeit von der ausserst abrassiven Oel-Strassenstaub-Schmirgelpaste zerstoert, auch die ganzen unnoetigerweise eingesauten und/oder unauswaschbar versifften Hosen und anderer Sachen... Das steht aber wie auch die realistische Kettenlebensdauer, ohne Mittelchen, nicht im Test.

Man testet halt "sehr serioes" aber eben am WahrenLeben komplett vorbei, diverse Mittelchen gegeneinander ....
Aber wenn die nun keiner braucht ???

mfG
Matthias
 
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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Dann mal Butter bei die Fische: Wie bekommt man die Kette von außen ölfrei, ohne dass sie innen ölfrei wird? Ich habe genug Räder, dass ich das nicht schmieren bei einem testen kann. Das wird wahrscheinlich sogar das Liegerad sein, denn dann setzt sich vielleicht auch nicht so viel Dreck ist die Kettenschutzrohre. Mit 10 Euro für eine Liegeradkette, die mehr als doppelt so lang wie eine normale Fahrradkette ist, komme ich allerdings nicht hin.

Ansonsten habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Wachs von Finish Line sammeln können, das auch in diversen Tests immer vorne dabei war. Das aber an Aufrechträdern. Selbst jetzt im salzigen Winter fangen die Ketten nicht an zu zwitschern, trotz Wachs knirscht es aber hier und da, da der feuchte Sand etc. überall am Fahrrad kleben bleibt, und selbst getrocknet nicht abfällt.
 
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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Grundsätzlich kommt der Test zu dem Ergebnis, dass Trockenschmierstoffe bzw. Wachsschmierstoffe weniger Reibung (als konventionelle Schmierstoffe) verursachen und kaum Schmutz anziehen.

Und ich glaube nicht, dass beim Schmierstoff-Test der Tour ein Lobbyergebnis zustande gekommen ist. Aber das wird sich zeigen ich teste gerade an drei Rädern drei Schmierstoffe :)

PS: Die Ketten werden übrigens vor dem Test entfettet um eine Vergleichbarkeit der Schmierstoffe herzustellen. Mit einer „Verschwörung“ hat das eher wenig zu tun ...
 
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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Reinhard,

Du kannst mich schlagen, aber ich bin zu blöd mit Hilfe der Suchfunktion die Beschreibung für die Wie-führe-ich-eine-Ingmarisierung-durch zu finden. Nachdem ich jetzt aber endgültig neugierig gewarden bin, würdest mir helfen, den entscheidenden Beitrag wiederzufinden...???

Bittebitte.

Danke + Gruß,
heppo
 
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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Reinhard,

Du kannst mich schlagen, aber ich bin zu blöd mit Hilfe der Suchfunktion die Beschreibung für die Wie-führe-ich-eine-Ingmarisierung-durch zu finden. Nachdem ich jetzt aber endgültig neugierig gewarden bin, würdest mir helfen, den entscheidenden Beitrag wiederzufinden...???

Bittebitte.

Danke + Gruß,
heppo
Hallo, Heppo,
ich bin zwar nicht der Admin Reinhardt, aber guckst Du hier hier

mfg
michiq_de
 
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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Hallo,

Du kannst mich schlagen, aber ich bin zu blöd mit Hilfe der Suchfunktion die Beschreibung für die Wie-führe-ich-eine-Ingmarisierung-durch zu finden. Nachdem ich jetzt aber endgültig neugierig gewarden bin, würdest mir helfen, den entscheidenden Beitrag wiederzufinden...???

also ganz einfach, Kette, Ritzel und alle anderen Antriebsteile auspacken/demontieren mit einem mit WD40 befeuchteten Lappen gründlich Putzen, trocken reiben einbauen und vergessen.

Ich habe mit der Methode gemischte Erfahrungen gemacht:
- die Kette und Ritzel bleiben wirklich relativ sauber
- wenn man viel im Regen fährt oder das Rad tagsüber draußen stehen hat (z.B. vor dem Büro), fängt die Kette irgendwann an zu singen, dann muss man sie halt SPARSAM ölen.
- wenn das Rad im Wintereinsatz (also Schnee+Salzmatsch) mit Unterbrechungen genutzt wird, ist ein fetttriefendes Monster meiner Meinung nach notwendig, weil sonst nach einer Woche Standzeit die Laschen der Kette zusammengerostet sind.

viele Grüße

Christoph
 
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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

... nach meinen Erfahrungen reicht für eine gut streugesalzene Kette ein Tag und die ersten Probleme tauchen auf.

Fettfreie Kette ist super für nicht-Wintertage.
D.h: Die äußere Entfettung der Kette fällt jährlich zumindest 1 mal an (wenn es noch mal schneit, obwohl man nicht mehr damit gerechnet hat auch noch mal).
 

mbi03

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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Hallo,
PS: Die Ketten werden übrigens vor dem Test entfettet um eine Vergleichbarkeit der Schmierstoffe herzustellen. Mit einer „Verschwörung“ hat das eher wenig zu tun ...
Niemand redet von Verschwoerung, es ist unlautere Werbung ... als "Test" verbraehmt. Einfach ein grosser Bes*hiss ...

Und warum testet man dann nicht die vorhandene Dauerschmierung ?

Warum erklaert man dann selbst Salatoel ist besser als nichts, wo doch in einer Handelsueblichen Kette was anderes als "Nichts", naemlich ein Schmiefett fuer langsamlaufende hochdruckbelastete Gleitlager in der Kette ist? Es wird schon einen Sinn haben!

Denn ein serioeser Test, ergaebe ganz klar, die wenigsten Mittelchen sind unschaedlich, die meisten der Mittelchen verkuerzen das Kettenleben dramatisch und sammeln zusaetzlich Dreck und Euf ...

Jeder Mensch der es gut mit einem unerfahrenen Fahrradfahrer meint, schreibt "Alles nur Nepp" halte deine Kette ausserlich sauber und Trocken, und wenn sie sich mehr als 1% gelaengt hat gib sie in den Schrott, es ist unabaenderlich.

In der Praeaple des Flyhers, wird ein Reinhard Bludom von Wippermann zitiert: "... selbst bei einer eingelaufenen Kette treten hoehere Flaechenpressungen auf als irgendein Schmierstofffilm tragen kann. Oder Andersherrum, kein Schmierstoff kann die Rennradkette vor Verschleiss bewahren. Dem kann man nichts hinzufuegen ...

Oder doch, das Schmierfett wandert durch das bewegen der Lager und das fortlaufen ent- und belasten, ganz langsam von Innen nach aussen, und auch ein abgequetscher Schmierfilm wird sehr schnell wieder geheilt. Ein abgequetscher Trockenschmierfilm bleibt kaputt und heilt nimmer, ein gerissener Oelfilm laeuft davon und man muss staendig nachoelen, man traegt dabei aber immer Dreck nach innen der die Kette zusaetzlich verschleisst.

mfG
Matthias
 

mbi03

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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Hallo Klopfer,
... nach meinen Erfahrungen reicht für eine gut streugesalzene Kette ein Tag und die ersten Probleme tauchen auf.
fue wenig Aufpreis gibts die auch vernickelt, verchromt, sogar vergoldet .... da rostet nix ...

Ich ziehe 5Kettenlaengen im Jahr lang, 1ne davon im Winter, auch bei uns wird die Strasse fleissig gepoekelt, na und, ist's draussen wieder trocken ist der Flugrost in 0,nix wieder verflogen. Ich fahre keine Edelstahl, und keine Vernickelten, auch meine Winterkette glaenzt sobald der Sulz ein Ende hat, wider metallisch ...

mfG
Matthias
 

mbi03

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Hallo,
Dann mal Butter bei die Fische: Wie bekommt man die Kette von außen ölfrei, ohne dass sie innen ölfrei wird?
Jenachdem wie verkleistert die Kette ist, erstmal durch einen Puzlappen ziehen, und dann nehme ich Klopapier, Kuechenrolle und ein paar Watups
und reinige die Kette Glied fuer Glied.

Bevor man die neue Kette aufzieht nimmt man Bremsenreineiger oder Nitroverduenner, und reinigt Ritzelblock und Kettenblaetter gruendichst.
Die Plastikrollen in der Schaltung reinigt man mit einem Lappen und etwas duennfluessigem Oel, die vertragen die Loesemittel nicht.
Hinterher gut trockenreiben. Kette aufziehen. und nocheinmal durch einen sauberen Lappen laufen lassen ... fertig dauert etwa eine Stunde.

Mit 10 Euro für eine Liegeradkette, die mehr als doppelt so lang wie eine normale Fahrradkette ist, komme ich allerdings nicht hin.
Allerdings benoetigt eine solche Kette dann auch die doppelte Zeit fuer einen Umlauf, sie haelt darum auch die doppelte Kilometerzahl.
Kettenrohre reinigen nicht vergessen, wenn die innen oelig/dreckig sind ist das Kettenputzen fuer die Katz ...

Selbst jetzt im salzigen Winter fangen die Ketten nicht an zu zwitschern, trotz Wachs knirscht es aber hier und da, da der feuchte Sand etc. überall am Fahrrad kleben bleibt, und selbst getrocknet nicht abfällt.
Die Ingmarisierte Kette zwitschert schon mal, aber sie hoert auch wieder damit auf ... macht sie das nicht loest Du etwas Waelzlagerfett in der 3Fachen Menge Feuerzeugbenzin und gibst jedem Gelenk einen Tropfen, zwischen die Laschen und laesst die Kette durch einen Lappen laufen.
Das ist gut fuer deine Ohren, der Kette ists egal ...

Willst Du wirklich die Lebensdauer verlaengern, loest Du Kupferpaste, und Schmiefett halbe/halbe mit Benzin, die Anwendung ist dieselbe.
Die Wirkung ist als wenn Du einen Eisernen Nagel in Kupfersulfatloesung tauchst, es bildet sich eine Kupferschicht auf den reibenden Teilen. Wird der Fettfilm abgequetscht wird das Kupfer abgerieben, scheidet sich aber wieder neu ab und die Kette verschleisst etwas langsamer ... auch hat das Kupfer den Vorteil das weder Kupfer auf Kupfer quitscht, noch Kupfer auf Stahl zwitschert.

Wer's ausprobiert wird mir rechtgeben ...

mfG
Matthias
 
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AW: Kettenwachs - Erfahrungen?

Hallo,

Flugrost in 0,nix wieder verflogen. Ich fahre keine Edelstahl, und keine Vernickelten, auch meine Winterkette glaenzt sobald der Sulz ein Ende hat, wider metallisch ...

Du fährst auch auf dem Land, wo die Straßen geräumt werden und nicht durch die Pampe, wo der Winterdienst "Frühling" heißt, schließlich würdest du da ja auch nicht mit deinen italenischen Schuhen lang laufen.

Es gibt halt auch andere Radfahrwelten als deine. Edelstahl oder vernickelt mag helfen... aber für ein Rad, das 300-1000km pro Jahr bewegt wird und an dem die anderen Teile ebenfalls stark korrodieren?

viele Grüße

Christoph
 
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