keine Fahne am Anhänger - selber schuld...

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Man darf auch nie vergessen, dass Missbrauch nicht erst etwas ist, was in einer düsteren Dystopie irgendwo in der Zukunft droht. Sondern immer stattfindet, auch in der Gegenwart. Hinzu kommt, dass eine solch düstere Dystopie auch dadurch begünstigt werden kann, dass man in gutem Glauben die Voraussetzungen schafft. Wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
 
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Bleibt die Schwierigkeit, massenweise Verstöße überhaupt wahrzunehmen, von einer effektiven Ahndung dieser ganz zu schweigen.

Dass dies bei Smartphone-am-Steuer-Nutzern nicht via Beamteneinsatz zu stemmen ist, erklärt sich von selbst. Daraus resultiert dieses aktuelle Problem überhaupt erst..

Sinnvoll sind automatisierte Systeme, der Missbrauch von Daten kann und sollte jedoch grundlegend erschwert bis verhindert werden. Aktueller Politzeitgeist setzt leider bei dem exakten Gegenteil an und verlangt förmlich eine möglichst einfache Missbrauchsschnittstelle für alle möglichen Datenumschlagplätze. Großartig..
 
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Sicherheit ist wichtig und eine Überwachung ist ggfs. auch richtig. Aber nicht hintenrum ...
Genau da liegt das Kernproblem:
Wenn etwas geordnet, geregelt wird, muss zwangsläufig die Einhaltung dieser Regeln kontrollierbar, überwachbar sein, sonst braucht man die Regel an sich erst gar nicht aufstellen.

Als Alternative, aber auch notwendige Ergänzung gibt es die freiwillige Vereinbarung, den Konsens.

Anders gesagt:
Wenn die Vereinbarung gar nicht erst zustande kommt, weil zum Beispiel im Zuge der Führerscheinerlangung kein echter, verbindlicher Vertrag zwischen Gemeinschaft und potentiellem Führerscheinnutzer regelrecht haptisch abgeschlossen wird, entsteht nicht das Gefühl einer Vereinbarung, sondern willkürlicher Bevormundung und Autoritätsmissbrauch durch einen entfremdeten Staat. Das Gelernte verliert seine Bedeutung mit der Führerscheinübergabe - das Ziel ist schließlich erreicht. Wir kennen ja den dummen Spruch: "Der Weg ist das Ziel.".

Ein Regelbruch wird fast schon zum Freiheitskampf, die Regeln selbst werden zum lästigen Übel.
Schuldgefühle entstehen nur bedingt, weil die Schuld, die Ursache, nicht sich, sondern dem Umfeld angelastet wird. "Wäre dort ein Schild gestanden...". Oder: "Bei so vielen Schildern weiß man ja nicht mehr...". Oder: "Den konnte man ja nicht sehen...".


Ich glaube, dass erst durch diese absolute Entfremdung eine Situation geschaffen wurde, die zwangsläufig zu einem Aufrüsten auf beiden Seiten führte und führt. Im Zweifel auch trotz und gegen bestehendes Recht wie Datenschutz.

Immer wieder wird kolportiert, Regelverstöße und Aggressivität hätten zugenommen. Stimmt. Aber unsere Altvorderen waren noch auf Gehorsam getrimmt, da gab es noch Prügelstrafen in der Schule und die Polizei war allgegenwärtig. Stellte eine Streife fest, dass jemand falsch parkte oder trotz Zebrastreifen überholte, hielt sie an und kontrollierte. Heute fahren sie ungerührt vorbei, wenn ganze Autokolonnen auf dem Rad- oder Fußweg stehen.

Somit werden Aktion und Reaktion in 90% oder mehr der Verstöße entkoppelt und im Laufe der Zeit immer mehr zur Normalität. Passiert dann etwas, hat der Verursacher in seiner kleinen Welt nur gemäß dieser Normalität wie alle anderen auch gehandelt. Er fühlt sich zu Unrecht bestraft.


In solchem Gemenge können hohe Strafen sogar kontraproduktiv werden. Bei Parkremplern zum Beispiel, wenn eine Selbstanzeige oder eine hinterlassene Adresse (die als Schuldeingeständnis nicht deutlicher sein könnte) zur Wertung als Unfallflucht führt, wenn stundenlanges Warten auf den Besitzer des beschädigten Fahrzeugs gefordert wird, braucht sich niemand wundern, dass sich kaum noch jemand um solche Schäden kümmert, sondern tatsächlich flieht.

Auch hier wird nicht präventiv-erzieherisch gehandelt, sondern von Staats wegen eine unsinnige Keule geschwungen. Auch diese führt zu einer Entfremdung von Regelzweck und Regelnutzer, letztlich von Regel und Regelbrecher.

Die Strafe als ernster Hinweis muss bereits mit der theoretischen Gefährdung spürbar erfolgen. Parken auf dem Radweg zum Beispiel. Nicht erst dann, wenn aus diesem Fehlverhalten ein Schaden entstanden ist.

Voraussetzung der Akzeptanz ist aber eine Fahrschule, die diesen Namen auch verdient. Eine Fahrschule, die nicht nur mit Bilderchen erklärt, was man in Metern gerechnet tun darf und was nicht, sondern auch in den Prüfungen abfragt, warum diese Regeln so getroffen wurden und welche Folgen (Schädigungen, nicht Strafzettel) ein Regelbruch nach sich ziehen kann oder sogar unvermeidbar zieht. Wer diese Zusammenhänge nicht kapiert, bekommt keinen Führerschein, selbst wenn er die rein technischen Fragen richtig beantwortet und die praktische Prüfung bestanden hat. Es dürfte auch keine einzelne "praktische Prüfung" zum Maß der Beherrschung eines Fahrzeuges erfolgen, sondern alle Fahrten müssten per Protokoll hinsichtlich Einschätzung des Geschehens um das Fahrzeug herum sowie behinderungs- und gefährdungsfreiem Bewegen in allen unterschiedlichen Situationen wie Nacht, Nebel, Regen, Winter, Innenstadt per vorgegebenen Kriterien zu einer Gesamtprüfung zusammengefasst werden. Zudem gehört zu jeder Führerscheinprüfung ein obligatorischer, psychologischer Test sowie ständige Tests während der Fahrschulzeit auf Drogenkonsum. Wer vor dem Anlassen des Motors sein Smartphone nicht ausgeschaltet hat, gilt psychologisch als nicht geeignet und muss den gesamten Kurs wiederholen. Ein Fahrschullehrer, dessen Fahrschüler in der Praxis überdurchschnittlich viele Regelverstöße begehen, verliert nach zwei vergeblichen Abmahnungen seine Konzession.


Meine Erfahrung: ist man im Vorfeld konsequent und gründlich, macht man sich die Arbeit leichter. Denn Kontrolle wird immer aufwendiger sein als eine gute Vorbereitung.
 
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Womit wir bei direkter Demokratie wären.
"...freiwillig..." bedeutet hier im Umkehrschluss: ich mache den Führerschein freiwillig und nicht, weil er notwendiges Attribut ist. Somit ist kalr, dass ich wie bei jedem anderen Geschäft meiner Wahl einen Vertrag abschließe.

Unsere heutige Sicht auf den Führerscheinerwerb ist jedoch sehr vom Bild der Schule geprägt. Das war in den Anfängen des Automobilismus gerade noch so hinnehmbar.

Heute dagegen entspricht weder das Potential der Fahrzeuge noch die Komplexität des Verkehrsgeschehens "lustigen" Schulstunden. Versage ich in der Schule, werde ich halt Raumpfleger oder Hilfsarbeiter am Bau, im Verkehr jedoch zur tickenden Zeitbombe!
 
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Wenn etwas geordnet, geregelt wird, muss zwangsläufig die Einhaltung dieser Regeln kontrollierbar, überwachbar sein, sonst braucht man die Regel an sich erst gar nicht aufstellen.
Ich erschlage meinen Nachbar nur deshalb nicht, weil ich überwacht werde?

Nein! Die meisten Regeln befolgen wir, obwohl sie nicht überwacht werden. Nur evtl. sanktioniert werden.

Ansonsten hast Du natürlich recht.

Beinahe, denn

Hilfsarbeiter am Bau
Der sollte heutzutage aber ziemlich fit in der Birne sein, rechnen, vermessen und Pläne lesen können...... und ein durchschnittlicher Dummkopf ist da fehl am Platz. Dafür ist der Bau eine der abwechslungsreichsten Tätigkeiten mit sehr guten Aufstiegschancen, bei denen es auf Können und Erfahrung mehr ankommt als auf formale Abschlüsse. Der Sandschipper im Graben, den gibt's schon lange nicht mehr.... und bitte schliesst nicht von fehlenden deutschen Sprachkenntnissen auf fehlenden Intellekt. In irgendeiner Maschinenhalle Werkstücke einlegen hat einen besseren Ruf als der Bau. Im Büro Akten nach Alphabet ablegen auch. Aber zu Unrecht! Voll OT, sorry. Aber wir beschäftigen sowohl Monteure in einer Werkshalle, als auch Bürokräfte, als auch Bauarbeiter. Ich weiss von was ich rede...

Immerhin tragen viele Bauarbeiter Helm und Warnweste und können uns so als leuchtendes Vorbild dienen :whistle:

Uli (die meistens mit Bauarbeiterjacke Rad fährt!)
 
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Ich erschlage meinen Nachbar nur deshalb nicht, weil ich überwacht werde?
...kann ich nicht beurteilen, da ich Deinen Nachbarn nicht kenne....
Nein! Die meisten Regeln befolgen wir, obwohl sie nicht überwacht werden.
...Morde lassen sich nur schwer verheimlichen, Handynutzung am Steuer leicht....wenn ich aber nicht einmal nach einem Unfall trotz Verdacht auf einen unerlaubten Gebrauch als Unfallursache die Verbindungsdaten überprüfen darf, brauche ich diese Regel erst gar nicht aufzustellen....

....Aber zu Unrecht! Voll OT, sorry...
...es liegt mir fern, Menschen anhand ihres Berufes in dumm oder gescheit einzuordnen - es ist mir ohne böse Absicht der alte Spruch in die alte Birne gesegelt...Alternative gefällig? "Wer nichts wird, wird Wirt."....
 
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...Morde lassen sich nur schwer verheimlichen, Handynutzung am Steuer leicht....wenn ich aber nicht einmal nach einem Unfall trotz Verdacht auf einen unerlaubten Gebrauch als Unfallursache die Verbindungsdaten überprüfen darf, brauche ich diese Regel erst gar nicht aufzustellen....
Trotzdem liegt @ulibarbara m.E. richtig. Es ist die Durchsetzung der Regeln, nicht die Überwachung. Überwachung ist nur eine Möglichkeit, die Verletzung zu erkennen.
 
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Alternative gefällig? "Wer nichts wird, wird Wirt."....
...wem auch dieses nicht gelungen, versucht sich in Versicherungen.
Wer selbst das nicht kann, wird Hotelfachmann.
Dumm und viel Gehalt? Du bist Rechtsanwalt.
Kannst Du nix begreifen, planst Du Fahrradstreifen.
Damit kann man ganze Berufsgruppen gehen sich aufbringen. :)
Auf einem BG-Seminar in Hessen haben wir mal 20 Verse mit nur einem Bämbel Ebblewoi (Willsch im Hals Abzesse, drinke Woi beim Hesse) geschafft.

Gruß
Christoph
 
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Es ist die Durchsetzung der Regeln, nicht die Überwachung
...ich gehe darauf noch einmal ein, weil die Frage, wie man Autofahrern und ihren Ausreden beikommen könnte, für Radfahrer und ihr Überleben elementar ist:

Als ich von Konstanz vor 35 Jahren erwerbstechnisch auf die schwäbischen Fildern umzog, fiel mir ein großer Unterschied im Verhalten der Autofahrer sofort auf - die meisten fuhren noch weit nach dem Umschalten auf Rot über die Kreuzung, indem sie sogar zusätzlich Gas gaben, also noch schneller fuhren als eh schon.

Wahrscheinlich ist diese Unsitte im innerstädtischen Bereich wie zum Beispiel Stuttgart entstanden, wo solches Verhalten bei den täglichen Stausituationen zu fast 100 % unfalltechnisch folgenlos blieb. Schließlich geht/ging in Stuttgart auf den Gehwegen und über Kreuzungen niemand freiwillig zu Fuß, genauso wenig, wie es in Stuttgart auch nur einen einzigen Radfahrer gab. Bis auf mich.

Außerhalb der Stadt war dieses Risiko natürlich größer - aber einmal antrainierte Unsitten lassen sich kaum aus den Köpfen bringen. "Es ist mir ja bisher nichts passiert, ich habe das im Griff.". Als ich 12 Jahre später wieder nach Konstanz zog, war dieses Verhalten auch dort angekommen. Wie eine Seuche, ein Virus im Autofahrerkopf (diese Viren gibt es auch bei Radfahrern, so ehrlich muss man sein).

Negative Rückmeldungen über Blitzer gab es damals noch nicht, als Radfahrer war ich, wie beschrieben, sehr einsam unterwegs.


Ohne Blitzer - also ohne Kontrollmöglichkeit, ohne Überwachung - war dieses Problem nicht in den Griff zu bekommen. Ist es in Wahrheit auch nicht, solange nicht an jeder Ampel Blitzer stehen. Und selbst an Ampeln mit Blitzer siegt die aggressive Respektlosigkeit gegenüber den potentiellen Opfern, weil man weiß, dass nicht jeder Blitzer blitzt. Je größer und unangreifbarer die Karre, desto eher nimmt man das Restrisiko für sich selbst locker und immer selbstverständlicher in Kauf.

Ergo:
Ohne Überwachung nutzt die härteste Strafe nichts.
Ergo:
Eine Regel ohne Überwachung funktioniert spätestens ab dem Zeitpunkt nicht, ab dem die Menschen merken, dass die Regel mangels Überwachung nur als reine, unverbindliche Bitte aufgestellt wurde.


Das hat meines Erachtens etwas mit Autoritätsverlust zu tun:
Wenn Eltern einem Kind das Rauchen verbieten, wird es in vielen Fällen heimlich qualmen. Merken die Eltern das nicht, wird dem Kind klar, dass es auch mit anderen Verboten lockerer umgehen kann. Lügen, verheimlichen, vertuschen wird immer perfekter.

Dieser Teufelskreis ist nur mit "ich habe verstanden, warum das für mich - mehr als nur - nicht gut ist." und nachfolgender Aufmerksamkeit, Kontrolle, zu durchbrechen. Und durch sanfte Wiederholungen. Wer dies nicht zustande bringt, besitzt per se keine Autorität.

Damit meine ich nicht den Machtmissbrauch, sondern die notwendige, natürliche Autorität. Wie ihr Fehlen gravierende Folgen generiert, kann man sehr gut an dem Kapitel der antiautoritären Erziehung erkennen. Es hätte gereicht, den Machtmissbrauch der Elternhäuser zu beseitigen, aber wie meist, ist das Pendel bei Vielen zu weit geschwungen.

So ähnlich sehe ich das auch im Verkehr. Eine Regel braucht Kontrolle und die Kontrolle muss ihre Dichte stets flexibel an die Dichte der Übertretungen anpassen. Wenn ein Parksünder auf einem Radweg jedes Mal einen Strafzettel erhält, der mit wachsendem Strafmaß* bewehrt ist, braucht der singuläre Verstoß nicht mit extremer Härte geahndet werden: die Kontrolle, die Autorität und ihre Durchsetzung bleibt menschlich akzeptabel.

Wenn heute für jeden Pups drastischere Strafen gefordert werden, so liegt dies letztlich nur am Wissen der mangelnden Kontrolle und der daraus resultierenden Ohnmacht gegenüber den zunehmenden Übertretungen. Dabei wäre Erziehung weit wichtiger und nachhaltiger. Aber das kostet eben Mühe.

Einige Ältere im Forum werden noch wissen, wie es mit prügelnden - also extrem strafenden - (meist) Vätern war: man nahm sie nicht ernst, hielt sie für ungerecht, entwickelte Wut, Ungehorsam oder Kadavergehorsam. In diese böse Falle sollten wir nicht vollends treten. Verkehrstechnisch stecken wir jedenfalls mental schon ein gehöriges Stück drin!


*Gibt es heute schon, weiß ich. Wenn jedoch pro Verstoßer nur ein Verstoß von hundert pro Jahr bemerkt wird, ist dieses Anwachsen eines Strafmaßes wirkungslos.
 
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Wie ihr Fehlen gravierende Folgen generiert, kann man sehr gut an dem Kapitel der antiautoritären Erziehung erkennen.
die Schule Summerhill mit, nach A. S. Neill, "selbstregulativer Erziehung" ist leider nicht immer richtig verstanden bzw. fehlinterpretiert worden.:(

Gruß
Felix

PS: Das soziale Denken als Regulativ scheint es vielfach auch nicht mehr zu geben. Viele fühlen sich als Einzelkämpfer, die gewinnen müssen. Da bleiben dann keine Kapazitäten mehr drüber nachzudenken, was mit den anderen ist.
 
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und wenn dies auch nix ischd, der wird dann Bollizischd"
...danke, das ist die beste Umschreibung eines dramatischen Autoritätsverlustes, der darin mündet, dass Verkehrsteilnehmer Regeln als lächerliche Bittstellungen empfinden - mit dramatischen Folgen für jene, die daraus resultierendes Fehlverhalten mit ihrer Gesundheit, ihrem Leben oder anvertrautem Leben bezahlen müssen.

Es gibt eben zwei Entscheidungspole (Extreme), zwischen denen wir das jeweils passende Maß finden müssen:
Anarchie oder Diktatur.

Egal aber, wo wir uns positionieren - wenn wir Menschen einsetzen, die dafür Sorge tragen sollen, dass eine Position möglichst vereinbarungsnah umgesetzt wird, können diese ihrem Auftrag nur durch verliehene Autorität und Respekt gegenüber dem Menschen an sich und ihrem verpflichteten Tun gerecht werden. Andernfalls dürfen wir sie erst gar nicht einsetzen und auch nicht nach ihnen rufen, wenn wir Hilfe brauchen. Das erfordern Anstand und Charakter.

Anders gesagt: Ein Radler, der einem Polizisten den Vogel zeigt, weil er ihn nach Überfahren einer roten Ampel anhalten und verwarnen will, hat im Prinzip sein Anrecht auf Unterstützung durch Polizisten verwirkt, wenn er selbst durch ein bei Rot über die Kreuzung fahrendes Auto verletzt wird. Seien wir froh, dass die Polizei nicht so reagiert und reagieren darf. Menschlich wäre es aber zumindest nachvollziehbar.
 

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Wahrscheinlich ist diese Unsitte im innerstädtischen Bereich wie zum Beispiel Stuttgart entstanden
Die historische Entwicklung ist ein wenig anders. Ampeln wurden neben anderen Regeln irgendwann eingeführt, weil die Probleme mit dem Kraftverkehr immer mehr zunahmen. Es gab ja lange noch nicht mal ein innerstädtisches Tempolimit. Das wurde auch geändert. Die Akzeptanz für Ampeln war bei Einführung quasi nicht vorhanden, es hielt sich zunächst mal keiner dran. Dies hat sich dann Stück für Stück gebessert, auch auf Grund von entsprechenden Maßnahmen. Bis zum heutigen Niveau. Auch heute ist die Akzeptanz nicht umfassend.
 
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Die Anhänger, die ich kenne haben auch nie eine eingebaute Beleuchtung. Vielleicht können die Hersteller da mal nachrüsten.
Ich habe meinen Einrad-Anhänger mit einer Induktionslampe nachgerüstet, die weder Batterie noch Verkabelung benötigt. Allerdings kann das je nach Anhängertyp vielleicht nur schwer umsetzbar sein; außerdem weiß ich nicht, ob diese Lampen noch erhältlich sind.
Aber immerhin leuchtet da jetzt immer eine Lampe (solange der Hänger in Bewegung ist), ohne daß ich spürbare Reibungsverluste habe und ohne, daß ich mich jemals wieder drum kümmern muß.

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Liest sich ziemlich widerlich. :mad:

Ein paar Auszüge:
"Warum glauben Sie, dass Sie nicht schuldig sind?", will der Richter wissen. Der Pensionist antwortet: "Weil ich nichts gesehen habe."
...
Zusammenfassend bleibt beim Richter von der Aussage übrig: "Selber schuld." "Ja, ich meine schon", erklärt der Angeklagte.
"Berücksichtigt wurde auch, dass das Verschulden geringer war als bei der anderen Verkehrsteilnehmerin", sagte der Einzelrichter.

Die Kommentare haben es auch in sich. Den meisten ist "Fahren auf Sicht" nicht geläufig. :cry:

Lg
Gandalf
 
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