Kaufberatung erster Kurzlieger / Tipps zum Ausprobieren und Üben ?

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Was ist aus deiner Sicht der Nachteil am Vorderradantrieb?
Meine "Erfahrungen" stammen von einem 20Zoll-Zox-Nachbau, der mich anfänglich angefixt, auf einem geschotterten Feldweg dann aber für längere Zeit vom Thema Frontantrieb weggebracht hat...auf glattem Asphalt war es (bis auf die schon angesprochenen Problemchen mit der Kette) geil!
Und vom MBB mit 26er Rädern, was sich da schon manierlicher zeigt, aber das Antriebskonzept nicht verleugnen kann.

Ganz pauschal: Je schlechter der Untergrund, desto schwieriger wird es mit Frontantrieb.
Das liegt einfach an der Fahrphysik - Lenk- und Antriebskräfte gleichzeitig zu übertragen wird halt im Grenzbereich schwierig. Und man muss es üben - Übung macht auch dort den Meister...und dann geht viel mehr, als man anfänglich für möglich hält. Auch Anfahren an Steigungen mit rutschigem Untergrund, wo man vor ein paar hundert (oder tausend) Kilometern gar nicht auf die Idee gekommen wäre, das auszuprobieren.

Und es gibt nicht nur Nachteile:

Platz für Reisegepäck unterm Sitz ist leichter zu finden.
Der Antrieb ist durch den Wegfall der langen Kette zum HR meist direkter.
Die konstruktiven Möglichkeiten zur Teilbarkeit des Rades zum Transport sind größer - Raptobike hat das z.B. gemacht.
Hab' sicher was vergessen...

Letztendlich geht Probieren über Studieren. Eine generelle Einschätzung, was jetzt "besser" ist, kann man ohne genaue Einordnung der Präferenzen nicht treffen.

LG Holger
 
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von HP sollte man da nicht auf andere schliessen.
Das Problem haben mehr oder weniger alle Räder mit der Kombination kurzer Radstand und hoher Sitz. Dazu noch eine beim Bremsen abtauchende Federung vorn - und guten Flug! Ist also kein spezielles HP-Problem. Die (unbeladene!) STM reagiert da schon deutlich zickiger als die SPM.

LG Holger
 
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Was ist deiner Erfahrung nach am größeren Rad besser?
Ich bin zwar nicht @Haens, aber: Was Dir besser gefällt. Du solltest bei der Auswahl der Schaltung beachten, dass Du keinen Wiegetritt hast, das musst Du durch Drehzahl und kürzere Gänge ausgleichen.

Ablaufen der Kette beim Rangieren kann auch bei Hecktrieblern auftreten, wenn das Leertrum so tief hängt, dass es vom Reifen zur Seite gedrückt werden kann. Wenn das Zugtrum so tief hängt, kann das bei Vorwärtsfahrt in engen Kurven stören. Bei einem meiner Räder hängt das vom Kettenblatt ab - auf dem großen Blatt ist alles OK, aber auf dem kleinen drückt das Vorderrad in Rechtskurven in die Kette. Man kann zwar theoretisch zum Lenken Druck rausnehmen, nur fährt man das kleine Blatt ja meistens bergauf, und wenn man da Druck rausnimmt, steht man. Die ersten Male ist es überraschend und irritierend, mit der Zeit versucht man halt so zu fahren, dass man solche Situationen vermeidet.

Auch die schlechtere Übersicht lernt man mit der Zeit zu kompensieren. Ich fahre immer noch lieber mit 'ner Liege in München herum, aber ich meide Tempo-30-Zonen mit ihren Rechts-vor-Links-Kreuzungen. Erstens kann ich schlechter in die Seitenstraßen gucken und muss deshalb weiter runterbremsen, zweitens liegt die übliche Reisegeschwindigkeit höher als beim Trekkingrad, weshalb das Wiederbeschleunigen auf das höhere Tempo mehr Körner kostet.

Die (unbeladene!) STM reagiert da schon deutlich zickiger als die SPM.
Das kann die Hornet mindestens genauso gut. :) Trotzdem ist mir das nur sehr selten passiert, mit Federung merkt man halt auch, wie weit die ein- und austaucht.
Baron und Cheetah schaffen zwar eine deutlich höhere Verzögerung, aber beim Überbremsen finde ich die auch deutlich unangenehmer - die heben nicht das Hinterrad, sondern rutschen mit dem Vorderrad, und wenn das passiert, liege oder sitze ich daneben auf dem Boden, bevor ich "Huch!" sagen konnte.
 
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Wenn du hoch sitzt willst du das Vorderrad vom Schwerpunkt aus weit vorne haben. Genauer dem seinen Aufstandspunkt. Und ein kleiner Unterschied macht da viel Unterschied. Flux S-RX muss ich wirklich loben als einen sehr stabilen Bremser obwohl eher hoch und auch frontgefedert. Kein Vergleich zu Grasshopper. Das denkt man vom Bild her nicht, die schauen sich doch halbwegs ähnlich. Die feinen Proportionsunterschiede zählen, Fahrradbau ist eine Kunst :)
 
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Die Anforderungen: Am wichtigsten an dem Rad wäre also, dass es möglichst viel Spaß macht, damit zu
fahren. Also mühelos und flott. Zur Arbeit sind es derzeit bloß so 7 km. Das Rad sollte
weiter passen für Dinge wie Brötchen holen und Einkäufe bis zu ca. 15 Kilo, und natürlich
ein- und mehrtägige Touren mit Gepäck. Es sollte, da ich völliger Liegerad-Anfänger bin,
möglichst einfach zu balancieren sein, und es sollte auch auf festen Waldwegen noch
so einigermaßen fahren. Es sollte mit S-Bahn (und sehr gelegentlich mit dem Zug)
transportabel sein. Ausgesprochene Bergtouren plane ich nicht.
Nach nochmaligem Lesen der Anforderungen kommt mir für den Anfang das
Sehr anfängerfreundlich sind Sesselräder - idR nicht besonders schnell, aber sehr komfortabel und einfach zu fahren
durchaus sinnvoll vor und dieses
Flux V220 in Olching. Bestimmt ein einfacher Einstieg und sehr Alltagstauglich (bin selbst am Überlegen für einen Verwandten mit Schulterproblemen).
wie eine interessante Offerte. Die Flux V2x0 Reihe gilt als ziemlich brauchbares Einsteigerrad, dieses scheint die neuere Version zu sein, in gutem Zustand, passender Grösse und auch sowohl original wie komplett ausgestattet mit Gepäckträger und Lowridern. Der Preis ist nicht abgehoben und offenbar sogar noch verhandelbar. Wenn ich das Ding sehe bekomme ich direkt Lust Brötchen damit holen zu fahren. ;) Würde ich mir angucken - die Investiton ist ja sehr überschaubar und zum Ausprobieren ist sowas meiner Meinung ziemlich optimal.
 
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Das 20"-Hinterrad hat in Verbindung mit einer reinen Kettenschaltung Nachteile zu einem zB 26"HR bei der Auswahl der vorderen Kettenblätter. Das große Blatt muss sehr groß sein (zB 64 Zähne, kleine Auswahl, teuer), um eine Sinnvolle Entfaltung zu erhalten. Dann wird die Abstimmung mit den kleineren Blättern auch schwierig/unmöglich. Der Schaltkäfig hängt voll im Spritzwasser und Dreck! und bewegt sich nur cm über dem Boden. Echt Mist. Man setzt sogar mit dem Schaltwerk auf.
Das ist grober Unfug den du beschreibst!
Für ein Touren und Alltagsrad mit 20"/406 Hinterrad reichen je nach Fitness des Fahrers 56/38 Kettenblatt mit 11-32 Kassette. Über 56 ist schlicht nicht notwendig. Erst bei einer Kassette über 42 Zähnen wird es kritisch mit dem Wechsel. Der Wechsel ist nahe am Boden, aber in den letzten 8 Jahren habe ich genau 1 mal einen Randstein berührt. Dabei ist das Schaltkabel gerissen.
Schau mal hier was mit 2x20" geht.
 
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Nach nochmaligem Lesen der Anforderungen kommt mir für den Anfang das

durchaus sinnvoll vor und dieses

wie eine interessante Offerte. Die Flux V2x0 Reihe gilt als ziemlich brauchbares Einsteigerrad, dieses scheint die neuere Version zu sein, in gutem Zustand, passender Grösse und auch sowohl original wie komplett ausgestattet mit Gepäckträger und Lowridern. Der Preis ist nicht abgehoben und offenbar sogar noch verhandelbar. Wenn ich das Ding sehe bekomme ich direkt Lust Brötchen damit holen zu fahren. ;) Würde ich mir angucken - die Investiton ist ja sehr überschaubar und zum Ausprobieren ist sowas meiner Meinung ziemlich optimal.

Das ist ein guter Punkt! Es entspricht weniger dem Bild was ich vor Augen habe von einem "schnellen Sportgerät" wie dem Zox 26, aber es wirkt aufgrund der Sitzposition tatsächlich einfach zu fahren und ist sicherlich auch als "Stadtrad" gut.

Relativ Sesselrad-ähnlich wirkt auch dieses Toxy CL hier. - es wirkt auch einfach zu fahren und ist auch so beschrieben. Auf Feldwegen u.ä. ist es sicherlich bequemer. Allerdings habe ich über Toxy Räder irgendwo im Forum auch ziemlich deutliche Kritik an qualitativen Aspekten gelesen, ist da was dran?
 
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Wenn's nur darum geht, nimm das schwerste Pedelec, das Du finden kannst, und schalte den Antrieb aus. ;) Aber ich nehme an, das Fahren soll auch Spaß machen.

Ganz genau, der Spaß ist wichtig! Ich denke mir wenn es nicht angenehm ist und Spaß macht zu fahren, ist das Risiko zu gross dass es am Ende nur im Keller steht. Das heißt nicht, dass einige Übung und eine Zeit der Eingewöhnung nicht völlig OK wäre. Aber ich mag zum Beispiel keine Rennräder - sie sind mir einfach zu unbequem, auch wenn sie tolle Sportgeräte sind.
 
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Hm, Ich fange so langsam an zu verstehen, wie vieldimensional die Eigenschaften dieser Räder sind. Ich versuche mal, die wichtigsten Dimensionen und Aspekte zussammen zu fassen und aufzulisten - bitte korrigiert wo ich falsch liege

Anfängerfreundlichkeit: einfach zu balancieren
+ Delta Trikes wie das Kettwiesel sind generell sehr einfach
+ Sesselräder
+ Radnabel wird als sehr anfängerfreundlich beschrieben
+ Obenlenker ist einfacher am Anfang
+ Toxy CL scheint einfach
+ Flux V220
+ gute Integration & Details sind sehr wichtig und können anscheinend den Ausschlag geben
+ HP Speedmachine und Zox 26 haben beide wohl deswegen ebenfalls sehr gute Wertungen trotz ihrer "schnellen" Geometrie


Speed
+ offener Körperwinkel (Effizienz)
+ flache Position (Luftwiederstand)
+ große Räder (Rollwiderstand)
+ leicht (aber weniger wichtig als bei UP Rennrädern, 15 kG ist "leicht")
+ niedrige Position (lowracer) (aus physikalischer Sicht Vorteil bei Gegenwind ?)
+ Flux 600s
+ Zox 26
* Speedmachine und Nazca sind trotz ihres größeren Gewichts und ihrer Auslegung auf Touren erstaunlich schnell

Alltagstauglichkeit
+ Gepäckkapazität
+ Licht!!!
+ Gewicht <= 18 kg, besser 15
+ handlich zu tragen
+ Obenlenker (besser zum Schieben)
- Delta Trikes sind hier nicht so gut (zu breit, zu schwer, zu unhandlich, nichts für Treppen - aber kann man hochkant abstellen)

ÖPNV Kompatibilität
+ nicht zu schwer
+ Obenlenker (zum schieben)
+ hohe Bauform besser
+ Kurzlieger brauchen weniger Platz
+ Räder 20 Zol sind kostenlos in der Deutschen Bahn


Sicherheit in der Stadt
--
Lowracer werden leichter von Autos übersehen (eine weiss-grüne Lackierung hilft da vielleicht)
+ Sesselräder mit aufrechter Position sind King - kein Nachteil zu UPs hier
+ hohe Position (bessere Übersicht insbesondere bei Rechts-Vor-Links Strassensystemen)
+ große Räder besser (wg. Sitzhöhe)
+ Scheibenbremsen (sicher gut auf engen Wegen und besonders wenn andere Verkehrsteilnehmer Geschwindigkeit unterschätzen)
+ Federung vorne kann kleiner Nachteil sein (Kopfstandgefahr bei Vollbremsung), aber stark abhängig von Details der Geometrie

Reise/Tourenkomfort
+Federung (vorne nicht ganz so wichtig)
+Untenlenker ist bequem bei Langstrecken
+große 26er Räder
+Gepäckkapazität
+Nazca
+Speedmachine

Geländetauglichkeit
+große Räder
+Scheibenbremsen
+Federung zumindest hinten
* evtl. etwas breitere Reifen

Steigungen/Berge
+Schaltung mit kleinen Gängen
+ Nabe besser aber viel teurer
+grosse Räder
+Scheibenbremse
+Hinterradantrieb vorteilhaft
+ evtl. Motorisierung

UP Kompatibilität (d.h. wie gut kann man mit UP Fahrern zusammen Touren machen)
+ hohe Position erleichtert Unterhaltungen (ok das kann man auch technisch lösen durch Funk-Headsets)
+ große Räder (wegen Position)
+ kleine Gänge hilft, Schritt zu halten im Anstieg (wo UPs einen Vorteil haben)
+ Motor könnte helfen, wichtiger ist aber Kooperation
- Trike bleibt schnell zurück bei Steigungen

Integration und Engineering: d.h. wie gut die Komponenten abgestimmt sind und zusammenpassen und wie gut widersprüchliche Anforderungen unter einen Hut gebracht werden
hier haben die erfahrenen, langjährigen Hersteller Vorteile
+Speedmachine
+Nazca Räder werden beschrieben als gut gemacht
+Flux
+Zox

Verarbeitungsqualität und "Featurefulness"
- Toxy
+ Nazca
+Speedmachine


Empfehlungen für Anfänger
+ erst gebrauchtes Rad kaufen - weniger Wertverlust bei Wechsel
+ vieles ist individuell - möglichst viel ausprobieren
+ Sesselräder sind gut für einen einfachen Einstieg und zum Üben

Wie gesagt ist das nur eine Zusammenfassung von mir, der keine Ahnung hat - bitte korrigiert mich wo es falsch ist oder relativiert werden muss.
 
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Flux S-600, gebraucht gut verfügbar und ein echtes Universalrad. Gut treppentrage- und S-Bahntauglich. Wenn schon ein paar Radler im Radabteil sind, nimmt man kurz den Inbus in die Hand und dreht den Lenker auf senkrecht, dann wird das Rad etwas flacher. Fluxsitz naja. War für mich nur mittelgut passend, flext auch. Aber man kann gut Gepäck dranbinden wegen der Löcher.
 
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Das ist grober Unfug den du beschreibst!
Für ein Touren und Alltagsrad mit 20"/406 Hinterrad reichen je nach Fitness des Fahrers 56/38 Kettenblatt mit 11-32 Kassette. Über 56 ist schlicht nicht notwendig. Erst bei einer Kassette über 42 Zähnen wird es kritisch mit dem Wechsel. Der Wechsel ist nahe am Boden, aber in den letzten 8 Jahren habe ich genau 1 mal einen Randstein berührt. Dabei ist das Schaltkabel gerissen.
Schau mal hier was mit 2x20" geht.
Werde glücklich mit 20zoll, nach meiner Erfahrung geht das mit größeren LR einfacher und besser.
 
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Einen E-Antrieb in die Entscheidung einzuschließen ist sehr gute. Es macht das Radfahren zwar ein wenig komplizierter, zum Liegeradeln passt die Unterstützung aber sehr, sehr gut! Gerade am Berg ist das eine Wohltat. Du wirst es lieben! Meine SPM hat auch einen Hilfsmotor, der sehr leicht ist und sich während der Fahrt komplett entkoppeln lässt. Er ist nur mit einer Schraube fixiert und daher auch ruckzuck ganz demontiert. Ich baue den auch meine anderen Räder dran oder an das Rad meiner Frau.

Danke für das Beleuchten dieses Aspekts!

Ich merke, dass ich bei e-Antrieben total gespalten bin:

Einerseits finde ich gerade das Prinzip toll, mich rein mit Muskelkraft zu bewegen. Ein eBike ist für mich vom Gefühl her ein Motorfahrzeug und was ganz anderes als ein Fahrrad, auch wenn es fast genauso aussieht. Ich mag auch nicht den happigen finanziellen Mehraufwand und die zusätzliche Komplexität, ich glaube ich würde das lieber in einen Rohloff Schaltung stecken. Ich fahre ja auch Rad, um mich regelmässig zu bewegen und fit zu bleiben, und einen 25 Minuten Arbeitsweg damit auf 18 Minuten abzukürzen erscheint mir für dieses Ziel völlig kontraproduktiv. Zudem muss ich dann ja extra länger arbeiten, um den e-Antrieb zu bezahlen :p

Den Punkt, dass der e-Motor eine Schwäche des Liegerads, nämlich das Fahren bei Steigungen, ausgleicht, ist ein wichtiger Punkt. Mir scheint, das ist vor allem wichtig, wenn man mit UPs zusammen fährt. Dagegen lässt sich wenig anführen, finde ich.

Auf der anderen Seite fasziniert mich an den eBikes die doch sehr erhebliche Erweiterung des komfortablen Aktionsradius, auf eine immer noch effiziente Weise. Ich würde normalwerweise wirklich nicht abends 20 Kilometer in die Stadt rein fahren, um da eine Jazzgruppe zu hören, eine Tanzaufführung anzugucken, ins Kino zu gehen oder beim Stammtisch ein Bier zu trinken - die eBikes machen das aber möglich. Bei genauerer Betrachtung denke ich dann aber, ich kann auch mit dem Rad in der S-Bahn zurück fahren - das setzt da an wo ich müde bin und womöglich auch angesäuselt.

Politisch finde ich es klasse, dass die eBikes für doch recht viele Menschen offensichtlich eine gangbare Alternative zum Auto darstellen. Insofern sind sie das, was die Welt braucht. Neben den Oberleitungsbissen, Straßenbahnen und Lieferfahrzeugen finde ich, sie sind die einzige Form von Elektromobilität die wirklich Sinn macht (während Elektro-PKW eher ein Versuch sind, eine Dinosauriertechnik die gegen den ÖPNV konkurriert, am Leben zu halten).

Wenn ich bei einer Arbeit ohne weitere Alternative die Wahl hätte, ob ich ein eBike oder ein Auto benutze, würde ich ohne Überlegen das eBike nehmen. Dann bewegt man sich halt im Reich der Notwendigkeit.
 
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Ich versuche mal, die wichtigsten Dimensionen und Aspekte aufzulisten
Oh Gott. :eek:
Willst Du ein 10-dimensionales Rechenmodell für die hypothetische Gebrauchstauglichkeit in einem hypothetischen Szenario in einer hypothetischen Stadt aufstellen und Jahre damit zubringen, das zu kalibrieren? Dann bist Du auf dem richtigen Weg.
Oder willst Du für dich ein Liegerad, mit dem Du gerne und häufig fährst? Dann ruf bei Flux in Gröbenzell, bei Traumvelo in Ottenhofen und vielleicht bei Parzival am Ostbahnhof an (edit: oder melde dich bei mir) und probiere ein paar Räder aus. Das Rad und sein Fahrverhalten müssen dir gefallen, das ist viel wichtiger als Unterschiede von 500g im Gewicht, 5cm in der Sitzhöhe oder 3cm im Radstand.

Ich klinke mich mal bis nach den ersten Probefahrten hier aus.
 
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Willst Du ein 10-dimensionales Rechenmodell für die hypothetische Gebrauchstauglichkeit in einem hypothetischen Szenario in einer hypothetischen Stadt aufstellen und Jahre damit zubringen, das zu kalibrieren?

Nö. Es geht nur darum, dass es unter Umständen nicht direkt klappt, alle Dinge die man sich so wünchen könnte, unter einen Hut zu bringen, und es dann (neben, selbstverständlich, ausprobieren) wahrscheinlich hilft, sich zu überlegen, was einem wichtig ist.

Außerdem ist es so, dass man halt bei Probefahrten nur einen kleinen Teil der relevanten Situationen ausprobieren kann. Wie sich das Rad anfühlt - sicher. Aber die meisten Probefahrten finden z.B. sicher nicht Nachts statt und auch nicht unbedingt an Steigungen oder durch matschige Waldwege. Ich finde das macht schon Sinn, sich zu überlegen wo man fahren will.
 
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Streetmachine hat ja offensichtlich einen guten Ruf. Was ich ganz intuitiv seltsam finde, ist die Kombination von großem (26er?) HInterrad und 20er Vorderrad. Das wirkt irgendwie komisch. Was hat das für Vorteile? Macht es das Rad einfacher zu fahren?
Das ist bei Liegerädern recht gängig. Das grosse Hinterrad sorgt für weniger Rollwiderstand, höhere Stabiliät und macht es einfacher, taugliche Übersetzungen hinzubekommen. Das kleine Vorderrad sorgt dafür, dass man auch ohne enormste Tretlagerüberhöhung auskommt und zudem meist Kurbelfreiheit hat, d.h. beim Lenken nicht mit den Füssen oder Pedalen in Konflikt kommt (manchmal abhängig vom Auszu ges Tretlagermasts). Macht also in der Tat das Rad einfacher zu fahren. Um so mehr, je niedriger der Sitz angebracht ist.

20"/26" und ähnliche Kombinationen waren aber auch schon bei Langliegern üblich, bei denen die genannten Kurbelprobleme prinzipbedingt gar nicht auftreten können.
 
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