Kaufberatung erster Kurzlieger / Tipps zum Ausprobieren und Üben ?

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Ich klinke mich mal bis nach den ersten Probefahrten hier aus.
OK, die ersten Probefahrten sind vorbei. Und ich habe gelernt, dass man auch Neueinsteigern manchmal glauben sollte, was sie über's Liegeradfahren sagen... Da ist erstmal eine Entschuldigung an @JohannesM fällig für meine Drängelei.
Johannes hat für sich schon den richtigen Ansatz gewählt: Zuerst andere ausführlich nach ihren Erfahrungen und den Fahreigenschaften ausfragen, am besten Leute, die verschiedene Räder haben/hatten und vergleichen können. Danach für ein Rad entscheiden und sich richtig Zeit nehmen, um mit diesem einen Rad warmzuwerden.

Viel Erfolg bei der Auswahl, und falls Du später nochmal was tieferes zum Vergleich probieren möchtest, melde dich einfach wieder!
 
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Ich habe vor 25 Jahren mir ein Liegerad für ein langes Wochenende ausgeliehen und habe dann erstmal fahren gelernt.
Bin dann in den Niederlanden auf einen Probetag viele verschiedene Modelle gefahren. Und habe mich dann für ein Rad entschieden.
5 Jahre später wusste ich dann was mit dem Rad geht und was nicht und habe mir dann für meine Zwecke was geeigneretes gesucht.
Die Suche war viel leichter wie am Anfang da ich wußte was ich wollte.
Damit fahre ich seit 20 Jahren glücklich durch die Gegend.

Mein Tip lautet deshalb.
Erst fahren lernen sonst lässt sich kein Rad beurteilen.
Und viele unterschiedliche Räder ausprobieren. Du wirst dann schon merken was zu dir passt.
 
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Mein Tip lautet deshalb.
Erst fahren lernen sonst lässt sich kein Rad beurteilen.
Und viele unterschiedliche Räder ausprobieren. Du wirst dann schon merken was zu dir passt.
Ja, sehe ich auch so. Und genau deshalb ging mein Tipp pragmatischerweise vor vielen Postings in Richtung des angebotenen fair bepreisten Flux V200/220: Einfach zu lernen, jetzt verfügbar, noch dazu im Umkreis, günstig und eine sehr gute Wette zum Fahren lernen als Einstieg.
Aber andere Mütter haben defintiv auch schöne Töchter, auch wenn manche von denen erst mal gezähmt werden wollen und daher Voraberfahrung mit einem recht friedfertigen Rad erleichternd sein kann. ;)
 
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OK, die ersten Probefahrten sind vorbei.

Jau! Tausend Dank an Fanfan für die Möglichkeit seine Räder zu probieren und seine geduldige Hilfestellung.

Ich hatte diese Woche Urlaub und habe die Zeit und das gute Wetter genutzt, mehrere Räder auszuprobieren: Meine Partnerin und ich waren im Chiemgau mit ihrem Campervan unterwegs und wandern, uns so sind wir in Bad Endorf beim Norbert Henkel von MBF vorbei gefahren. MBF bietet ein Beratungspaket bei dem man für einen Festbetrag Räder ausprobieren kann, was ich für mich als blutigen Anfänger sehr sinnvoll fand.

Konkret habe ich zuerst ein Anthrotec Tadpole Trike ausprobiert. Ich kann sagen, dass mir das Fahren damit sehr viel Spaß macht! Es fühlt sich wie ein "richtiges" Strassenfahrzeug an womit man keine Hemmungen hat sich eine Fahrspur zu nehmen. Ich war auch sehr positiv beeindruckt und überrascht vom Lenkverhalten und der Stabilität. Dann gab es da ein Flux S600 - ich habe eine ganze Weile versucht damit zu balancieren, hat aber noch nicht so richtig geklappt mit dem Rollen lassen. Es ist bei MBF möglich, Räder für eine Weile zu leihen, das hätten wir gemacht wenn im Berlingo noch Platz gewesen wäre. Ich denke, ich werde dies bei nächster Gelegenheit nachholen, Bad Endorf ist ja bestens mit der Bahn zu erreichen. Die Mischung von Enthusiasmus und Überlegtheit vom Norbert hat mir sehr gut gefallen.

Dann war ich bei Parzival in München, und habe eine Probefahrt mit einem Hase Kettwiesel (ein Delta Trike) gemacht, und zwar durch die Münchener Innenstadt, an der Isar lang bis zum Englischen Garten, insgesamt so ca. zwei Stunden. Wegen dem Stadtverkehr war ich schon etwas nervös, es hat aber alles völlig reibungslos und entspannt geklappt. Ich war pandemiebedingt bisher kaum in München mit dem Fahrrad unterwegs und fand das Radwegenetz im Innenbereich erstaunlich gut. Das Kettwiesel ist ebenfalls sehr wendig und man kann praktisch jederzeit innerhalb Schrittdistanz anhalten, was sich sehr sicher anfühlt.

Schön fand ich auch, dass ich anscheinend von Fußgängern auf geteilten Wegen weniger als bedrohlich wahrgenommen wurde als ein normales Fahrrad. Vielleicht war das exzellente Wetter mit die Ursache, jedenfalls war es ein sehr harmonisches und konfliktarmes Fahrgefühl im Verkehr. Irgendwo blitzte da der schöne Gedanke auf, dass es ja auch ohne Agression und Krieg auf der Straße geht (ich bin da etwas vorbelastet, ich war zuletzt fünf Jahre in Edinburg/Schottland und dort kommt es öfter mal zu realen Handgreiflichkeiten zwischen Rad- und Autofahrern, es gibt im UK sogar Fälle von bewusstem Anfahren von Radfahrern).

Nachmittags war ich dann beim Fanfan. Zum einen haben wir eine kleine Tour gemacht, wo ich im HP Gecko fuhr, das ist auch ein Tadpole Trike. Auch das hat ein geniales Kurvengefühl und Fahrverhalten. U.a.ging es über Feldwege mit Mittelbewuchs. Was ich da fest gestellt habe, ist dass es mit dem Trike nicht nur mehr schüttelt (was ich nicht so schlimm finde) sondern man hat dann auf so einem Feldweg auch einen deutlich größeren Fahrwiderstand. Mein Bild von Trikes hat sich ein bisschen dahin verschoben, dass es vor allem sehr geile Stadträder sind.
Zum anderen habe ich (und Fanfan, mit bemerkenswerter Geduld) so ca. 4 Stunden versucht, mit seiner Optima Chetah, das ist ein niedriger Kurzlieger, zu balancieren und zu rollen. Das hat da aber noch nicht so recht geklappt, jedenfalls bin ich noch nicht ins Fahren gekommen. Neben der niedrigeren Höhe fand ich auch den Lenker, der eher ein Tiller ist, schwieriger - irgendwas daran brachte mich komplett durcheinander.

Gestern war ich dann noch mal unterwegs um einen älteren Kurzlieger anzugucken, der von Privat verkauft wird. Der Besitzer hat das Ding gebraucht bekommen, das Alter ist vermutlich um sieben Jahre. Was für ein Modell es ist, weiß er leider nicht mehr so genau. Jedenfalls scheint es relativ ähnlich zu einer HP Streetmachine, mit Untenlenker, einfachem Gepäckträger, nur dass das Haupt-Rahmenrohr (heisst es Teleskopmast?) zwischen Sitz und Lenker keinen Knick hat, es ist komplett gerade. Die Sitzhöhe beträgt rund 66 cm und die Höhe des Tretlagers etwa 70 cm.

Mit diesem Gerät konnte ich zu meiner großen Freude nach einigem Probieren jedenfalls 20 oder 30 Meter geradeaus fahren. Wenn auch noch ohne richtige Kurvenkontrolle, aber ich habe keine Bedenken ob ich das fahren kann. Das Gerät wäre mit ca 380 € relativ günstig zu haben, allerdings sind offensichtlich einige Wartungsarbeiten am (hydraulischen) Bremssystem nötig, eine Bremsleitung scheint zu lecken und die Bremse geht nicht. Was mich ein bisschen stört ist auch dass es aufgrund des unbekannten Typs schwierig werden könnte, wichtige Teile bei Schäden zu ersetzen.

Jetzt ist noch das Flux V220 und ein Nazca Pionier auf meiner Liste.

Ein Gerät was ich noch kurz gesehen habe und was mir spontan wirklich sehr gefallen hat war ein Flux S900, es scheint viele der Eigenschaften nach denen ich gucke, glücklich zu vereinen - allerdings habe ich es noch nicht geschafft, es ernsthaft auszuprobieren.
 
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Steht das nicht noch auf der Liste (in Olching)? Gerade eben bin ich beim Stöbern auch noch über ein HP Spirit bei Freising gestolpert, hab aber nicht genauer draufgeschaut: klick Beides ist relativ aufrecht.
Wenn's nicht sowas wird, dann wäre ein S900 mit UDK-Lenker ein heißer Kandidat - sofern irgendwo zu bekommen. Ältere S-Modelle mit 20"-Rädern von Flux, so wie dieses hier, kann man übrigens noch gut zwischen Unten- und Obenlenker umbauen. Erkennbar ist diese Modellgeneration u.a. am trotz Untenlenker relativ weit oben herausragenden Steuerrohr. Aber da würde ich vor dem Kauf mit Flux klären, ob noch Vorbauten dafür vorhanden sind (und mich selber fragen, ob's mit Aufwand und Kosten für den Umbau noch attraktiv ist).
Optima Chetah, [...] Das hat da aber noch nicht so recht geklappt,
Ich vermute, das liegt mit an dem weit zurückragenden Tiller, den man mehr schiebt als dreht.
Mit steilerem Sitz (z.B. beim Azub Six) steht der Tiller auch etwas steiler und wird mehr gedreht.
 
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Hallo Johannes,
bei mir steht eine HP Streetmashine in der Garage, sie hat eine 14 Gang Rohloffschaltung, ist voll geferdert und hat vielleicht 1000 km runter.
Ich bin zwar nur 165 groß aber vielleicht würde es ja zum Üben reichen, man könnte die Streetmashine auch verlängern, müsste dann halt eine längere Kette drauf. Ansonsten ist die gute absolut reisetauglich ( dafür hab ich sie mir mal gekauft, aber zu wenig Zeit.... )
Ich wohne am Ammersee also falls du Lust hast, melde dich einfach . Da mein Sohn in Gauting wohnt, wäre es auch möglich das Radl da mal hinzuschaffen ;-) aber nach Utting fährt ja auch ein Zug.
 
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das ist ein niedriger Kurzlieger, zu balancieren und zu rollen. Das hat da aber noch nicht so recht geklappt, jedenfalls bin ich noch nicht ins Fahren gekommen.
Hallo, @JohannesM

Tipp, um auch mit ungewohnten Einspurern fahren zu können:
Lass dich einen flachen Hügel bergab rollen. Mit den Beinen in Bodennähe kannst du im Falle, du wirst instabil, dich abfangen. Und wenn die Geschwindigkeit so "groß" ist, dass das Rad stabil rollt, kannst du mit treten.
So habe ich in Frankreich einem sehr Interessiertem das Fahren ermöglichen können. (Ob das auch mit einem Flevo klappt, weiß ich nicht, das steht hier aber nicht zur Debatte)
Und: Der Lenker ist zum Lenken da, nicht, um daran zu ziehen!!
mfG
Michael
 
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Tipp, um auch mit ungewohnten Einspurern fahren zu können:
Lass dich einen flachen Hügel bergab rollen. Mit den Beinen in Bodennähe kannst du im Falle, du wirst instabil, dich abfangen. Und wenn die Geschwindigkeit so "groß" ist, dass das Rad stabil rollt, kannst du mit treten.

Hallo @michiq_de , vielen Dank für den Tipp!

Mit ganz leichtem Gefälle habe ich das auch probiert.. Was bei Fanfans Optima Chetaah etwas schwieriger ist, dass man nicht schnell mit laufen kann, und das Rad bei ganz geringem Tempo noch schwierig zu balancieren ist - wie @Fanfan sagt, "Bei 0 km/h kann niemand Balance halten". Das flux S600 wirkte in dem Punkt einfacher, nur habe ich mich damit noch nicht so recht getraut einfach los zu treten, auch weil Autos an der Seite standen, und ich wollte ja auch nix kaputt machen. Ich bin halt manchmal etwas zu vorsichtig (dafür aber geduldig).

Für meinen erfolgreichen Anfahrversuch hatte ich dann einen frisch und ganz glatt asphaltierten, unbenutzten Parkplatz. Übrigens bin ich auf ein Modell gestoßen, was zwar nicht den "Streetmachine" Schriftzug aber eine verblüffend ähnliche Geometrie hat, diesem hier:


(Allerdings sind die Streetmachine 1. Generation soweit ich weiß gut zehn Jahre alter, so von ca. 2003, während das in Regensburg angebotene so etwa sieben Jahre alt sein sollte.)
 
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Steht das nicht noch auf der Liste (in Olching)?

Das Flux V220 habe ich mir gestern angeschaut. Das ist ein super Tipp von @smallwheels, vielen vielen Dank!

Ich konnte damit gleich los fahren, macht totalen Spass und ist super entspannt. Dass da meditative Stimmungen aufkommen, kann ich sehr gut nachvollziehen. Wie smallwheels sagt, ist es ein sehr fairer Preis, der Zustand ist einwandfrei, es steuert sich mühelos, und es ist sehr alltagstauglich.

Ich versuche mir gerade ein bisschen klarer zu werden, wo es für mich hin gehen soll. Was ich merke ist, dass ich mir ein Rad wünsche, was ein klein wenig schneller ist, gut für etwas größere Distanzen geeignet ist, und wo ich zumindest in der Ebene gut und bei leichten Steigungen einigermassen mit dem Velotraum von meiner Freundin mithalten kann. Halt so die Kategorie "flottes Tourenrad" .

Dadurch dass ich mit dem Flux s600 vom Dienstag zumindest schon ein enigermassen gutes Rollgefühl hatte und es mit dem Streetmachine-artigen Modell geklappt hat mit Anfahren, bin ich nun auch recht zuversichtlich dass ich mit einem Kurzlieger mit etwas Üben gut zurecht komme.

Wenn's nicht sowas wird, dann wäre ein S900 mit UDK-Lenker ein heißer Kandidat - sofern irgendwo zu bekommen. Ältere S-Modelle mit 20"-Rädern von Flux, so wie dieses hier, kann man übrigens noch gut zwischen Unten- und Obenlenker umbauen. Erkennbar ist diese Modellgeneration u.a. am trotz Untenlenker relativ weit oben herausragenden Steuerrohr.

Ich tendiere mehr und mehr zu dem Schluss, dass ein technisch solides Flux S600 oder Flux S900 für mich wahrscheinlich eine sehr gute Wahl ist - für Touren und im Alltag geeignet, auch für Wege zur Arbeit. Was mir am S900 besonders gefällt, ist dass es auch mit schmaleren 26er Reifen fährt, so dass man wenn man möchte auch in einem ein wenig schnellerem Modus fahren kann (ich schätze mal für Feldwege sind eher die 24er besser ?) Das fände ich auch für den Fall interessant, falls ich mal einen längeren Arbeitsweg (meinetwegen so 15 km täglich) habe.

Das mit der Kurbelfreiheit finde ich erstmal nicht so einen schwerwiegenden Aspekt, bei Upright Rädern passt man das Kurbeln ja auch an schnelle Kurvenfahrten an. Wichtiger finde ich Stabilität bei scharfem Bremsen.

Dann ist halt noch die Frage, ob es ein etwas günstigeres S600 sein sollte oder ein etwas teureres S900. Da ich ja autolos bin, finde ich es auch sinnvoller, in etwas bessere Qualität zu investieren, ich habe definitiv keine Lust Hydraulikprobleme zu warten wenn ich zur Arbeit muss. Was die Schaltung angeht, ist vielleicht so eine Kombi aus nicht zu teurer Nabe und Kettenschaltung auch ein guter Kompromiss. Ich fahre ja an meinem Upright seit ein paar Jahren mit einer Shimano Alpine und habe gute Erfahrungen gemacht (wobei beim Liegerad da vielleicht etwas andere Belastungen einwirken).
 
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Hallo Johannes,
bei mir steht eine HP Streetmashine in der Garage, sie hat eine 14 Gang Rohloffschaltung, ist voll geferdert und hat vielleicht 1000 km runter.
Ich bin zwar nur 165 groß aber vielleicht würde es ja zum Üben reichen, man könnte die Streetmashine auch verlängern, müsste dann halt eine längere Kette drauf.

Hallo Inge, das ist ein liebes Angebot! Ich glaube an dem Punkt wo ich gerade bin, ist es absolut hilfreich ein bisschen zu üben und zu probieren. Ich melde mich per Unterhaltung - in Utting mal vorbei zu fahren wäre gar kein Problem.
 
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Schliesse mich @schlawag an. Ich habe die auf meinem S900, und wo hier vom S900 schon die Rede war, mein Urteil:
Das Rad ist kein Leichtgewicht. Bei mir 18,5 kg, allerdings mit Rohloff, inkl. Schutzbleche, Beleuchtung mit Nabendynamo, Gepäckträger. Dürfte mit Kettenschaltung entsprechend ca. 1 kg leichter sein.
Ich hatte mal überlegt meines zu verkaufen, da mir die Spritzigkeit fehlte. Warum ich es dann doch nicht verkaufen möchte, bzw., was für mich dann doch für das S900 spricht:
  • sehr gutmütig zu fahren (gut, für mich jetzt kein Vorteil, aber je nach Belieben eben schon)
  • lässt sich äußerst präzise lenken (UDK)
  • gute Verkehrsübersicht
  • einfache Technik, nichts Überladenes
  • LR-Größe in 24" prima (Manko: Reifenverfügbarkeit), Option auf 26", d.h. fast 2 Räder in einem
  • grundsolide und zuverlässig
  • wirklich alles passt zueinander, keine Flickschusterei, das Konzept ist absolut durchdacht und stimmig
  • es läuft und läuft und läuft..., jetzt während etwa 12000 km kein Ausfälle, nix, wirklich gar nix
Wenn man genau das will, dann ist das S900 (bzw. entspr. Nachfolgemodelle) meiner Ansicht nach eine gute Wahl und auch gut investiertes Geld.
Gut, meines habe ich kürzlich modifiziert, mit kürzerem Dämpfer das 'Fahrwerk' hinten tiefer gelegt und somit den Sitzwinkel auf 25° verringert. Dann allerdings mit Schalensitz wg. ausreichend Halt an den Schultern (um nicht hoch zu rutschen) und Novosport Sport Mini Heckkoffer (den aber nicht der Aerodynamik wegen. Der wird vermutlich auch kaum Einfluss haben). In dieser Konstellation läuft das S900 weiterhin erste Sahne, nur nochmal 2-3 km/h schneller. Das ist auch einer der Gründe, warum ich es behalten werde. Eine super Sporttourer-Reiseliege. Aber ein wendiger Flitzer wirds halt nie werden.

Beste Grüße
 
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Moin,
mit unseren Nazca Pioneeren waren wir vor zwei Wochen unterwegs und haben unter anderem einen weichen Waldweg befahren. Das ging besser als wir erwartet haben. Wir haben nur an ein paar Stellen kurz schieben müssen, wo wir das mit den UPs wohl auch getan hätten. Hilfreich war sicher die Umstellung auf eine Kassette mit leichteren Gängen. DualDrive mit max. 30iger Ritzel vorher, jetzt 34iger. Auch Wege mit losem Sand haben wir schon bewältigt.
Unsere Räder haben Untenlenker, was während der Fahrt prima ist. Das Auf- und Absteigen könnte bei anderen Lenkern einfacher sein, was wir aber nicht probiert haben. Beim Flevo-Racer mit kurzem Stummellenker unter Sitzhöhe ist das einfacher, aber da braucht man den Lenker zumindest theoretisch ja nicht ... Ich schon noch.
Die Räder lassen sich einfach schieben, in dem wir sie an der Sitzoberkante führen. Ist nur Übungssache wie auch bei UPs... Außerdem reichen die Lenker recht hoch, so dass man da gegebenfalls 'mal korrigieren kann. Gewogen haben wir die Räder noch nicht, aber das Gewicht spielt hier im Norden überwiegend nicht die Rolle. Wenige Hügel aber viel Wind!
Derzeit kann man noch bei Nazca einige Rahmenkits kaufen.
Grüße in die Runde
Dietrich
 
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Habe sehr gute Erfahrungen mit einer nicht-hydraulischen Scheibenbremse gemacht. Langzeiterfahrung damit fehlt allerdings... Es gibt eine ganz schön grosse Auswahl: https://www.biketour-global.de/2020...bremsen-mein-ueberblick-was-ich-gerade-fahre/

Das war jetzt nicht kategorisch gemeint - wenn es zuverlässig funktioniert, habe ich kein Problem damit. An meinem Tourenrad ist auch so ne hydraulische Bremse, hat bisher nie Probleme gemacht, und in Schottland und Edinburgh fand ich das echt nützlich, in der Straße wo wir wohnten sah es z.B. so aus.

Wenn ich allerdings Grönland, Patagonien, die Äußere Mongolei durchqueren wollte, oder sehr oft längere Touren fahren würde, würde ich schon lieber ein Bremssystem haben was ich gut selber mit ein paar Schlüsseln reparieren kann.
 
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Kommt halt auf die Prios an und wie wichtig einem das Risiko, dass Hydrauliköl evtl ausläuft, ist. Jedenfalls bin ich überrascht, wie gut die mech. Scheiben-Bremse zu packt; muss eher weniger kräftig zupacken als bei einer v-brake.
Das Set hier wurde recht positiv beurteilt: https://www.probikeshop.ch/de/ch/me...-CUTMO1A0-ZMRg3uMkdacIjQtqdQaAhFxEALw_wcB:G:s

Dazu der "Test": https://www.sevendaycyclist.com/clarks-cmd22-mechanical-disc-brakes

Aber das sind Details und so etwas kann man auch noch nachträglich ändern.
 
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Das Rad ist kein Leichtgewicht. Bei mir 18,5 kg, allerdings mit Rohloff, inkl. Schutzbleche, Beleuchtung mit Nabendynamo, Gepäckträger. Dürfte mit Kettenschaltung entsprechend ca. 1 kg leichter sein. [...] Eine super Sporttourer-Reiseliege. Aber ein wendiger Flitzer wirds halt nie werden.

Ich denke die Rohloff ist ihr Geld schon wert (wenn auch für mich etwas sehr hoch gesteckt für so 'ne Erstanschaffung). Was das Gewicht angeht - wenn man das Rad im Alltag fährt und im Herbst am Bahnhof parkt, braucht man ja auch ein oder besser zwei vernünftige Schlösser und jedes davon ist wahrscheinlich ein Stück schwerer als die Rohloff Nabe. Und wie glaube ich anderswo hier im Forum schon bemerkt wurde, ist es auf Touren vielleicht effizienter z.B. 100 € in ein leichtes, gutes Zelt zu investieren, als in ein Rad, das dann 300 Gramm leichter ist. Und genauso denke ich halt, dass ein gelegentliches Bahnticket je nach Lebensumständen und Bewegungsbedarf vielleicht eine bessere Investition ist als ein schwerer Elektromotor am Fahrrad oder ein Carbonrahmen. Wenn nur die Netzkarten in Deutschland nicht so unglaublich teuer wären...


Warum ich es dann doch nicht verkaufen möchte, bzw., was für mich dann doch für das S900 spricht:
  • sehr gutmütig zu fahren (gut, für mich jetzt kein Vorteil, aber je nach Belieben eben schon)
  • lässt sich äußerst präzise lenken (UDK)
  • gute Verkehrsübersicht
  • einfache Technik, nichts Überladenes
  • LR-Größe in 24" prima (Manko: Reifenverfügbarkeit), Option auf 26", d.h. fast 2 Räder in einem
  • grundsolide und zuverlässig
  • wirklich alles passt zueinander, keine Flickschusterei, das Konzept ist absolut durchdacht und stimmig
  • es läuft und läuft und läuft..., jetzt während etwa 12000 km kein Ausfälle, nix, wirklich gar nix


Danke, das hilft sehr! Gefällt mir alles sehr gut, passt zu dem was ich wollte, muss halt nur raus finden wie es sich für mich fährt und wo man eins halbwegs günstig bekommt :p.

Aber ein wendiger Flitzer wirds halt nie werden.

Ist halt kein Rennrad, aber ein Rennrad ist ja – wie ein Mountainbike auch – ein Spezialgerät und gerade kein Allzweckfahrzeug. Und ist auch per se nicht STVO-tauglich und ohne Gepäckträger. Ich glaube da muss man sich einfach entscheiden was man will.
 
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bin auf der letzten Spezi das S900 in 24 Zoll gefahren: war begeistert vom Komfort und dem gutmütigen Fahrverhalten! Das Nazca Pioneer scheint mir auch sehr interessant: die Nazca sollen sehr gut verarbeitet und auch sehr durchdacht konstruiert sein (was man hier so liest, leider nie Eines gefahren...).
 
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Schliesse mich @schlawag an. Ich habe die auf meinem S900, und wo hier vom S900 schon die Rede war, mein Urteil:
Das Rad ist kein Leichtgewicht. Bei mir 18,5 kg, allerdings mit Rohloff, inkl. Schutzbleche, Beleuchtung mit Nabendynamo, Gepäckträger. Dürfte mit Kettenschaltung entsprechend ca. 1 kg leichter sein.
Ich hatte mal überlegt meines zu verkaufen, da mir die Spritzigkeit fehlte.
Ein so ausgestattetes Trekkingrad wiegt auch nicht wesentlich weniger, das kann man also dem Flux nicht ankreiden.
Das Flux S600 bekommt man mit Starrgabel, Stecklicht, mit Radicaltasche und Kettenschaltung ohne Weiteres auf 14 kg.
Mein Flux S Comp mit 451er (20- Zoll) Bereifung liegt mit Rennradkomponenten bei 13,3 kg.
Dann ist es auch spritziger.

Mit leckenden/ undichten Hydraulikbremsen hatte ich noch nie irgendwelche Probleme.
Trotzdem sind mir Felgenkneifer sympathischer, der einfachen & soliden Technik wegen.
 
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