Kettenschloss mehrmals verwendbar?

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Vielleicht eine alberne Frage: Sollte man generell beim Kettenwechsel (wegen Längung) zugleich das Kettenschloss erneuern oder nicht unbedingt? Ich frage deswegen, weil mir letztens beim Wechsel der Kette an der SPM einige neue Schlösser fehlten, welche ich am W1 (wegen Antriebssystemumstellung) verwenden musste. Da die Schlösser (Sram 8-Fach) keine beweglichen Teile (Hülsen) haben, welche ausleihern könnten, nahm ich an, das sie (fast) ewig halten würden. Leichtsinn oder berechtigt?
 
Ich denke, wenn das K-Schloss sich sehr leicht öffnen lässt, ist es an der Zeit, es zu wechseln.

Ich habe gerade so einen Fall und werde es wechseln.

Normalerweise braucht man einige Kraft, es zu öffnen.
 
Kommt auf die Kette an.

Da die Schlösser (Sram 8-Fach) keine beweglichen Teile (Hülsen) haben, welche ausleihern könnten, nahm ich an, das sie (fast) ewig halten würden.
Aber die Rollen der Kette und die benachbarten Innenlaschen haben doch bewegten Kontakt zum Schloss, oder? Also wenn gerade dringend eine neue Kette drauf muss und kein beues Schloss da ist und das alte noch satt schließt, dann würde ich es vielleicht nochmal kurz rein machen, bis ich das neue habe. Aber nach Möglichkeit nicht.

Wenn ich eine nicht verschlissene Kette öffne, würde ich es mit der Kette wiederverwenden, solange es noch satt schließt.
 
Wenn das Kettenschoss verschlissen ist, dann lässt es sich tatsächlich ein wenig leichter öffnen. Es wird aber nicht passieren, das es von selbst aufgeht. Um den eigentlichen Verschleiss zu messen sollte man einfach ab und an mal mit einem Kettenkaliber die Längung messen. Das Kettenschloss verscheisst ein wenig schneller als der Rest der Kette. Das kann man ein wenig verzögern, wenn man bei der Montage ein wenig Kugellagerfett auf die kleinen Bolzen gibt. Ist das Schloss schon etwas gelängt , dann eben vor der Kette extra wechseln.
Viele Grüße
Lutz
 
Der einzige mir ersichtliche Grund ein Kettenschloss zu verwenden, ist, wenn man zur Kettenpflege die Ketten schnell demontieren möchte (was ich nicht mache, weil ich die Kettenpflege im eingebauten Zustand präferiere). Oder man hat ein Kettenschloss im Notfall-Set dabei, für den (sehr unwahrscheinlichen) Fall, dass man unterwegs eine gerissene Kette reparieren muss.
Daher bin ich persönlich eher ein Freud davon, Ketten zu vernieten. Dann stellt sich auch nicht die Frage, ob ein Schloss schneller/langsamer verschleißt und ob es beim Kettenwechsel mit ausgetauscht werden sollte.
 
Ich fahre jetzt seit 23 Jahren die KMC-Ketten an meinem MTBs. Die kommen immer mit den Missing-Link-Kettenschloss. Ich bin so zufrieden damit, dass ich die seit dem nur noch fahre. Für mich war es damals eine große Erleichterung diese Kettenschlösser zu verwenden. Bei mir ist noch nie so ein Kettenschloss gerissen oder während dem Fahren auf gegangen. Die Missing-Link-Kettenschlösser kann man ohne weiteres wieder verwenden. Einmal im Jahr mache ich eine große Kettenreinigung (wenn die Kette ihre Verschleissgrenze noch nicht erreicht hat) wo ich die Kette, Kettenblätter und Ritzel ausbaue und im Ultraschallbad reinige. Beim wieder zusammen bauen verwende ich das Kettenschloss wieder. Die kleine Reinigung zwischen durch mache ich direkt am Bike ohne auszubauen. Wenn ich neue Ketten einbaue, baue ich auch die neuen Kettenschlösser, die mit der KMC-Kette kommen, mit ein. Ich behalte aber immer die alte Kettenschlösser und nehme eins oder zwei im Pannenwerkzeug mit für den Fall, dass auf einer Tour eine Kette reisst. Mein Schwager mag lieber die vernieteten Ketten von Shimano. Die verbaue ich ihm ganz klassisch mit dem separatem Nietpin. In unserer gesamten Bike-Hobby-Laufbahn (27 Jahre) ist es uns nur 2 bis 3 Mal passiert, dass uns eine Kette gerissen ist und da hatten wir ordendlich Belastung drauf. Mein Schwager konnte dann ebenfalls mit so einem alten KMC-Kettenschloss nach hause radeln, obwohl das KMC-Kettenschloss in einer Shimano-Kette sahs.(y) In meinem QV ist auch eine KMC-Kette von Velomobiel.nl verbaut worden. Worüber ich sehr froh bin, da ich super zufrieden mit diesem Hersteller bin. Bei meinem QV mache ich so eine Reinigung wie bei den MTBs nicht, da das durch den geschlossenen Antrieb nicht so oft notwendig ist und es mir auch zu aufwendig ist so oft diese lange Kette neu einzuziehen.
 
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Die Herstellerangaben sind sehr unterschiedlich, was das wiederverwenden von Kettenschlössern angeht.
  • Shimano empfiehlt allgemein nur die einmalige Verwendung. Erfahrung mit mehrmaligem Öffnen und Schließen habe ich nicht.
  • bei Sram können die Schlösser für 7x-9x (Powerlink) wiederverwendet werden und werkzeuglos geöffnet werden. Da merkt man nicht wirklich, dass sie sich mit der Zeit leichter öffnen lassen.
    Ab 10x aufwärts (Powerlock) empfiehlt Sram die einmalige Verwendung. Meine Erfahrung ist hier, dass sie sich ein paar mal öffnen und schließen lassen, dann allerdings lockerer werden und ausgetauscht werden sollten.
  • Das Connex Link von Wippermann ist für wiederholtes Öffnen und Schließen ausgelegt - auch bei den 10x-, 11x- und 12x-Modellen. Allerdings werden sie mit jedem zusätzlichen Gang deutlich teurer.
    Am Rennrad fahre ich zwei wechselnd zwei Ketten und verwende dafür ein Connex Link. Zum Nachwachsen habe ich das schon dutzende Male geöffnet und wieder geschlossen. Übermäßigen Vergschleiß konnte über 12.000km nicht festellen.
 
Es wird aber nicht passieren, das es von selbst aufgeht.

Doch! Wenn auch nicht ganz "von selbst".

Das war ein Kettenschloss von SRAM für 10-fach, offenbar zu ausgenudelt. Beim ruckartigen Stopp der Tretbewegung beim Fahren über heftige Bodenwellen war die Kette im Zugtrumm vom Quest plötzlich offen.

Das beim Quest der Zugtrum vom Hinterrad bis zur Kettenrolle an der vorderen Sitzkante frei (nicht durch ein Kettenrohr) läuft, mag die Sache begünstigt haben. Ich nehme an, dass das in einem Rohr mangels Bewegungsfreiheit nicht so leicht passieren kann.

Eine Hälfte des Kettenschlosses lag im Kettentunnel, die andere war vermutlich durchs Fußloch auf die Straße gefallen, wo ich sie glücklicherweise gefunden habe. Ohne gescheites Werkzeug, nach ein paar Flüchen und mir recht schwarzen Fingern konnte ich eine gefühlte Stunde später meinen Weg fortsetzen.
 
Ich fahr normalerweise SRAM, und da ist das Kettenschloss eh dabei, entsprechend wird es mit der Kette zusammen gewechselt. Der Abrieb auf den Achsen wird vermutlich in ähnlicher Größenordnung wie bei normalen Kettengliedern liegen, von daher wird die Lebenserwartung vergleichbar mit normalen Kettengliedern sein. Andererseits wird ein einzelnes stärker abgenutztes Glied in der Kette vermutlich keinen großen Unterschied machen.
 
Mein Gott, warum an dem Cent Ding Geizen?
Ein neues rein, das alte hat ja x Kilometer Bewegung hinter sich.
Weil man 15 Euro inklusive Versandkosten für EIN Kettenschloss ausgeben kann, wenn man deutsche Versandqualität haben möchte oder
auch nur 4,87 Euro INKLUSIVE VERSANDKOSTEN für ZEHN Kettenschlösser ausgeben kann. Dann wäre dieses Teil tatsächlich nur ein "Cent-Ding".

Man kann aber die Teile aus dieser Gegend spontan verfluchen und auf deutsche Versandqualität setzen. Dann sind es eben 15 Euro. Deshalb auch die Existenz dieses Fadens.

PS:
Nebenbei erwähne ich, dass ich keine Beziehungen zu China pflege. Ich bin kein Chinese. Ich habe keinen Versandhandel in China. Ich kenne niemanden in China. Ich bin einfach nur ein Schotte...
 
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Der einzige mir ersichtliche Grund ein Kettenschloss zu verwenden, ist, wenn man zur Kettenpflege die Ketten schnell demontieren möchte (was ich nicht mache, weil ich die Kettenpflege im eingebauten Zustand präferiere).
Ich verwende seit 15 Jahren grundsätzlich Kettenschlösser, weil die Dinger einfach praktisch sind.

Oder man hat ein Kettenschloss im Notfall-Set dabei, für den (sehr unwahrscheinlichen) Fall, dass man unterwegs eine gerissene Kette reparieren muss.
Eigene Erfahrung bisher:
-zwei mal vor einem Kettenriss ein Kettenglied getauscht, bei dem sich bereits eine Lasche gelöst hatte
-auf ner Tour, mitten im Wald, Kettenriss bei einem Tourpartner den wir Dank Mini-Kettennietdrücker und Kettenschloss reparieren konnten
-Kettenriss beim VTX, ohne Kettennietdrücker konnte ich den Kettengliedrest mit nem Leatherman entfernen und durfte 40-45min lang die Kette wieder in die Kettenrohre puzzeln

Seit dem ist in jedem meiner Räder ein "Kettenreparaturset" dabei:
Schaut auf den ersten Blick vielleicht etwas nach Overkill aus, aber ich sitz nicht noch mal wegen ner gerissenen Kette ne Stunde am Strassenrand und pröckel ne 3/4 Stunde die dreckige, glitschige Kette in die Kettenrohre, wenn es mit 132g Werkzeug in 5min und sauberen Händen machbar ist. ;)
 
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